#48 - #ichbinhanna - Amrei Bahr, Kristin Eichhorn & Sebastian Kubon über prekäre Bedingungen in der Wissenschaft

Shownotes

Nach der Folge zu den prekären Arbeitsbedingungen im Musikgeschäft mit Herbert Grönemeyer haben wir diesmal die Initiator:innen von #ichbinhanna zu Gast. Amrei Bahr, Kristin Eichhorn und Sebastian Kubon erzählen uns, wie es zu dem Hashtag kam, warum sie schon davor 95 Thesen zum WissZeitVG aufgeschrieben haben, ob sich Arbeitskampf lohnt und wie die Bedingungen des Arbeitens in der deutschen Wissenschaft sind. Dabei hören wir nicht nur Musik, die sie vorgeschlagen haben, sondern auch einen Song, den sie zu 5 Jahren 95 Thesen selbst geschrieben, eingesungen und eingespielt haben.

Songs der Folge:

  1. Amrei Bahr, Kristin Eichhorn und Sebastian Kubon - 5 Jahre #95vsWissZeitVG: Unser Dank an die Community!
  2. Sperling, Kind Kaputt, Marathonmann "Es geht"
  3. Tina Dico "No Time to Sleep"

Links zur Folge:

Moderation: André Knabe und Daniel Kubiak

Transkript anzeigen

00:00:10: Das ist Hannah.

00:00:12: Sie ist Biologin.

00:00:13: Sie schreibt an ihrer Doktorarbeit.

00:00:16: Ihr Vertrag bei der Universität ist auf drei Jahre befristet.

00:00:20: Er wurde jetzt um weitere drei Jahre verlängert.

00:00:23: Danach kann sie erst wieder einen befristeten Vertrag unterzeichnen, der eine Qualifizierung zum Ziel hat, wenn ihre Promotion abgeschlossen ist.

00:00:33: Hannah gehört zum wissenschaftlichen Personal.

00:00:35: Deshalb unterliegt ihr Arbeitsvertrag dem Wissenschaftszeitvertragsgesetz.

00:00:41: Kurz bis Zeitvg.

00:00:54: Das war ein O-Ton aus einem Video des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, das vor etwa fünf Jahren erschien ist, um das Wissenschaftszeitvertragsgesetz zu erklären.

00:01:04: Und diese Hannah, die da in dem Video ... gezeigt wird.

00:01:09: Mit der gibt es ganz viel Mitgefühl oder gab es ganz viel Mitgefühl im Nachgang, hat sich eine ganze Initiative.

00:01:14: Ich bin Hannah gegründet, um die Arbeitsbedingungen in der Wissenschaft zu... kritisieren, um zu zeigen, dass Hannah gar nicht so easy von Vertrag zu Vertrag hüpft, sondern dass eine ganz schöne Last ist und auch ganz schön schwierig ist für die Menschen im Wissenschaftssystem.

00:01:32: Und wir haben die drei Sprecherinnen dieser Initiative heute zu Gast bei Music Sociology.

00:01:40: Wir sind Ein Podcast, der mit Sozialwissenschaftlerinnen meistens über Musik spricht, manchmal auch mit Musikerinnen.

00:01:45: in der letzten Folge, mit Herbert Grönemeyer und das ist sozusagen der zweite Teil heute einer Doppelfolge, die wir machen, zu prekären Arbeitsverhältnissen.

00:01:54: Letztes Mal mit Herbert Grönemeyer zu prekären Arbeitsverhältnissen in der Musik.

00:01:58: Dieses Mal geht es zu prekären Arbeitsverhältnissen in der Wissenschaft.

00:02:02: Und wir, das sind einmal ich, Andre und mein Co-host.

00:02:09: Daniel.

00:02:10: Hallo Daniel.

00:02:11: Diesen Übergang müssen wir noch mal wirklich üben.

00:02:13: Jetzt achten für die nächste Folge und wir wissen immer noch nicht genau, wie wir uns gegenseitig vorstellen.

00:02:18: Ja, genau.

00:02:18: Und ich habe das schon in unseren drei Gästen gerade erzählt.

00:02:20: Wir haben Herbert Krüdermeyer auch erklärt, wie das Wissenschaftszeitvertragsgesetz funktioniert und seine Antwort darauf war, das ist ja bescheuert.

00:02:30: Das

00:02:31: ergibt ja gar keinen Sinn.

00:02:33: Ja, also wenn Herbert Krüger es verstanden hat, dann können ja vielleicht auch das Forschungsministerium etwas verstehen.

00:02:40: Genau, wir haben drei Gäste, die uns hier angucken.

00:02:43: Wir nehmen wieder Remote auf, wir sind nicht im Tourenstudio.

00:02:45: Aus unterschiedlichsten Regionen Deutschlands, wie das so ist in der Wissenschaft.

00:02:49: Also ich glaube, jede Sitzung war anders.

00:02:51: Und wir haben uns gedacht, damit ihr als Hörerinnen die Stimmen hört, stellen, können sich doch die drei einfach selber kurz vorstellen, wer sie sind.

00:02:59: Ich fange mal einfach an.

00:03:00: Christine Eichhorn, die ist hier ganz oben.

00:03:02: Hallo, Christine.

00:03:04: Was machst du und wer bist

00:03:06: du?

00:03:07: Ja, hallo, Christine Eichhorn.

00:03:09: Ich bin Literaturwissenschaftlerin, aktuell auf einer Professurvertretung an der Universität Stuttgart.

00:03:14: Da sind wir schon bei einem weiteren Berufszweig, der nur prifriestet funktioniert.

00:03:20: Ja, und da befinde ich mich gerade auch.

00:03:24: Genau, dann ist hier, und da.

00:03:25: Christine ist an meinem Angeordneten Amrai Bar.

00:03:30: Ja, hallo, ich bin Amrai Bah.

00:03:32: Ich bin Junior-Professorin für Philosophie, der Technik und Information, auch an der Universität Stuttgart interessanterweise.

00:03:38: Also der Zufall hat es so gewollt, dass Christine und ich an derselben Uni sind im Moment, was ja extrem unwahrscheinlich ist, aber erfreulicherweise tatsächlich sich so ergeben hat.

00:03:48: Ja, Christine, was war dein Fachbereich?

00:03:51: Ich weiß nicht, ob du es gesagt hast, oder?

00:03:54: Neure deutsche Literaturwissenschaft.

00:03:56: Ja.

00:03:57: Genau.

00:03:57: Und von euch beiden, Christine und Amrae, sehe ich auch auf Goose-Guy immer, wie ihr euch gegenseitig davon berichtet, wie ihr in irgendwelchen Süden irgendwo hinfahrt und irgendwo wieder ankommt und wieder zurückfahrt.

00:04:08: Besser noch, das könnte man noch ein dritter Folge machen, prekäre Bedingungen in der Bahn.

00:04:12: Und dann haben wir noch als dritten Gast, Sebastian

00:04:17: Kubon.

00:04:18: Ja, genau.

00:04:18: Mein Name ist Sebastian Kubon und ich bin eigentlich promovierter Mittelalter Historiker, arbeite mittlerweile aber als KI-Referent am Historischen Seminar der LMU München, ja, hatte zwischendurch auch mal in der Politik gearbeitet, aber eigentlich bin ich Historiker und das freue mich jetzt auch, dass ich als Historiker wieder historisch arbeiten kann, aber eben unter modernen Bedingungen.

00:04:44: Ja, das

00:04:44: bin ich.

00:04:47: Da würde ich gerne eine kurze Nachfrage stellen mit dir, Sebastian.

00:04:49: Und ich habe gesehen, dass das, was du gemacht hast in der Politik, war Wissenschaftspolitik.

00:04:54: Bist du zurückgekommen, weil du gemerkt hast, du kannst nichts tun?

00:04:57: Also was ist der Grund, warum du wieder in die Wissenschaft zurückgetragen

00:05:00: hast?

00:05:00: Ob ich die Politik aufgegeben habe, steht jetzt im Raum die Frage.

00:05:04: Nein, ich war tatsächlich ja Büroleiter und Referent für Wissenschaftspolitik im Bayerischen Landtag.

00:05:10: Also ich habe in diesen drei Jahren, die ich das gemacht habe, unheimlich viel gelernt.

00:05:13: Ja, aber für mich wahrscheinlich auch ein bisschen was.

00:05:16: Nichtsdestotrotz hat es mich dann doch wieder an die Uni gezogen und so, ne?

00:05:22: Weil auch das ist jetzt befristet.

00:05:24: Das ist jetzt nicht so, dass ich eine unbefristete Stelle oder so etwas hätte auf vier Jahre.

00:05:28: Aber es war Zeit, wieder was Neues zu machen.

00:05:31: Und ja, KI, das ist so eine Chance.

00:05:33: Das ist eine Stelle, die gibt es so in dieser Form gar nicht in Deutschland.

00:05:36: Und da dachte ich, da mache ich mal mit.

00:05:38: Das wird wahrscheinlich nicht wieder weggehen.

00:05:41: Ja, spannend.

00:05:42: Es gibt auch immer wieder Gründe, innerheitlich, leidenschaftlich, Interessen, die man hat, um wieder in so ein befristetes Verhältnis zurückzugehen.

00:05:49: Da reden wir bestimmt gleich noch mehr darüber.

00:05:51: Das Tolle ist, ihr habt auch selber ein Song aufgenommen, also im Nachgang zu der Ich Bin Hannah Kampagne beziehungsweise das Netzwerk läuft auch immer noch, das interessiere ich mich auch gleich noch, wie was das eigentlich für einen Zusammenhang ist.

00:06:07: Indem ihr da immer noch aktiv seid, habt ihr ein Video aufgenommen, um euch bei der Community zu bedanken und aber auch um aufzuzeigen, viel hat sich nicht bewegt seitdem.

00:06:15: Also ihr seid recht weit gekommen, darüber sinkt ihr auch in dem Song.

00:06:20: Aber passiert ist dann doch nichts, weil Koalitionen zusammengebrochen sind, Versprechen nicht eingelöst wurden, weil sich da das Rad nicht viel weiter bewegt hat.

00:06:30: Ich würde sagen, wir hören einmal in den Song rein und gehen dann in die Tiefe, was die Initiative Ich Bin Hannah angeht.

00:06:43: Muss wohl

00:06:47: so sein, ist okay.

00:07:12: Ich würde meine Stelle gern besetzen, Bewerbungen bragesellt.

00:07:20: Die Leute sehen

00:07:21: halt Befristung mit den Sätzen.

00:07:25: Feste Stellen erst mit Fünfzig sind zu spälen.

00:07:29: Während Politik sich vor Verantwortung drückt, ist schon

00:07:34: wieder her von Akademien abgerückt.

00:07:38: Und so

00:07:39: wird's letztlich schlechter Stück für Stück.

00:07:43: Muss wo so sein

00:07:45: ist okay.

00:07:48: Fünf neunzig Thesen und fünf Jahre.

00:07:52: So lange

00:07:54: schon hier.

00:07:56: Fünf neunzig Thesen und fünf Jahre.

00:08:01: Erst ohne Haar, dann mit ihr.

00:08:05: Fünf neunzig Thesen umgesammelt

00:08:08: und gesagt.

00:08:10: Zwei

00:08:10: Mal die Reform im Qualitionsvertrag.

00:08:14: Einmal schon gescheitert, was an der Ampel lag, muss wohl so sein, ist okay.

00:08:23: So ist es also mit dir, weißt du nicht.

00:08:31: Deshalb sagen viele tschüss.

00:08:33: Du erscheinst uns echt in varem Licht.

00:08:34: Ich will nicht, dass du nichts mehr erinnern.

00:08:36: Wenn Fristung schaffen

00:08:37: könntest du mit viel Verstand.

00:08:38: Unsere Lebenszeit ist kochbar, bitte denk da, muss nicht so sein.

00:09:03: auch wie viele Dinge ein relativ spontanes Projekt.

00:09:06: Also man muss sagen, es geht eigentlich nicht um ich bin Hannah, sondern wir haben ja vorher schon eine Aktion mit Zeitvertragsgesetz.

00:09:15: Deswegen hatten und da hatten wir fünfjähriges jetzt zum einem dreißigsten Oktober, weil die fünfehneinzigthesen halt auf Lutters fünfehneinzigthesen anspielen.

00:09:22: Und das war so unsere fünfjährige unsere fünfjährige Zusammenarbeit.

00:09:26: Und dann haben wir halt, ich weiß, das war nämlich ganz lustig in der Woche, weil am Montag die Diskussion unserem Chat aufkam.

00:09:32: Was machen wir denn dieses Mal?

00:09:34: Und dann ging das so hin und her und irgendwann war diese Idee geboren.

00:09:38: Ja, wir konnten ja Elite machen und dann ging das ganz schnell.

00:09:41: Und aufgrund der Amreis von Amreis-Talenten in dieser Hinsicht war das dann eine Idee, von der wir dann ganz schnell dachten, das machen wir.

00:09:49: Wohlgemerkt, der einundreißigste war der Freitag.

00:09:51: Das heißt, wir haben innerhalb von Montag angefangen und haben im Songtext geschrieben, während Amrei noch im Zug war und ich habe es so ein bisschen mitgeschrieben.

00:09:59: Und dann Donnerstag haben wir alle unsere Aufnahmen zusammen gestückelt, dass das am Freitag fertig war.

00:10:04: Also das muss man dazu sagen, das war wirklich wie immer ein Projekt, das unglaublich schnell aus so einer Knapsidee heraus entstanden ist.

00:10:13: Genau.

00:10:13: Man muss sich eigentlich wirklich das Video angucken, weil es ist ja eine Cover-Version natürlich.

00:10:18: Ich glaube, jeder, der ein bisschen Musik kennt, erkennt den Song.

00:10:22: Und ihr habt dann auch noch dieses Bob Dylan Video nach, ich weiß gar nicht, das ist noch noch anderes, glaube ich, wo er dann immer diese ... diese Textschilder, also wo der Text mitgezeigt wird.

00:10:34: Ja, genau, das haben wir uns gedacht, weil, ja genau, weil eben da Amrai und Sebastian die Musik machen und ich jetzt keine Musik mache, aber im Video natürlich vorkommen sollte, haben wir gedacht, das wäre eine schöne Idee, wenn ich dann diese Schilder halte, wie Bob Dylan das in diesem anderen Video macht.

00:10:47: Ach, das wüsste ich.

00:10:48: Das wusste ich wiederum nicht, dass Bob Dylan das auch macht in seinem Video.

00:10:52: Also

00:10:53: nicht bei dem Song, sondern bei dem anderen.

00:10:54: Jetzt ist es aber gerade immer, Amrai, weißt du, welcher andere Song das ist?

00:11:06: Ja, spannend.

00:11:08: Aber ich habe gerade schon gemerkt, mir ist die Chronologie gar nicht so richtig vertraut.

00:11:11: Wie war denn das mit den fünfundneunzig Thesen?

00:11:13: Und ich bin Hannah und was war zuerst da?

00:11:15: Und genau, wie seid ihr?

00:11:17: Wie habt ihr euch gefunden?

00:11:19: Na ja, da steig ich mal ein, das ist als Historiker immer so die Selbstsystemisierung meiner Aufgabe geworden.

00:11:27: Na ja, es war eben der einundreißigste Oktober vor mittlerweile etwas über fünf Jahren, wo da ja es waren Corona-Zeiten, man saß zu Hause rum, also jedenfalls alle Leute ... Also viele hatten ja dann tatsächlich entweder zu viel Zeit oder zu wenig Zeit, je nach Familienumständen.

00:11:46: Aber im Netz waren dann doch viele.

00:11:48: Und eine Kollegin schrieb dann im Netz, naja, es sei ja Halloween und sie würde als Wissenschaftszeitvertrags-Gesetz gehen.

00:11:56: Da schrieb ich dann dazu, das finde ich aber ein viel zu gruseliges Halloween-Kostüm.

00:12:00: Und aus dem würde ich eher den Reformationstag begehen.

00:12:03: Man solle eigentlich eher von nur neunzig Thesen an die, ja, gegen das Wissenschafts- Zeitvertragsgesetz aufstellen.

00:12:10: Und das war der Moment, wo Amra und Christine dann darauf reagiert haben und gesagt haben, lass uns das machen.

00:12:16: Dann passierte das.

00:12:17: Also wir kannten uns vorher auch, also Christine und ich kannten uns ganz periföre über das Netz, aber Amra und ich kannten uns, glaube ich, nicht.

00:12:25: Und darüber sind wir dann.

00:12:26: auf einmal passierte es.

00:12:27: Alle Leute waren zu Hause, alles war, alle waren frustriert.

00:12:31: Alle merkten auch, oh Gott, ich kann hier gar nicht so hyperform, wie die das alle sich vorstellen, weil ich muss komischerweise Kinder noch hüten zum Beispiel oder Eltern pflegen und nichts passiert.

00:12:39: Naja, und so sind dann schnell überraschenderweise, überraschenderweise, überraschenderweise, überraschenderweise, überraschenderweise, überraschenderweise, überraschenderweise, überraschenderweise, überraschenderweise, überraschenderweise, überraschenderweise, überraschenderweise, überraschenderweise, überraschenderweise, überraschenderweise, überraschenderweise, überraschenderweise.

00:12:50: Und daraus ist dann auch irgendwann ein Buch entstanden, V-Wisszeit-VG.

00:12:51: Und darüber haben wir uns gefunden.

00:12:52: Und dadurch hatten wir dann schon ein gewisses Netzwerk.

00:12:54: Also diese V-Wisszeit-VG, da ging es auch darum, eher so die strukturellen Bedingungen des Gesetzes und wie sie auf die Wissenschaft wirken zusammenzufassen.

00:13:01: Naja, und ein halbes Jahr später in etwa, das war ein Tag im Juni, da war dann Hannas Geburtstag, da ist dann dieses Video, von dem wir am Anfang der Folge schon gehört haben, nicht aufgetaucht, aber es wurde entdeckt.

00:13:15: sagen wir es mal so, das schlummerte so ein bisschen auf der Seite des Netzes, der BMBF-Seite herum, also das Bundesministerium für Bildung und Forschung, so hieß es, das damals noch ohne Raumfahrt.

00:13:25: Und dieses Video wurde entdeckt und irgendwie hatte man dann doch den Eindruck, aha, hier wird personalisiert und da werden Leute Worte in Mund gelegt, wo sie ein für sich schlechtes Gesetz auch noch Lob preisen sollen.

00:13:39: Und das ist natürlich... Unfassbar unfair, es wird auch von Verstopfung geredet.

00:13:43: Das ist natürlich also hoch motivierte Menschen

00:13:46: so

00:13:47: quasi so zu bezeichnen.

00:13:49: Naja, das ist ja schon fast das Wörterbuch des Grundmenschen.

00:13:51: Ja, da wird am Ende gesagt, man müsse die Leute immer wieder entlassen nach den drei Jahren, damit das System nicht verstopft und neue Menschen nachkommen.

00:13:59: Also das Menschen das System Universität verstopfen.

00:14:03: Genau,

00:14:03: das ist

00:14:04: die Reserve an die Familie vielleicht auch genannt hätte.

00:14:07: Ja, genau.

00:14:07: Also das kann man auch so sagen, aber so muss man.

00:14:10: jetzt sagen, das ist das vorgeschobene Argument der Generationengerechtigkeit, also wenn man es danach ginge und dürfte mal niemanden entfristen und gerade Professuren dürften nicht entfristet sein.

00:14:20: Und das kann ja nicht und das hat Amrai schon mal im Aufsatz gezeigt, das kann ja nicht unser Gerechtigkeitsempfinden sein, dass wir sagen, so jeder darf sich mal unter bescheidenen Bedingungen... Austoben.

00:14:31: Also, das läuft nicht.

00:14:33: Aber die Idee ist halt, Fluktuation würde zu Innovationen führen.

00:14:37: Aber das funktioniert ja auch nicht, wenn hoch ausgebildete Leute dann nach ein paar Jahren im System quasi zwangs rausgeschmissen werden.

00:14:46: Das ist ja eine Zeitverschwendung und eine Steuergeldverschwendung.

00:14:49: So würde ich das jetzt mal sagen.

00:14:51: Und dann kam ich.

00:14:53: Das ist auch eine These.

00:14:54: Steuergeldverschwendung ist These.

00:14:55: Ich weiß nicht die Nummer, aber das ist auf jeden Fall auch ein Argument in den Thesen immer wieder.

00:14:59: Ja.

00:15:00: Genau, und dann kam eben Hannah, dass wir dachten, naja gut, also hier wird immer so lässig über Menschen geredet, ohne dass die mal uns vor allem über sie geredet und nicht mit ihnen und nicht von ihnen.

00:15:11: Wir wollen dem Ganzen mal ein Gesicht geben und so ist dann also quasi zu den strukturellen Problemen der Vorgängeraktion hier das Individuelle getreten.

00:15:19: Was macht das eigentlich mit uns?

00:15:21: Wer ist eigentlich bin, Hannah, von dem wir sprechen?

00:15:23: Was tun die Leute?

00:15:25: Und so ist dann der Hashtag Ich bin Hannah geboren worden.

00:15:29: Und ja, die Menschen und zwar ganz schön viele haben sich geoutet.

00:15:34: Und das ist um ehrlich zu sein auch eine der großen Erfolge dieser Kampagne.

00:15:37: Das muss man sagen, weil wir vorhin so ein bisschen schon die Bilanzierung gekommen sind am Anfang.

00:15:42: Vorher war also die Hersteller quasi die Umertach, das Schweigegesetz.

00:15:45: Man erzählt nicht darüber, wie die Bedingungen der Wissenschaft sind, weil dann hat man Angst, dass man keinen Anschlussvertrag mehr bekommt und dass man dieses Thema jetzt so bespricht.

00:15:55: und vor allem Es geht ja darum, konstruktive Lösungen zu finden.

00:16:00: Das ist ja jetzt hier nicht... Also, das ist der große Erfolg dieser Kampagne.

00:16:08: Könnt ihr für unsere Hörerinnen... Wir haben ja nicht neue Wissenschaftler ändern, die uns zuhören.

00:16:12: Und vor allem haben wir auch nicht... Also, Leute, die vielleicht gar nicht wissen, wie die Arbeitsbedingungen sind, was ist denn das Hauptproblem beim Wissenschaftszeitvertragsgesetz?

00:16:20: Also, wenn man das so in einem Elevator-Pitch jemand erklären will, was ist das Hauptproblem?

00:16:25: Also es gibt zwei Hauptprobleme.

00:16:27: Das eine Problem ist, dass man nur eine begrenzte Zeit befristet sein kann und es dann aber nicht die unbefristete Stelle gibt.

00:16:35: Also man kann maximal zwölf Jahre plus minus noch ein paar Sonderregelungen in der Wissenschaft befristet sein.

00:16:41: Und danach ist es aber für viele Leute so, dass die dann aus dem System rausfliegen.

00:16:45: Und das zweite Problem ist, dass innerhalb dieser zwölf Jahre, also man hat sechs Jahre vor der Promotion, während man die Doktorarbeit schreibt und danach Da wird dann in manchen Disziplinen nochmal ein Buch geschrieben.

00:16:57: In anderen Disziplinen gibt es dann andere Voraussetzungen.

00:16:59: Da schreibt man dann viele Aufsätze oder so.

00:17:01: Aber auch nach der Promotion hat man nochmal sechs Jahre.

00:17:03: Und das klingt ja erstmal so auch ganz nett.

00:17:05: Ich habe sechs Jahre für meine Promotion einen Vertrag.

00:17:08: Nein, das ist in der Regel nicht der Fall, sondern die allermeisten haben sehr, sehr viele Arbeitsverträge.

00:17:13: Die sind so gestückelt, weil das Gesetz, das Wissenschaftszeitvertragsgesetz, es eben ermöglicht, dass man... auch kurzzeitig befristet wird.

00:17:21: Und das führt dazu, dass die Leute alle in einer sehr wackeligen Situation sind, dass sie darum bangen, ob sie einen Folgevertrag bekommen.

00:17:27: Das öffnet auch Tür und Tor für Machtmissbrauch letztlich, weil man extrem abhängig ist von Vorgesetzten, die dann gleichzeitig häufig auch noch die Betreuenden der Promotion sind.

00:17:37: Das heißt, sie geben auch noch die Note.

00:17:39: Und wenn es dann mal zu Konflikten kommt, dann ist es eben nicht selten so, dass die Leute sich da nicht groß drum kümmern können, diese Konflikte.

00:17:49: Ja, letztlich auch auszutragen, sondern die ziehen sich dann häufig zurück, weil sie Angst haben, dass wenn sie sich jetzt mit ihren Chefin irgendwie überwerfen, dass sie dann am Ende keinen Arbeitsvertrag mehr bekommen und ihr Forschungsprojekt nicht mehr fertig machen können.

00:18:02: Und das ist natürlich ein massives Risiko.

00:18:05: Und insgesamt führt das eben dazu, dass die Leute auf diesen wackeligen Positionen sind, also dass sie einen Arbeitsvertrag nach dem nächsten haben.

00:18:13: Man spricht ja auch von Kettenverträgen aus diesem Grund.

00:18:16: Das ist im Übrigen auch nicht so, also die Kette.

00:18:18: ist nicht unbedingt nahtlos, sondern es gibt da auch schon mal Lücken.

00:18:22: Also ich selbst zum Beispiel war eine Weile arbeitslos während der Promotion, hatte das Glück, dass ich zwar ein Stipendium hatte vor der Arbeitslosigkeit, aber das war so kurz, dass das wenige arbeitslosen Geld, auf das ich Anspruch hatte aus der Beschäftigung davor.

00:18:38: Ich hatte vorher eine halbe Stelle, dass ich das noch nutzen konnte sozusagen.

00:18:43: Das war wirklich sehr überschaubar bei einer halben E-Zwölf-Stelle.

00:18:47: Stipendium erwächst gar keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld.

00:18:51: Also alle, die auf dem Stipendium promovieren.

00:18:53: Ich hatte auch schon diverse Kolleginnen, mit denen ich darüber geredet habe und das kommt auch immer wieder auf.

00:18:58: Die haben eben keinen Arbeitslosengeldanspruch.

00:19:01: Und dementsprechend bekommen die dann halt Bürgergeld oder früher zu den Zeiten, wo ich noch promoviert habe, war das dann Hartz IV.

00:19:09: Und das ist dann entsprechend eben alles ja mit Auflagen verbunden.

00:19:13: Also man muss sich dann in beiden Fällen, ob es jetzt Arbeitslosengeld ist oder Bürgergeld, muss man sich halt bewerben ständig.

00:19:19: Also man kriegt dann Auflagen, wie viele Bewerbungen man schreibt.

00:19:22: Nur ehrlicherweise gibt es gar nicht so viele Stellen, wie Bewerbung, wie man schreiben soll, weil einfach auch nicht so viel ausgeschrieben ist.

00:19:29: Also insbesondere im Moment.

00:19:30: gibt es eine riesen Flaute, was sicherlich auch damit zu tun hat, dass in sehr vielen Bundesländern massiv gekürzt wird im Wissenschaftsbereich.

00:19:37: Das geht ja auch durch die Medien, dass zum Teil jetzt auch die Stellen von Promovierenden mitten in den Projekten gar nicht verlängert werden.

00:19:43: Das heißt, das ist alles nicht so einfach und setzt eben auch voraus.

00:19:48: Also in meinem Fall, ich hatte großes Glück, dass meine Eltern mich in dieser Arbeitslosigkeitsphase unterstützen konnten und das auch gemacht haben.

00:19:55: Sonst würde ich jetzt hier nicht sitzen, dann hätte ich die Promotion abbrechen müssen.

00:19:58: und das gibt sicherlich sehr viele.

00:20:00: die eben weniger gute Bedingungen haben als jetzt ich und weniger Startvorteile und Privilegien, für die das ganze System gar nicht in Frage kommt, weil eben man sich das leisten können muss in diesen prekären Bedingungen über sehr viele Jahre zu arbeiten.

00:20:16: Was ist das Absurde an diesem Gesetz eigentlich ist?

00:20:17: Also das kann man immer gar nicht so richtig nach außen erklären, dass es in... gesetztes Fall ist, dass, also eine Haushaltsstellen zum Beispiel in der Uni, also da wo das Geld eigentlich da wäre, da gäbe es ja grundsätzlich das Geld, die dann nicht wechseln, der keine Trittmittel, die man noch einwählen muss, sondern das Geld wäre ja da.

00:20:33: und wenn man eine Person hat, die da seit dann zwölf Jahren arbeitet, sich qualifiziert hat, leere Gutmacht, Beratung, Gutmacht und alles.

00:20:41: Gut ist ein Job und die Uni sagt, ich würde diese Person gerne weiter beschäftigen.

00:20:45: Gibt es dieses Gesetz, was im Zweifel sogar der Uni, also dem Arbeitgeber, nicht ermöglicht, die Person weiter zu beschäftigen?

00:20:53: Ja, also wenn die Uni es will, dann geht es schon tatsächlich.

00:20:56: Also das Problem ist eher,

00:20:57: glaube

00:20:58: ich, dass die Institution jetzt erst nach und nach verstehen, dass es vielleicht eine gute Idee ist, auch vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels, der in einigen Disziplinen ja schon ziemlich durchschlägt inzwischen.

00:21:08: dass man jetzt halt die Leute nicht einfach regelmäßig rauswirft, weil diese Idee, da werden schon welche nachkommen, die das zu diesen Bedingungen machen.

00:21:16: Also Sebastian hatte ja schon angesprochen, die Generationengerechtigkeit.

00:21:20: Alle sollen mal die Chance haben, unter prekären Arbeitsbedingungen zwölf Jahre zu arbeiten, dann rauszufliegen.

00:21:24: Das ist ja der Gerechtigkeitsbegriff, der dahinter steckt, der vielleicht mit Gerechtigkeit wenig zu tun hat.

00:21:29: Aber die Unis denken ja bislang oder auch die Forschungsinstitutionen, da werden schon irgendwie Leute wieder auf der Matte stehen, die sagen, okay, wir machen das zu diesen Bedingungen.

00:21:38: Aber wir sehen längst, also schon seit einigen Jahren inzwischen auch, dass das nicht mehr der Fall ist, das also zunehmend.

00:21:43: Und das ist sicherlich auch ein Effekt und auch ein Erfolg, der ich bin, Hannah, Initiative.

00:21:48: Die Leute sich fragen, warum sollen wir das eigentlich machen?

00:21:50: Warum sollen wir hier unser Wärmeinleben zur Verfügung?

00:21:53: Warum sollen wir das jetzt investieren, um uns hier abzurackern bis zum Burnout zum Teil, um halt irgendwie zu versuchen, in dem System drin zu bleiben?

00:22:01: Und für die Allermeisten geht diese Rechnung nicht auf.

00:22:04: Und die stehen dann eben mit Anfang Mitte vierzig.

00:22:07: da und müssen sich neu orientieren sind.

00:22:09: Also gezwungen in einer anderen Branche nochmal von vorne anzufangen.

00:22:12: Und das ist in einigen Konstellationen ja auch nicht so ganz trivial, was man dann eigentlich macht.

00:22:17: Insofern, ich glaube, was die ich bin eine Initiative neben diesem offensichtlich machen, was so die persönlichen Effekte sind, auch geschafft hat, ist eben den Leuten eine informierte Entscheidung zu ermöglichen.

00:22:30: Weil wenn man in dem System anfängt, das geht ganz vielen so.

00:22:32: Es wird auch im Gespräch schnell klar, wenn man mit Leuten drüber redet, dann sagen die ja alle Leute, ja du wirst es schaffen.

00:22:39: Also wenn du es nicht schaffst, wer soll es denn dann schaffen?

00:22:41: Also ich bin mir sicher, dass du es schaffst.

00:22:43: Und das sind halt so, das ist die Karotte, die einem immer so vor die Nase gehalten wird und wir rennen und rennen und versuchen die zu kriegen.

00:22:50: Aber wenn man das natürlich allen Leuten sagt und rein rechnerisch das gar nicht aufgehen kann, weil Unate von Postdocs um eine Professur konkurrieren, dann ist das unfair und es ist eben aus der Sicht vieler Leute auch einfach keine attraktive Option mehr.

00:23:05: So schön, dass mit der Wissenschaft der Sein-Mark als Beruf, das hat ja auch sicherlich erfreuliche Seiten, das will ich gar nicht bestreiten, aber was die Lebensplanung betrifft und die finanzielle Situation und die Zukunft, um die wir uns natürlich alle auch Sorgen machen müssen, nicht zuletzt, wenn wir Sorgeverpflichtungen haben und Menschen, für die wir verantwortlich sind, dann ist natürlich die Frage, will ich mir das eigentlich antun?

00:23:31: kurz so ein Beispiel geben für so eine Erzählung, die ihr da wahrscheinlich bekommen habt, als ihr aufgerufen habt in deinem Hashtag.

00:23:37: Ich bin Anna.

00:23:38: Ich bin Hannah.

00:23:41: Wenn ich mir meine eigene Karriere angucke, ich habe etwa zehn Jahre bis vor zwei, drei Jahren an der Uni gearbeitet, an der Uni Rostock.

00:23:47: Und ich bin als von der studentischen Hilfskraft zum studentischen Mitarbeiter geworden und war natürlich mega stolz, dass ich da arbeiten konnte.

00:23:55: Auf

00:23:55: so ein Vertretungsprofessor dann sogar,

00:23:58: ne?

00:23:58: Später war ich, nicht den Titel, Vertretungsprofessur, aber de facto habe ich einen Professor vertreten am Ende dann.

00:24:05: Aber ich bin da erst mal reingekommen und habe das als ein unglaubliches Privileg empfunden.

00:24:09: Und ich habe auch diese Arbeit unglaublich gerne gemacht.

00:24:11: Das hat mir großen Spaß gemacht.

00:24:13: Aber was du sagst mit dieser informierten Entscheidung, die habe ich natürlich nicht getroffen.

00:24:18: Ich habe überhaupt keine Ahnung gehabt, was das jetzt bedeutet und wie das da weitergeht.

00:24:24: Und das das bedeutet, dass ich am Ende nach zehn Jahren einen sehr dicken Ordner mit Arbeitsverlängerungsaufstockungsverträgen und sowas habe.

00:24:33: Also ich habe das Gefühl, ich kenne die meine Sachbearbeiterin in der Personalstelle besser als manche Institutsmitglieder, weil ich da zweimal im Jahr bestimmt Kaffee saß, um wieder irgendeine Änderung zu unterschreiben.

00:24:46: Und ich hatte die über die zehn Jahre hinweg nie einen Vertrag, der länger als zwei Jahre ging.

00:24:51: Also noch nicht mal diese drei Jahre, die da gesagt werden, sind oft der Fall.

00:24:58: Weil man immer irgendwelche Jobs wieder vertritt oder dann ist wieder unklar, was mit der Professur ist, wie die weiter gestaltet wird.

00:25:07: Und am Ende bin ich nach zehn Jahren rausgeflogen, nicht nach zwölf, wegen dieser Aristokratie, die in der Uni auch noch immer herrscht.

00:25:13: Also mein Vertragsende war an den Renteneintritt meines Profs gekoppelt.

00:25:20: Und vielleicht hätte ich da sogar noch irgendwo wieder reinrutschen können, aber ich hatte irgendwann keine Lust mehr, dazu arbeiten.

00:25:27: Und das nicht, weil ich diesen Beruf nicht gemocht hätte.

00:25:31: Ich habe den wirklich sehr, sehr gerne gemacht, sondern wegen der Bedingungen.

00:25:34: Und wenn ich mich frage, na ja, kann ich davon nächstes Jahr noch leben?

00:25:38: Ich habe Kinder, ich bin auch jetzt nicht bereit, für die Arbeit alles zu opfern und jetzt hier irgendwie... unglaublich mobil zu sein und nochmal zwei Jahre in der Stadt zu arbeiten und dann nochmal dahin zu gehen, um irgendwann mal eine Professor zu kriegen.

00:25:52: Und dann habe ich mir das ausgerechnet.

00:25:53: Die informiertere Entscheidung später dann nochmal getroffen und gesagt, ne, du wirst ja nicht alt in diesem System.

00:25:59: Und das kann ich weder mir noch meiner Familie antun, mich auf dieses Glücksspiel einzulassen, danach der Professor zu suchen.

00:26:08: Ja, aber man sieht ja an dem Beispiel, dass du jetzt bringst genau auch das Grundproblem, dass man eben abhängig ist von der jeweiligen Professorin oder den Professor, den du da hast.

00:26:19: Also es kommt dann drauf an, wann geht diese Person in Rente?

00:26:22: Und so werden eben wissenschaftliche Mitarbeiterstellen einfach betrachtet als Verschiebemasse, als Verhandlungsmasse.

00:26:27: Also für jemanden, der auf eine Professor kommt und der oder die Person soll sich dann eben ihr eigenes Personal aussuchen können.

00:26:33: Also wir sind nicht nur Leute, die das System verstopfen, sondern wir sind im Prinzip auch... die Sklavenarmee, die dann irgendjemanden zugeordnet ist.

00:26:41: So ist das System gebaut, also extrem hierarchisch und dann natürlich auch mit einer Komponente, die Machtmissbrauch befördert, weil er mit der extremen Abhängigkeit von einer Person existiert.

00:26:54: Bevor wir jetzt zu eurem ersten Song, ihr habt ja insgesamt drei Songs mitgebracht, bevor wir jetzt zu dem ersten sozusagen nicht von euch Song kommen.

00:27:02: würde ich gerne von euch noch wissen.

00:27:04: Ich habe gelesen, hundertdreißigtausend Twitter-Tweets sind damals um, ich bin Hanna her, um entstanden.

00:27:11: Das heißt, diese Geschichte, die Annika hat erzählt gehabt, gibt es also wahrscheinlich nicht genau hundertdreißigtausendmal, weil das wahrscheinlich mehrere Leute öfter mal getweetet haben, aber sehr, sehr oft.

00:27:20: Also es war ja doch ein ziemlicher Twitter-Erfolg.

00:27:22: Ich habe auch gelesen, eine Zeit lang war es eine der meist genutzten Hashtags wahrscheinlich in Deutschland auf Twitter.

00:27:29: Ja, ja, wir waren ja in den Trends ganz oben, deswegen ist es ja überhaupt, hat es ja überhaupt diese mediale Aufmerksamkeit erreicht.

00:27:35: Das hätten wir ja sonst gar nicht geschafft, weil vorher waren wir einfach, klar, hat mal ab so irgendein jemand darüber geschrieben, nach grad nach den fünfundneunzig Thesen, der sich mit Wissenschaftspolitik beschäftigt, aber dass das im Spiegel ist in der FHZ, in der Süddeutschen, in den Tagesthemen.

00:27:49: Ja, das ist einfach eine Schwelle, die wir erst mit Ich Bin Hannah erreicht haben.

00:27:52: Ja,

00:27:53: und genau.

00:27:56: Ich würde jetzt mal eine These vorlesen, weil ich nämlich finde, dass diese These total gut, also das ist einfach meine persönliche Interpretation, dass diese These sehr gut zu dem Song passt, den ihr mitgebracht habt.

00:28:08: Tese thirty-two von den ninety-five Tesen.

00:28:11: Der enorme Konkurrenzdruck im befristeten Mittelbau zerstört Kollegialität, sowohl Freundschaft, die für die Züge wichtig ist, als auch Teamarbeit, die das ganze Institut voranbringen würde.

00:28:21: Viele der nettesten Kolleginnen sind auch die, die um den selben Job kämpfen, Wissenteilen mit Kolleginnen.

00:28:27: Lieber nicht, dann künstlicher Konkurrenz durch das Wissenschaftszeitvertragsgesetz.

00:28:32: Eine von fünf und neunzig Tiesen.

00:28:34: Und ich tatsächlich treffe mich jetzt mal wieder um, wie man Kollegialität im Wissenschaftssystem behalten kann.

00:28:43: Und ihr habt ein Song mitgebracht, also ich, ein absolutes Brett, Sperling, Marathon Mann und Kind kaputt mit es geht.

00:28:51: Da hören wir jetzt einfach mal rein.

00:28:52: Achtung, es wird laut.

00:29:33: Habt ihr das zusammen ausgebildet, den Song?

00:29:35: Hat jemand gesagt, den Song brauchen wir?

00:29:37: Warum diesen?

00:29:39: Ja, das kann ich sagen.

00:29:40: Also dieser Vorschlag stammt von mir.

00:29:43: Also wir haben uns natürlich darüber ausgetauscht, welche Songs wir nehmen.

00:29:45: Aber den habe ich reingebracht, weil Sperling ist für mich so die Entdeckung der Saison.

00:29:50: Also ich kenne die noch gar nicht so lange.

00:29:52: Aber eine Kollegin hat tatsächlich sehr kollegial ihr Wissen über Musik mit mir geteilt und mir gesagt, hör dir das doch mal an.

00:29:59: Und ich war entzückt gerade von diesem von diesem wirklich wunderbaren Song.

00:30:03: Also es gibt ja sehr viel weitere.

00:30:05: Und wir waren uns da relativ schnell einig.

00:30:07: Aha,

00:30:08: da sind Texte drin.

00:30:09: Irgendwie erinnert uns das an die Wissenschaftsbranche.

00:30:13: Also da gibt es halt so... Texte.

00:30:17: und deswegen habe ich, bekam dieser Song so in die engere Auswahl, Zitat, es ist auch gerade so genug, um noch nicht aufzuhören, aber zum Weitermachen reicht es nicht mehr aus.

00:30:28: Das beschreibt man, es ist relativ gut, ein Zustand für viele Postdocs in Deutschland, wo man eben an so einem Punkt ist und denkt, man ist noch hier irgendwie im System, aber reicht das jetzt eigentlich.

00:30:40: und Das ist sehr zwiespalt.

00:30:43: Wie lange soll man es eigentlich versuchen?

00:30:45: Und vor allen Dingen soll man das um jeden Preis.

00:30:49: Und dann gibt es die nächste Zeile.

00:30:51: Ich glaube, es ist noch nicht zu spät für einen Weg alleine raus.

00:30:54: Und das ist ja der Punkt.

00:30:55: Informierte Entscheidungen treffen.

00:30:58: Diese Sache und Überdruck wird dort gesprochen.

00:31:02: Es ist nichts, nur ein bisschen mehr Gewicht bis mein Genick bricht.

00:31:07: So ist das Gefühl oder zumindest viele Kolleginnen und Kollegen, mit denen ich danach über diesen Song gesprochen habe, weil es mich umtreibt, haben sich da drin wiedergefunden.

00:31:18: Und ja, das ist natürlich sensationell.

00:31:23: Wir haben ja ein Song, der irgendwie WissenschaftlerInnen anspricht,

00:31:27: die

00:31:28: in einer noch nicht entfristeten Phase sind.

00:31:31: Und dann guckt man sich mal an, Sperling, wo kommen die?

00:31:34: Also ich meine, die haben ja viele solche Texte.

00:31:35: Das ist ja auch Von musikalischen Ausdruck her, ganz interessant.

00:31:39: Cello ist dabei und ist etwas, also eine Besetzung für so ein Post-Hardcore-Band, die nun gar nicht so häufig ist.

00:31:45: Und dann fragt man sich, wo haben sie denn eigentlich die Inspiration her für solche Texte?

00:31:51: Und weil in den meisten Texten geht es ja um Depressionen, Ängste, Zweifel oder solche Geschichten.

00:31:57: Naja, und dann habe ich mir dann natürlich immer eingelesen und der Sänger.

00:32:02: arbeitet wohl als Altenpfleger.

00:32:04: Also, und da hat er relativ viele Inspirationen her.

00:32:08: Das muss man sich mal vorstellen.

00:32:09: Also, man fühlt sich als Wissenschaftler offensichtlich von Texten, die eher einem Berufszweig, die sich mit den letzten Tagen des Lebens auseinandersetzen, inspiriert.

00:32:22: Also, ich meine, es gibt wahrscheinlich Auch ein Grund, warum wir jetzt nicht Scooter, Hyper, Hyper oder so etwas ausgebild haben als Song, das wäre wahrscheinlich eher die Ankündigungsmelodie von irgendeiner Agenda eines Ministeriums oder so.

00:32:33: wenig Text, aber viel, viel, viel bumm, bumm.

00:32:37: Also insofern, ja, es war, es lag einfach so auf der Hand und dann das Video, man... Es gibt ja auch ein Musikvideo dazu, das spielt an einer verlassenen Bushaltestelle.

00:32:47: Also auch die Fernpendler und so etwas, die permanent an irgendwelchen Haltestellen stehen, dürften sich wahrscheinlich in Song und im Video wiederfinden.

00:32:58: Und da gäbe es ja noch ein paar mehr Textstellen.

00:33:00: Ich habe zwar nur die Highlights aus den Lyrics rausgesucht, die dieses sich darin wiedererkennenden Gefühl herausgelöst haben.

00:33:09: Ja, auf jeden Fall schon mal vielen Dank für die Entdeckung.

00:33:11: Ich kannte Sperling vorher auch noch nicht.

00:33:13: Du, Daniel?

00:33:14: Nee, aber dafür machen wir, ehrlich gesagt, hauptsächlich diesen Podcast.

00:33:18: Ja, genau, aus egoistischen Motiven.

00:33:22: Und das ist ja auch ganz interessant und sonst ja dann auch immer mal wieder Musikerinnen eingeladen haben.

00:33:27: Und ich hatte jetzt gesehen, was so die Klickzahlen von diesem Video sind, von Sperling, die gibt es auch schon sehr lange, das ist ja auch schon sehr lange, das ist ja auch schon sehr lange, das ist ja auch schon sehr lange, das ist ja auch schon sehr lange, das ist ja auch schon sehr lange, das ist ja auch schon sehr lange, das ist ja auch schon sehr lange, das ist ja auch schon sehr lange, das ist ja auch schon sehr lange, das ist ja auch schon sehr lange, das ist ja auch schon sehr lange, das ist ja auch schon sehr lange, das ist ja auch schon sehr lange, das ist ja auch schon sehr lange.

00:33:43: Ich weiß jetzt gar nicht, ich glaube, die gar nicht so sehr im wechselnden Besetzung.

00:33:45: Marathon-Mann sind relativ häufig, da sind Leute auch wieder raus, irgendwas aus der Band.

00:33:48: Und das ist ja auch noch, was ich dachte.

00:33:48: Aber ich kann mir sehr gut auch vorstellen, dass die auch als Band, oder du hast es ja gerade gesagt, nebenbei, oder wahrscheinlich arbeitet er hauptamtlich als Altenpfleger, und nebenbei versucht er Musik zu machen.

00:33:57: Also das ist wahrscheinlich diese prekäre Bedingung des eigenen Kreativseins und der eigenen, also das... Das, was sie eigentlich lieben, nicht das ist, was ihnen im Erwerbsalltag, das kommt sozusagen in der Musik noch mal erschwerend hinzu.

00:34:11: Also ich denke, diese Exit-Frage kennen diese Bands auch.

00:34:15: Und das hatten wir eben auch hier im Podcast immer mal wieder.

00:34:17: Also dass wir immer wieder Leute hatten, die eigentlich auch immer an diesen Zweifeln sind, bleiben wir eigentlich drin im System.

00:34:22: Aber ihr Lieben ist es hier.

00:34:22: Ja, darauf hat ja eigentlich auch Herr Matt Gröner mal in der letzten Folge so verwiesen.

00:34:27: Es ist vor allem für den Nachwuchs halt in der Musik auch.

00:34:29: Also da gibt es ziemlich viele Parallelen, dass man eben auch zwar das, was man da leidenschaftlich macht, wo man weiß, das kann man auch in einer gewissen Qualität machen.

00:34:38: Das hat sogar eine Reichweite.

00:34:41: Und ich entwickel mich hier gerade als Künstler, genau wie wir uns als Wissenschaftler entwickeln mit der Zeit.

00:34:48: Aber ich merke, irgendwann kommt die Entscheidung, kann ich das noch... fortführen oder nicht.

00:34:52: Und das so wie Amraeides gerade auch sagte, dass das dann eigentlich ein Privileg ist, überhaupt Wissenschaft oder Musik machen zu können, was man, wo man gucken muss, wie lange kann ich mir das leisten?

00:35:04: Habe ich irgendwie was, wo ich mich zusätzlich mit absichern kann?

00:35:08: Oder ist das jetzt hier ökonomisch so präte, dass ich sagen muss, Notbremse, ich brech das ab?

00:35:14: Ich mach was anderes.

00:35:16: Wie ist es denn bei euch?

00:35:17: Ihr habt hier jetzt dieses Netzwerk sozusagen gegründet.

00:35:19: Ihr habt ja Kollegialität und Kollektivität und die unterstützungsstrukturen geschaffen.

00:35:28: Also bringt euch das was?

00:35:29: Das hält euch doch eigentlich von dem Arbeiten ab.

00:35:32: Das ist halt einfach in unserer Freizeit.

00:35:34: Das muss man ganz klar sagen, das ist unser exzentrisches Hobby, das zu machen.

00:35:40: Und letztlich... würde ich sagen, jetzt für mich gesprochen, das ist auch etwas, aus dem ich sehr viel rausziehe, weil das halt einfach ein Gefühl von Selbstwirksamkeit ist, was ich in der Wissenschaft häufig so nicht habe.

00:35:52: Und weil ich auch gelernt habe, was ich so kann.

00:35:55: Also eigentlich in der Akademie kriegt man ja immer eigentlich gespiegelt.

00:35:58: Es ist zwar also bleibt mal drin, weil gut genug bist, um es schaffen zu können.

00:36:03: Das ist das, was ich eben sagte so.

00:36:04: Also die Karotte, die ist schon da.

00:36:06: Aber trotzdem ist es ja jetzt auch nicht der Hort der Anerkennung und Wertschätzung.

00:36:11: Gegenteil, also allein schon auch so... strukturelle Formen der mangelnden Wertschätzung, so wie dass wir alle es ja kennen, dass wir den neuen Arbeitsvertrag, auf den wir jetzt sehr dringend warten, häufig erst einen Tag bevor der überhaupt losgeht unterschreiben.

00:36:29: Also ganz viele Leute müssen sich ja arbeitslos melden, weil sie einfach Wochen und Monate hoffen, dass rechtzeitig dieser Arbeitsvertrag auf dem Tisch liegt, damit es keine Vertragslücke gibt.

00:36:39: Da fängt es ja schon an.

00:36:40: Also das ist ja, das muss ja so nicht sein.

00:36:42: Es ist ja völlig... schräg.

00:36:44: oder auch die Frage, wann bekommt man eigentlich Bescheid, wenn man sich irgendwo beworben hat, sei es um eine Professor oder um eine Stelle, kriegt man da überhaupt Bescheid.

00:36:52: und häufig ist es ja so, also wir schildern das ja auch gelegentlich in den sozialen Medien, dass wir dann nochmal wieder so ein Brief aus dem Briefkasten fischen, wo dann von irgendeiner Professor die Rede ist, die nun jetzt besetzt sei und man habe sie jetzt nicht bekommen.

00:37:06: und man muss dann erst mal überlegen, was war denn das nochmal, habe ich das da echt beworben?

00:37:10: Aha interessant, weil das einfach zwei halb Jahre her ist, dass man sich da beworben hat.

00:37:16: Und das sind eben alles so Dinge, die auch im übrigen Jahr jetzt nicht international in dieser Weise so stattfinden.

00:37:23: Also soweit ich das höre, ist es in anderen Ländern durchaus auch denkbar, dass man Leuten etwas eher Bescheid gibt, dass und ob sie diese Stelle jetzt bekommen.

00:37:32: Und das ist in Deutschland aber anders.

00:37:34: Und all diese Dinge sind natürlich einfach... nicht schön.

00:37:37: Und wenn man so sozialisiert ist in so einem System und dann eben Christine hat da mal einen schönen Text übergeschrieben, es ist also dieses einerseits den Leuten zu suggerieren, ihr könnt nichts anderes und draußen ist es auch doof und andererseits auch den Leuten zu suggerieren, ihr seid eigentlich auch nicht gut genug für die Wissenschaft, also vielleicht so gerade so, um drin sein zu können, aber ihr seid halt, ihr müsst halt noch mehr geben, also ihr müsst noch mehr Gas geben, damit ihr es jetzt schaffen könnt.

00:38:03: Das ist irgendwie so eine perfide Kombination, Leute, die einem sagen draußen ist es ganz schlecht und das kannst du auch alles eh nicht, sind ja in der Regel Leute, die selber nie draußen waren, die also immer in Akademia waren, die überhaupt keine Ahnung haben vom allgemeinen Arbeitsmarkt und anderen Branchen, aber wie... Im Fatisch mir schon davon abgeraten wurde.

00:38:22: Amrei, das ist nichts für dich.

00:38:24: Da wirst du nicht glücklich, wo ich denke, erstaunlich.

00:38:28: Also ich würde mir selber nicht anmaßen, das über mich zu sagen, und ich kenne mich ja auch ganz gut, aber Dritte, die jetzt irgendwie in diesem System unterwegs sind, Wissenschaft, die unterstellen, dass das alles irgendwie nicht sei.

00:38:43: Und das hat natürlich auch eine Funktion, nämlich, dass ich am Ball bleibe und dass ich in diesem System weiterhin alles gebe.

00:38:50: Und ja, das ist eben natürlich bei Aktivismus nicht anders.

00:38:53: Also da haben wir auch alles gegeben, würde ich jetzt mal sagen.

00:38:56: Also das geht dann auch an die Grenzen zum Teil.

00:38:59: Also jedenfalls kann ich für mich sprechen, dass das auch natürlich wirklich sehr fordernd ist.

00:39:03: Und die Taktung, sei es jetzt was journalistische Anfragen betrifft oder politische Anfragen und Gespräche und sowas, ist ja häufig so.

00:39:13: Also wenn wir eine journalistische Anfrage bekommen, dann müssen wir die am selben Tag beantworten.

00:39:18: Jetzt zuletzt habe ich regelmäßig Interviews am selben Tag noch freigegeben zum Teil, also das heißt, man muss dann einfach alles stehen und liegen lassen, alles was sonst noch anlegt, macht man dann nachts oder am Wochenende oder sowas und muss das dann dazwischen schieben.

00:39:32: Ihr habt das mal sehr schön beschrieben, ich glaube auch in dem Buch, was er erschieben ist, dass diese Arbeit, also diese Arbeit für, ich bin Hannah, finde sozusagen zwischen vier Uhr, drei Uhr und acht Uhr, drei Uhr statt.

00:39:42: Der Podcast wird jetzt um acht Uhr, drei Uhr aufgenommen, das heißt... Aktivismus ist jetzt sozusagen vorbei.

00:39:47: Jetzt kommt Wissenschaftskommunikation, würde ich mal sagen, und dann geht es um zehn Uhr in die Lehre wahrscheinlich.

00:39:53: Nee, dann geht es zum Zahnarzt in meinem Fall.

00:39:55: Aber ein bisschen anderes Thema.

00:39:57: Sebastian, du hast dich gerade...

00:39:59: Diese Sache, ich möchte noch darauf hinausweisen, dass diese Thesen, die wir da zusammengefasst haben, da sind wir die Herausgeber.

00:40:06: Wir haben zusammengefasst, was die Leute im Netz geschrieben haben.

00:40:08: Ich möchte sehr betonen, dass wir es nicht für richtig halten.

00:40:12: Unkuligial und nicht-kuligial Wissen nicht zu teilen, sondern gerade im Gegenteil.

00:40:18: Aber dieser Aspekt, den du da angesprochen hast, weißt natürlich über etwas hinaus.

00:40:22: Nämlich das folgende.

00:40:23: Uns wurde dann ja nun häufig vorgeworfen, aha, die wissenschaftlichen Mitarbeiter schon Ende dreißig und schon wollen sie eine entfristete Stelle haben, wahrscheinlich wollen sie auch noch einen Pony und einen Kasten Bier oder so etwas.

00:40:34: Also, das geht ja hier nicht nur... um individuelle Schicksale.

00:40:37: Das geht es auch.

00:40:38: Sinnvolle und vernünftige Arbeitsplätze ist ein Wert für sich.

00:40:42: Aber wir sehen dann natürlich genau an dieser Aussage, wie diese Konstellation für die Wissenschaft als ganzes schädliche, ja, wie soll ich sagen, strukturell schädliche Konsequenzen hat.

00:40:57: Wenn Wissenschaftler in Aus Existenz, Angst, Glauben, Wissen nicht mehr teilen zu können, dann fährt das System an die Wand.

00:41:06: Dann können wir so viel Kohle in die Wissenschaft stellen wie wir wollen.

00:41:09: Das ist nicht der Sinn der Geschichte.

00:41:11: Und das haben ja auch verschiedene Studien gemacht.

00:41:13: Also angesichts dieser Arbeitsbedingungen, wie kann da überhaupt noch disruptive Forschung entstehen?

00:41:18: Das sind ja keine Sachen, die wir uns ausdenken.

00:41:20: Also es gibt Studien vom Bayerischen Staatsinstitut für Hochschulforschung und Entwicklung.

00:41:26: Was hat es rausgefunden?

00:41:27: Was sind die größten Innovationshemdnisse im Mint und im Wissenschaftsbereich?

00:41:32: Natürlich die Fluktuation.

00:41:33: Also man hat in manchen Bereichen schon gar nicht mehr die Möglichkeit, Teams so lange zusammenzuhalten, dass Grundlagenforschung in irgendeiner Weise fortgesetzt werden kann.

00:41:44: Und da sehen wir das strukturelle Problem, was über das Individuelle hinausweist.

00:41:50: Genau, also es untergräbt im Prinzip Kollegialität.

00:41:53: Also und insofern ist das, was wir machen, ich behandle natürlich auch einerseits einen Weg, um diese Probleme zu formulieren, um darauf aufmerksam zu machen, aber andererseits eben auch eine Möglichkeit Solidarität und Vernetzung wieder zu schaffen, natürlich auf einer anderen Ebene, weil bei uns geht es nicht um das Teilen von Forschungserkennissen, aber überhaupt, das ist ja das, was wir immer wieder hören, wenn wir irgendwo sind, dass Leute uns dann sagen, erst durch eure Initiative habe ich verstanden, dass es nicht an mir liegt, sondern dass es ein strukturelles Problem ist und dass alle irgendwie in diesen Zwickmühlen stecken in der ein oder anderen Weise.

00:42:27: Und das ist einfach ein ganz, ganz wichtiger verbindender Faktor, der wirklich einen Unterschied macht.

00:42:32: Ja, ich meine, ich glaube, das ist ganz wichtig, dass man das, dass man das so auch vielleicht für unsere Höhren dann nochmal, dass man das so klar hat.

00:42:38: Wissen, also, dass dieses, die Idee, wie man da Wissenschaft verwalten, weil komplett entgegen dem Schritt, wie Wissenschaft eigentlich funktioniert, weil Wissenschaft funktioniert, kann nur über Teamarbeit funktioniert, außer man ist vielleicht die Klassik-Lumine, der sich alleine in seinen Zettelkasten eingeschlossen hat, aber... Wissenschaft ist eigentlich Teamarbeit.

00:42:55: Und glaube ich, was ich mal merke, wenn ich mit Studierenden zusammen arbeite, Wissenschaft lebt vor allen Dingen davon, dass man Fehler macht und die dann erkennt und dann das Experiment nochmal neu macht, um dann um und rauszufinden, wie es funktioniert.

00:43:08: Und dafür braucht man Zeit und dafür braucht es Fehler.

00:43:11: Und das schreibt ja auch sehr, sehr, sehr gut.

00:43:15: Ich habe das verstanden.

00:43:16: Also sozusagen ihr in dem Buch, wo ihr zusammen was viele Menschen geteilt haben.

00:43:24: Diese Atemweise, die wir Wissenschaft in Deutschland managen, auch dazu führt, dass wir immer die gleichen langweiligen Ergebnisse bekommen, die man schnell veröffentlichen kann, die irgendwie ohne großen Widerstand bevorstehen können, die die Mainstreamen entsprechen.

00:43:40: Und das ist natürlich Wissenschaftsfeindliches, weil Wissenschaft muss eigentlich immer nach neuen Fragen, muss immer neue Fragen

00:43:47: verantworten.

00:43:49: Das wirkt subtiler.

00:43:51: Mir hat noch niemand gesagt, mach mal irgendwas Mainstreaming, damit kommst du besser an.

00:43:57: Aber ich kenne das auf jeden Fall, dass wenn ich auf eine Konferenz fahre oder so, dass es dann schon Kollegen gibt, die mir sagen, naja, sei mal vorsichtig mit der These, die ist vielleicht entweder noch nicht fertig oder die ist ganz schön gut, die willst du doch noch veröffentlichen, vielleicht solltest du die jetzt noch nicht diskutieren.

00:44:13: oder naja, so weit sind wir noch gar nicht, vielleicht sagen wir das jetzt auch nicht und dann wird so sortiert, was man jetzt, was so sagbar ist öffentlich und was nicht, vor der eigenen Community.

00:44:23: Dabei ist ja, fahre ich ja auf eine Konferenz.

00:44:25: um Feedback zu kriegen, um auch Kritik zu kriegen oder um zu hören, ja, das ist total gut.

00:44:31: An der Stelle bin ich auch gerade.

00:44:33: Und ich habe auch den und den Gedanken dazu, um es irgendwie weiter zu spinnen.

00:44:37: Und das wird dadurch so ein bisschen untergraben.

00:44:40: Und ich habe für mich einen Umgang damit gefunden, dass ich sage, ich ignoriere das einfach.

00:44:45: Also, da ist oft, da ist was dran, dass es diese Konkurrenz gibt und das eventuell jemand etwas vor mir schneller publizieren könnte und durch meinen Gedanken noch profitiert oder so.

00:44:55: Ist mir aber egal.

00:44:56: Also ich ignoriere das weg und schiebe auch diese ganzen Konkurrenzgedanken mit den Leuten, wenn ich am Institut zusammensitze, bei der Mittagspause oder wenn ich irgendwie Kollegen zusammen bin.

00:45:07: Das tue ich in irgendeinem Teil meines Gehirns, wo es mir, wo es gut verborgen ist, weil es ja die ganze Kultur den ganzen Spaß an der Sache auch kaputt machen würde.

00:45:18: Und trotzdem gibt es das.

00:45:19: Also irgendwo ist es dann, also wenn wir uns dann später in irgendwelchen Berufungsverfahren wieder treffen oder so, dann ist es natürlich ganz offenbar, wenn man dann mit Leuten zusammensteht, die man ja eigentlich kennt und mag und jetzt aber wirklich gelistet wird mit denen zusammen.

00:45:35: Ich würde gerne, bevor wir zu eurem zweiten externen Song sozusagen kommen, noch eine andere Frage stellen.

00:45:41: Ihr habt ja jetzt, ich bin Hannah gestartet und dann ist aber auch noch hinzugekommen, ich bin Ray Hahn.

00:45:48: Könnt ihr was dazu sagen, wie das entstanden ist?

00:45:52: Ja, Rehan Sahin hat ja dankenswerterweise diesen Hashtag eingeführt und gesagt, ich bin eben nicht Hannah, sondern für mich greifen noch ganz andere strukturelle Problematiken, also Diskriminierung und so weiter.

00:46:07: Und das war wirklich sehr eindrücklich.

00:46:10: Also wir haben in unserem Soekampbuch zu, ich bin Hannah auch ihren... Initialen Thread, mit dem sie diesen Hashtag eingeführt hat, mit ihrer Genehmigung abdrücken dürfen.

00:46:20: Und ich habe den auch immer mal vorgelesen, wenn wir aus dem Buch was gelesen haben.

00:46:25: Ich habe immer noch Gänsehaut, wenn ich das lese, weil ich das einfach wirklich on point finde und wichtig, dass sie das angestoßen hat und eben darauf aufmerksam macht.

00:46:34: Das war auch das, was ich jetzt über meine Biografie eingangs schon gesagt hatte.

00:46:38: Ich hatte einfach extrem viele Startvorteile und Leute, die das nicht haben und die in diesem System... noch zusätzlich benachteiligt werden.

00:46:45: Für die ist es noch schwieriger und ich glaube, das muss eben uns allen auch klar sein.

00:46:50: Also es wird immer von Diversität gesprochen.

00:46:52: Das ist ein Riesenthema an Universitäten, Hochschulen, Forschungseinrichtungen.

00:46:56: Die schreiben sich das gerne auf die Fahnen und gleichzeitig ist aber das System so gebaut, dass Diversität eigentlich... und das ist etwas, was, glaube ich, immer noch nicht alle auf dem Schirm haben.

00:47:08: Also dieses ganze verrückte Narrativ der besten Auslese, wo dann irgendwie die Idee ist, ja, die besten Leute setzen sich durch.

00:47:15: Das setzt ja voraus, dass quasi alle so an der Startlinie stehen und unter den gleichen Voraussetzungen dann losrennen.

00:47:21: Und das berücksichtigt gar nicht, dass einige Leute sich erst mal fünf Stunden irgendwo durch irgendeinen Unterholz schlagen müssen, um überhaupt zu der Startlinie zu kommen, weil halt einfach die gesellschaftlichen Probleme ja schon viel früher anfangen.

00:47:35: Also wir wissen ja zum Beispiel auch, dass Menschen, die keinen akademischen Hintergrund haben.

00:47:41: Arbeiterkinder zum Beispiel einfach signifikant seltener, insbesondere in den höheren Stufen des Bildungssystems, dann reussieren können.

00:47:49: Die werden einfach vorher schon ausgebremst.

00:47:51: Also das fängt letztlich ja schon in den frühen Bildungsstufen an und wer dann überhaupt sich dann im akademischen System noch durchsetzen kann, das sind sowieso dann schon sehr wenige.

00:48:00: Insofern ist das, denke ich, auch etwas, was immer mit berücksichtigt werden sollte.

00:48:05: Abgesehen davon, um das vielleicht auch noch zu sagen, wir reden viel über Internationalisierung auch aus guten Gründen.

00:48:09: Vielleicht wohl ist es eben auch so, dass beispielsweise Leute, deren Aufenthaltsstatus daran hängt, ob sie einen Arbeitsvertrag haben, nochmal auf einer anderen Ebene abhängig sind.

00:48:18: Also das heißt also, diejenigen, die wir jetzt hier angeblich mit offenen Armen empfangen, was man ja auch schon stark bezweifeln muss, angesichts der politischen Situation, ist es bekanntermaßen auch so, dass Leute aus dem Ausland sich fragen, ob sie hier überhaupt sicher arbeiten können.

00:48:33: Auch dazu gab es alle möglichen... Medienbeiträge auch schon, also, dass man in manchen Bundesländern sich eben überlegen muss, ob man da abends nach dem Abendessen noch nach Hause gehen kann, ohne bedroht zu werden, wenn man aus dem Ausland hierher kommt.

00:48:48: Und das sind ja Faktoren, die eine Rolle spielen.

00:48:50: Aber gleichzeitig ist es eben auch so, dass diese prekäre Beschäftigung, diese Personengruppe besonders krass trifft.

00:48:57: Und deshalb finde ich es auch immer etwas fragwürdig, wenn diese Internationalisierung bestrebe.

00:49:05: dann so vorgebracht werden.

00:49:07: Und man sagt, Deutschland ist ein ganz tolles Land für internationale Forschende.

00:49:11: Und ich denke immer so, na ja, was bieten wir denen denn?

00:49:13: Wir bieten denen eine wackeliege Position, wo sie dann am Ende Angst haben, dass sie ihr Forschungsprojekt hier gar nicht zu Ende führen können, weil sie hier aus dem Land rausfliegen.

00:49:22: Und das ist ja irgendwie jetzt keine besonders faire Sache.

00:49:26: Also man lockt die Leute hierher und behandelt sie schlecht.

00:49:29: Und sie sind dann unter großem Risiko hier an ihrem Projekt zugangen.

00:49:34: und unter Umständen können sie das gar nicht abschließen.

00:49:35: Also das finde ich aus moralischer Sicht auch extrem fragwürdig.

00:49:39: Ja und es ist ja einfach der Aufenthaltsstatus da dran hängt, aber die sind eben auch nochmal in viel größeren Abhängigkeit von ihren Profs.

00:49:45: Also wenn die dann irgendwelche Leute aus Indien oder so holen, das ist dann nicht viel besser als wenn die bei irgendeinem Essensausfahrtdienst arbeiten, weil die können vielleicht die Sprache nicht, die kennen die Gesetzeslage nicht, das heißt die müssen alles glauben, was ihnen ihr Prof erzählt, was normal ist im System.

00:50:03: Leute, die unsere Initiative viel weniger wahrnehmen.

00:50:05: Ich meine, wir haben manchmal ein bisschen was auf Englisch, aber trotzdem im Großen und Ganzen erreichen wir die nicht in dem Ausmaß.

00:50:11: Das heißt, bis die überhaupt mal checken, dass das ein Problem ist, dauert es viel, viel länger.

00:50:15: Und wenn ja, wissen sie nicht an wen sie sich wenden sollen.

00:50:17: Und man kann immer sagen, ja, wenn du jetzt nicht machst, was sie sagen, kriegst du halt keinen neuen Vertrag.

00:50:22: oder die stehen dann plötzlich vor der Erkenntnis, ach ja, den Vertrag kann nicht mehr verlängert werden.

00:50:25: Ich dachte, das geht hier endlos.

00:50:27: Also das heißt, das sind eine sehr, sehr vulnerable Gruppe, einfach weil sie gar nicht die Informationen haben.

00:50:32: und dann sehr stark abhängig sind von den wenigen Menschen, mit denen sie zu tun haben.

00:50:38: Ich muss sich mal daran denken, Magda Novicka, die ja auch schon hier im Podcast mal Gast war, ziemlich am Anfang, zweite Folge, Magda Novicka kam an die Hubbold-Indiversität und hat ein internationales Forschungsprojekt mitgebracht, ein IRC-Projekt, also ein ziemlich gut finanziertes Projekt und wollte im internationalen Mitarbeiterinnen einstellen und fiel aus allen Wolken, als ich feststellte, das war so zwölf, dass es keine englischsprachigen Arbeitsverträge gab.

00:51:00: Es gab nur deutschsprachige.

00:51:02: Und er hat Magda angefangen, dafür zu sorgen, dass es jetzt Arbeitsverträge gibt, die man auf Deutsch oder Englisch haben kann.

00:51:08: Ich kann sein, dass sogar mittlerweile in anderen Sprachen noch, aber auf jeden Fall Deutsch und Englisch.

00:51:12: Und das war zwölf, zwölf, dreizehn, hat auch natürlich ein paar Jahre gedauert, bis das dann durch alle... Räte, Fakultätsrat.

00:51:18: Ich habe gestern euer Fakultätsrats Plus-Guy-Tweets gelesen, also durch alle möglichen Gremien, die ja auch noch zu unserer Arbeit in Zukunft durch waren.

00:51:28: Und jetzt gibt es dann so seit zehn Jahren, also Humboldt-Diversität Berlin, hat seit ungefähr zehn Jahren englischsprachige Arbeitsverträge für internationale Studierende, um das einmal klar zu raten, worüber wir sprechen.

00:51:39: Vielleicht noch ganz kurz Rehan Shahin, also für die, die es nicht wissen, das ist eine promovierte Lingoistin, wenn ich mit mich nicht alles täuscht, die auch sehr bekannt dadurch gewohnt ist, dass sie Lady Bitch Ray war und da mit so feministischer Rap Musik doch relativ prühen geworden ist und eigentlich ein perfekter Gast wäre nochmal für unser Podcast anbringend.

00:52:01: Oh ja.

00:52:02: Also da mussten wir eigentlich auch nochmal einladen.

00:52:04: Habe ich schon immer mal wieder gedacht.

00:52:06: Wollen wir mal noch zum letzten Song gehen?

00:52:08: der, ehrlich gesagt, sagen muss, ich liebe solche Musik.

00:52:13: Vielen Dank, wie auch immer sie mitgebracht hat.

00:52:15: Tina Dico und, jetzt habe ich den Namen ihres Mannes mit nicht aufgeschrieben, Helgi Jonsson, glaube ich.

00:52:21: Genau, die auch noch wunderbarerweise ein Rächerweg leben, also in dieser wunderbaren Stadt, wo man jetzt gerade poladisch da sehnt, kann er hier aber auch sehen.

00:52:30: Und die haben ein Song mitgebracht, der heißt No Time to Sleep und da hören wir jetzt mal rein und dann... Sagt uns doch bitte, warum dieser

00:52:39: Song.

00:52:41: When

00:52:56: the

00:53:07: undercurrent got too strong But someday a lonesome basket will come knocking With a soft and long forgotten song That you

00:53:22: got no one to follow And no

00:53:25: one will follow

00:53:26: you.

00:53:28: But ain't that a relief?

00:53:57: Ja, aus vielen Gründen habe ich... Hänge ich sehr an diesem Song und habe den mitgebracht.

00:54:03: Also Tina Dico kenne ich schon ziemlich lange auch über diesen Song Count to Ten.

00:54:08: und dann war es so, dass ich mal auf dem Konzert war von Glenn Hensert auch sehr höhrenswert.

00:54:13: Und dass sie da Support war, was ich gar nicht wusste.

00:54:16: Also ich war, bin da hingegangen und dann stand die da plötzlich.

00:54:19: Und es war auch noch interessant, weil sie nämlich irgendwie war ihr Gepäck nicht mitgekommen und sie stand da so und sagte so, sorry, ich stehe jetzt hier in Jogginghose, ich bin jetzt hier halt viel unterwegs und ich war plötzlich, ich konnte mich jetzt leider nicht anziehen, weil mein Koffer ist irgendwo verloren gegangen.

00:54:34: Und hat dann eben unter anderem auch dieses Lied gespielt und viele andere.

00:54:37: Und was ich an diesem No Time to Sleep halt einfach großartig finde, also erst mal... mit Blick auf unsere Initiative.

00:54:44: Das ist jetzt weniger die Arbeit in der Wissenschaft als die, ich bin Hannah-Initiative, die ich da so im Blick habe, wenn ich den höre.

00:54:51: Also es fängt ja an mit who's gonna sing a song of change if no one can imagine life outside the beaten track.

00:54:57: Und immer dann, wenn Leute sagen, was habt ihr denn eigentlich erreicht?

00:55:00: Das ist ja immer noch keine Gesetzesreform da und was hat das alles gebracht?

00:55:04: und so.

00:55:04: Dann würde ich sagen, es hat eine ganze Menge gebracht, weil als wir angefangen haben, das können sich Leute heute nicht mehr vorstellen nach bald sechs Jahren.

00:55:12: Aber als wir angefangen haben, das Ganze zu machen, haben die Leute uns behandelt, als hätten wir den Verstand verloren.

00:55:19: Weil einfach die Idee, dass wir jetzt sagen, man kann Wissenschaft anders organisieren, das muss alles noch nicht sein und das ist auch nicht fair und das muss man auch nicht hinnehmen, sondern man kann das ändern.

00:55:31: Die ist auf ein solches Entsetzen gestoßen und es gab so viele Leute, die dieses System wirklich mit... größter Euphorie verteidigt haben.

00:55:40: Das ist das beste System.

00:55:41: Es ist alternativlos wahrzulesen in den Medien und so weiter.

00:55:44: Also es gab wirklich ganz wenig Leute, auch insbesondere aus den etablierten Bereichen der Wissenschaftspolitik, die gesagt haben, ja, ihr habt recht, sondern überwiegend war das so, als hätten wir jetzt einfach wirklich was völlig Absurdes vorgeschlagen.

00:55:59: Und heute sprechen wir darüber, dass der Wissenschaftsrat beispielsweise im vergangenen Sommer ein Papier veröffentlicht hat zu Personalstrukturen.

00:56:08: Der Wissenschaftsrat ist jetzt ein ganz wichtiges Gremium, denke ich, in Deutschland, aber jetzt auch nicht dafür bekannt, sozusagen die risikoreichsten, innovativsten Reformideen voranzutreiben, zwangsläufig, sondern das ist alles schon eher zurückhaltend und an den aktuellen Strukturen orientiert.

00:56:27: Und hier wird aber gesagt, es soll eigentlich die Regel sein, dass man nach der Promotion dann eine fristete Stelle bekommt.

00:56:34: Also was das für eine große Nummer ist von... Was wollt ihr denn da eigentlich?

00:56:39: Das ist doch völlig absurd zu, okay, ihr habt Recht und niemand wird das mehr bestreiten wollen.

00:56:43: Es hat einige Jahre gedauert, aber es ist ein Riesenschritt.

00:56:48: Und deshalb habe ich bei diesem Satz immer dran gedacht, dass das halt einfach wirklich an unsere Initiative erinnert.

00:56:56: Und dann dieses somewhere along the line you gave up asking when it got a little too complex, finde ich auch.

00:57:01: Sowohl, das haben wir ja gerade schon gehört in Bezug auf die individuelle Perspektive, die Leute wissen gar nicht so.

00:57:07: wie das Wissenschaftszeitvertragsgesetz eigentlich funktioniert.

00:57:11: haben vielleicht immer noch aufgegeben, weil sie denken, das ist alles zu kompliziert.

00:57:15: Und das gilt auch auf der aktivistischen Ebene oder der Ebene von Wissenschaftspolitik.

00:57:19: Das ist halt auch alles furchtbar kompliziert.

00:57:21: Also was wir ja seit Jahren machen, ist uns in Forschungsfinanzierung reinarbeiten in die Gesetzeslage.

00:57:27: Gesetzeslage heißt nicht nur Wisszeit vorgeht, das heißt zum Beispiel auch Hochschulgesetzes, das heißt Lehrverpflichtungsverordnung und so weiter.

00:57:33: Also das ganze System ist unglaublich komplex, auch mit den verschiedenen Stellentypen und sowas, Haushaltsstellen, Drittmittel und so weiter.

00:57:41: und das alles zu wissen, wie das funktioniert und warum bestimmte Sachen auch nicht funktionieren.

00:57:45: Das ist einfach irre kompensiert.

00:57:48: Und das führt natürlich auch dazu, dass für die Einzelnen häufig dann ein ganz großes Fragezeichen da ist, was da eigentlich genau die Rahmenbedingungen der eigenen Arbeit sind.

00:57:57: Und schließlich, und das ist die letzte Assoziation, die habe ich eben schon angedeutet, This ain't no time to go to sleep ist ja der Refrain sehr eingängig.

00:58:06: und in den Zeiten in denen die Taktung so war, dass es praktisch keinen Schlaf gab und dass ich Im BMW F damals saß es gab da so ein Gespräch, nachdem das Eckpunkte Papier der Ampel Regierung nicht so gut angekommen ist, um es mal vorsichtig zu sagen in der wissenschaftlichen Community und dann einem Wochenende quasi abgeräumt wurde.

00:58:25: Also der Staatssekretär damals hier ins Brandenburg hat das dann an einem Sonntagabend zurückgezogen und das führte für uns alle dazu, dass wir plötzlich sehr, sehr viele Presse anfragen hatten.

00:58:35: Ich bin dann auch nach Berlin gefahren, saß im BMW F, also damals hieß es noch so wie gesagt ohne Raumfahrt und so, habe dann direkt danach ein Interview Und zum Teil dann auch so Radiointerviews irgendwie vor sieben Uhr morgens, was jetzt so live, wo man denkt, das ist jetzt nicht meine Lieblingszeit, ehrlicherweise.

00:58:54: Und da kam der Schlaf kurz, aber ... Man muss sich dann ja irgendwie auch, also ich muss dann braucht dann irgendwas, was mich da durchträgt.

00:59:01: Und das sind eben einerseits dann solche Songs, wo ich denke, okay, das ist jetzt eine Phase, wo es sich lohnt, da durchzupowern, um was zu erreichen.

00:59:09: Und andererseits, und da sind wir wieder beim Thema Solidarität, also Christine und Sebastian, ohne euch hätte ich längst keine Lust mehr gehabt, das weiterzumachen, aber eben natürlich auch die großartige Community, also die einfach das alles begleitet seit vielen, vielen Jahren.

00:59:25: sind es nicht mehr hundert und dreißig tausend Tweets, sondern weiß ich nicht, wie viele hunderttausend Posts.

00:59:31: Das kann man kaum noch ermessen, weil vieles auch gelöscht ist.

00:59:34: bei ehemals Twitter jetzt X sind wir alle nicht mehr zugegen aus Gründen.

00:59:39: Aber das was bei Blue Sky und LinkedIn und auch im kleinen bei Veranstaltung an irgendwelchen Standorten, Universitäten und so passiert, da ist so viel los und die Leute bleiben alle mit uns dran und da ist es dann zwar manchmal auch eine Frage des Durchhaltens und da muss man dann auch irgendwie gucken, wie man da gut durchkommt.

01:00:00: Aber es hilft einfach enorm, dass man das Gefühl hat, es gibt eine solidarische Community und die hat richtig

01:00:05: viel.

01:00:06: Ich würde jetzt darauf eingehen, weil Andre das gerade angesprochen hatte.

01:00:10: Du hast dich ja auch sehr stark dafür engagiert, dass Wissenschaftsinstitutionen aus X rausgehen oder damals noch Twitter und jetzt bei Blue Sky sind.

01:00:16: Und vielleicht, also das würde ich jetzt mal machen, auch noch mal so ein Aufruf für alle, die uns hören.

01:00:20: Verlass dieses Shit.

01:00:23: Und kommt zu Blue Sky.

01:00:25: Da sind tatsächlich genau die interessanten Diskussionen, die es vorher auch schon gab, ohne den ganzen Müll.

01:00:32: Ja, also Werbeblock für Blue Sky, okay, nehm ich mit.

01:00:36: Du bist

01:00:36: aber nicht André, deswegen.

01:00:37: Ich

01:00:38: bin ja noch nicht, nee, aber ich war auch noch nie bei Twitter, von daher, genau.

01:00:42: Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

01:00:44: Was wollte ich sagen, genau, du sprichst einen ganz wichtigen Punkt an, das nämlich diese Komplexität und verbunden in Verbindung mit der Präkarität, also mit Präkär, wir sind ja nicht Präkär, weil wir schlecht bezahlt werden, sondern weil wir... keinen Horizont haben, wir wissen nicht, wie lange es noch geht.

01:01:00: Das ist ein ganz wichtiger Punkt, glaube ich.

01:01:03: Wir haben nicht fünf Jobs und müssen uns irgendwie über Wasser halten, sondern wir wissen einfach nicht, wie es weitergeht und wie lange uns das System noch trägt.

01:01:11: Aber diese Kombination, also man ist irgendwie prekär beschäftigt und es ist ein sehr komplexes System, hat bei mir dazu geführt, dass es... Es mir sehr schwerfiel, mich irgendwie mit meinen Interessen zu organisieren.

01:01:25: Also, ihr habt mir als Initiative da sehr weitergeholfen, alleine um irgendwie so ein Bild zu geben.

01:01:28: Okay, also dieses, ja, ich bin hier nicht alleine, es gibt nur andere mit diesem Problem.

01:01:32: Weil lange dachte ich, man kennt ja auch in seinem Umfeld jetzt nur nicht so viele, die in diesem Wissenschaftssystem beschäftigt sind, je nachdem, wo man so herkommt.

01:01:40: Aber dachte ich, ich habe hier ein ziemliches Spezialproblem.

01:01:44: Und für mich war es immer wichtig, ja klar geht man in die Gewerkschaft, dann war ich in der GEW und dann ging es immer um Tarifverhandlungen.

01:01:49: Die haben mich.

01:01:50: eher so am Rande interessiert.

01:01:53: Und dann gab es immer irgendwie in den Newslettern von der GEW so einen kleinen Absatz zu Verhandlungen im Wissenschaftssystem, auf Landesebene, auf Bundesebene.

01:02:04: Aber so richtig fühlte ich mich da nie angesprochen und ich hatte nie einen Ort, an dem meine Probleme verhandelt wurden.

01:02:12: Und mit euch habe ich zumindest eine Idee davon gegeben, dass es diesen Ort geben könnte.

01:02:19: Ihr seid ja eigentlich, ihr macht ganz viel Öffentlichkeitsarbeit, steht dahinter auch ein Netzwerk, also eine Vernetzung aus den Betroffenen.

01:02:30: Habt ihr das irgendwie, habt ihr da auf dem Gebiet Fortschritte machen können, außer jetzt auf Twitter, dass das sich, weiß ich, lokale Gruppen an Universitäten gegründet haben oder ähnliches.

01:02:42: Ja, das gibt es schon, aber ich meine, das gibt es ja auch, das ist ein Phänomen, das gibt es ja auch schon lange vor uns.

01:02:46: Also wenn man ans Netzwerk für gute Arbeit in der Wissenschaft, denke ich, die ganzen Mittelbau-Initiativen, die da drunter sind, also diese, diese Versuche, sich einen vor Ort irgendwie zu vernetzen und dann eben intern was zu organisieren oder sowas, die sind, die gibt es schon.

01:03:01: Aber ich glaube, was eben wirklich schwierig ist und so beim Pass dieses No Time to Sleep auch, weil es eben ja nicht nur darum kann, man muss es ja nicht nur wörtlich nehmen, dass man nicht zum Schlafen kommt, vor lauter Aktivismus, sondern, dass man natürlich auch wegdämmert, angesichts einer schwierigen Lage und dann irgendwie andere Dinge zu tun hat, die man dann einfach priorisieren muss.

01:03:18: Und das ist ja logisch, wenn man dann sagt, okay, ja, ich muss jetzt noch schnell den Drittmittelantrag schreiben und das paper und ich muss jetzt schnell gucken, dass ich dann da wieder einen Job kriege und außerdem ist gerade mein Kind krank und der Vater muss ins Altenheim.

01:03:31: Und wenn man all diese Sachen gleichzeitig organisiert, was ja in dieser Lebensphase häufig der Fall ist, Dann ist natürlich die Frage, wann soll ich denn dann noch zur Mittelbaussitzung gehen oder auf den Streik oder zur GW?

01:03:43: Also das ist doch das große Problem.

01:03:45: Und deshalb ist, glaube ich, eine Initiative wie unsere, die öffentlichkeitswirksam ist, noch effektiver, weil man relativ niedrigschwellig schon teilnehmen kann, indem man ab und zu mal so ein Post schreibt.

01:03:56: Natürlich braucht es mehr als das.

01:03:58: Aber das ist gut, weil es die Leute dann doch lang längerfristig bei der Stange hält.

01:04:03: Und wenn sie dann wieder mehr Kapazitäten haben, dann steigen sie vielleicht auch wieder ein.

01:04:06: Aber wenn man nur diese anderen Strukturen hat, dann ist man halt raus und dann fühlt man irgendwie, hat man so schlechtes Gewissen oder ist nicht mehr angedockt und kommt dann auch nicht mehr rein in irgendwelche Strukturen, glaube ich.

01:04:16: Das ist richtig.

01:04:17: Am Ende ist ein Gesetz dann auch ein Herrschaftsinstrument.

01:04:20: Also die Leute sind halt beschäftigt und vor allem mit sich selbst beschäftigt und immer eigenen Vorkommen und organisieren sich nicht.

01:04:26: Vielleicht muss man das noch mal, sagen wir das ganz am Ende erst, aber vielleicht muss man sich das noch mal deutlich machen.

01:04:31: Das Gesetz gibt es seit dem Jahr zwei Tausend Sieben.

01:04:33: Und glaube ich, das hat neunundneunzig, wurde es geschrieben.

01:04:35: Also es ist dann irgendwann später an Kraft getreten.

01:04:36: Also wir reden eigentlich über eine Situation, die wir seit zwanzig Jahren mindestens so gesetzlich festgeschrieben haben.

01:04:41: Es gab immer wieder Reformen.

01:04:44: Genau, das hat er einmal ja schon beschrieben, also die Ideen, Reformen zu machen, Dinge zu verbessern.

01:04:49: Es gab dann eine Initiative in Berlin, mit dem das das Berliner Hochschulgesetz reformiert wurde und mehr Befristete Stellen entstehen sollten.

01:04:57: Es wurde dann wieder zurückgenommen.

01:04:58: Es ist ein ganz schön langwieriger Prozess und wahrscheinlich keine Ahnung.

01:05:03: Während bei uns in der Forschung haben wir immer so eine Frage.

01:05:07: Am Ende von unserem Leitfaden stellen wir immer die Frage, Also ich mache jetzt so Stadtforschung, denn fragen wir immer, wie sieht die Stadt in fünfzehn Jahren aus?

01:05:15: Also das Gesetz ist jetzt fast zwanzig Jahre alt.

01:05:17: Euer, ich bin Hanna, Hashtag ist fünf Jahre alt.

01:05:21: Macht doch noch mal so eine Zukunftsvision, bitte für uns auch.

01:05:24: Vielleicht hat jemand eine Zukunftserziehung zum Abschluss.

01:05:34: Alle gucken so Fragen

01:05:37: drin.

01:05:37: Ja, ich meine, es ist immer die Frage.

01:05:40: wie optimistisch wir in die Zukunft blicken.

01:05:42: Und wir wissen natürlich alle, dass wir ziemlich schwierige Rahmenbedingungen zum Teil haben.

01:05:45: Kein Mensch weiß, was passiert gerade in dieser walletilen Situation, die wir jetzt haben, wo wir nicht wissen, gibt es die NATO nächstes Jahr noch.

01:05:53: Es ist einfach so.

01:05:54: Und ich meine, das ist natürlich auch so ein Punkt, wo man irgendwie sagen könnte, wir sollten da was verführen kann, diese kleinen Kämpfe, um das Wisztzeit-VG oder so aufzugeben.

01:06:02: Aber unsere Vision ist natürlich, irgendwo dann in eine Situation hineinzukommen, wo wir es schaffen, endlich mal das ja unbefristete Arbeitsverhältnis zum normalen Arbeitsverhältnis zu machen, wo wir diese Hierarchien abbauen und das finde ich auch immer ganz wichtig, Befristung und Weiterentwicklung zu entkoppeln, weil die ganze Logik basiert im Moment darauf, dass wir sagen, ja die einen sind noch in der Ausbildung, das sind sie dann vielleicht bis Mitte fünftig oder so oder Anfang fünftig und dann sind sie Profs und dann sind sie endlich mal fertig und erwachsene Leute.

01:06:33: und das heißt, wir haben im Prinzip immer diese Idee, man muss frisst, man kann sich nur weiterentwickeln.

01:06:37: wenn man auf befristeten Stellen sitzt.

01:06:39: Und das ist einfach eine völlig falsche Vorstellung.

01:06:42: Und wir haben jetzt Stellen, die irgendwie gar keine Weiterentwicklung ermöglichen, weil die Leute zum Beispiel, achtzehn, zwanzig Semesterwochenstunden unterrichten, also mit Lehre zugeschüttet werden.

01:06:51: Also man denkt es eigentlich so, die Leute werden entfristet und dann verstopfen die das System, entwickeln sich nicht mehr weiter und bleiben auf diesen Stellen.

01:06:58: Und das ist natürlich so, wenn ich keine andere Stelle finde, die auch nur ansatzweise attraktiv ist oder ich überhaupt keine Zeit habe, noch Qualifikationen zu erwerben, die mich für eine weitere Stelle in Frage kommen lassen.

01:07:09: Aber wenn ich mir ein System vorstelle, wozu wir hinkommen müssen, auf dem es möglich ist, sich auf unbefristeten Stellen weiterzuentwickeln, weiter Bildungen zu machen, mal vielleicht ein, zwei Jahre weniger Lehre zu machen, um irgendwie noch was zu schreiben oder so, also dieses System in der Weise zu flexibilisieren, ohne die Flexibilität auf die Personen darin abzuschieben, dann hätten wir ein sehr viel besseres und sehr viel resilienteres Wissenschaftssystem.

01:07:33: Und das ist eigentlich die Zukunftsvision, an der wir arbeiten.

01:07:41: Ich würde gerne eigentlich noch mit einer tese schließen.

01:07:44: Und aber eigentlich sagen, dass wir jetzt gerade auch, dass ihr euch die zeit für unseren podcast hier genommen habt.

01:07:49: Eigentlich ist es gegen auch ein gegenbeweis dieser tese ist.

01:07:52: aber die tese ist das tese sieben und vierzig.

01:07:55: Das Bangen um Verlängerung fördert Selbstdarstellung in Networking nicht qualitativ hochwertige Forschung und Lehre, Wissenschaftskommunikation zu lieben und sie gerne zu machen hat und bis Zeit vor geht kein Raum.

01:08:05: Wissenschaftlerinnen sind gezwungen, stattdessen die Dinge zu priorisieren, die Qualitätsarbeiten voranbringen und den nächsten Vertrag wahrscheinlich machen.

01:08:14: Ich finde irgendwie, dass wir jetzt hier zusammengekommen sind und darüber gesprochen haben und dadurch Leute darüber informieren, wie unsere Arbeitsbedingungen sind, zeigt auch, dass wir es tollfach trotzdem machen.

01:08:22: unter all den Bedingungen, die wir haben.

01:08:25: Und das finde ich eigentlich sehr toll.

01:08:26: Ich bin total toll, dass ihr da wart.

01:08:30: Und würde ich jetzt Danke sagen.

01:08:33: Ja, vielen, vielen Dank.

01:08:35: Ja, hat Spaß gemacht.

01:08:36: Ja, danke

01:08:37: für die Einladung.

01:08:38: Das war Folge forty-eight von Music is the Solody.

01:08:42: Vor forty-nine ist nochmal eine reguläre Folge.

01:08:43: Da haben wir Andreas Willig zu Gast und reden über Engagement im ländlichen Raum.

01:08:47: Und Folge fifty wird dann die Folge, da dürfte ihr euch schon drauf freuen, wo wir unsere Top-Five aller mitgebrachten Songs bewirren werden.

01:08:57: Und ich habe schon gesehen, Tina Dico wurde auch schon gewählt von

01:09:00: einem

01:09:00: anderen Gast.

01:09:02: Also es ist nämlich schon in uns das Songlist von der Playlist auf Spotify drin.

01:09:06: Und heute haben wir schon gleich die Liebe bekommen, der Song muss unbedingt in die Top-Five.

01:09:10: Also so viel Musik geht das über uns.

01:09:13: Danke, dass

01:09:13: Sie da waren.

01:09:20: Music, Sociology,

01:09:22: Gesellschaft

01:09:23: durch Musik verstehen.

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