#47 - Herbert Grönemeyer - Prekäre Arbeitsbedingungen im Musikgeschäft
Shownotes
In den zwei kommenden Folgen wollen wir über die prekären Arbeitsbedingungen sprechen, denen Wissenschaftler:innen und Musiker:innen ausgesetzt sind. Diese unterscheiden sich und weisen Gemeinsamkeiten auf. Dazu haben wir uns in dieser Folge Herbert Grönemeyer eingeladen, der sich gerade mit vielen anderen Musiker:innen für die faire Bezahlung vor allem im Streaming-Bereich einsetzt. Da wir ihn mal da haben, sprechen wir mit ihm aber natürlich auch über sein Verhältnis zu Wissenschaft und Gesellschaft, zu der Frage nach Ost und West und zu seinem eigenen Einstieg ins Musikgeschäft und die Veränderungen seit den 1970er Jahren. Bleibt alles anders! Die Folge zu den prekären Arbeitsbedingungen in der Wissenschaft kommt am 9.2.26 mit Vertreter:innen von #ichbinhanna
Songs in dieser Folge:
- Herbert Grönemeyer "Grönland"
- Herbert Grönemeyer "Bleibt alles anders"
- Kapatult "1/2 Cappucino"
- Herbert Grönemeyer & BRKN "Doppelherz | İki Gönlüm"
Links zu dieser Folge:
- Wolfgang Engler
- Fondament e.V.
- Bericht zum Besuch im Kanzleramt
- Studie zu Streaming-Diensten und ihren Verträgen
- Podcast mit Liz Pelly zum Problem der Streaming-Dienste
Moderation: André Knabe und Daniel Kubiak
Transkript anzeigen
00:00:05: Music
00:00:06: Sociology Gesellschaft
00:00:08: durch Musik verstehen.
00:00:13: Herzlich willkommen bei Music Sociology.
00:00:16: Wir sind der Podcast der meistens mit Sozialwissenschaftlerinnen über Musik spricht, die sie uns mitbringen.
00:00:22: Und hin und wieder sprechen wir aber auch mit Musikerinnen über Gesellschaft.
00:00:26: Das haben wir jetzt fast fünfzig Folgen lang gemacht.
00:00:28: Und wir, das sind einmal ich, André und...
00:00:33: Daniel, hallo André.
00:00:34: Hallo
00:00:35: Daniel.
00:00:35: Und heute ist noch was ganz Besonderes, denn wir haben für unseren Gast hier hier schon sitzt und uns schon anguckt, haben wir extra das Tonstudio der HU gemietet, also der Humboldt-Universität, weil wir gedacht haben, für diesen Gast müssen wir ins Tonstudio gehen.
00:00:46: Das heißt, es ist erst das zweite Mal, dass wir überhaupt, nee, das dritte Mal, dass wir beide überhaupt zusammen in einem Raum sind und den Podcast aufnehmen.
00:00:52: Ja, also wir sehen ihn schon häufiger, aber sonst machen wir das oft remote und an besonderen Tagen treffen wir uns im Studio.
00:01:01: Genau.
00:01:02: Und der Gast, der sitzt hier schon, ihr habt ja auch schon gehört, ist niemand geringeres als Herbert Grünenmeier.
00:01:07: Geringeres.
00:01:08: Hallo.
00:01:08: Ja, ich meine, also wirklich, wenn man dich recherchiert, du bist der erfolgreichste, ökonomisch erfolgreichste Musiker in Deutschland.
00:01:16: Das weiß ich nicht, aber das höre ich ab und
00:01:18: zu.
00:01:19: Das sagt zumindest Wikipedia.
00:01:21: Und du greifst ja auch immer wieder in gesellschaftliche Debatten ein, also auch das passiert durchaus.
00:01:26: Ich würde dir gerne ganz kurz erzählen, weil wir wollen heute mit dir vor allen Dingen über die Arbeitsbedingungen in der Musik reden und über... wie Platten, Filme und Streamingdienste zusammenarbeiten.
00:01:33: Das wird so das Hauptthema sein.
00:01:35: Und bevor wir da einsteigen, würde ich dir gerne ganz kurz erzählen.
00:01:38: Ich höre schon sehr lange deine Musik.
00:01:40: Also ich würde sagen, thirty-fünf Jahre bestimmt, seitdem ich in der Bundesrepublik lebe.
00:01:45: Ich bin in der DDR geboren, aber seitdem ich in der Bundesrepublik lebe.
00:01:49: Und ich habe in so eine ganz frühe Erinnerung an deine Musik, und zwar an das erste Unplugged Album.
00:01:54: Weil es ja ganz gut passt, weil jetzt ist gerade Unplugged II draußen, wenn wir auch nachher noch ein Song von hören.
00:02:00: Dieses Anplackalbum lief immer bei meiner Ausbildung in einem Pizzalieferdienst.
00:02:04: Nein.
00:02:05: Wo ich unter sehr schwierigen, präkierenden Arbeitsbedingungen für vier Euro die Stunde pippen.
00:02:10: Dein Chef hat dich dem ausgesetzt.
00:02:11: Genau.
00:02:12: Und mein Chef hat immer Herbert Grünemeyer angemacht.
00:02:14: Nur vier Euro und dann auch noch den Grünemeyer.
00:02:16: Genau.
00:02:17: Das ist Folter.
00:02:18: Aber das war eigentlich tatsächlich so, der hatte einen sehr guten Musikgeschmack.
00:02:21: Also da lief dann immer Tonsternescherben, Reiser am Klavier und Herbert Grünemeyer anklackt.
00:02:27: Oh.
00:02:27: Also in dieser Riege bist du sozusagen.
00:02:30: Das ist schon etwas.
00:02:31: Ja, das ist schön.
00:02:32: Ja,
00:02:33: genau.
00:02:34: Und laut Wikipedia, wir machen hier ein Wissenschaftspotkasten, was auch dreiundzwanzig Semester an der Ruhruniversität Bochum eingeschrieben.
00:02:44: Hat Wissenschaft irgendeine Bedeutung für deinen Schaffen, hat das irgendwie Spuren hinterlassen?
00:02:49: Nicht wirklich.
00:02:51: Ich war jetzt schon am Theater mit siebzehnt, also vorm Abitur.
00:02:54: Und natürlich, mein Vater hat Bergbaus studiert als Doktor des Bergbaus und war lange an der Uni und wollte immer Professor werden.
00:03:03: Und ist dann aber leider gefeuert worden, weil er so ein Intent war.
00:03:07: Und er hat immer gesagt, das schönste Leben ist an der Uni.
00:03:09: Er wäre gerne geblieben.
00:03:12: Und Bergbord zu studieren ist Extedeval Mathematiker mein Vater.
00:03:16: Und das ist ein extrem komplexes Studium.
00:03:20: Und er hat immer davon geträumt, dass seine Kinder auch Akademiker an der Uni studieren.
00:03:25: Mein großer Bruder hat dann Medizin studiert, mein mittlerer Bruder auch Sozialwissenschaften.
00:03:32: Und ich war dann eben üblich.
00:03:33: Ihr hatte aber schon einen Job und habt dann im Grunde keine Ahnung.
00:03:37: Ich wusste nicht, was ich studieren soll.
00:03:38: Da hat mich dann eingeschrieben für Jura im Borum.
00:03:41: Musikwissenschaften.
00:03:43: Musikwissenschaften
00:03:45: war
00:03:45: kein einziges Mal.
00:03:46: Jure habe ich sechs Semester studiert und alle Scheine gemacht.
00:03:50: Und dann war mein Vater und habe dann noch ein Jahr Komposition in Köln studiert an der Hochschule.
00:04:00: Und er hat immer gesagt, wer hat auch Maschinenbauer, weil ich auch sehr gut in Mathe war in der Schule.
00:04:05: Und er hat immer davon geträumt, wenn du Maschinenbauer wirst, dann hast du ausgesorgt.
00:04:08: Das ist wunderbar.
00:04:09: Wunderbar Studium.
00:04:10: Am besten bleibst du gleich an der Uni.
00:04:12: Und das war eher so was mich geprägt hat.
00:04:14: Aber ich war, glaube ich, immer schon eher jemand, der sich mit Kunst auseinandergesetzt hat, glaube ich, instinktiv.
00:04:21: Und ich habe mich da im Theater wohlgefühlt und bin dann noch eingeschrieben geblieben wegen des Wehrdienstes.
00:04:28: Und mit zwei und dreißig, drei und das wollten sie mich dann noch einziehen.
00:04:31: Zur Panzer-Einheit nach Hannover.
00:04:33: Und dann nach Berlin gezogen?
00:04:34: Oder wie läuft das denn?
00:04:35: Nein, nein, dann haben wir das für drei und dreißig.
00:04:38: Und dann muss man mich auch, muss man mir danach auch helfen, wieder in den gleichen Job wieder reinzukommen.
00:04:41: Und das war dann ein bisschen alles sehr kompliziert und durcheinander.
00:04:44: Und dann haben sie es auch gelassen.
00:04:46: Aber okay, da gibt es dann, also es gibt einen Familienmitglied mit so Servicenschaften.
00:04:50: Liste du so zu logischen Büchern?
00:04:52: Kommt das vor?
00:04:53: Nein.
00:04:54: Also ich lese jetzt gerade, versuche mich eben genau mit der Geschichte des Ostens zu beschäftigen, was mich immer interessiert hat.
00:05:01: Und leg Englern, Wolfgang Engler lese ich gerade.
00:05:04: Und wir sind gerade, wir haben eine kleine, wie nennt man das, eine kleine gemeinnützige Gesellschaft, die sich mit dem Thema Armut auseinandersetzt.
00:05:14: Das haben wir uns so auf die Fahne geschrieben, um diese Strukturen zu verstehen, warum gibt es das eigentlich?
00:05:20: Also das ist so wie so eine kleine Gruppe.
00:05:22: Das heißt Fundament.
00:05:24: und wir versuchen, mich hat das immer interessiert, warum gibt es in dieser westlichen Gesellschaft mit dem Reichtum, wieso ist es nicht in der Lage?
00:05:33: Gesellschaft zwischen Demokratie und Diktatur, also Sozialismus eigentlich mal.
00:05:40: eine Struktur hinzukriegen, die die Armut abschafft.
00:05:43: Und ich habe ja auch mit Make Poverty History, das habe ich in England, wir haben dann auch den Schuldnerlass hingekriegt, mit den G-Acht-Staaten, wir haben ja glaube ich seventy Milliarden Schuldnerlass, haben wir geschafft mit so einer kleinen NGO.
00:05:56: Also mich hat das immer interessiert, weil ich finde das einfach nicht erklärbar, dass eine Gesellschaft mit so viel Reichtum, ich glaube wir haben sieben Billionen auf den Konten in Deutschland, Sparkonten.
00:06:07: Zweiundzwanzig
00:06:09: Milliarden habe ich gestern gehört, ist die neue Zahl.
00:06:11: Ja
00:06:11: und in der Schweiz dreihundert.
00:06:16: Und mich hat das immer interessiert, mich hat auch immer genervt, dass man keine Zäsur gemacht hat während der Wiedervereinigung, sich genau überlegt hat, was können wir zehn Jahre mal, lass uns doch mal zusammensetzen und überlegen, was können wir aus diesen beiden Erfahrungen, die wir haben, was Neues schaffen.
00:06:32: Das ist ja nie passiert.
00:06:33: Der Westen hat ja quasi, das hat mich immer interessiert.
00:06:37: immer interessiert.
00:06:39: Und das, glaube ich, sieht man auch an meinen Liedern.
00:06:40: Ich habe mich auch sehr früh schon mit den Menschen in Osten beschäftigt, weil ich glaube ich auch nicht, weil ich so ein toller Typ bin, sondern weil ich auch aus dem Ruhrgebiet komme.
00:06:50: Und
00:06:51: das Ruhrgebiet, wir haben sehr viel Ähnlichkeit.
00:06:53: Die Art und Weise, wie mit uns umgegangen wurde früher, ist so ähnlich.
00:06:57: Das kennen wir.
00:06:58: Wir sind ein bisschen geprägt auch davon, wie wir den Osten auch behandelt wurden.
00:07:02: Was meinst du damit?
00:07:03: Kannst du das?
00:07:04: Diese Ignorant, dieses leichte Überhebliche.
00:07:06: Also wir waren ja auch im Westdeutschland die Gegend, die im Grunde genommen sehr strukturiert gearbeitet hat und auf in ihrer Kultur auch mit den Polen zusammen.
00:07:16: Es gab die Ruhrgebietz-Polen, die Ende des neunzehn Jahrhunderts gekommen
00:07:20: waren.
00:07:21: Und man sagt auch, dass es quasi eine der einzigen Gegenden ist in Europa, wo sich zwei Kulturen einfach völlig unkompliziert verbunden haben.
00:07:30: Aber die Art und Weise, wie bei uns gedacht wurde im Westdeutschland, war immer so nach dem Motto, alle ein bisschen doof, die sprechen auch ein bisschen komisch Deutsch.
00:07:38: Nee, wir.
00:07:41: Wir vom Ruhrgebiet.
00:07:43: Wir haben natürlich eine einfache Sprache gehabt, wenn man du, mach jetzt, mach fertig, weil man versucht hat, relativ schnell zu kommunizieren auf eine simpler Art und Weise.
00:07:52: Aber die Art und Weise, wie die über uns gedacht wurde, ich weiß das noch als meine erste Frau, die wunderbar war, aber die kam aus Hamburg.
00:07:59: Als ich dachte, die kommen aus Bochum, das war so ungefähr, als komme ich aus Uzbekistan, oder keine Ahnung.
00:08:06: Und insofern ist mir diese Form von gewisser Ignoranz, oder so, ihr kenn ich.
00:08:15: Ist ganz interessant, dass du das erzählt hast, weil einer meiner, also ich habe viel zu Osterstand geforscht.
00:08:19: würde sagen, ich bin Ostdeutschland Forscher und einer meiner besten Freunde im Studium, also wir kennen uns seit.
00:08:26: über... über... über... über... über... über... über... über... über... über... über... über...
00:08:48: über... über... über... über... über... über... dass ich geschrieben habe, nach der Wiedervereinigung.
00:08:58: Ich würde sagen, ich bin Hardcore-Fan, aber das
00:09:00: kenne ich nicht.
00:09:00: Das kennen die weh.
00:09:01: Kommen wir, greifen nach den Sternen Schritt für Schritt und nach.
00:09:04: Ich erzähle dir mein Geheimnis und auch mehr, wenn du mich fragst.
00:09:07: Als Symbol finde ich, ich rede über den Bruderkrieg direkt schon drei Jahre nach der Wiedervereinigung.
00:09:33: Weil ich gesagt habe, wenn wir nicht anfangen, uns zueinander zuzuhören.
00:09:53: Und ich habe damals auch ein Jugendheim für rechte Jugendliche in Lankt sich gegründet.
00:09:57: Und dann, weil ich gesagt habe, das ist jetzt die ganz wichtiger Zeitpunkt, dass wir innehalten und aufeinander hören und zuhören.
00:10:04: Und das ist ja bis heute nicht passiert.
00:10:05: Das ist ja genau das, wie auch immer.
00:10:07: Und das Lied gibt es.
00:10:08: Und das war ein sehr röhrender Moment.
00:10:11: Ich lebe ja im Rande von Berlin, außerhalb.
00:10:16: Und am Bahnhof kam ein Mann auf mich zu, ein großer, schlanker Mann, und Kerl kam zu mir und sagte, ich möchte mal sagen, ich höre Ihre Musik wirklich wahnsinnig gerne.
00:10:26: Und das passiert mir schon ab und zu.
00:10:28: Und dann sagte der aber sehr ruhig, ich sagte, wissen Sie, was mein Lieblingslied ist?
00:10:33: Und ich sag, was denn?
00:10:34: Grünland.
00:10:35: Das hat noch nie einer gesagt.
00:10:36: Das habe ich noch nie gehört.
00:10:38: Und da geht es genau um diesen Bruderkrieg und dieses Nicht-Zu-Zuhören.
00:10:44: Das habe ich in der Übersetzung von three ninety geschrieben.
00:10:47: Das
00:10:47: müssen wir nachholen.
00:10:47: Das ist Bildungslücke.
00:10:49: Und das fand ich ganz rührend.
00:10:51: Das ist genau das, was sich immer hat.
00:10:53: Das hat mir immer aus dem Herzen gesprochen.
00:10:57: Und das ist ja bis heute immer dieses Thema.
00:11:00: Wenn man mit Menschen im Osten spricht, sind die erstmal sehr vorsichtig, wenn die sprechen, weil sie immer Angst haben, dass man den gleich nach vier Sätzen überbügelt, wenn man was erzählt, so dafür misst oder die gar nicht ernst nimmt in ihrer Kultur, in ihrem Denken, in ihrem strukturierten, klugendenken, klugenkulturellen Denken.
00:11:18: Und das merkt man ja sogar in der Kommunikation, dass es immer Zeit braucht.
00:11:23: bis die Tief durchatmen und sagen, ich bin in Sicherheit.
00:11:27: Ich kann jetzt wirklich in Ruhe sprechen und kann das so wie ich immer gewohnt bin zu sprechen.
00:11:32: Diese Schneise zwischen Anfang und Wand fühle ich mich sicher.
00:11:39: Das ist ein hochinteressanter Moment.
00:11:41: Und das ist eben dieses Zuhören und dieses Begreifen, was da steckende Wande die Geschönheit hat, nämlich dieses Denken, diese völlig andere, und das beschreibt der Engler auch in seinem Buch, dieses völlig zurecht und wunderbar andere Denkenmuster.
00:11:58: Das ist ja
00:11:59: nicht nur anders denken, sondern auch andere Kommunikation, andere Erfahrungen, andere, wenn du von Armut sprichst, auch andere ökonomische Absicherungen.
00:12:07: vorsichtiger macht, wie man sich verhält.
00:12:11: Komplett andere Beziehungen zu Kultur.
00:12:13: Komplett
00:12:14: andere
00:12:15: Beziehungen zu Kultur.
00:12:19: Dass man das in der deutschsprachigen Musik der DDR oft merkt, dass die Leute sich nochmal mehr Gedanken darüber machen mussten, wie ihre Texte funktionieren.
00:12:29: Und dass sie eine Ausbildung hatten, viele von denen.
00:12:31: Und dass das nicht die Qualität noch gehoben hat, eine sehr gute Texte.
00:12:37: Aber allein zu begreifen, was bedeutet Kultur auch fürs Überleben?
00:12:41: Für das eigene Existenz, diese ganz enge, oder wie auch die Betriebe zum Teil immer ins Theater gegangen sind, die Konzerte angehört haben.
00:12:50: Das war auch zum Teil eigene Orchester-Harten.
00:12:54: Also dieses generell Kultur war ein unheimlich gutes Ventil.
00:12:58: um durchzuatmen.
00:12:59: Und das ist im Westen sicherlich überhaupt ein ganz anderer Beziehung zu Kultur.
00:13:05: Ich finde es hochspannend, dass du über dieses Englerbuch sprichst, weil er hat.
00:13:08: doch, wenn ich mich recht entsinne, beschreibt er auch so einen Scheitern.
00:13:14: als jemand, der aus dem Osten kommt, den Westdeutschen, den Osten erklärt und jemand, der aber dadurch sich von den eigenen Leuten entfremdet und bei den anderen trotzdem immer noch der Ostdeutschland Erklärer ist.
00:13:28: Das kenne ich auch gut.
00:13:29: Würdest du, also du bist ja ähnlich, also sehr, sehr erfolgreich geworden, aber bist du auch als Bochumer oder als jemand, der aus dieser Welt kommt?
00:13:40: erfolgreich geworden oder bist du für was anderes geschätzt und derart?
00:13:47: Boah, ich weiß jetzt nicht, also ich glaube, man analysiert nicht.
00:13:50: Du hast
00:13:50: mich jetzt gerade draufgebracht, man
00:13:53: analysiert nicht.
00:13:54: Er beschreibt, glaube ich, man analysiert nicht seinen eigenen Erfolg, glaube ich.
00:13:58: Das ist auch jetzt ein Delikat.
00:14:00: Aber ich glaube, was stimmig ist, er beschreibt ja diese Zerrissenheit zwischen dem Versuch.
00:14:06: Das ist ja dieser grausame Kampf.
00:14:09: Dadurch, dass man so behandelt wird, hat man jetzt einen riesen Spagat zu laufen.
00:14:13: Der eine ist, ich möchte gerne auch Teil des Ganzen werden.
00:14:18: Und gleichzeitig möchte ich aber auch meine eigene Kultur nicht verraten.
00:14:21: Also dieser Spagat radikal, das war ja auch das, was ich auch in Anführung von Frau Merkel vorgeworfen habe, die jemand, der sechzehn Jahre regiert und aus dem Osten kommt und das Denken und Fühlen und Befindlichkeiten kennt und keinerlei Anstalten macht einmal, die muss das gar nicht machen.
00:14:39: Aber sie hätte meiner Meinung nach Menschen oder Personen haben müssen, die sich Gedanken machen, wie bringen wir auch das Verständnis füreinander weiter?
00:14:48: Und sie wusste, worum es geht.
00:14:50: Wenn man dann den Spagat gehen muss, will ich jetzt, und das ist glaube ich bei Engler das Thema gewesen, will ich Teil von denen
00:14:58: werden?
00:15:01: habe ich das Stehvermögen radikal ununterbrochen meine Herkunft oder meine Kultur zu verteidigen.
00:15:11: Darüber schreibt er diesen Konflikt in sich.
00:15:13: Aber das ist natürlich, den hatte ich sicherlich nicht so stark wie immer, wie er.
00:15:19: Aber ich glaube, was ich versucht habe, ist, wir konnten im Ruhrgebiet, aufgrund, dass wir nicht diese komischen Situation hatten, dass wir überrannt wurden oder annektiert.
00:15:30: war in den Anführungsstellen.
00:15:34: Wir hatten natürlich ein großes Selbstverständnis im Ruhrbild.
00:15:36: Wir waren frech, wir waren dreist.
00:15:38: Weil wir sagten, ein Bergmann war, wenn ein Bergmann, so bin ich groß geworden, das Männerbild war, wenn ein Bergmann am Samstag in die Stadt kommt, das ist wie ein Cowboy.
00:15:48: Also wenn die mit ihren Frauen einliefen, zum am Wochenende zum Einkaufen, dann ging der Kerle marschieren.
00:15:55: Das war ein Bretter, die gibt es im Osten genauso.
00:15:59: Den hat man nur sehr stark, an deren Selbstverständnis hat man unglaublich gekratzt.
00:16:05: Die mussten umschulen, man hat die ganzen Betriebe verkauft.
00:16:12: Da war der seventy-fünf Prozent der Menschen mussten umschulen.
00:16:14: Das heißt, man hat unglaublich an deren Ego gekratzt.
00:16:17: Das war im Ruhrgebiet, als ich groß geworden bin, noch nicht, weil das waren Bergleute.
00:16:21: Und die haben gesagt, wir holen die Kohle hier hoch, wir werden der Stahl gemacht, die werden die Autos.
00:16:25: Wir sind Cowboys.
00:16:27: Das war sicherlich ein Tick.
00:16:29: Wir konnten von einem anderen Selbstbewusstsein zähren, von unseren Vorbildern.
00:16:32: Selbst wenn die zum Teil, wenn sie woanders sind, immer ein bisschen belächelt wurden.
00:16:35: Aber das konnten die Menschen im Osten, das hat man denen genommen.
00:16:39: Erzählen wir nicht, wenn die schon angefangen haben zu erzählen, wie die ihren Betrieb wahrgenommen haben, wie die sich erklären wollen, wie stolz sie waren über das, was sie auch geschaffen haben, kriegten sie gleich aus dem Westen über Gebügel, eure Hörer rauf interessieren.
00:16:54: Das macht das, glaube ich, komplexer.
00:16:56: Ich könnte stundenlang mit dir über den Osten reden.
00:17:05: Aber vielleicht fragst du die Frage doch ganz gut, weil wir wollen ja auch über die Bedingung in der Musikindustrie mit dir sprechen, oder das ist so der Hauptthema.
00:17:13: Und du hast ja dann auch irgendwie, also ich habe jetzt gerade ganz aktuellen Podcast mit dir bei Radio Eins, mit Anja Kaspari, die ich großartig finde.
00:17:21: Und da hast du schon ein bisschen erzählt, wie dein Dein Einstieg in das Geschäft funktioniert hat und erst mal hat es nicht so funktioniert.
00:17:29: Und dann ist Bochum rausgekommen, dann haben sich die Platten auf einmal verkauft.
00:17:32: Das kann man da eigentlich ganz gut nachhören.
00:17:34: Was mich aber eigentlich interessieren würde, ist, ab wann hast du gesagt, ich möchte damit auch Geld verdienen?
00:17:39: Also, ab wann war dir klar, das ist mein Beruf, das ist mein Business?
00:17:44: Und wie hat, vielleicht noch gleich eine Frage angeschlossen, wie hat dieser Beruf damals funktioniert?
00:17:49: Weil wir wollen dann darüber sprechen, wie er sich verändert hat.
00:17:51: Also im Grunde genommen ist es... Also muss ich jetzt erst mal ein ganz schlechtes Erinnerungsvermögen, dass ich lange redig versuche.
00:17:58: Wie sind
00:17:59: du Mitte der Siebziger gerade?
00:18:00: Ich habe immer Musik gemacht.
00:18:02: Ich hatte meine erste Band mit dreizehn, als ich dreizehn war.
00:18:06: Musste ich vorsingen, weil ich in meiner Klasse spielte.
00:18:10: Mein Nachbar, der Bruder war Bassist, der war etwas älter in der Band und die suchten Sänger.
00:18:15: Und ich war immer schon gesungen, als ich war in der Klasse schon bekannt, dass ich ständig die Gitarre dabei hatte, dann immer irgendwelche Lieder getrullert habe.
00:18:21: Und dann habe ich davor gesungen, dann musste ich so Sachen singen, Doris und Tänne Saftar und Hendrix und so und so.
00:18:28: Da sind wir jetzt Ende der Sechziger, ne?
00:18:30: Genau, Ende der Sechziger.
00:18:31: Ende der
00:18:32: Sechziger,
00:18:32: ne?
00:18:32: Ende der Sechziger, ne?
00:18:33: Ende der Sechziger, ne?
00:18:34: Ende der Sechziger, ne?
00:18:35: Ende der Sechziger, ne?
00:18:36: Ende der Sechziger, ne?
00:18:37: Ende der Sechziger, ne?
00:18:38: Ende der Sechziger, ne?
00:18:39: Ende der Sechziger, ne?
00:18:39: Ende der Sechziger, ne?
00:18:41: Ende der Sechziger, ne?
00:18:41: Ende der Sechziger, ne?
00:18:42: Ende der Sechziger, ne?
00:18:43: Ende der Sechziger, ne?
00:18:43: Ende der Sechziger, ne?
00:18:44: Ende der Sechziger, ne?
00:18:44: Ende der Sechziger, ne?
00:18:45: Ende der Sechziger, ne?
00:18:45: Ende der Sechziger.
00:18:46: Kennt das auch gar nicht anders.
00:18:48: In jedem Feuerwehrzelt auf irgendwelchen Jugendheimen, über irgendwelchen Betrunken, dann haben wir überall gespielt.
00:18:55: Dann habe ich in der Rockjazz-Wend in Köln gespielt, in der Zehnkömpfigen mit Bläsern.
00:18:59: Ich erzähle noch, das gehörte für mich einfach dazu.
00:19:01: Ich war immer Sänger.
00:19:02: Ich war immer Sänger.
00:19:04: Und habe dann auch meine erste Platte.
00:19:05: Ich habe überhaupt nie darüber nachgedacht, wenn ich ganz ehrlich bin, dass ich jetzt mal irgendwann erfolgreich werden werde.
00:19:11: Ich wusste immer, dass ich gut singen kann.
00:19:15: Und das war für mich wie ein Brutsch mehr.
00:19:19: Das war wie Duschen, wie Zähne putzen.
00:19:21: Ich sang halt.
00:19:23: Und hab dann die erste Platte nur eingesungen, weil so ein Duo aus Bochum schrieb Lieder, also der eine Texte, der da schrieb Musik und dann fragte nämlich, ob ich den das einsingen könnte, weil ich im Bochum, ich dachte, ja, ich komm, wo ist das Studio?
00:19:34: So wie heute, so, stell ihn das Zeug.
00:19:36: Hab ich die zehn Lieder, hab ich die alle an einem Tag eingesungen, bin nach Hause gegangen.
00:19:40: Und dann haben die daraus eine Platte gemacht.
00:19:43: Die hingen dann eher von Berlin.
00:19:44: Als ich in Berlin Theater spielte, hingen die hier bei so einem Laden im Fenster.
00:19:47: Furchtbare Platte, also grauenvoll, wie ich grauenvoll.
00:19:51: Und so habe ich dann einfach geguckt, okay, das ist jetzt auch was, was man machen kann.
00:19:54: Ich sing mal weiter.
00:19:56: Aber es war nicht der Klick.
00:19:58: So, da ich aber jemand bin, der dann, wenn ich mal was anfange, dann versuche ich das richtig zu machen.
00:20:03: So, und dann schickten die mich meiner dritten, die beiden waren komplett erfolglos, ich glaube die zweite war noch erfolglose als die erste, der einer glaubt, fünfhundert Platten gekauft, die zweite glaub ich, zweihundert vierzig.
00:20:12: Und dann schickten die mich runter zu meiner Band, also zu der Band, die hieß von damals, war der Band von Edo Zanki, das war ein Musiker, der hatte, gibt mir Musik zum Tanzen, der war ein ziemlicher Gruver am Klavier, der hat eine sehr, sehr gute Band, weil man wissen muss, dass im Süddeutschland in Deutschland fast die besten Musiker erleben.
00:20:30: Weil das kommt daher, dass die ganzen GIs in den Kasern am Wochenende gerne ihre Musik hören wollen.
00:20:37: Und die musste gespielt werden wie vom Platte.
00:20:40: Das heißt, also alle in Süddeutschland, da haben wir den Baden-Württemberg, haben schon von Jugend an, wussten die, wenn man Geld verdienen kann, kann man ihn bei den GIs Geld verdienen.
00:20:49: Also lernt vernünftig, Funk zu spielen oder Soul.
00:20:53: Also das musst du können.
00:20:54: Aber also da kommt schon der ökonomische Aspekt dann auch.
00:20:56: Ja, absolut.
00:20:57: Und da sind auch meine ganze Band, also speziell fast alle, bis auf Jakob, der kommt aus Köln, aber hier in Norbert, Alfred und Stefan und Armin kommen alle aus Baden-Württemberg.
00:21:07: Also die haben schon mit vierzehn, fünftzehn, also Armin und Nobby, glaube ich, mit fünftzehn, sechzehn haben die in den Kaserren gespielt.
00:21:13: Und mit denen arbeitest du bis heute zusammen?
00:21:15: Bis heute.
00:21:16: Und die sind richtig gut.
00:21:18: Also Stefan Zobeler, mein Gitarist, die Chaka Khan hat mit dem gespielt, den habe ich da losgeeist.
00:21:23: Er hat in Amerika keinen besseren Gitaristen gefunden.
00:21:26: Der Spieler ist genial.
00:21:27: Also Jakob auch, mein anderer Gitarist, der kommt aber aus Köln.
00:21:31: Also lange Rede kurzer Sinn und dann wollte ich den und dann kam ich da hin und dann war ich natürlich stolz und habe gesagt, jetzt machen wir mal zusammen eine Platte.
00:21:39: Und die fanden mich aber total bescheuert.
00:21:41: Da kommt irgendwie so ein Talent, so ein Loser, der zu zwei Idiotenplatten gemacht hat.
00:21:45: Aus Bochum auch noch.
00:21:46: Aus Bochum
00:21:47: kommt er das mit seinem Koffer da angewackelt und fanden die auch nicht so doll.
00:21:51: Und dann haben wir aber so zwei Platten gemacht und dann wollte ich mit denen eine Band gründen.
00:21:55: Das fanden die auch nicht so doll.
00:21:56: und dann haben wir mit dir, wissen wir jetzt auch nicht so genau, ob das was wird.
00:22:00: Wir waren total erfolglos, relativ erfolglos.
00:22:03: Und da war eher mein Ehrgeiz angestachelt.
00:22:06: und parallel zog ich nach Köln und die Kölners Szene, da kommt der mein Gitarist, der andere Gitarist, der Jakob, kommt aus der Kölner Jatz-Szene im Grunde genommen.
00:22:15: Und da hatte ich eben damals in der Band gespielt und wollte in Köln beweisen, ich kann das auch.
00:22:21: Und ich glaube, es war eher dann mein, ich wollte weniger jetzt erfolgreich werden, aber ich wollte zeigen, ich kann das.
00:22:28: Ja, ich kann das.
00:22:29: Und Buchen war ja eine Platte, da habe ich ja quasi selber an meinem GS II fast alles eingespielt.
00:22:34: Das war fast wie so eine, und da haben auch alle am Anfang gesagt, das ist für ein Schrott, das ist einfach eine Platte, das ist einfach ein Kappes.
00:22:41: Aber ich glaube, es war eher der Ehrgeiz, dass ich gesagt habe, ich möchte besser werden.
00:22:47: Das so will ich sagen.
00:22:48: Ich wollte besser werden.
00:22:50: Und war immer jemand, der relativ, wenn ich was mache, das auch mit sehr viel Spaß macht.
00:22:55: Aber weniger jetzt mit Ziel gerichtet.
00:22:57: Ich möchte jetzt irgendwie Popstar werden.
00:23:01: Das muss Laune machen.
00:23:03: Genau so spiel ich auch Fußball.
00:23:04: Das muss Spaß machen.
00:23:06: Und so habe ich dann auch buchen, habe mir das Keyboard gekauft, dieses GS II.
00:23:09: Und das spielt alle Stücke da drauf, sind auf diesem GS II gespielt, also ein Yamaha.
00:23:16: Und fand das mega.
00:23:18: Und auch gesungen habe ich dann so endlich mal so gesungen, wie ich wollte.
00:23:21: Lange Rede, kurzer Sinn.
00:23:22: Und dann wurde die natürlich erfolgreich.
00:23:23: Und dann habe ich natürlich gesagt, und dann waren wir drin.
00:23:27: Aber so ist das entstanden.
00:23:28: Genau, und dann ist man drin im Geschäft.
00:23:29: Dann ist man drin.
00:23:30: Aber man konnte, und das ist jetzt kommt der riesen Unterschied zu heute, ich konnte vier Platten machen.
00:23:35: Vier.
00:23:36: die mehr oder weniger erfolgreich, also Englern würde sagen, erfolglosisch waren.
00:23:41: Also die zweite, dritte und vierte waren ein bisschen besser, aber...
00:23:45: Ja, also woher war deine vierte Platte?
00:23:46: Fünfte.
00:23:47: Die fünfte.
00:23:48: Okay, also so lange hat man... So lange hat man mir eine Chance
00:23:51: gegeben.
00:23:51: Genau, so lange haben wir eine Chance gegeben.
00:23:52: Das war möglich und das ist natürlich heute, kann man direkt vergessen.
00:23:59: Na, ich würde fast so, also so wirtschaftswissenschaftlich fast sagen, also da wurde quasi eine Innovation.
00:24:06: investiert bzw.
00:24:06: dieser Innovation, die du dann irgendwann warst, wurde die Chance gegeben, sich zu entwickeln.
00:24:12: Wenn du sagst, auf deiner fünften Platte hast du zum ersten Mal so gesungen, wie du eigentlich wolltest, wenn du nach der zweiten Platte schon abgesegt worden wärst.
00:24:21: Gebst du mich nicht.
00:24:22: Also, würde ich noch singen, aber würde ich in Hotel-Foyer singen?
00:24:27: oder keine Ahnung.
00:24:28: Ich würde sicherlich nach wie vor singen, aber richtig.
00:24:34: Wir konnten das mit ihr halt wirklich lernen.
00:24:35: Genauso konnten wir auch lernen.
00:24:38: uns über diese ganzen kleinen Geeks auch Erfahrung anzuschaffen, also wirklich von der Pike aufzulernen, wie arbeitet man mit dem Publikum, wie baut man sich so ein Abend, wie spürt man so Spannung.
00:24:54: Das war eine riesen Entwicklung, die wir natürlich genommen
00:24:56: haben.
00:24:56: Und habt ihr in dieser Zeit vor diesem großen Erfolg schon auch... also von der Musik leben können oder teils teils oder nein?
00:25:07: also wir haben.
00:25:07: wir haben dann wir haben weil ich weiß bei gemischte gefühle das war die vierte platte mit musik noch wenn sie laut ist.
00:25:13: da haben wir dann so tourn gespielt Waren wir in Hannover sollten, das Spiel haben wir eine Karte verkauft und in München, glaube ich, zehn in der Alabama-Halle.
00:25:23: und da sagt er noch der Veranstalt, ich stelle da so Bierbänke rein, dann sieht's voller aus.
00:25:27: Nee, nee, wir waren ökonomisch, waren wir relativ schmalbrüstig und der Vertrag war auch.
00:25:33: Ich meine, ich glaube, mein erster Plattenvertrag belieft sich auf vierundhalb Prozent.
00:25:39: Also, heute ist es Standard, twenty-fünf oder sieben, zwanzig oder dreißig oder keine Ahnung.
00:25:44: Das waren vierundhalb Prozent.
00:25:45: Nee, da konnte man also ökonomisch nicht viel zu holen.
00:25:48: Ich muss gerade über Nachdenken.
00:25:49: In der Wissenschaft haben wir das ja eigentlich auch, dass wir lange probieren dürfen.
00:25:54: Also, wenn man einmal drin ist, dann kriegt man einen Job, um die Promotion zu machen.
00:25:58: Das sind drei, vier, fünf, sechs Jahre.
00:26:01: Meistens sechs Jahre hat man schon Zeit, um sich zu beweisen.
00:26:05: Dann haben wir noch mal sechs Jahre Zeit.
00:26:06: Es gibt das Wissenschaftszeitvertragsgesetz.
00:26:07: Dann haben wir sechs Jahre arbeiten.
00:26:09: Dann haben wir noch mal sechs Jahre nach der Promotion.
00:26:11: Und dann ist man entweder Professor oder muss eigentlich rausgehen aus dem System.
00:26:15: So heißt das Wissenschaftszeitvertragsgesetz.
00:26:19: Weil es gibt keine unbefristeten Stellen.
00:26:21: Das heißt, der Unterschied ist schon.
00:26:22: Bei dir hat man dir die Zeit gegeben und entweder klappt es oder nicht.
00:26:25: Aber in dem Moment, in dem es geklappt hat, damals zumindest, war dein Nummer Eins Album, hieß dann halt auch, man verdient so viel Geld, dass man von der Musik leben kann.
00:26:34: Damals.
00:26:34: Ja, logisch.
00:26:35: Und das in der Wissenschaft eben heißt erfolgreiche Wissenschaft nicht automatisch, dass man dann damit unbefristet diesen Job machen kann.
00:26:42: Das
00:26:42: ist eine Flaschenheiz.
00:26:43: Genau, es gibt eine Flaschenheiz.
00:26:44: Also wenn wir nicht probieren, wir beide wären wahrscheinlich nicht mehr Professoren, sind wir schon ein bisschen, ich auf jeden Fall schon zu alt.
00:26:51: Und dann sind wir draußen.
00:26:53: Also wir werden immer besser und dann werden wir aus dem System entfernt.
00:26:56: Das macht doch keinen Sinn.
00:26:57: Das macht doch keinen Sinn, aber es ist halt die Gesetzgebung.
00:26:59: Die Idee ist sozusagen, dass wenn man die Leute umbefristet im System lässt, dann verstopfen sie den Platz für den Nachwuchs.
00:27:09: Also wenn ich jetzt, ich bin jetzt mit, ich werde bald Mitte vierzig und wenn ich jetzt noch zwanzig Jahre auf dem Job leibe, dann kann hier auf meinem Job niemand anderes nachwachsen.
00:27:18: Das ist die Idee.
00:27:19: Und deswegen sagt man entweder geht man dann raus.
00:27:21: den Exit oder kriegt die Professur, aber da ist ein Flaschenhals, alle anderen müssen dann irgendwo draußen gucken, gehen dann zu einem Ministerien, versuchen ... Wir verdienen mit dem Kontrast Hamport.
00:27:31: Wir verdienen mit dem Kontrast Hengeld.
00:27:33: Aber wir verdienen wirklich gar kein Geld mit dem
00:27:35: Kontrast.
00:27:35: Wir zahlen sechshundert Euro Gehmer im Jahr.
00:27:39: Genau, aber man versucht irgendwie ... Man muss irgendwie ... Ich bin jetzt genau in so einer Kreativphase, wo ich sozusagen gucken muss, was gibt es außerhalb der Wissenschaft für mich, obwohl ich eigentlich sagen würde, ich bin jetzt eigentlich ... Gut, dass ich kann das alles.
00:27:52: Ich kann Vorlesungen machen, ich kann Arbeiten betreuen, ich kann Texte schreiben.
00:27:56: Ich werde wahrgenommen mit meiner Forschung und jetzt ist aber eigentlich bald Schluss.
00:28:00: Das wäre der Unterschied zur Musik, weil du bist ja auf jeden Fall drin.
00:28:03: Aber die Frage ist, wie das mit den jüngeren Leuten ist in der Musik.
00:28:08: Die haben dann vielleicht mal Nummer eins Song, aber der reicht ja wahrscheinlich dann auch nicht.
00:28:14: Nee, also seitdem man das System, also jetzt muss man dann wieder ganz weit rausholen.
00:28:21: Also der Fakt ist, dass die, als man Platten verkauft hat, wusste man, das ist ja eher wie bei den Büchern, da lebte man von dem Hardware und von dem Verkauf der Stückszahlen.
00:28:34: Dann wusste man, wenn ich einen Hit habe, dann verkaufe ich keine Ahnung, Fünfzig, Sechzig, Sechzigtausend Platten oder Singles oder noch Benut.
00:28:42: Dann war man schon ganz gut bestückt.
00:28:45: Heute ist es so, dass jeder ... Es gab da die Piraterie.
00:28:53: Da sind wir so Anfang der Nullerjahre.
00:28:55: Anfang der Nullerjahre ist das?
00:28:56: Anfang der Nullerjahre, Mitte der Nullerjahre.
00:29:00: Und dann kam die Idee halt auf, dieses, ich glaube, Tote und sieben oder acht, dieses Streaming, diese Idee.
00:29:06: Weil das ist wichtig, weil man muss das verstehen, weil es war früher eben der, wenn man eben einen Hit hatte.
00:29:13: singlet hatte, dann konnte man damals, also in den in den neunzigern Anfang der zweitausender, konnte man dann auch singlet, sogar Singles verkaufen.
00:29:22: Das heißt, also pro Single hatte man dann auch einen Einkommen von, sage ich, ich sage jetzt einfach mal, dreißig Cent oder, also damals fennig, aber Und das war schon ziemlich erkläglich, also da konnte man schon ganz schön verdienen.
00:29:35: Lass uns hier mal einen kurzen Schnitt machen, weil wir wollen ja auch Songs von dir und dir auch noch ein Song vorspielen, weil das lebt ja davon, dass wir auch Musik hören.
00:29:42: Und wir haben uns überlegt, genau zu diesem Thema wollen wir gerne ein Song von dir hören.
00:29:47: Und ich muss auch dazu sagen jetzt, als kleiner Fanmoment, das ist der Song, der für mich klar war, ich bin Fan von dir.
00:29:54: Es ist nämlich bleibt alles anders.
00:29:58: Weil ich die Textzeile stillstand, ist der Tod.
00:30:00: Je voran bleibt alles anders.
00:30:01: Sehr, sehr mag.
00:30:02: Weil irgendwie, man kann nicht stehen bleiben, man muss irgendwie immer weitermachen.
00:30:57: Für das Musikgeschäft wäre jetzt sozusagen meine Frage.
00:31:00: Das ist ja genau die Zeit, also der Song ist genau in der Zeit entstanden und da haben sich Dinge verändert.
00:31:04: Eigentlich müsstest du das ja erst mal befürworten.
00:31:07: Ist doch gut, dass sich die Dinge verändert haben, dass Musik... leicht dazugänglich war, weil für mich als sechzehnjährigen war das ehrlich gesagt auch gut, dass es Piraterie gab, weil ich konnte mir nicht die drei Alben pro Woche leisten, aber ich konnte mir die Stunden, die ich gebraucht habe, um über das ESDN-Bodem
00:31:24: Musiker
00:31:25: zu lernen.
00:31:26: Also da hat sich Dinge verändert.
00:31:27: Das war eigentlich auch gut, wenn sich Dinge verändern.
00:31:29: Das ist absolut.
00:31:31: Jetzt kommt der Spagat.
00:31:32: Ich bin ein Riesenbefürworter vom Streaming.
00:31:34: Ich habe gegen Streaming überhaupt nichts.
00:31:36: Fakt ist nur, dass man das Streaming installiert hat, ohne mit den Künstlern zu sprechen als erstes.
00:31:43: Und dann, wie der liebe Gott, der plötzlich vom Himmel geplumpst ist, die Plattenindustrie und die Streamingdienste gemerkt haben, oh, das ist ja doll.
00:31:52: Damit haben wir gar nicht gerechnet.
00:31:53: Wir wollten also der Piraterie entgegenarbeiten.
00:31:56: Und jetzt plötzlich stellen die fest, das ist ja Wahnsinn, was wir da jetzt aufgebohrt haben.
00:32:00: Da steckt ja eine unglaubliches Potenzial drin.
00:32:03: Und das haben sie dann kaschiert.
00:32:05: Sie haben also dann nicht die Zäsur gemacht und haben gesagt, okay, jetzt haben wir das System.
00:32:08: Das funktioniert auch.
00:32:10: So, jetzt setzen wir uns hin.
00:32:12: und überlegen gemeinsam, auch mit den Künstlern, das wäre so, das wäre so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so dass sie unsere Musik vertreiben dürfen.
00:32:43: So, wäre das normalste und anständigste gewesen.
00:32:45: Man spricht mit den Autoren und sagt, was man aufgenommen hat, es gibt ja ein neues System.
00:32:50: Das müssen wir euch mal erklären und auch darlegen und auch transparent darlegen.
00:32:55: Bis heute gibt es keine Einsicht weltweit, keine Justiz der Welt.
00:33:00: Guckt sich die Verträge zwischen Streamingdiensten und Plattenfirmen.
00:33:04: Es kann sein, dass da in dem Deal Ein schwarzes Loch ist von hundert, zweihundert, dreihundert, vierhundert Millionen, einer Milliarde, die sich erst mal untereinander zuschieben, bevor sie überhaupt ausschütten.
00:33:18: Das lassen sie nicht einsehen.
00:33:19: Diese Transparenz fordern wir auch radikal.
00:33:23: Ich möchte den Vertrag sehen.
00:33:24: Als ich früher geprüft habe, mein Wirtschaftsprüfer, den Deal, den meine Plattenfirma mit Saturn hatte, dann konnten meine Wirtschaftsprüfer, mussten die denen den Vertrag vorlegen.
00:33:34: Wir haben einen Deal mit Saturn, die kaufen unsere Platte für keiner sucht.
00:33:38: Das können wir heute nicht mehr.
00:33:39: Das verweigern die sowohl die eine Seite als auch die andere Seite, weil sie wissen, weltweit interessiert das kein.
00:33:47: Aber du hast ja auch ein eigenes Label und bist ja auch dann quasi Teil, also Vertragspartner von Streamingdiensten.
00:33:57: Hast du da Einfluss drauf oder meinst du noch eine höhere Ebene?
00:34:01: Das machen nur die drei Großen.
00:34:03: Das macht de facto nur die drei Großen.
00:34:04: Sony, also wenn der noch BMG so gerade, die Independent, man muss sich das glaube ich, also ich bin jetzt kein Mega-Fachmann, also muss ich das so vorstellen, die drei oder vier Großen decken, neunzig Prozent des Marktes ab.
00:34:18: Und die Independence, vielleicht noch zehn, wenn man Glück hat.
00:34:21: Vielleicht noch sogar noch weniger oder ein bisschen mehr.
00:34:23: Von dieses Geld, was übrig bleibt, wo du sagst, da ist völlig undurchschaubar, wo die Gewinne bleiben, ist quasi in diesen neunzig Prozent.
00:34:32: und kleinere Labels.
00:34:33: Die haben den Deal damals gemacht.
00:34:35: Die haben zu dritt, die drei Großen haben mit Spotify die zu viert haben zusammengesessen.
00:34:40: Die haben den Deal gemacht.
00:34:43: Zwischen so.
00:34:43: Also Grönland hat keinen Deal mit einem Streaming.
00:34:45: Doch,
00:34:46: wir sind natürlich beim Streaming.
00:34:48: Aber wir saßen nicht am Tisch als
00:34:50: als Bedingungen
00:34:51: festgelehnt.
00:34:52: Und was wir einfach klipp und klar sagen, wir wollen erstmal transparent, wir wollen wissen, wie der Deal aussieht.
00:34:57: Weil die Plattenfirma sagt zu uns immer, ja, wir schütten dann euch aus.
00:35:01: Von dem, was uns Spotify sagt, ja Moment, oder nicht nur Spotify, wir reden ja auch über Apple und Deezer und Amazon.
00:35:09: Wir schütten das auch.
00:35:10: Ja Moment, aber kann es denn vielleicht sein, dass ihr zwischendrin auch noch?
00:35:14: Geld zur Seite fahrt und dass ihr euch beide dann aufteilt?
00:35:18: und wir wissen davon nicht.
00:35:19: Wie soll ich wissen, ob das wirklich exakt das Geld ist, was die eingenommen haben?
00:35:23: Es ist ja auch ganz interessant, weil die Geschichte von Spotify zumindest, ich weiß es jetzt nicht bei Apple ist ja nochmal vielleicht was anderes, aber bei Spotify ist die Geschichte auch, dass der der Besitzer von Spotify ja selber aus der Piraterie kommt und dann irgendwann auch gemerkt hat, er kann da auch ein Geschäft machen.
00:35:37: Also es ist gar nicht so unwahrscheinlich, dass der nicht so ganz
00:35:41: Das unterstelle ich jetzt erstmal gar nicht.
00:35:43: Ich sage ja gar nicht, dass das passiert.
00:35:46: Aber Fakt ist, es ist ja interessant, dass sie eigentlich einsehen lassen wollen.
00:35:50: Das ist ja das Interessante.
00:35:51: Und sie wissen ganz genau, es gibt eben kein Land, kein Kontinent, keine Justiz, die sich da überhaupt für interessiert.
00:35:58: Also mein Plattenchef, der Lucen Grange, also der Chef von Universal ist der größte Plattenfirma, hat sich vor drei Jahren ein Jahresbonus gezahlt von zweihundert, zweihundseipzig Millionen Euro.
00:36:10: Da schrieb die holländische Volkskrant, das wäre noch nicht mal obsöhn.
00:36:14: Wer ist der Kerl?
00:36:15: Also den kennt ja keiner.
00:36:18: Und dessen Sohn führt jetzt gerade Warner.
00:36:20: Also zwei Plattenfirmen der drei Großen sind in Familienhand.
00:36:25: Und um das Prinzip zu verstehen, damit man es vielleicht genau versteht.
00:36:30: Es geht nicht darum.
00:36:31: Ich bin komplett für Streaming.
00:36:33: Ich bin auch komplett dafür, dass der Zugang zur Musik genau was ihr sagt.
00:36:36: So einfach ist.
00:36:37: Es ist wunderbar.
00:36:38: Ich bin auch komplett dafür.
00:36:40: eine Jugendkultur, die sollen das so gut wie möglich Zugang haben.
00:36:45: Pop wird das immer bleiben.
00:36:47: Aber was die wenigsten Menschen verstehen, ist, dass das Geld, was sie zahlen, nicht an die Künstler geht, die sie hören.
00:36:54: Das ist das, was man nicht versteht.
00:36:55: Was die Leute draußen, und das versuchen die auch zu kaschieren.
00:36:58: Die Plattenfirmen versuchen mit Gewalt, wirklich mit, das ist ein mafioses System, die versuchen zu verhindern, dass die Menschen draußen langsam kapieren.
00:37:07: Was ich höre, die Menschen, die ich höre, kriegen aber nicht mein Geld.
00:37:10: Die kriegen ein Bruch da in meines Geldes.
00:37:12: Aber der Rest geht in einen großen Topf und den kriegen die Leute, die am meisten Klicks haben.
00:37:17: Jetzt muss man sich einmal klaren, was heißt das?
00:37:19: Klicks, dieses Abrechnungssystem bildet nicht mehr ab, wieviel Menschen hören einen Künstler, sondern nur noch wer hat die meisten Klicks.
00:37:29: Das heißt, es kann sein, dass wer nicht ein Hörer kauft.
00:37:33: Mit seinem Schwarzgeld, ich will das jetzt im Underground oder in der kriminellen Szene, kauft sich mal eben für keine Ahnung, Zehntausend Euro, fünfzig Millionen Klicks.
00:37:45: Damit bestimmt einer, einer, was ein Hit wird in der Woche.
00:37:50: Einer.
00:37:52: Es hören aber vielleicht zweihundertdreinneunzigtausend oder vierkommadreinmillionen Menschen einen ganz anderen Song.
00:37:58: Der schafft es aber dennoch nicht, weil die Leute nicht dauerklicken, weil die aber einmal im Monat oder einmal in der Woche sich das Lied anhören, schaffen dies aber nicht gemeinsam, genauso viele Klicks zu generieren wie der eine, der sich die gekauft
00:38:12: hat.
00:38:13: Ich habe mal geguckt, Ed Sheeran hat einskommadriebeliarden
00:38:17: Klicks.
00:38:19: Auf Spotify der Song, der am besten läuft, ist, glaube ich, Zeit, dass sich was tritt.
00:38:25: Das ist ja schon mal... Krasser Unterschied.
00:38:27: Also man hat ja gar nicht immer so im Kopf, was der Unterschied zwischen hundert Millionen und einer Milliarde sind.
00:38:31: Das ist sehr, sehr viel.
00:38:31: Das ist auch
00:38:32: der Unterschied zwischen dem nationalen Künstler und dem internationalen wahrscheinlich.
00:38:35: Ja, klar.
00:38:36: Und dann bei Wiener, mit der du ja diese sehr aktiv sozusagen für die Gerechtigkeit in diesen Verträgen wirbst.
00:38:45: Eher erfolgreicher Song hat eine Million.
00:38:47: Also da gibt es auch noch mal einen krassen Unterschied.
00:38:48: Riesener Unterschied.
00:38:49: Und das macht natürlich auch dann wirklich einen Unterschied in der Bezahlung.
00:38:52: Und dann habe ich an mir nachgelesen, also ihr habt ja diese, es gibt ja diese Studie vom Kulturstaatsminister.
00:39:07: Ähm... Sie können sich reduzieren, nur noch auf die Leute, die Klicks generieren, oder die eine Truppe haben, die für die die Klicks kauft.
00:39:26: Die sitzen auch bei den Verhandlungen dann mit am Verhandlungstisch.
00:39:29: So, jetzt haben wir aber den Künstlern.
00:39:31: Jetzt kommt einer der gewichtigen Knackpunkte.
00:39:34: Man hat diesen Multi-Clickern, die entweder so fennsam, aber gleichzeitig auch viele Clicks kaufen.
00:39:41: Den hat man ihre Vorschüsse gezahlt, weltweit.
00:39:45: Also Millionen Vorschüsse.
00:39:47: Das geben wir noch voraus.
00:39:49: Vorschüsse von einer Milliarde.
00:39:53: Jetzt ändern wir das System.
00:39:56: Jetzt ändern wir das System, das wir sagen.
00:39:58: Das Geld eines jeden Kontos geht nur an die Künstler, die die hören.
00:40:03: Dann brechen die natürlich die Kids weg, die natürlich zum Teil das manche nicht auch viele hören.
00:40:09: Und auch das hilft jetzt nicht mehr, dass man die Klicks kauft, weil die zerhacken sich dann nur den eigenen Account.
00:40:14: Dann würden die Vorschüsse in Anführer so schön neu Deutsch heißt, nicht mehr recoupt.
00:40:20: Das heißt, über die Einnahmen werden die irgendwann nicht mehr gedeckt werden können, weil die Einnahmen werden geringer bleiben.
00:40:27: Das heißt, es bleibt eine Lücke.
00:40:29: Wenn ich also sage, ich zahle einem Künstler zehn Millionen Vorschuss und gegen Verrechnung, hoffe ich, dass der in fünf Jahren einspielt.
00:40:37: Wenn wir das System aber ändern und dieses Viehgeklick nicht mehr hilft, weil er gar nicht so viel Hörer hat, dann kann es sein, dass der nur acht Millionen oder sieben Millionen wieder einspielt.
00:40:49: Dann bleiben aber drei Millionen.
00:40:54: Wenn man das hochrechnet auf die ganzen Künste, die eine Milliarde Vorschuss kann es sein, dass wir dann davon sprechen, dass dreihundert Millionen nicht mehr zurückkommen.
00:41:02: Das wird sich tierisch an einem Aktienkurs klar machen.
00:41:05: Das heißt, das wollen die auf keinen Fall.
00:41:07: Das findet die daran, weil wir fordern ja nichts anderes, als dass wir sagen, wir wollen nur, dass das Geldgericht verteilt wird, nämlich an alle dass abgebildet wird, wie viel höher hat ein Künstler.
00:41:19: Jetzt geht es, das nächste ist auch, dass zum Beispiel der Geschmack von Menschen zwischen dreißig und fünfundachtzig im Streaming gar nicht mehr abgebildet wird.
00:41:28: Also wenn man jetzt als Beispiel nimmt, das Buch Altern von Freiheitenreich, die hat ja ein Buch geschrieben über Altern.
00:41:34: So, das hat ein Riesenerfolg gehabt.
00:41:37: Wenn ich jetzt ein Lied schreibe über Altern, Und ich habe auch, sagen wir mal, vierhunderttausend Fans.
00:41:42: Die hören sich das Lied aber nur einmal an.
00:41:45: Dann hat das gar keine Chance überhaupt.
00:41:47: Dann bildet man den Geschmack von diesen Menschen gar nicht mehr ab, weil der wird total untergebuddelt von den Multiklicks, die eine junge Generation oder gekaufte Klicks generieren.
00:41:58: Und wir wollen überhaupt nicht einschränken, dass es Streaming gibt.
00:42:02: Wir wollen auch nicht einschränken, dass Popkultur eine junge Kultur.
00:42:04: Wir wollen aber das völlig gerecht, der Gesamtgeschmack abgebildet.
00:42:10: Was er dann noch hinzukommt, ist jetzt so ein Geschmack.
00:42:13: Also mein Sohn zum Beispiel, das ist, ehrlich gesagt, ziemlich schlimm, wenn man ein bisschen Ohren blutet, der hört sich so Fußball-Songs an, die offensichtlich, naja, also das ist jetzt nicht so sehr gut produziert, das kann man sehr, sehr einfach produzieren.
00:42:24: Und die Texte sind auch so la la, die sind aber sehr kurz, sehr eingängig und die werden unglaublich viel gehört.
00:42:29: Das sind Raunen über Renaldo und so.
00:42:31: Und dann hast du aber so ein, sonst so, also... Mein Lieblings, ich bin nicht so gut in klassischer Musik, aber das Metternamen der Moldau, da kenne
00:42:39: ich mich
00:42:41: wesentlich noch aus.
00:42:43: Das sind ja meine drei Minutenstück.
00:42:45: Ja, also wenn, das wird ja auch seltener geklickt als jetzt so ein zwei Minuten, wo so ein Rinaldo-Song ist.
00:42:50: Also auch da sind auch mal so Ungleichgewichte.
00:42:52: Mach ich wirklich Musik, also ernsthafte Kunst, die auch seine Zeit braucht, oder mach ich es mal so schnell hin, hinproduzierte Kunst?
00:43:00: Naja,
00:43:00: klar, weil es wird ja so, dass man John Irving oder, keine Ahnung, Martin irgendeinen Schriftsteller auch besagt, du musst als Bücher schreiben für Kids, weil andererseits hast du gar keine Chance mehr.
00:43:11: Und darum geht's.
00:43:11: Es geht darum, der Zugang.
00:43:13: Und was jetzt auch passiert, und dann wird es eben auch so zoologisch, dass es ganz viele Künstler, wie am Balbina, oder wir haben zum Beispiel bei uns auf dem Label den Nils Frewert.
00:43:22: Der Nils Frewert ist ein Künstler von Nationalgalerie, der hat sich eine Karriere aufgebaut, der hat sich ein Hörerstamm aufgebaut von zehn, zwanzigtausend Leuten, die findet er auch bei seinen Konzerten.
00:43:35: Und da konnte der früher, wenn er also fünfzehntausend Platten verkauft und da noch Konzerte spielt, dann hatte der einen Einkommen.
00:43:40: im Jahr, und das hat er sich hart erarbeitet, davon gibt es weltweit, also Millionen von dieser Art von Künstler, die sich über die Jahrzehnte all das aufgebaut haben, dann kam der im Jahr, sag ich mal jetzt, mit Tour, Live spielen, fünfzehntausend verkauften Platten, sagen wir mal, fünfzigtausend Euro.
00:43:58: Vorsteuern.
00:43:59: Davon konnte der leben.
00:44:00: Das war ein mittelständischer Bezieh.
00:44:03: Das
00:44:03: ist wissenschaftlicher Mittelbau.
00:44:05: Ja, genau.
00:44:07: Und hat auch noch Leute daran, die daran hingen, Produzenten, weil immer so.
00:44:11: Der hat die gleiche Anzahl der Hörer.
00:44:14: Hat nach wie vor die gleiche Anzahl der Hörer.
00:44:16: Die kommen auch zum Teil noch zu den Konzerten auch nach wie vor.
00:44:19: Der hat noch Einnahmen im Streaming dadurch, dass diese Hörer einer Generation angehören.
00:44:25: etwas älter sind.
00:44:27: In der Anführung stehen die aus dem Beruf nachgehen, die jetzt nicht zu Hause sitzen können im Schlafzimmer.
00:44:31: Was ich mega finde, nicht, dass man das falsch wird, ich habe auch vor Radio gehört, bis ich mit den Ohren blutet.
00:44:38: Die hat er nach wie vor, aber der hat Streaming einen Namen im Jahr von neunundundfünfzig Euro.
00:44:43: Dann muss der sein Betrieb schließen.
00:44:45: Dann muss der nach zwanzig Jahren, zwanzig Jahren, muss der sein Betrieb zumachen.
00:44:51: Das ist bitter.
00:44:52: Und wenn der aber jetzt User-centric hat was wir wollen, dass das Geld von den Leuten, diesen Menschen, diesen fünfzehntausend Menschen, die nicht so viel Musik hören, aber zumindest ihren Nils Frevert hören, dann hätte der deren Einnahmen und zum Teil auch im Monat vielleicht ein Euro.
00:45:10: Also dann würde die Person zählen und nicht wie oft die Person den entsprechenden Song hat.
00:45:15: Genau, genau, exakt.
00:45:16: Es würde wieder abgebildet, wie viel Hörer hat einen, wie viel Möwende.
00:45:20: Und das ist das, was wir freuen.
00:45:22: Das würde niemand auch die interessanterweise sagen, die Streamingdienste, damit man es auch dcd, die sind dafür.
00:45:27: Die haben gesagt, wir haben da gar kein Problem damit.
00:45:29: Für uns
00:45:30: ist das für uns völlig wohl.
00:45:31: Die Plattenfirmen wollen das nicht.
00:45:33: Genau, ich
00:45:34: hab, also was du beschreibst, beobachten wir auch.
00:45:40: Ich hatte ja am Anfang schon gesagt, dass wir hin und wieder mal Musikerinnen zu Gast haben.
00:45:44: Und meist sind das junge, aufstrebende Bands, die aus so einer Fan-Perspektive von Daniel und mir, erfolgreiche Künstler sind.
00:45:51: Die spielen Tournee, die sind in Medien irgendwie bekannt, die tauchen bei uns auf Social Media auf.
00:45:57: Wir interessieren uns für die, wir finden die irgendwie gut.
00:46:01: Und beobachten dann aber, wenn die vor uns sitzen, wenn wir in so Folgen zusammen sind, dann sowas, was Bourdieu, ja Bourdieu mal Status in Konsistenz genannt hat.
00:46:10: Dass wir jemanden Namen, der vor dem Wind einen hohen Respekt haben, einen hohen sozialen Status hat, als Künstler vor uns sitzt und gleichrangig, wenn nicht sogar irgendwie, wenn wir über uns einordnen, die uns dann aber erzählen, dass sie unter der Woche arbeiten gehen müssen, dass fast jeder... ist der Band irgendwie noch ein Job hat oder dass sie abhängig sind von irgendwelchen Fördermitteln und dass sie dann am Wochenende noch auf Tour gehen.
00:46:38: Und die Berliner Künstlerin nicht Seattle, die war auch mal bei uns und hat uns ein Song mitgebracht, den wir dir gerne vorspielen würden.
00:46:46: Von einer anderen Band von Kappa Tult.
00:46:48: Ein halber Kappuccino heißt
00:46:49: der.
00:46:50: Kattapult.
00:46:51: Kappa Tult.
00:46:53: Die spielen wir dir jetzt vor.
00:46:53: Genau.
00:46:54: Die spielen wir dir gleich vor.
00:46:55: Und da singt ein Chor in dem Song, der aus prekär beschäftigten Musikern besteht sozusagen.
00:47:01: Also da sind Leute dabei wie Pogentroblem.
00:47:06: Der Francesco Wilking ist dabei von höchster Eisenbahn.
00:47:09: Nicht sie hätte Fahrer warst.
00:47:11: Das waren viele tolle Künstler, ne?
00:47:23: Sorry, das ist jetzt vielleicht indiskret.
00:47:25: Aber du müsstest erst mal hitschreiben.
00:47:27: Mach vielleicht mal eine Diät.
00:47:29: Ein bisschen Promo wäre auch nicht schlecht.
00:47:31: Aber mach dir keinen Stress.
00:47:33: Man braucht dann erst
00:47:34: mal ein paar Jahre, um das Business
00:47:36: zu verstehen.
00:47:37: Dieses Business ist mir so egal.
00:47:42: Sehr cool.
00:48:19: Das ist
00:48:39: eine Leipziger Band.
00:48:40: Okay.
00:48:40: Die meisten von denen studieren auch in irgendeiner Form Musik.
00:48:44: Und die haben das zum ersten Mal so sehr explizit in unserem Podcast auch ihm gebracht.
00:48:48: Eigentlich eben eher nicht zierte, die gesagt hat.
00:48:50: Das findet sie ein wichtiges Thema.
00:48:52: Wie kann man so einen jungen Bands jetzt unterstützen?
00:48:55: Also die spielen im Konzert, ein B-LAB kommt vorbei, so?
00:48:59: Man kann es nur unterstützen.
00:49:02: Das größte ist, dass wir ein Problem haben, natürlich die Künstler zu bündeln.
00:49:05: Wir haben da, es gibt eine Musikakademie, die wir gegründet haben, Musikakademie.
00:49:09: Wir sind inzwischen knapp zwei Hundert Mitglieder.
00:49:13: Es müssen sich die Künstler generell, also auch noch mehr zusammen... um klar zu machen, dass so wie das System ist, ist es einfach ein zynisches und meiner Meinung, ich bezeichne das als das kriminellste System im Kapitalismus, weil es komplett außer Kontrolle läuft.
00:49:32: Kein Mensch interessiert sich dafür.
00:49:34: Es ist ein Riesensystem, wo so wahnsinnig viel Geld geht.
00:49:38: Und es läuft komplett außerhalb von diesen ganzen Apples und Googles und Mercedes und Coca Cola und so.
00:49:45: Es ist aber weltweit ein komplett unbeachtetes System und wissen darum, agieren die Protagonisten, speziell die Plattenfirma, völlig selbstherrlich.
00:49:58: und verhindern das.
00:49:59: Die Franzosen hatten das durch, die Franzosen hatten so, weil ich das weiß.
00:50:02: Das ist jetzt ein bisschen halbfrei, aber anscheinend hatten sich Sony und Warner geeinigt auf UserCentric bei Deezer.
00:50:09: Deezer ist der größte Streamingdienst in Frankreich.
00:50:12: Und da hat die Uni Weißel das verboten.
00:50:16: Es ist ein Riesenkampf.
00:50:18: Auch in Deutschland machen die Plattenfirmen Stimmung gegen uns.
00:50:21: Also gegen die Akademie der Künstler, die Musikakademie.
00:50:25: Meine eigene Plattenfirma macht Stimmung gegen mich.
00:50:30: Den passt das überhaupt nicht.
00:50:32: Man müsste das auf Europaebene durchkriegen.
00:50:37: Das ist eben auch sehr, sehr komplex und schwierig, wie man sich vorstellen kann.
00:50:40: Aber das heißt nichts.
00:50:41: Ich glaube, erst, wenn wir das System geändert haben, hat jeder Künstler, auch junge Künstler, endlich wieder eine Chance, davon auch zu leben.
00:50:49: Die Plattenfirmen kommen natürlich immer damit, ja, was Streaming ist doch dufter, da könnt ihr auch selber Sachen hochladen.
00:50:54: Das ist alles Augenwischerer.
00:50:56: Die wollen das System nicht loslassen.
00:50:57: Die kämpfen mit allen Bandagen, weil ihnen das wahnsinnige Profite bringt.
00:51:03: Und der Lucent Grange ist der Trump.
00:51:05: der Musikindustrie.
00:51:06: Da gibt es gar keine.
00:51:07: Und das ist ein Riesenzell.
00:51:10: Brett zu bohren und wir wollen nichts anderes.
00:51:13: und das ist ganz wichtig, dass die Hörer können uns natürlich auch unterstützen, also die Menschen die Musik hören, dass sie einfach sagen, wir finden das völlig richtig, weil es nur gerecht ist.
00:51:21: Ich möchte, dass mein Geld nur die Künstler kriegen, die ich höre.
00:51:24: Und wenn ich im Monat, zweieinhalbmal Taylor Swift höre, dann kriege ich halt meine zehn Euro.
00:51:29: Fertig.
00:51:29: Also sind ja nicht zehn Euro, sondern nach Gebühren sind das keine Ahnung, ich glaube noch vier oder vier und ein halb oder keine Ahnung.
00:51:36: Wozu brauchst du denn eigentlich so ein Major-Label, wenn du sagst deine eigene Plattenfirma kämpft gegen, bekämpft dich.
00:51:42: Warum machst du es nicht selber?
00:51:43: Also...
00:51:45: Na bisher war es, bisher, meine Plattenfirma hat mich gekauft.
00:51:49: Also meine Plattenfirma hat, weil ich war ja früher bei der EMI.
00:51:53: EMI gab mal als Plattenfirma, da waren die Beatles und im Zuge der Übernahme hat die Universal meine Plattenfirma gekauft.
00:52:01: Ich bin nicht zu dieser Plattenfirma gegangen, sondern meine Plattenfirma hat die gekauft und hat da auch meinen Vertrag mitgekauft.
00:52:07: Und ich hatte natürlich einen sehr, sehr guten Vertrag.
00:52:10: Ich war auch lange geweigert beim Streaming.
00:52:12: Meine erste Platte ist erst im Streaming.
00:52:15: Ich wollte einmal das rausfinden.
00:52:18: Was ist da eigentlich los?
00:52:19: Und das habe ich jetzt gemacht.
00:52:20: Und jetzt habe ich festgestellt, das geht so gar nicht.
00:52:23: Aber mein Vertrag war so nach Mensch.
00:52:26: Mein Vertrag war noch nach Mensch geschlossen.
00:52:28: Der war natürlich in der Form noch sehr lukrativ.
00:52:32: Und so ist das gewesen.
00:52:33: Das hört sich
00:52:34: ein bisschen an wie der Berliner Mietenmarkt.
00:52:37: Wohnungsverträge noch die besseren sind.
00:52:39: Ja,
00:52:40: ich hatte einen Mördervertrag auch zum Leitwesen bei einer neuen Plattenfirma, die dann auch immer damit, der war natürlich völlig durch das Streaming.
00:52:49: macht ja gar keinen Sinn mehr.
00:52:51: Aber ich bin jetzt eben an dem Punkt, wo ich einfach mich mit dem Streaming dann auch auseinander, wie ich auch gesagt habe, wie ich Musik gemacht habe.
00:52:59: Ich beschäftige mich dann mit dem Thema und gehe auch da rein und habe jetzt festgestellt, so geht das nicht.
00:53:04: So ganz einfach.
00:53:05: Und jetzt bin ich dabei mit sehr viel, hoffentlich mit immer breiterer Unterstützung und hoffentlich auch irgendwann von, zu sagen, wir wollen nichts anderes als einfach eine gerechte Verteilung.
00:53:18: der Gelder und die Streamingdienste, und das noch sage ich gerne noch mal, die sind dafür.
00:53:23: Die haben damit gar kein Thema.
00:53:25: Es sind die Plattenfirmen.
00:53:26: Jetzt könnt man ja denken... Ihr seid schon ziemlich weit gekommen, also ich erinnere mich an diese Bilder da, es ist im Dezember, ich glaube ihr saß da sogar in der Bundespressekonferenz, war da beim Stadtskaterkulturnemähen.
00:53:36: Nehmt der Sauerländer Tanne.
00:53:38: Sie war nicht
00:53:40: da.
00:53:40: Der Weihnachtsbaum.
00:53:41: Ach,
00:53:42: ich dachte der Kanzler.
00:53:43: Der
00:53:45: Weihnachtsbaum kommt von Kambul aus dem Sauerland, weil der Kanzler ihm aus dem Sauerland kommt.
00:53:48: Ich dachte er wird jetzt schon bezeichnet als die Sauerländer Tanne.
00:53:52: Wer weiß, vielleicht ab sofort.
00:53:54: Den
00:53:54: kannte ich nicht.
00:54:00: Wir haben zum Glück dieses Treffen gehabt.
00:54:03: Das war auch wirklich sehr hilfreich.
00:54:05: Das war bei der Beginn hoffentlich einem Weg, dass wir alle an einen Tisch kommen und dann gemeinsam das System drehen.
00:54:14: Das klingt jetzt aber schon wahnsinnig optimistisch, sondern das muss natürlich auch europaweit.
00:54:19: Da muss sich Europa auch zusammenpacken und sagen, wir bei die Amerikaner werden das bekämpfen.
00:54:26: Hauptsache in Amerika, alle drei Platten für den Sitz in Amerika.
00:54:30: Das ist das gleiche.
00:54:31: Wir haben hier das gleiche Thema wie mit den ganzen großen Google, Twitter, was nicht alles.
00:54:40: Tech-Firm.
00:54:40: Das ist das gleiche System.
00:54:42: Nur, dass die, die kennen wir, die Plattenindustrie hat ja die Chance, eben zehn... Der Chef der Sony, der Europaschef der Edgar Berger hat schon im Jahr zweitundfünfzehn ganz klar gesagt, es gibt nur User-Centric.
00:54:55: Es gibt nur Josephine, das ist ein einzigerechtes System, schon vor zehn Jahren.
00:54:59: Aber die Plattenfirmen versuchen das so lange wie möglich zu verhindern und wir sagen nichts anderes.
00:55:05: Wir müssen an den Tisch.
00:55:07: Ihr müsst mit uns vernünftig ein System bauen, das gerecht wird, das jungen Künstler gerecht wird, dass es eine Chance gibt, genau wie diese Band, die die Chance gibt, Katapult, sich einen Hörerstamm zu erspielen und der Hörerstamm wird abgebildet.
00:55:21: Und diese Hörer zahlen dann ihre Streaminggebühren an diese Band.
00:55:26: Ich bin nicht groß geworden, deswegen bin ich ein gutes Beispiel.
00:55:30: Ich habe immer meine Zuschauer erspielt, indem ich immer wieder live gespielt habe und die haben dann angefangen meine Platten zu kaufen.
00:55:37: Eine Platte pro Person, egal ob ich die sieben tausendmal
00:55:41: höre oder zweimal.
00:55:43: Das ist das gleiche, wenn ich sage, ihr spiele mir tausend.
00:55:47: höre oder live oder zwei taute oder drei taute und dann auch acht tausend und die bilden mehr im monat ab dann kriege ich von denen vielleicht immer mal wieder zehn cent oder zwölf oder keine ahnung ist.
00:55:58: aber was anders?
00:55:59: wenn meine eine meine ganze lp durchhört ganze kriegt er von zwei cent.
00:56:05: Also ein Grönemeyer-Fan müsste schon jetzt um seine Gebühren, müsste mich quasi in Dauerschleife hören.
00:56:12: Wenn man ein Song hört, ist das Null, Null, Null, Drei Cent.
00:56:15: Das ist gar nix.
00:56:19: Und der Rest von diesen Diarrästen, wenn einer jetzt Zeit hat, mal zweimal im Monat, also nicht nur mich oder vielleicht auch Bob Dylan, keine Ahnung, wen er hört, auch von mir ist auch... Billi eilisch, aber nur Zeit, sich in Ruhe hinzusetzen, einmal die Platte zu hören, dann gehen gerade mal sechs Cent von seinem Konto weg, die restlichen vier Euro gehen in Topf und die kriegt dann irgendwer.
00:56:40: Und da sagen wir, das kann ja doch nicht wahr sein.
00:56:42: Was soll das?
00:56:43: Das ist schlachsinnig.
00:56:45: Und das führt dazu, ich kann heute für wirklich... Wenig, viel Schwarzgeld, viel Drogengeld, viel Geld, auch aus der harten Szene, geht ins Street, kaufen sich die Streams und bilden sich Künstler ab, die sie dann mit ihrem Geld hochklicken, mit Klickfarm und kriegen dann von Spotify oder von Apple offizielles Geld wieder zurück, weil die Kids alle hinterher klicken.
00:57:06: Da weh's das.
00:57:07: Genau.
00:57:08: Das ist ja noch ein technisches Dummel oder das sozusagen das, was dann auch gesellschaftlich passiert ist, ne?
00:57:13: Dass da ja auch eine Generation ranwächst.
00:57:15: Ich würde sagen, ich bin da so ein... Schnittstelle, dass auch ich natürlich auf Social Media zum Beispiel gucke, wer hat dann viele Follower?
00:57:22: und dann müssen die ja was können.
00:57:23: Das
00:57:23: ist
00:57:23: der Punkt.
00:57:24: Und das ist natürlich eigentlich absurd.
00:57:25: Das führt ja noch weiter, nicht nur dass ich sage, das muss was sein, auch die Medien springen darauf ein.
00:57:31: Selbst wenn man sagt Taylor Swift ist in Anführungsstringen die erfolgreichste Künstler aller Zeiten, würde ich erst mal da hinstellen lassen, ob nicht Michael Jackson oder die Stones, keine Ahnung, viel mehr Hörer hatten weltweit.
00:57:41: Aber die hat sich das System zu eigen gemacht und hat die meisten Klicks.
00:57:46: untersteigt die Presse drauf ein und sagt, das ist der Künder.
00:57:49: Ich habe das immer so bestätigt.
00:57:50: Es ist interessant bei dieser Wikipedia-Liste, die ich ganz am Anfang ja zitiert hatte, dass du da als Erfolgreichster ökonomisch Platz zwei und vier, habe ich noch nie gehört.
00:57:59: Ja.
00:57:59: Also dich kannte ich, aber Platz zwei und drei, also vier waren irgendwie, also ich kann es, ich müsste jetzt nachgucken, ich weiß nicht, wer das ist, die machen irgendwie so Hip-Hop.
00:58:07: Und das ist genau dieses, wo ich mir frage, okay, die sind ökonomisch sehr, sehr erfolgreich, aber sind die jetzt auch reinflussreich?
00:58:14: Nein, dass der Rap und der Hip-Hop und nur das mit uns auch differenziert.
00:58:17: Das ist die Kultur der Zeit.
00:58:19: Das ist auch wunderbar so.
00:58:20: Das ist auch gut so.
00:58:23: Das ist auch völlig in Ordnung.
00:58:24: Aber es ist nicht mehr stimmig.
00:58:27: Es wird nicht mehr abgebildet.
00:58:29: Das habe ich da auch beim Sohn mir erzählt.
00:58:33: Es geht eben so, dass meine Enkelin hat Alexa, diese Kiste, hat die nicht, aber sagen wir, die hätte die.
00:58:40: Und schreit da immer rein, ich möchte Banana-Rama-Cocomel-Baby-Shark hören.
00:58:46: Und kaum ist das Lied zu einer Brühti da wieder rein.
00:58:48: Cocomel-Baby-Shark.
00:58:50: So, jetzt hat die im Haus vier andere Kinder.
00:58:53: Die dürfen nicht, haben keiner Alexa.
00:58:55: Die dürfen noch nicht so viel Musik hören.
00:58:57: Und dann schreibt die Presse, Koko melnt Baby Shark, weil meine Enkelin, das irgendwie zweieinhalb Mal die Woche hört, insgesamt acht oder mal im Monat, die anderen vier oder sechs hören vielleicht zwölfmal im Monat oder zwanzigmal, aber eine ganz andere Lied über zu sechs, dann bestimmt meine Enkelin, das ist der Topbit des Jahres.
00:59:14: Das
00:59:15: ist hin, das ist so eine Stunde, das geht
00:59:17: gar nicht anders.
00:59:18: Baby Shark ist tatsächlich das erfolgreichste YouTube-Video, fünfzehn, vierzehn Milliarden.
00:59:23: Ja, aber ich meine, das war alles dein Enkelin.
00:59:26: Ich erinnere mich immer an eine Folge, die wir mal ganz am Anfang in unserem Podcast hatten mit dem Soziologen Aladin Elma Falani, der erzählt hat, dass er zwischen den Welten so ein bisschen stand, als er groß geworden ist, einerseits zwischen der Hip-Hop-Kultur und Punk.
00:59:44: Und er erzählte dann, naja, Punk ist eigentlich, wenn man das mit Hip-Hop vergleicht, eine privilegierte Musik, weil du brauchst ein bisschen was dafür, dass du irgendwie eine kritische Haltung zu deiner eigenen Gesellschaft entwickelst.
00:59:55: hast, dann brauchst du erst ein Zugehörigkeitsgefühl für, weil du grenzt dich nicht von was ab, wo du eigentlich außerhalb von stehst.
01:00:03: Und dann um Punk zu machen, naja, du brauchst eine Band, du brauchst irgendwie ein Instrument, du brauchst einen Raum, gibt gewisse Ressourcen.
01:00:10: Hip-Hop ist eine freie Kultur, die besteht auch aus Elementen wie Breakdance oder Rap.
01:00:16: Das kannst du einfach so auf der Straße mit jemandem machen.
01:00:20: Und ich erinnere mich jetzt gerade deswegen daran, weil ich einerseits mir ein bisschen den Glauben genommen hat, dass Punk, was total, also hundert Prozent, eine Gegenkultur ist sozusagen, sondern er sagt, na ja, ein bisschen was Privilegiertes steckt da schon auch drin.
01:00:36: Das ist die Mittelschicht, die nicht mehr dazugehören will.
01:00:39: Während Hip-Hop ist er die, die überhaupt dazugehören wollen.
01:00:44: Und wenn man sich aber jetzt diesen Einstieg ins Musikgeschäft anschaut, dann wird das ja mittlerweile immer mehr zu einem teuren Hobby.
01:00:55: Ja, da werde ich nicht ganz so sehen, weil ich glaube, dass gerade der Hip-Hop und der Rap natürlich davon auch lebt, dass er sehr einfach auch mit Mitteln zu Hause sehr einfach herstellbar ist.
01:01:05: Du kannst also wie ich, wenn du abends nach Hause kommst, deinen Computer anschmeißen und die Beats reinschmeißen und einen Bass einspielen und dann rappst du da drauf.
01:01:15: Ich glaube eher, was passiert ist dadurch, dass das alles kumuliert, dass die Musikstile werden immer gleichförmiger, weil du nur noch Musik machst.
01:01:25: Ich merke das jetzt, wenn man selber auch eine Platte macht, ich mache jetzt gerade wieder eine neue Platte, da muss man sich ja überlegen, machst du jetzt, also nicht, dass ich das tue, aber Fakt ist, wenn du jetzt nicht Musik machst, die in dieses Schema passt, der meistklicker.
01:01:38: Dann brauchst du die auch gar nicht machen.
01:01:40: Also du hast gar keine ... Die Stilarten werden gar nicht mehr abgebildet.
01:01:44: Du kannst also ... Und das führt dazu, dass du natürlich neben deiner Arbeit, wenn du nicht wirklich genau die Musik machst oder auch im Hip-Hop oder Rap machst, der da reinpasst, dann brauchst du es wirklich nicht mehr zu machen.
01:01:54: Und dann ist es sinnlos.
01:01:57: Also es werden aufgrund dieses Systems auch ganz viele Stilarten und Musikstile.
01:02:03: Es wird viel komformistischer und es geht noch einen Schritt weiter.
01:02:06: Die Plattenindustrie ist zum ... ersten mal radikal in der Lage zu bestimmen, was die Jugend hört, weil sie den auch selber, sie selber lassen auch ihre Hits klicken.
01:02:17: Wir haben einen Hacker, der seit zehn Jahren für die großen Plattenfirmen selber sagt, der aber um sein Leben fürchtet, ich klicke die Dinger auf eins.
01:02:26: Hat uns das auch vorgeführt.
01:02:27: Die locken sich abends in die Accounts ein, die Leute, die schlafen, die schlafen, locken sich da ein und alle zwei, die lassen die Maschinen immer alle In einer Sekunde klicken die einen Song, ununter Wochen.
01:02:40: Wenn die Leute die Computer aufmachen, steigen die aus.
01:02:43: Das machen die Deutschland weit.
01:02:44: Es gibt ein System, die klicken sie in alle schlafenden Accounts ein.
01:02:47: Das ist ein ganz interessantes Vorgefühl.
01:02:49: Das ist wunderbar.
01:02:50: Man denkt, man kann nicht wahr sein.
01:02:51: So, jetzt
01:02:51: sind die Leute gekommen, das klingt ja dann spannend exkursiv.
01:02:55: Wir arbeiten daran, wir arbeiten dann im Thema.
01:02:57: Und das führt aber dazu, dass die Plattenindustrie sogar noch in der Lage ist zu bestimmen.
01:03:02: Was die Jugend hört.
01:03:03: Du hast also quasi gar keine Chance, wenn du willst, kann die Plattenfirma sogar in Anführungsstrichen dafür sorgen, dass du gar nicht mehr vorkommst.
01:03:13: Selbst wenn du ein Hit hättest, weil die bestimmen, die können durch ihre Steuerung und auch diese Klicksteuerung, sind die in der Lage, den Geschmack zu bestimmen.
01:03:20: Das gab es noch nie.
01:03:23: Es gibt keinen Kampf irgendwann mehr in der Stilarten.
01:03:25: Du kannst, wenn du Pecher hast, wenn du wirklich ... gigantischen Rocknummer.
01:03:29: Wenn die Bäcker sind, die will das nicht, dann kommst du nicht vor.
01:03:32: Die sind in der Lage auch, das zu regulieren.
01:03:34: Die sind auch da die Öffentlichkeit zu regulieren.
01:03:37: Das ist der Punkt.
01:03:38: Es gibt keine Wettkampf mehr.
01:03:40: Es ist eine Wettbewerbsverzerrung, weil du mit dem Stil die sagen, was du zu spielen hast.
01:03:45: Das ist wie ein Faschismus.
01:03:48: Das ist eine Reaktionierung des Geschmacks.
01:03:52: Die können bestimmen.
01:03:53: Wir wollen, dass das läuft, weil das bringt uns, das sind die Leute.
01:03:57: die die großen Verträge haben, das müssen wir rikupen.
01:04:00: Das wollen wir.
01:04:01: Das wird gehört, der Rest dem wollen wir nicht.
01:04:03: Weg damit.
01:04:04: Also das ist, da sind Möglichkeiten, das ist uns noch gar nicht klar.
01:04:09: Und deswegen ist dieser Markt mega umkämpft.
01:04:12: Das ist hier keine Spaßveranstalterung, dass wir da anfangen.
01:04:15: Und wir wollen nichts anderes als ganz entspannt zu sagen, oder müsste jede Plattenfirma zustimmen.
01:04:20: Wir wollen einfach, dass viel mehr Künstler wieder die Chance haben, zu existieren.
01:04:24: Und wir wollen viel mehr Stilarten wieder abspielen.
01:04:26: abgebildet haben.
01:04:27: Wir wollen auch viele Altersklassen abgebildet haben, deren Geschmäcker.
01:04:31: Und wir weigern uns auf euer Diktat einzugehen.
01:04:34: Und das ist exakt darum kämpfen wir.
01:04:36: Und das ist den Menschen draußen nicht bewusst.
01:04:39: Hier handelt es sich um Kulturkampf.
01:04:40: Das ist ein ganz komplexes System.
01:04:44: Wollen wir noch ein Song hören?
01:04:47: Ich wollte erst noch was erzählen.
01:04:53: Ich wollte erst noch was erzählen, weil ich finde, zu der Geschichte, die du gerade erzählt hast, André, passt auch noch eine andere Künstlerin, die wir zu Gast hatten.
01:04:59: Wir hatten Laura Braun zu Gast.
01:05:01: Laura Braun ist eine Künstlerin, die zusammen mit ihrem Freund versucht, ein Musikgeschäft zu sein.
01:05:07: Und es funktioniert gerade relativ gut.
01:05:09: Also relativ gut.
01:05:10: Also man kann davon leben.
01:05:12: Und sie hat ein Song gemacht, die war Armut.
01:05:13: der dann auch sehr viral gegen null so ein Spiel, wo sie über ihre eigene Armutserfahrung singt und auch den Preis gewonnen hat, dann sieht auch den Protest Song Contest vom Radio FMV gewonnen in Österreich.
01:05:24: Und sie sagt aber auch immer, dass es mit dieser Armut als Künstlerin ja auch immer auch interessant ist, also weil Armut ist ja auch ein sehr... ist ja ein Begriff, der man sehr unterschiedlich definieren kann.
01:05:34: Und sie sagt immer, sie ist zwar in einer ökonomischen Armut aufgewachsen, aber was sie sozusagen immer hatte, ist, dass es immer ein Klavier gab und dass es immer auch Klavierstunden gab, also dass das ermöglicht werden konnte, weil sie aus einem künstlerischen Umfeld kommt und deswegen ist, deswegen sozusagen konnte sie immer Klavier spielen und das macht sie jetzt.
01:05:50: Also sie würde nie Musik machen.
01:05:53: Also das ist mir nämlich gerade eingefallen, weil du ja meintest, dass es gibt halt Musik, die Da wird bestimmt welche Musik relevant sein wird.
01:06:00: Sie ist als Singer-Songwriterin und sitzt am Klavier.
01:06:02: Sie wird nie Musik machen, die sich gut klicken wird.
01:06:10: Sie
01:06:11: findet beim Publikum, weil sie noch in Theatern auftreten kann.
01:06:15: Das
01:06:16: muss man sich mal klar machen.
01:06:17: Ich schreibe ein Buch und das hat vielleicht eine unglaubliche Qualität.
01:06:21: Es hat eine unglaubliche Qualität und hat vielleicht auch wirklich vielleicht fünfzehntausend Leser.
01:06:27: Und ich komme nicht vor.
01:06:29: Ich werde kommen nicht vor.
01:06:31: Das muss man genau das.
01:06:33: Ich bin in der Lage, ich schreibe vielleicht den besten Song des Jahres.
01:06:36: Ich schreibe wirklich den besten, bin aber noch unbekannt und schreibe das beste Lied des Jahres und richte mich aber auch in meinen Theatern, wo ich bin.
01:06:44: und ein Publikum, keine Ahnung, die jetzt aber keiner nicht die Superklicker sind.
01:06:49: Dann komme ich nicht vor.
01:06:51: Das muss, das ist irre.
01:06:52: Es ist absolut, da wird Kultur unterdrückt, die kommt gar nicht mehr vor.
01:06:58: Und das war das, was du vorhin meintest.
01:06:59: Das komm ich wieder zurück.
01:07:02: Das natürlich, wenn du Gitarren brauchst und Proben brauchst und Punk machst, natürlich kann es sein, dass du dafür mehr Zeit brauchst.
01:07:09: Dann ist das sogar noch fast eine etablierte oder Kunst, die man da macht.
01:07:13: Und ich kriege nichts zurück.
01:07:14: Dann lass ich das, wenn ich das irgendwann nicht mehr leisten kann, dann sein.
01:07:18: Dann
01:07:18: lass ich sein.
01:07:19: Und fange an, genauso mit zu brüllen, bei denen, die gerade laut am lautesten brüllen.
01:07:26: Und das ist für mich Irre, weil genau Kultur und Kunst und Musik ist dafür da, ununterbrochen aufzureißen, neue Perspektiven zu machen und eine Gesellschaft nach vorn.
01:07:37: Und nicht den ununterbrochen, die gleiche Sauce zu servieren.
01:07:42: Ja.
01:07:42: Und das... Es hat mir.
01:07:43: dafür gibt es ja auch unseren Podcast, weil wir wirklich tatsächlich tiefer reingehen wollen.
01:07:47: Also, ich finde, wir haben uns ja immer wieder von Sozialwissenschaften und auch Musik mitbringen lassen und auch wir entdecken dadurch natürlich nochmal ganz anders Musik.
01:07:54: Ich glaube,
01:07:54: ich habe auch von Benz gehört, die kannte ich auch alle gar
01:07:57: nicht.
01:07:57: Auch Sozialwissenschaftlerinnen, die haben superinteressantem Musikgeschmack.
01:08:00: Die bringen uns krasse Songs mit.
01:08:01: Manche Songs findet man nicht auf Spotify, weil die da nicht gelistet sind.
01:08:05: Ich hab auch einige Songs von denen, die wir mal... Wir haben eine Spotify-Liste von unserem Podcast.
01:08:10: Einige Songs sind mittlerweile draußen dort.
01:08:11: Also die waren mal in unserer Liste, sind aber nicht mehr nachhörbar, weil offensichtlich die Künstlerinnen... Ich vermute mal, dass die Künstlerinnen sich entschieden haben, dass die Songs jetzt nicht mehr da sein sollen.
01:08:20: Also es gibt vielleicht auch schon wieder so ein Exodus.
01:08:21: Das wäre sowieso noch mal eine Frage, die ich hätte, ob man sozusagen streiken kann, ob man Streamingdienste bestreiken kann.
01:08:26: Konsument
01:08:27: als Hörer.
01:08:29: Man kann, es gibt sicherlich Tendenzen.
01:08:32: Das ist ja, umso mehr wir die Hörer aufklären, umso mehr können auch Künstler... Wir können es dann aussteigen, wenn wir in den Verträgen... Du kannst die Verträge nicht ändern.
01:08:52: Wenn wir ein eigenes Label hätten und selber das machen, dann können wir aussteigen, solange du Verträge hast, wo deine Musik von Labeln verwaltet wird, dürfen die die nach wie vor da haben.
01:09:03: Aber sicherlich wäre... könnte man kollektiv streiken.
01:09:08: Aber meiner Meinung nach liegt das Kernproblem im Moment eben nicht bei den Streamingdiensten.
01:09:13: Das ist der Erdtum.
01:09:14: Wir bekämpfen nicht die Streamingdienste.
01:09:16: Wir hätten gerne die Streamingdienste auf unserer Seite, dass die selber von sich aus sagen, das System ist nicht gerecht.
01:09:22: Wir bekämpfen die Plattenfirmen.
01:09:24: Wir bekämpfen die Plattenfirmen, müssten dazu kommen.
01:09:27: Und das ist auch meiner Meinung nach völlig selbstverständlich.
01:09:32: ihren Raubzug aufzugeben und sich hinzusetzen und mit uns das System zu ändern.
01:09:36: Ganz einfach.
01:09:37: Lass uns zum Abschluss des Podcasts.
01:09:39: Wir müssen, glaube ich, irgendwann mal zum Ende kommen.
01:09:40: Oh, wieso da denn?
01:09:43: Wir können gleich die Folge über Ostdeutschland noch anschließen.
01:09:46: Wir sind ja nicht.
01:09:46: ja alles gesagt Podcast, bei dem was Sie ja auch mal... Ja, das
01:09:49: weiß ich noch.
01:09:50: Fünf und
01:09:50: ein halb Stunden oder so, glaube ich.
01:09:53: Da sind wir nicht.
01:09:54: Und wir haben aber gedacht, zum Abschluss noch ein Song zu nehmen von deiner aktuellen Platte an Plug Two, wo du auch jetzt... Wir haben gehört, demnächst ist Tour denn auch, ne?
01:10:04: Jetzt spielen noch mal ne Tour.
01:10:05: Ich spielen jetzt im Februar noch mal.
01:10:06: mal acht Konzernen.
01:10:07: Und auch relativ große Häuser, meine ich.
01:10:09: Ich war nicht sogar die Uber Arena.
01:10:11: Ja, ja, ich war die Uber Arena.
01:10:12: Wow.
01:10:12: Und die ist auch ausverkauft.
01:10:14: Ich habe mich nach einem Ticket geguckt und... Ja,
01:10:16: kannst du, wenn wir dann eine Mehladresse geben, das gebe ich dir.
01:10:19: Das angeboten.
01:10:20: Das lohnt
01:10:21: sich doch Podcasts.
01:10:22: Das angeboten
01:10:23: würde ich.
01:10:23: Wir laden uns gerne ein.
01:10:24: Das ist kein Problem.
01:10:25: Genau.
01:10:26: Wir haben überlegt, welchen Song nehmen wir?
01:10:28: Ich finde, also... Na ja, ich höre jetzt auf, wie toll ich die Musik finde.
01:10:32: Aber wir haben uns für Doppelherz entschieden.
01:10:35: Ilke Gündlüm.
01:10:37: Ein Song, den ich... Also erstmal einfach sehr toll finde.
01:10:41: Du singst auf dem Song auch selber türkisch.
01:11:21: Das
01:11:31: ist
01:11:54: eigentlich
01:12:08: ein schöner Cliffhanger zu unserem Anfang, weil du nämlich auch dich sozusagen mit Hybrida Identität beschäftigst.
01:12:14: Und wo komme ich eigentlich her, wo gehöre ich hin?
01:12:17: Und die aber eben auch noch einen, also auf Anflag zwei, die ja auch Gastkünstlerinnen eingeladen hast.
01:12:22: Also Lea ist mit dabei.
01:12:24: Peter Fox ist mit dabei, was ich natürlich auch ziemlich großartig finde und auch der Song ist echt sehr höhrenswert, also da könnt ihr auf jeden Fall reinhören.
01:12:29: Und da ist aber Berkan, die einen geladen, ein Musiker, der, ich habe es so ein bisschen versucht nachzulesen, der genau an dieser Schwelle ja ist, also schon sehr bekannt, also hat seine Fan Crowd, ist autodidakt, also hat sich vieles auch selber beigebracht, macht Rap und Gesang gleichzeitig ziemlich talentierter Mann und mit ihm zusammen aus diesem Song aufgenommen und rauf ich sozusagen Lange Vorrede, worauf ich hinten hinaus will, ist, dass ich das bei dir in letzter Zeit häufiger beobachte, dass du eben mit diesem Gastkünstlerinnen Konzept auch arbeitest.
01:13:00: Also du hast auch den Mensch Song nochmal aufgenommen, mit Balbina ja zusammen unter anderem, Zeit, dass ich das dreht, hast du nochmal neu produziert.
01:13:08: Also du holst dir jetzt immer wieder neue Leute dazu.
01:13:11: Mein Gefühl ist eben auch, um diese Leute zu supporten.
01:13:15: Na ja, so eine Mischung.
01:13:18: Zeit, dass ich was trete, nicht falsche Loberblätter für die falsche Person.
01:13:25: Die Initiative ging von Soobani aus nicht von mir.
01:13:29: Die haben das live gehört und dachten, was im Song, und machen wir dann eine neue Version raus.
01:13:34: Und haben die mir geschickt.
01:13:35: Da habe ich jetzt keine Aktien.
01:13:37: Dann fand das aber so klasse, fand die Version halt klasse.
01:13:41: Balbina war bei uns, weil ich halt die für eine der interessantesten Künstlerinnen in Deutschland, die war auch schon Gast bei uns auf der Tour und für die hat auch den Text geschrieben für deine Hand auf der letzten Platte.
01:13:55: Die mag ich halt wahnsinnig gern und wir hatten eben vierzig Jahre Buch um und da.
01:13:58: in dem Zusammenhang haben wir einfach gesagt lassen wir doch mal fragen wir doch mal künstler an was sie mit so einem Song machen würden.
01:14:04: Da kam dann auch so Kollaboration zustande mit Lea und mit mit mit mit Gott hier mit Jeremiah und und Bowser und Chapeau und also insofern, das fand ich einfach spannend.
01:14:26: Ich schmeiß mich jetzt nicht an die Randschmeißen, aber gleichzeitig probiere ich auch, wie kann man gemeinsam, das tut mir ja auch gut.
01:14:35: Ich bin ja schon ein bisschen älter.
01:14:38: Und vielleicht auch nicht ganz doof, aber schon auch ein bisschen durchgenudelt.
01:14:41: Und das hilft einem selber auch mal ein bisschen, die Perspektive zu wechseln.
01:14:45: Das ist für mich auch sehr hilfreich.
01:14:47: Was zu ganz gut passt.
01:14:48: auf den Weg hierher hat mir eine Freundin noch geschrieben.
01:14:51: Ich soll dich grüßen unbekannterweise und dir danken, dass sie die Band Boy vor zehn, fünfzehn Jahren mal durch dich entdeckt hat, sagt sie.
01:15:01: Ohne Herbert Grünemeyer hätte ich die nicht gekannt und die begleiten mich bis heute so.
01:15:05: Auf jeden Fall.
01:15:06: Die sind bei mir auf dem Label.
01:15:07: Die sind bei mir bei Grünemeyern.
01:15:08: Ja, ja, die sind wunderbar.
01:15:09: Freut mich, das liebt.
01:15:11: Neben, natürlich mein Label natürlich auch, habe ich eben auch Zugang zu jüngeren Künstlern und eben gleichzeitig kenne ich auch die Problematik des Streamings, was uns ja auch als Label betrifft.
01:15:21: Also wir haben natürlich auch ganz andere, deutlich sinkende Einnahmen, weil wir auch sehr viel Musik vertreten, die eben auch nicht.
01:15:30: in dem Sinne Massenklicktauglich ist.
01:15:33: Eben schon Massenkompatibel, also wie Boy auch, aber eben nicht Massenklicktauglich.
01:15:37: Das ist ein Riesenunterschied.
01:15:40: Und das muss wieder aufgehoben werden.
01:15:42: Es muss abgehoben werden.
01:15:43: Man muss wieder erkennen, wie viele Leute kaufen.
01:15:46: Da haben das Buch gekauft.
01:15:47: Wie viele Leute haben die Platte gekauft?
01:15:48: Wie viele Leute hören das?
01:15:49: Und das ist, finde ich, absolut das simpelste und das gerechteste System, was es im Moment gibt.
01:15:55: Das ist vielleicht auch dann noch ... weiterzuentwickeln, aber im Moment gibt es kein einziges, das sagt die Studie auch, es gibt kein anderes System, das ist User-centric und da weigern sich die Platten für.
01:16:09: Die machen Lobbyarbeit, die finanzieren in Deutschland mit mehreren Millionen Lobbyisten, die exakt dagegen arbeiten, die bei der Politik versuchen, genau zu diffamieren und genau, dass das nicht eintritt.
01:16:20: Und insofern sind wir hoffentlich an einem ersten Punkt, das wird sicherlich noch sehr, sehr schwer.
01:16:26: weil die sich darauf richtig kämpfen, dass sich das Gefälle ist ändert.
01:16:33: Wir schützen das natürlich nach
01:16:35: Kräften.
01:16:35: Bitte.
01:16:36: Vielen, vielen
01:16:37: Dank für das Engagement.
01:16:38: Die Studie
01:16:39: und so alle Links packen wir in die Show Notes, damit die Leute das auch nachhelfen.
01:16:42: Es ist nämlich so, seitdem wir wissen, dass du kommst, das ist auch ein Rabbit Hole.
01:16:45: Also sich da sozusagen so reinzulesen in diese ganze Industrie.
01:16:50: Ja klar.
01:16:51: Und wir machen jetzt für unsere Hörerinnen jetzt, dann nehmen wir noch eine Folge auf, die sich mit den prekären Arbeitsbedingungen in der Wissenschaft beschäftigt, weil ich immer wieder Analogien sehe und die könnte dann in der nächsten Folge... gehört.
01:17:03: Aber das war jetzt erstmal die Folge mit Herbert Grünemann.
01:17:06: Ja, aber das war nicht.
01:17:07: Das ist auch bei Kapitol.
01:17:08: Das ist exakt wunderbares Beispiel, weil da ist eine Band, die kann was, die ist gut, das sieht man direkt, das ist ambitioniert gemacht.
01:17:15: Und die hat das Recht, sich Zuhörer zu erspielen.
01:17:17: Und diese Zuhörer werden gefälligst abgebildet.
01:17:20: Die werden abgebildet.
01:17:21: Und kann man nicht den Hahn abdrehen, weil sie in vier Jahren immer noch nicht Musik gemacht haben.
01:17:26: Die Dauer oder haben sich noch keine Klicks gekauft.
01:17:28: Das ist schwachsinnig.
01:17:32: Das ist dann wieder Ruhrgebiet.
01:17:33: Mögen wir nicht.
01:17:36: Ich hoffe, das ist klar geworden.
01:17:39: Ich glaube, so klar ist es, dass wir noch nie geworden sind.
01:17:43: Ich habe wirklich viel gelernt.
01:17:44: Ich hab das auch noch mal deutlich vor Augen geführt bekommen, was das Problem ist.
01:17:51: Jetzt fällt mir noch was ein.
01:17:53: Daher, wir haben immer so einen Streit.
01:17:58: Priehst
01:17:58: du den jetzt noch ein?
01:18:01: Ich bin irgendwann von Spotify weggegangen und hab mir einen anderen Streaming-Anbieter gesucht.
01:18:06: Die Künstler ein wenig besser, wo es, weiß ich, ein paar Nullkomma irgendwas
01:18:10: sein merkt.
01:18:11: Der heißt Tidal.
01:18:12: Tidal, ja.
01:18:13: Genau.
01:18:14: Und ich weiß auch immer nicht, ob das der Weisheit letzter Schluss ist oder ob das nur der Versuch ist, mich selber von der Last als Konsument an dem System teilzuhaben, ein bisschen zu entlasten.
01:18:26: Und Daniel hat es nicht gemacht.
01:18:28: Und natürlich auch aus Gründen.
01:18:30: Man ist ja dann irgendwie mein System irgendwann verwachsen.
01:18:34: Man hat das eine gewisse Zeit lang sich dran gewöhnt.
01:18:37: Ich habe den Familienmitglied haben, dass wenn du irgendjemand was schicken willst, du kannst es ganz leicht an alle deine Freunde schicken und so.
01:18:43: Wenn du auf einer anderen Plattform bist, wird es schwieriger.
01:18:47: Und ja, ich habe jetzt ein Stück.
01:18:51: in der Folge zu dem Puzzle dazugebekommen.
01:18:55: Also ich glaube es ist durchaus nicht falsch sich auch als Konsument zu fragen, wo konsumiere ich meine Musik, aber das Problem ist wahrscheinlich ein Stück größer.
01:19:03: Absolut.
01:19:03: Und es gibt eigentlich ein alternatives System, höre ich jetzt bei dir.
01:19:06: Die
01:19:06: Konsumenten müssten sagen, wir unterstützen User-Centric.
01:19:10: Also es müsste quasi eine Aktion geben, das ist das Komplexe.
01:19:15: den Konsumenten ziemlich simpel, das zu erklären, was wir gerade hier in der Sendung, also in dem Podcast gemacht haben.
01:19:24: Ich merke, dass jedes Mal, wenn ich den Menschen das erkläre, sagen die... Das wusste ich überhaupt nicht.
01:19:29: Das war mir gar nicht bewusst.
01:19:30: Und davon lebt die Plattenindustrie.
01:19:32: Die halten die Leute halt, das wollen die nicht.
01:19:35: Und die würden alle sagen, selbstverständlich möchte ich gerne, dass meine Künstler mein Geld kriegen.
01:19:40: Wieso denn nicht?
01:19:41: Wieso denn irgendjemand anders?
01:19:43: Und ich mein, was man natürlich auch noch tun kann, ist zu den Konzerten gehen, sich Merch kaufen.
01:19:47: Also das ist auf jeden Fall auch was.
01:19:48: Klar.
01:19:49: Das ist aber dann, ja, aber damit kommen die Plattenindustrie ja auch immer.
01:19:51: Die kommen ja, das ist ja auch das.
01:19:53: Jetzt kommen sie selbst bei mir.
01:19:55: Nicht, dass ich jetzt, ich bin sicherlich der... Mir geht's hervorragend.
01:19:58: Das ist nicht der Punkt.
01:20:00: Aber das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge.
01:20:03: Ob ich bei der Lesereise erfolgreich bin, davon hat, das geht dem Verlag überhaupt nichts an.
01:20:09: Ich möchte, das sind zwei Wirtschaftsbetriebe.
01:20:11: Meine Plattenverkaufen oder Streaming hat mit meinen Konzerten nichts zu tun.
01:20:16: Dann sagen die, da verdient's ja da dein Geld.
01:20:18: Moment, was soll das sein?
01:20:19: Deswegen darf ich bei dir nichts verdienen.
01:20:21: Wenn du streichst, soll das sein.
01:20:22: Hast du wohl nicht alle.
01:20:24: Nee, nee.
01:20:25: Das ist natürlich klar, würde man Bands helfen, jungen Bands, wenn man auf deren Konzerte geht, im Moment.
01:20:30: Im Moment ist das nicht völlig richtig.
01:20:33: Aber perspektivisch kann das keine...
01:20:34: Das ist der Satz sein, das war auch nicht so gut.
01:20:36: Das kann ich, klar.
01:20:37: Aber im Moment ist es richtig, Merchandising kaufen, aber auch versuchen, vielleicht hinzukommen und zu helfen, dass das allgemein bewusster wird und bekannter wird.
01:20:47: Und ich denke, diese Plattenfirmen haben dreißig Anwälte und Teams, die nichts anderes machen als ununterbrochen, sobald was wieder hoch popt, da drauf zu gehen und sagen, runter damit.
01:20:57: Und
01:20:57: vielen Dank, dass wir jetzt mit diesem Podcast gemacht haben.
01:21:00: Und dann die Plattenfirmen angemessen.
01:21:04: Wir trudeln langsam aus,
01:21:05: ne?
01:21:06: Genau.
01:21:06: Danke, dass du da warst.
01:21:07: Gleichfalls.
01:21:08: Es war sehr schön.
01:21:09: Und
01:21:09: auch danke an das Totschutzstudio der HU an Jean-Pierre, dass wir das auch nehmen
01:21:12: konnten.
01:21:13: Ja, danke sehr.
01:21:14: Tschüss.
01:21:15: Alles klar.
01:21:15: Tschüss.
01:21:15: Tschüss.
01:21:16: Newsy
01:21:20: Sociology
01:21:21: Gesellschaft durch Musik verstehen.
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