#50 - 6 aus 49 oder 50 shades of Music - die besten Songs aus 50 Folgen

Shownotes

In fast drei Jahren haben wir mittlerweile 50 Folgen Musi*Sociology produziert. Wir haben unsere bisherigen 34 Gäste gefragt, welche aus der langen Liste aller besprochenen über 170 Songs ihre fünf Lieblingssongs sind. Aus den Rückmeldungen haben wir die TOP 6 ausgewählt. André und Daniel präsentieren also die 6 aus 49 als Jubiläumsausgabe mit Songs von Kapa Tult, Leonard Cohen, M.I.A., Fugees, Tracy Chapman und Christiane Rösinger.

Links in der Folge:

Moderation: André Knabe und Daniel Kubiak

Transkript anzeigen

00:00:06: Sociology, Gesellschaft durch Musik verstehen.

00:00:15: Herzlich Willkommen zu New Sociology!

00:00:18: Das ist der Podcast in dem wir uns Sozialwissenschaftlerinnen einladen und mit denen über Musik reden und wie die Musik ihre Forschung.

00:00:27: beeinflusst.

00:00:29: Wir, das sind einmal ich Daniel, Daniel Grubiak und mein Lieblings-, meine Lieblins-Podcast Maus André.

00:00:36: Hallo André!

00:00:37: Hallo Daniel ja und heute noch Geburtstagsmaus sowas in der Art Jubiläumsmaus.

00:00:41: wir sind diese die Jubiliumsmäuse von Music Sociology Genau

00:00:45: genau die Jubilänungsmäuse.

00:00:47: Wir sind nämlich Folge Fünfzig.

00:00:50: Genau,

00:00:50: Fünfzig voll ist das krass Drei Jahre.

00:00:53: machen wir das jetzt zwei, eins?

00:00:55: Nee, fünfzig Monate.

00:00:57: Wie lange ist das drei Jahre?

00:00:59: Ja!

00:01:00: Also ich glaube es sind nicht ganz ...

00:01:02: Das ist länger.

00:01:03: Na gut, wir haben ja mehr als eine Folge pro Monat manchmal gehabt.

00:01:06: Genau, wir hatten ein paar Sonderfolgen gemacht, die haben einfach alle mitgezielt und wir haben uns gedacht, wir machen heute auch ne Sonderfolge.

00:01:13: Wir sind eigentlich immer noch in unser Staffel-Stadtlandraum.

00:01:16: Eine Folge wollen wir dazu noch machen aber wir dachten, wir müssen heute Folge fünftig muss... gefeiert werden.

00:01:22: Wie geht es dir da mit, mit fünfzig Folgen?

00:01:25: Hättest du das gedacht als wir angefangen haben?

00:01:28: Nee nicht wirklich ich hab... Du hast ja sogar angefangen ohne mich weil ich so gezögert habe und eigentlich habe ich da schon Bock drauf aber ich weiß gar nicht ob sich zu viel Zeit einräumen kann.

00:01:41: und was weiß ich.

00:01:42: Und dann hast du einfach angefangen und die erste Folge mit Zerrin Sallikutlook aufgenommen.

00:01:48: Genau.

00:01:48: Noch unter den schwierigen technischen Umständen

00:01:51: Ja genau, das klingt am Anfang.

00:01:52: Die ersten Folgen klingen noch ziemlich leihenhaft und...

00:01:58: Aber nur technisch nicht inhaltlich?

00:02:00: Nein, inhaltliche nicht!

00:02:02: Na ja dann musste ich einfach reagieren.

00:02:06: Also den Zug konnte ich da nicht mehr abfahren lassen und dann war ich ab der zweiten Folge dabei und fand es auch sofort gut.

00:02:13: also das hat ja auch von einer Rekrutierung her sofort geklappt Leute gefunden, von denen ich nie gedacht hätte, dass die mit uns sprechen.

00:02:23: Von Anfang an!

00:02:25: Allein schon ganz am Anfang der Popstar der Soziologie Aladin Emma Falani, die wir glaube ich fast in jeder Folge danach auch noch mal zitiert haben weil die Folge offensichtlich uns ja beeindruckt hat.

00:02:37: aber auch Heinz Bude, Stefan Lessen nicht

00:02:39: Maximilian Pichel auch gleich am Anfang noch vor Aladin

00:02:42: Daniel Hudes, Toni Mettenberger Alexander Leisner Hannah Haag, Birgit Chlorius Hedwig Richter unglaublich viele leute eingeladen und alle sind gekommen.

00:02:53: Und dann haben wir auch noch angefangen uns mit Musikern zu beschäftigen, die sind auch noch alle gekommen.

00:02:57: Also ich glaube ihr hatten bei den Musikern folgen zwei Absagen und sechs Zusagen so ungefähr

00:03:03: ja auch da überhaupt nicht gerechnet also und dann ja auch für meine Begriffe wirklich Leute Also deren Musik ich selber wirklich höre.

00:03:15: Wo ich wirklich sage, bei denen mich Leute... also wo ich so kleine Fanmomente hatte.

00:03:20: Mit Kappa Tulz zum Beispiel.

00:03:21: Das war total beeindruckend.

00:03:23: Suki als eine Helden meiner Studiezeit eigentlich und das war schon krass auch nicht ziertel wird mir gar nicht mehr.

00:03:35: Es geht mir nicht mal aus dem Kopf seitdem auch dieses Gespräch geführt zu haben danach die Musik nochmal ganz anders zu hören.

00:03:43: Ja, also wenn es nach außen hin gar nichts gebracht hätte.

00:03:49: Wenn es niemand gehört hätte das alle doof finden wäre es für mich trotzdem ein grandioses Projekt

00:03:55: Weil wir ja weil wir auch einfach sehr, sehr viel gute neue Musik kennengelernt haben die wir vorher auch selber nicht kannten.

00:04:00: Also wir hatten ja schon beide das Gefühl Wir sind Leute die sich mit Musik auskennen.

00:04:04: ursprünglich.

00:04:04: Ich glaube das haben wir schon ein paar mal erzählt war ja auch Die Idee dass wir podcast machen wo wir uns zu betteln und immer sagen ne die eine band oder die andere bänd erzählte gesellschaftliche verhältnisse besser.

00:04:15: Aber so was natürlich noch besser weil so haben wir ein musik mitgebracht bekommen die wir eben selber auch gar nicht kannte.

00:04:21: Und was wir gemacht haben ist, dass wir alle unsere Gäste gebeten haben doch mal in unsere lange Liste von Songs zu gucken welche fünf von denen die wiederum am besten fanden.

00:04:36: Wir haben alle angeschrieben und wir haben Rückmeldungen bekommen und dann haben uns mehrere Leute ihre Top Fünf geschickt.

00:04:43: es sind Auf der Spotify Playlist, wir haben eine Spotify Play List seit der Folgen mit Herbert Grönemeyer.

00:04:49: Sollten mir das ja eigentlich auch noch mal hinterfragen warum es gerade ein Spotify Play list ist.

00:04:53: aber da kann man den Großteil des Songs eben nochmal nachhören die... ...die wir hier gespielt haben und uns angehört haben und besprochen haben und allein auf der Spotify Liste sind's onehundert zwanzig Songs.

00:05:04: Die diese Sendung besprochen wurden.

00:05:07: Auch da habe ich wieder gedacht, oh Daniel das macht doch keiner.

00:05:10: Wenn ihr jetzt allen noch mal diese Liste schickst dann solltet ihr aus Hundertsiebzig Songs irgendwas auswählen.

00:05:15: Die Leute die sind beschäftigt hier und haben einen Beruf?

00:05:18: Ja genau, haben aber dann doch einige gemacht.

00:05:24: Ich habe so große Mühe gegeben und haben sich noch mal Zeit um Zeit gebieten.

00:05:29: Und dann später nochmal die Liste geschickt und haben uns immer top fünf geschickt, dann hatten wir ein Bewertungssystem und aus dem Wettungssystem sind am Ende sechs Songs rausgekommen.

00:05:37: ich wollte eigentlich fünf aus fünfzig machen jetzt sind es sechs aus neunundvierzig wird auch die Folge heißen das heißt wir mit sechs Songs die von unseren Gästen als gute Songs bewertet wurden.

00:05:48: Also die besten sechs, so halbwissenschaftlichen Songs.

00:05:51: vielleicht.

00:05:51: noch ganz kurz zu der Spotify-Liste.

00:05:53: Ungefähr zehn bis zwanzig Songs von denen wir hier gehört haben sind halt nicht auf Spotify zu finden.

00:05:57: das heißt am Ende waren sogar fast zweihundert Songs die wir in den Folgen gesprochen haben und deswegen haben jetzt sechs Songs aus neunundvierzig Folgen.

00:06:09: Und wir haben gedacht Wir gehen einfach mal durch

00:06:14: Von hinten nach vorne, wie man das in einer ordentlichen Chartshow so macht.

00:06:17: Song Sechs also der Platz sechs Punkt gleich mit Platz fünf.

00:06:21: beide haben genauso viele Punkte bekommen aber Nummer sechs ist Capatult mit Riber Capuccino.

00:06:27: Der musste einfach rein.

00:06:29: ich bin sehr sehr froh dass es geklappt hat.

00:06:31: Genau ich auch.

00:06:32: der hat uns ja tatsächlich in zwei Folgen auch gleich verfolgt nämlich einmal in Folge einundreißig Weil der Song wurde von Nichts Seattle mitgebracht, die wiederum in dem Chor im Video mitgesungen hat.

00:06:46: Und meinte sie findet den Song so toll und schreibt ihm auch... ...die ökonomische Situation vom Musikerinnen zu gut?

00:07:48: Und dann haben wir ihn nochmal Herbert Grönemeyer vorgespielt in der Folge mit Herbert Grünemeyern weil wir dachten wenn wir über präkiere Musikverhältnisse, Arbeitsverhältnissen an Musik reden dann mussten wir eben diesen Song zeigen Und er wurde auch gewählt unter anderem von Tobi Mettenberger und was wir nämlich auch gemacht haben ist, dass wir die Leute nicht nur gebeten haben uns in der Liste mit ihren Songs zu schicken sondern ein paar von denen habe ich noch angeschrieben.

00:08:13: Dein Song ist in den Top-Six.

00:08:14: willst du uns nicht eine kleine Sprachnachricht machen?

00:08:16: Und Tobi hat das gemacht und ich würde mir jetzt mal vorstellen, wir hören uns die jetzt einfach erst einmal an.

00:08:21: also wie es Mettenberger über Kapatur...

00:08:26: Hallo ihr Bein!

00:08:28: Ich habe mich tierisch gefreut, dass Capatult und der halbe Cappuccino ganz oben in den Top-Fünf gelandet sind.

00:08:35: Als Hitparankind der Achtziger habe ich natürlich dem Ergebnis sehr entgegengefiebert.

00:08:41: eine großartige Band die ich wie viele andere auch nur über euch und Music Sociology kennengelernt hab.

00:08:49: Seitdem habe ich alles was es von Capatul auf YouTube gibt drauf und runter gehört Und freue mich immer wieder, wie Sie seriösen Spaß am Schreien und Krachmachern mit sehr eingängigen Melodien aber auch mit äußerst klugen feinfühligen lustigen Texten zu verbinden.

00:09:08: Der halbe Cappuccino steht für mich auch total sinnbildlich für euer Musikerin Special wo er ja sehr sehr deutlich rauskam das Musikmachen für ganz viele Menschen eine riesengroße Leibenschaft ist, die aber unter den allermeisten Fällen nur prekär möglich ist.

00:09:28: Seitdem ist der Cappuccino zum absoluten Ohrwurm geworden nicht nur wegen meiner Liebe zu enthousiastisch singenden Körnern und Kneipenkörner diese unmittelbare Aufeinanderfolge von Schreien und Rausgehen ist auch sehr sinnbildlich für meinen Alltag sodass ich die Schreistelle schon öfters mitgesungen habe, wenn es drum ging.

00:09:51: Texte zu Layout und Literaturverzeichnisse anzupassen oder ich es auch gefühlt hab, wenn ich den Biomüll nach Tagen aufgemacht hab.

00:10:00: Und meine Reaktion dann auch ist rausgehen in die Welt raus gehen als Lichtblick so dass ich ja auch das Komponenteen auf Tour sehr oft vor mich hingesungen

00:10:10: habe.

00:10:11: Und ja auch ein bisschen Rock'n'Roll immer auf Dienstreisen führt Sei es der auch in einem anderen Song thematisierte Impuls, Sanifair kreativ zu überwinden darf ich nicht durch den Delphinpass oder die schöne Entdeckung des Schienaufzugs aus dem Bochummer Hauptbahnhof in den Kapitult-Videos zu sehen.

00:10:32: So träume ich noch manchmal einer Band hinterher zu reisen und erzähle meiner Frau davon, die mich zum Indie gebracht hat während wir auf dem Sofa Jörg Pilawa gucken, sodass ich in vielen Kanapult-Videos auch dieses Fernweh auf Tour gesehen habe unter Schilderbrücken durchzufahren, Equipment zu schieben und miteinander unterwegs zu sein.

00:10:52: Dabei auch grandios Spaß zu haben.

00:10:55: Last but not least sagt der Song Machen wir erstmal die Diät!

00:10:59: Auch das ist natürlich ziemlich nah an meiner Lebenswirklichkeit dran so dass mir ein zwei Monate mit Caesar Salad sicher gut tun würden.

00:11:09: Jetzt wünsche ich euch noch alles Gute und freue mich so sehr auf viele tolle neue Staffel mit ganz vielen Music-Sociology.

00:11:17: Macht's gut!

00:11:22: Daniel, ich finde das so lustig... Ich stelle mir die ganze Zeit Tobi vor jetzt wie er auf einer Rolltreppe im... Was war das?

00:11:29: Im Bochuma Hauptbahnhof mit seinem Biomüll hoch und runter fährt in Gedanken auf Tour ist und sich überlegt, ob er jetzt nicht nur Diät anfangen sollte.

00:11:42: Und da wer ganz laut singt... Ah!

00:11:44: Das reicht nicht!

00:11:45: Genau!

00:11:45: Das ist reichlich!

00:11:47: Rettteil des Kurses, ja?

00:11:49: Genau.

00:11:51: Ja also vielen Dank Tobi.

00:11:53: Freut der Show.

00:11:55: Ich glaube auch Hörer seit Anfang an das... Seit Anfang an der Show, ich glaub Tobi gehört auch zu Ideen die von Anfang an zugehört haben.

00:12:01: Tobi ist alles, Tobi is Freund Fan-Gast, Kollege und einfach sehr inspirierendes Brain was uns immer wieder auf interessante, lustige Abwege führt.

00:12:18: Wenn Tobi irgendwas kommentiert auch auf Social Media und nee da kommentierte nix aber er schreibt jetzt manchmal E-Mails Gedanken zu folgen und die sind meist so absurd wie das auf der Bochuma Rolltreppe

00:12:32: Genau, also echter Fan.

00:12:36: Die Folge mit Nicht-Titel hieß sich verwandt machen.

00:12:40: Also ich dachte mir das macht irgendwie Sinn dann auch immer den Folgentitel zu nennen.

00:12:45: und ja was mich noch ein bisschen umtreibt ist es bei vielen der Songs die wir heute uns anhören werden Wir feststellen dass es ja in den letzten zwei drei Jahren irgendwann mal relevant war und wie uns das angehört haben aber dass viele Dinge gerade wieder mal relevant geworden sind.

00:13:02: Und gerade heute an dem Tag, an den wir aufnehmen hat gab es die Polyton.

00:13:07: Das ist ein neuer Musikpreis wo Künstlerinnen selber Künstlern wählen und Preise vergeben.

00:13:14: Die Idee ist sozusagen so eine Solidarität innerhalb von MusikerInnen zu schaffen um genau dieses Netzwerk zu bilden was dann auch die eigenen Rechte und Bezahlungen und Finanzierungen eben gut vertreten können nach außen.

00:13:31: Und da war heute auch Wolfram Weimar und hat sich wieder ganz stark ausgesprochen für die Musikindustrie.

00:13:37: Und Herbert Grüner-Meyer war auch im Interview, der war in der Amtschau habe ich noch heute gehört.

00:13:41: also heute, um den September ist es die Folge aufgenommen worden.

00:13:48: Und dann merkt man das ist noch aktuell ne?

00:13:50: Also die prekären Arbeitsbedingungen, Finanzierungsbedingung von Musikinnen ist immer noch aktuell.

00:13:56: Ja genau!

00:13:58: Es bleibt aktuell Das bleibt immer ein kleines Lied.

00:14:01: Also der Kulturstaatsminister, der irgendwie gerade auch anders ins Gerede gekommen ist – genau war aber auch der mit dem Herbert Gröne-Meyer zusammensaß um diese Bedingungen der Bezahlung in Musikstreaming zu diskutieren.

00:14:15: und ja vielleicht passiert ja was.

00:14:18: Und die Forderung ist ja dass endlich man Einsicht bekommt an die Verträge der Plattenfirmen mit den Streamingdiensten.

00:14:26: dann wird man überhaupt reden kann, wie dann nun die Vergütung funktionieren soll.

00:14:31: Genau und dass man das neu aushandelt, ne?

00:14:32: Dass man sagt so wie es zustande gekommen ist, wie das Geld verteilt wird was da eingenommen ist... Das ist nicht gerecht!

00:14:38: Und da müssen einfach diejenigen, die die Musik produzieren, ja ihre ganze Leidenschaft ihr Leben da reinstecken in diese Kunst, die müssen als in allererster Linie beteiligt werden.

00:14:52: Ja also bleibt aktuell.

00:14:55: wollen wir zu Song Fünf kommen?

00:14:58: Ja, können wir sehr gerne machen.

00:15:02: Song Fünf ist Lennart Kohn mit Democracy.

00:15:08: und bevor ich da jetzt ein bisschen Wasser in den Wein gieße bin ich mir sicher du hast eine Lobhuttlei auf diesem Song.

00:15:16: Wir können ja erst mal hören.

00:15:17: Jetzt hab' ich aber hier schon alles verdorben!

00:15:24: Ja

00:15:25: gut, dann hören wir kurz in den Song rein und können ja noch sagen dieser Song kam in der Folge einundzwanzig vor.

00:15:34: In der Folge mit Andreas Blätte.

00:15:36: das war die Staffel zum Thema Demokratie und der Titel der Folge, den mag ich immer noch sehr.

00:15:41: Der Titel ist Demokratie ist gleich Recht plus Freiheit also eine Formel und wir hören einfach mal

00:16:03: den Song.

00:16:29: Na gut, dann probieren wir doch mal unser ursprünglich gedachtes Format.

00:16:32: Wir streiten uns über Songs und sagen wie gut die Gesellschaft erklären oder auch nicht.

00:16:36: Und ich halte einfach mal dagegen jetzt mit einer Polemik und sage das ist alles viel zu pathetisch, viel zu langsam, viel too getragen, viel to schwer, will soviel... Wie so ein großer Schlachtenfilm.

00:16:56: Alle laufen jetzt auf und dieses Getrommel irgendwie, ich sehe schon mal Gipsen irgendwo den Heldentod sterben für die Democracy... Das holt mich nicht ab!

00:17:10: Kann ich gut verstehen, also da habe ich gar nicht so viel dagegen.

00:17:15: Ich weiß gar nicht ob ich den Song selber gewählt hab ehrlich gesagt.

00:17:18: Wir haben ja auch beide abgestimmt.

00:17:20: Aber es hätte sein

00:17:22: können oder?

00:17:23: Ja

00:17:24: wobei also Lennart Krohn mich jetzt auch ehrlich gesagt nie so hundert Prozent abgeholt hat.

00:17:30: aber ich finde schon was... Ich erinnere mich auch, dass ich in der Folge damals das glaube ich schon gesagt hatte.

00:17:36: Was mich schon abholt ist, dass sich in meinem Studium Alexis de Tocqueville gelesen habe über die Demokratie in den Vereinigten Staaten und sozusagen die reine Utopie der amerikanischen Demokratie, die holt mich schonab!

00:17:51: Es sind ein bisschen wie mit Jesus in der Bibel also die Geschichte von Jesus an sich Die holten die schon ab.

00:17:57: Die Umsetzung, da können wir noch mal drüber reden und vielleicht passt das auch also jetzt sozusagen die Umsetzung der Demokratie in den feinischen Staaten gerade ganz aktuell?

00:18:06: Und vielleicht ist das was auch etwas musikalisch.

00:18:08: Also die Idee des Songs ist vielleicht dann doch ganz gut.

00:18:11: Ich mag es genau dieses Getragene bei Lena Cohen durchaus aber die Umsetzungen wenn du sagst ist ein bisschen zu langsam zugetragen Dann kann ich das schon gut verstehen.

00:18:24: Ich fand ja tatsächlich, ich glaube den hattest du ja hier überhaupt erst entdeckt.

00:18:29: Ich hatte dir ja Skank and Nancy mit die erst jetzt fucking political

00:18:33: vorgespielt.

00:18:34: Ja das fand ich euer gar nicht.

00:18:35: Das wäre dann das Gegenteil von getragen und partitisch sondern das wäre so die andere Antwort.

00:18:40: Skank & Nancy fand ich auch interessant.

00:18:42: Es hat es du mitgebracht?

00:18:43: Und das ist wirklich in meiner Musiksozialisation, dass irgendwie spielte das keine allzu große Rolle... ...und Suki brachte das dann aber auch wieder mit.

00:18:53: Und ihr habt euch dann noch das Konzert verabredet mehr oder weniger.

00:18:57: Ja, aber wir haben uns nicht getroffen

00:18:59: wahrscheinlich zur gleichen Zeit am selben Ort ohne euch zu gehen.

00:19:04: Aber sonst war es mir schon mal dem Song ihm auch einfällt ist dass das krass ist weil ich glaube der ist aus den Achtzigern neunzigern habe jetzt gar nichts im Blick und das ist ja schon seitdem wir die Folge gemacht haben.

00:19:15: Die haben wir irgendwann von einem guten Jahr wahrscheinlich sogar etwas länger als ein Jahr.

00:19:20: Ich glaube Trump war schon gewählt, aber noch nicht inauguriert.

00:19:26: Und das ist aus meinen Sachen schon krass.

00:19:29: beobachten wie schnell dann eben doch so ein autoritäner Turn durchgesetzt ist.

00:19:34: Letztens meinte jemand, ich überlege jetzt gerade wer es war.

00:19:42: Ich glaube Selilisa Starken bei der Leipziger Buchmesse, die meinte dass zweiundfünfzig Prozent des Projects schon umgesetzt sei.

00:19:52: Also das Projekt der Republikaner oder der Magerbewegung, die Demokratie auszuhöhlen in den USA.

00:19:58: und ich finde auch da ist der Song schlecht gealtert weil er offensichtlich ja offensichtlich ist die Demokratied doch nicht so widerständig wie er das so ein bisschen beschreibt.

00:20:10: Ja also es wirkt ja wie eine... So eine Wucht, die ein einfach überwältigtes Stück weiß.

00:20:22: Auch das mag ich nicht so richtig!

00:20:25: Dass was ist, den man nicht ausweichen kann, dass es einfach ein überweltigter, als ein ganz großes Ereignis oder sowas.

00:20:34: und ich finde ja Demokratie ist irgendwie viel mehr... Also das ist etwas, was man tagtäglich machen muss.

00:20:40: Dass es diskutieren streiten nach Kompromissen suchen sich nicht zufrieden geben immer wieder weitergehen Sachen überprüfen gucken passt dass noch.

00:20:52: und das ist viel kleinteiliger viel Hektischer vielleicht auch als dieser Song.

00:20:58: Ja

00:20:59: genau wobei ich aber eben genau das in Alexis de Tocqueville eben gelernt habe, dass das ja die Demokratie in den USA tatsächlich ausmacht.

00:21:07: Also dieses Kleinteiligere also tatsächlich sehr stark in den Communities zu arbeiten vieler Entscheidungen auf lokaler Ebene zu treffen ganz viele Bords haben und ganz ganz viel also großen Anteil der Demokratie und der Entscheidungen in die Hände der Leute vor Ort zu legen.

00:21:26: Das ist ja eigentlich sozusagen die Stärke, es gibt nicht den großen King.

00:21:31: Es gibt jetzt immer diese Kingsproteste, den großen king der das alles entscheidet sondern ganz vieles entscheidet man eben auf lokaler Ebene.

00:21:37: und dann gibts ein School Board und die entscheiden wie sie das organisieren und dann gibt's das Police Department Sport.

00:21:42: Also es gibt also die haben so einen Namen, der fällt mir gerade nicht ein.

00:21:46: Aber es gibt auch ein Board in den Städten, die über die Polizei entscheiden werden da der Chef wird und so weiter.

00:21:52: Vieles ist wirklich sehr lokal.

00:21:54: Und das kann ja auch eine Stärke sein.

00:21:58: Gerade wenn dann eben auf der zentralen Ebene so ein Autoriteriatör stattfindet, sind sie diese lokalen Organisationen, die dann wehrhaft seien können.

00:22:09: Zumindest in Kalifornien und einigen anderen Bundesstaaten Funktioniert das ja dann auch wieder.

00:22:14: Ich hatte da neulich ein ganz interessantes Gespräch mit einem Freund, wo ich feststellte... Also ich bin hier nicht so'n USA-Mensch wie du also ich hab jetzt nicht irgendwie längere Zeit damals verbracht oder war da wiederkernt und ich habe aber den Eindruck, also ich kenne einige in meinem Freundeskreis die wie du hin und wider mal dort waren Das, was da gerade in den USA passiert noch mal auf eine ganz andere Weise richtig üble Schmerzen zufühlt.

00:22:48: Weil die etwas ganz anderes dort kennen und gesehen haben offenbar.

00:22:52: Was ich nur erahnen kann aus so Erzählungen aber was einem dann wirklich den Boden oder den Füßen wegzieht wenn man sieht was USA eigentlich auch sein kann.

00:23:04: Und das ist dann wahrscheinlich sowas wie diese Bords.

00:23:09: Ich war erst mal in den USA, in Denver.

00:23:13: Damals wurde gerade kurz bevor wir nach Denver gekommen sind Obama zum Präsidentschaftskandidaten den Demokraten in Denver gebildet.

00:23:21: Wir waren nur ein paar Tage später dort und diese Stimmung hat man schon gespürt.

00:23:25: Und meine Erinnerung ist dass wir dann in so einen hippie Dorf in die Rocky Mountains gefahren sind wo wir wirklich mit so Leuten mit zu peace umhängen und eine Frau damals George W. Bush, der Präsident und eine Frau kam zu uns, die hat dann irgendwann festgestellt, dass wir Deutsche sind oder dass wir eben nicht Amerikaner sind.

00:23:44: Und Kramsons meinte bitte, er hat uns einen Peace-Zeichen geschenkt und meinte Bitte nehmt das Zeichen mit und sagt der ganzen Welt, dass Wir Nicht so sind wie Busch.

00:23:54: Und genau diese... und bei dieser Reise haben wir immer wieder diese Leute getroffen, die in Dan war.

00:24:00: Also Dan war was eine Stadt, die diesen ökologischen Stadtumbau gerade begonnen hatten angefangen am Straßenbahn zu bauen Fußreaktionen eingerichtet haben und so.

00:24:08: Und mit diesen Leuten haben wir viel gesprochen, wir haben mit Leuten gesprochen die sich um Einwanderinnen ohne Papiere gekümmert haben das sie irgendwie oft arbeiten die ja dass die irgendwie fair bezahlt werden, dass die in Wohnungen kommen, dass sie vernünftig wohnen können, dass der Aufenthaltsstatus irgendwie organisiert ist.

00:24:29: und das war im Jahr twohntausend acht.

00:24:30: und mit denen haben wir viele gesprochen.

00:24:31: und da habe ich so gemerkt ah okay Das ist die USA.

00:24:35: Selbstwirksamkeit, sich selbst organisieren, nächsten Liebe zu zeigen und so.

00:24:40: Und gleichzeitig haben wir diese... Wir waren natürlich auch in New York dann und im Westen und wir haben auch diese krasse Armut gesehen.

00:24:45: Und wir haben gesehen wie der Kapitalismus funktioniert, wie umweltschädlich die gesamte amerikanische Lebensweise ist.

00:24:51: Also wir haben uns auf jeden Fall mit Urban Sprawl beschäftigt also diese riesigen Städte, den war man kann einfach Kilometer weit fahren und fährt einfach immer noch an irgendwelchen Häusern vorbei, aber es gibt keinen öffentlichen Fahrverkehr.

00:25:03: Und wir waren auch in der Columbine High School und haben uns die angeschaut wo das Attentat stattgefunden hat.

00:25:13: Das ist ja ein Litteltun und Littletun ist der Ort aus dem die Macher von South Park kommen.

00:25:18: also da gab's eine Verbindung zu dieser Trickserie genau und haben halt auch sozusagen all die negativen Seiten der US-Gesellschaft gesehen.

00:25:26: Und meine Zusammenfassung war damals, dass das wie so eine Hassliebe ist.

00:25:32: Aber seitdem wollte ich immer wieder hin und bin auch immer wieder gerne da und würde eigentlich auch gerne wieder, auch wenn ich gerade nicht weiß, wie es ist, wenn man da unter Trump...

00:25:42: Vielleicht ist es doch lennartkohlenmäßig, dass es doch eine Schlacht zu einer Schlacht ausartet.

00:25:50: Ich weiß ja, wir Soziologen sind immer vorsichtig mit so Polarisierungsthesen aber das ist doch diese beiden Amerikas gibt dieses demokratische auf der einen Seite und dieses prä-fascistische oder in den Fascismus abgleitende auf der anderen Seite die sich dann Unvereinbar, wie auf einem Schlachtfeld gegenüberstehen.

00:26:14: Und vielleicht dann auch so ein... Vielleicht doch wieder einen Schlachtgesang brauchen?

00:26:18: Wahrscheinlich kriegen wir ganz viele böse Kommentare von Leonard Cohen-Fans die sagen, was redet ihr für'n

00:26:24: Quatsch?!

00:26:24: Das ist ganz anders!

00:26:26: Dann gehen wir einfach zum nächsten Song, starke ich vor damit wir unter nicht mehr weiter ins Fett laufen.

00:26:32: und der nächste Song ist tatsächlich ein sehr starker Song.

00:26:37: MIA mit Borders kam in Folge vier.

00:26:41: Der Titel war die neunziger sind zurück leider.

00:26:45: Es war aus der Staffel zur Migration und der Gast war Maximilian Pichl Und wir hören es auch einmal rein.

00:27:41: Okay, MIA mit Borders Andri Das ist deine Erinnerung an diese Folge.

00:27:46: Ach ich fand Maximilian so toll Ich hätte ihm Ewig zu hören können.

00:27:53: Also das war, er hat ganz viel erzählt was womit ich mich aus selber sehr lange beschäftigt habe.

00:27:58: Ich war da ganz lange so anti-rassistisch engagiert und hab da...ich wohne ja in Rostock oder mittlerweile würde ich auch sagen Rostoc ist meine Heimatstadt Und hier gibt es dieses Rostoklichten Hagen und das hat der in der Stadt irgendeine Weise hat das Spuren hier hinterlassen.

00:28:18: Das ist immer sozusagen was, wo die am liebsten gar nicht mehr drüber reden wollen.

00:28:24: Andere wollen da ganz viel darüber reden und gleichzeitig ist es aber in Rostock auch so lange gewesen jedenfalls in den letzten zehn, fünfzehn Jahren, dass dieses Lichtenhagen zu einer besonderen Aufmerksamkeit oder Wachsamkeit führt.

00:28:39: Also es gab in der Zeit, als die AfD so Montags-Demos gemacht hat hier immer wieder breite Bündnisse... Die Breiter waren finde ich also an anderen Orten, die das erfolgreich blockiert und verhindert hatten und so.

00:28:54: Und das kam glaube ich auch aus so einer... So eine Verantwortungsbewusstsein heraus zu wissen.

00:29:01: wir sind hier so ein Brennpunkt dieser Zeit, wo es in den neunziger Jahren zu den Westbeutschläger Jahren halt wirklich geknallt hat und wo ja Deutsche auf Ausländer losgegangen sind.

00:29:18: Systematisch so an.

00:29:19: diese Zeit hatte mit uns nochmal sehr schön aufgearbeitet, dass alles wie es dann auch im Bundestag zum Asylkompromiss und der faktischen Abschaffung eigentlich das Recht auf Asyl kam.

00:29:31: Und wie das begleitet wurde so durch diesen Rauch der Brandsätze an diesen ganzen Orten.

00:29:39: Und bis hin diese Erzählung dann zum Sommer der Migration und dem was danach kam ein bisschen heute also eine sehr wechselhafte Geschichte Und das begleitet durch sehr, sehr eindrückliche Songs unter anderem.

00:29:58: Genau und was ja MAA sehr gut macht ist dass sie vieles von dem was du gerade beschrieben hast aus der Perspektive der ich glaube man kann sagen der Gnächteten erzählt also wie Sie halt versuchen ins Land zu kommen über diese Grenzen an wegzugehen, diese grenzenden Lieder zu reißen Und immer wieder fragen, was ist denn nur mit euren Werten?

00:30:25: Wenn ihr uns aber gar nicht an diesen Werten teilhaben lassen wollt sondern sie so vor euch her tragt.

00:30:31: Aber nicht uns Teil davon sein lasst.

00:30:37: Ja das ist total stark.

00:30:48: Ich glaube der Song ist auch in dieser Zeit entstanden, ne?

00:30:50: In dieser Zeit das Summer of Migration ein bisschen davor, glaub ich.

00:30:55: Das ist ja, es ist interessanter an dieser, sagen wir mal, der Migrations-... Ja tatsächlich

00:30:58: nicht von im Jahr zwei Tausend Fünfzehn ist er.

00:31:00: Naja und das Interessante aber an diesem, an dieser Zeit Zwei Tausenden Fünften ist ja dass immer so ein bisschen zu erzählt wird als wenn das dann die große Zeit der Flucht war.

00:31:09: Aber ich kann mich erinnern, dass das eben schon Jahre davor ein ganz großes Thema den Kreisen, an denen ich mich bewegt habe Natürlich schon längst war die Kritik an den europäischen Außengrenzen, an den Dublin Verfahren.

00:31:23: Die Kritik daran, dass Deutschland sich durch das Dublin Verfahr noch immer so ein bisschen raushalten konnte und einfach sagen konnte wir haben ja keine Außengrenze es geht uns nichts an und sozusagen ist in Mainitalien und Spanien und Griechenland ein großes Thema war.

00:31:35: und mit dem Jahr zwölfundfünfzehn ist es dann überhaupt erst auch zu einem Thema in den milde europäischen Staaten geworden.

00:31:42: Und deswegen ist es.

00:31:42: für uns ist es so dieses Jahr wo das so virulent wurde, aber für viele andere Staaten in südlich Europa vor allen Dingen war es schon viel früher relevant.

00:31:55: Ja, stimmt!

00:31:56: Das ist dann so aufgebrochen und

00:31:58: der Sommer der Migration besteht noch für was anderes und das hat Maximilian uns auch... nahe gebracht.

00:32:05: Nämlich für was, das heute auch extrem wichtig ist wo uns Andreas Willisch in der letzten Folge darauf hingewiesen hat dass wir Soziologen und Soziologenen auch irgendwie stückweit dafür zuständig sind zu zeigen wann Gesellschaft eigentlich funktioniert.

00:32:20: Und es gibt ja zu dem Jahr die ganz schlimme Geschichte die öffentlich erzählt wird von wegen Wir haben das nicht geschafft.

00:32:27: Das war alles dann irgendwann zu viel.

00:32:29: Die Gesellschaft überfordert.

00:32:31: Der Staat hat das gar nicht hingekriegt Und Maximilian macht das ja auch, indem er das halt Sommer der Migration nennt und nicht weiß gar nicht was da sonst für Diskurs oder Begriffe sind.

00:32:41: Flüchtlingskrise

00:32:42: war einer der Begriffen, die so häufig benutzt bis heute benutzt wird und es gab den Versuch zu einer Umerziehung, in dem man gesagt hat, Sommer der migration.

00:32:50: Ja genau.

00:32:51: Es war

00:32:52: Sommer der Migration.

00:32:56: Es haben sich zivilgesellschaftliche Strukturen gebildet, die innerhalb kürzester Zeit viel effizienter und schneller... niedrigschwelliger, als es der Staat konnte.

00:33:07: Und der Schützungsleistung organisiert haben.

00:33:08: hier in Rostock – jetzt fange ich wieder an mit Rostok – hat sich RostocHilft gegründet und ich saß da in diesem Rostork Hilftbüro.

00:33:15: Ich hatte da ein neu geborenes Kind, ich war da wenig involviert aber ich habe das mal so einen Tag so mitbeobachtet wie das da lief.

00:33:21: Da waren Leute.

00:33:22: die waren gestern noch stinknormale Studis einer Uni und haben am nächsten Tag am Telefon gesessen und der RS AG, der Rostcker Straßenbahn AG gesagt wo sie welche Busse hinstellen sollen damit die Leute irgendwie in Turnhallen, die sie auch schon organisiert haben transportiert werden können.

00:33:38: Dann mit der Feuerwehr telefonierte gesagt wir brauchen da dies dann dem Täschelsten Hilfswerk.

00:33:42: gesagt das wäre ganz gut wenn ihr die und jene Ausstattung bringen würdet und dort braucht es übrigens noch Suppe Und dann drumrum unglaubliches Organisationen an Spenden, Kleiderspenden, Leuten die Brote geschmiert haben.

00:33:58: Das war für mich Also tatsächlich eigentlich so ein Erlebnis von Selbstwirksamkeit.

00:34:08: Und hier geht was und dann würde ich die Kritik erst später einhaken, nämlich dass der Staat sehr schnell versucht hat die Kontrolle zurückzukriegen und diese Initiativen schnell den gesagt hat das war nett, dass er das gemacht hat vielen Dank.

00:34:23: aber jetzt übernehmen wir und damit eigentlich ja diese Selbstwirksamkeitserfahrung dieses Wir schaffen das, was Angela Merkel ja so formuliert hat.

00:34:34: Dann wieder zu Nichte gemacht hat, dass die Leute dann schnell wieder aus der Verantwortung herausgenommen wurden, obwohl sie es gar nicht wollten?

00:34:42: Es gibt so Studien, wenn man alle zusammenzieht – so vierzehn bis sechszehn Millionen Menschen in irgendeiner Form in dieser Fluchthilfe eingeboten waren, in den Sportvereinen und in den freiwilligen Feuerwehren einfach am Bahnhof irgendwie etwas verteilen und so….

00:34:59: Das ist viel!

00:35:00: Das war echt eine große Bewegung.

00:35:02: der und das, was der Staat ja gemacht hat.

00:35:04: Du hast jetzt gesagt, sie haben sich da vor allen Dingen diese Hilfsorganisation also in die Hilfe eingemischt und haben da staatliche Strukturen geschaffen.

00:35:11: Das war ja teilweise auch angemahnt.

00:35:13: Also es gab ja auch viele, die gesagt haben ihr müsst jetzt aber auch mal etwas tun so.

00:35:17: Aber was wir natürlich auch gemacht haben ist dann halt eben wieder dieser Ordnungspolitik und diese ganze Idee von Grenzensichern und Migration Ordnen zu organisieren.

00:35:27: Türkei Deal ist ja damals auch ein eine politische Situation gewesen, die Angela Merkel dann eben angegangen ist um dann letztendlich diese Flüchtlings, also diesen Fluchtkorridor auch wieder zu schließen und die Leute dann in der Türkei zu behalten.

00:35:45: Und mit sehr vielen Millionen von Eurolen der Türken, die der Reiter bei uns unterstützen, die Leute nicht mehr rauszulassen.

00:35:52: Also sind die in der Türkiye geblieben?

00:35:53: Dann hatten wir dieses große Erdbeben... Ich weiß jetzt gerade gar nicht ganz genau.

00:36:00: An der türkisch-syrischen Grenze, also in den chronischen Gebieten und dort leben... Lass mich jetzt lügen, ich glaube es waren so ungefähr zwei Millionen Menschen die dort leben sind Geflüchtete aus Syrien, die in der Türkei leben, die eben nicht mehr weitergehen konnten durch dieses Türkeihabkommen.

00:36:17: Und von diesen zwei Millionen menschen sind dann auch viele diesem Erdbeben zum Beispiel zum Opfer gefallen.

00:36:21: Also das war denn diese Flüchtlingskrise war dann sozusagen eine Krise vor Ort an der türkischen syrischen grenze und ihm nicht mehr in europa und das hat dann aber auch die leute hier nicht mehr so sehr interessiert.

00:36:32: lass uns zur nächsten song kommen weil er auch so gut zusammen passt.

00:36:37: zu dem vierten song nämlich platz drei willst du sagen wir welcher song es ist.

00:36:42: ja You can't hide, gonna find you And take it slowly Ready or

00:36:50: not, here I come Gonna find you and make you want me.

00:37:14: Now that i escaped sleep walk away.

00:37:17: Those who could relate know the world.

00:37:18: they kick Gelbars ain't golden gates.

00:37:21: those who fake they break When they meet their four hundred pound made.

00:37:25: if i could rule the world everyone would have a gun in the ghetto.

00:37:28: of course, we get the up and on their hearts kick a rom drink it move shine.

00:37:33: i pour a sip for the concrete but it is cease.

00:37:35: but no don't weave white clefs in his state of sleep thinking about the robbery that I did last week.

00:38:02: Und wir haben ja schon über Max gesprochen, auch dieser Song kam in der Folge mit Max vor.

00:38:10: Das fände ich total verrückt.

00:38:11: Ich hätte immer schwören können, dass den Song Alladin Almar Valani mitgebracht hat weil er so perfekt zu dem passt was Alladin erzählt hat.

00:38:19: aber es war nicht so.

00:38:20: Ja

00:38:20: genau, den hat auch Max mitgebracht und Dean hat Max eben auch vorgeschlagen als ein der Top fünf Und zu diesem Song hat er uns eine Sprache noch richtig geschickt.

00:38:29: Also Maximilian

00:38:30: Pichl, falls jemand recherchieren will, wer dieser Max ist...

00:38:33: Genau!

00:38:34: Ich glaube ihr sagt aber auch selber zum Schluss irgendwie hier ist Max oder so.

00:38:38: Ihr könnt ja mal reinhören was er uns zu sagen hat.

00:38:41: Lieber Daniel, lieber André, ihr habt mich ja damals zu einem Podcast eingeladen wo ich über Asylrecht und Migrationspolitik gesprochen habe und der Song von den Fuji's ist dafür einfach immer noch Ein sehr gutes musikalisches Beispiel für Erfahrungen von Geflüchteten in den USA und ja, den alltäglichen Struggle denen die Menschen haben.

00:39:07: In Bezug auch auf Zuschreibungen, die sie ertragen müssen.

00:39:12: Der ganze Song der ist im Endeffekt ein Rap-Up von ganz vielen unterschiedlichen musikalischen Einflüssen und Samples musikalisch natürlich auch ganz eindeutig beeinflusst von der Melodik von Lauren Hill.

00:39:29: Also, ganz unabhängig von jedem Inhalt hat er Song in der US-amerikanischen Rapgeschichte bis heute Spuren hinterlassen.

00:39:37: was ihn aber inhaltlich eben auch so interessant macht ist dass in dem Song ganz viele Fragen von Kriminalität verhandelt werden die Geflüchteten und Migrierenden zugeschrieben werden und damit spielt die Band auch in ihrem Song.

00:39:51: wenn beispielsweise Press in seinem dritten Verse davon spricht, ready or not.

00:39:57: Refugees taking over the Buffalo Soldier, Threadlike Rusta.

00:40:01: Da haben wir natürlich in Bezug auf Bob Marley eine Referenz und die ganze koloniale Erschließungsgeschichte.

00:40:11: Wir haben aber auch Referenzen, wenn Lauren Hill an die Prohibitionsgeschichte erinnert in dem Song Wenn noch mal aufgerufen wird die ganze heidianische Fluchtgeschichte in den USA, wenn die Fuji sich hier als Refugees von Guantanamo Bay bezeichnen.

00:40:32: Und sie stellen sich auch ganz klar in die US-amerikanische schwarze Geschichte, wenn Sie Referenzen singen an Nina Simone und Cassius Clay in dem Song und schreiben diese kulturelle Produktionsgeschichte von Schwarzen in den U.S.A.

00:40:46: Ford also insbesondere geflüchteten Schwarzen.

00:40:50: Das macht diesen Song, finde ich bis heute zu einem musikalisch wie inhaltlich hochinteressanten Musikstück der Geschichte.

00:40:59: Und wir können damit gerade in den heutigen Zeiten vielleicht sogar sehr schöne Interpretationen und Gedankenimpulse aufnehmen wenn wir uns mit der US-amerikanischen Migrationspolitik aktuell auseinandersetzen wo im Endeffekt versucht wird genau diese Geschichte die die Fujis da singen, wegzutilgen.

00:41:21: Habt noch einen schönen Podcast?

00:41:23: Ich freu mich auf mehr!

00:41:26: Genau und hier fastert es ja eigentlich nochmal so in den zweieinhalb Minuten ganz gut zusammen.

00:41:32: Warum er wie er sich Gedanken gemacht hat über die Musik, die auch selber damals mitgebracht hatte.

00:41:37: Und ist schon fast da, will man schon gar nicht mehr so viel zu sagen.

00:41:42: Also ein super starker Song wo ich zumindest auch gemerkt habe nochmal als er ihm jetzt mitgepracht wurde.

00:41:49: Damals war es für mich einfach ein cooler Hip-Hop Song.

00:41:53: Und erst durch die Folge mit Max hab ich verstanden, worum's da eigentlich geht?

00:41:56: Ja!

00:41:59: Das erinnert mich auch an die Folge Mit Marlonna sehr deutlich.

00:42:07: Also das war sozusagen wie schon so eine... Einmal vorgefühlt.

00:42:12: zu dem was Marlonnna uns dann näher gebracht hat, die uns ja Musik von schwarzen Musikerinnen in Deutschland mitgebracht hat, die ich zumindest vielleicht auch du und ich damals als sie populär war gar nicht als Musik von People of Color oder so gelesen haben.

00:42:32: Und Marlonne hat uns Daniel erzählt das aber trotzdem dieses... Also die nicht frei waren von rassistischer Diskriminierung wie Sie erfahren haben Ja, irgendwie popkulturell auch ausblenden kann und dass man auch dann eben die Fujis hören kann.

00:42:51: Und ready or not was ganz klar politischer Song ist einfach nur als netten gefälligen Pop-Song.

00:43:00: Ich würde gerne noch einen ganz kurzen, wenn du jetzt schon mal London erwähnst, einen ganz kurz weiteren Schwenk machen.

00:43:06: Denn ich habe dich jetzt zu etwas gezwungen.

00:43:08: Ich glaube, so vor ungefähr einem Monat hab' ich gesagt du musst zu dieser einen Veranstaltung in Peter Weißhaus gehen weil nämlich meine Freundin Paula Flurstenberg mit ihren Schriftstellerkolleginnen Alisha Garmich und Raphael Rett ein Stück gemacht haben indem sie Ihre Ereignis aufwachsen in den patriarchalen Strukturen der neunziger Jahre, abgeglichen haben mit der Musik die sie damals gefeiert haben.

00:43:40: Und Sie haben das an den Spice Girls und Tic-Tac-Tou und an Destiny's Child gemacht und haben so verschiedene Sachen dabei abgearbeitet.

00:43:49: Und gerade Tic Tac

00:43:53: Tour... Hast du das gesehen auch?

00:43:56: Ja, genau.

00:43:57: Ich habe es zu Berlin

00:43:58: gesehen und dachte das ist großartig.

00:44:04: Das sind Schriftstellerinnen die schreiben Bücher.

00:44:07: Die haben sich kennengelernt im Schloss Vipassdorf und haben dort gemeinsam entschieden wir gründen eine literarische Girlband Und wir denken mal darüber nach was eigentlich diese Girlbands in unserer Kindheit und Jugend mit uns gemacht hat.

00:44:20: Und Paula hat sich eben mit Tic-Tac-Toe beschäftigt.

00:44:23: Und Tic Tac Toe war ja auch beim Ballon d'Anthema, ne?

00:44:28: Ich finde das tatsächlich mit TIC-TAC TOE so spannend.

00:44:31: diese Band die ja einerseits als diese emanzipatorische Band wahrgenommen wurde, diese frechen Frauen, die irgendwie Kraftausdrücke benutzen und so.

00:44:41: Das haben wir auch mit Ballon Dach besprochen.

00:44:44: Und gleichzeitig aber auch drei schwarze Frauen waren... Was aber irgendwie sozusagen gar nicht so richtig zum Thema wurde, aber dann eben doch zum Thema gemacht wurden und immer wieder diese rassistischen Stereotypen dort reingefahren sind.

00:44:58: Also wer sich da noch mal genauer beschäftigen will hört die Folge mit Malonda oder geht

00:45:03: unbedingt zu diesem No Scribes heißt das oder dieses szenische Lesung.

00:45:08: Das war wirklich ein Erlebnis.

00:45:09: ich bin ja sehr dankbar für dass mich das mit Nachdruck oder.

00:45:12: mehrere Leute haben mich übrigens von verschiedenen Ecken aufgefordert jeder hin andere gerade in Rostock, das ist ein großes Glück und das kann ich auch so sehen.

00:45:23: Kann ich nur so bestätigen?

00:45:25: Und ich habe sie danach gefragt Sie sind wohl im Herbst noch mal unterwegs.

00:45:28: also die Chance gibt es wohl noch dass man dies nochmal sehen kann.

00:45:32: Genau, das sind die Futures mit Ready or Not.

00:45:36: Wo das ja auch eben sozusagen eine Rolle spielt ist ja auch neunziger Jahre Hip Hop in den USA war sowieso eine Musik von Schwarzen gewesen.

00:45:45: deswegen war es da jetzt nicht so stark thematisiert.

00:45:49: aber sie haben ja eben also da sind ganz viele Anleihen Max hat's ja gerade in der Sprachnachricht gesagt zu ganz viele anleihen an Fluchtbewegungen und Empowerments Bewegung und so drinnen die man eigentlich erst versteht wenn man wirklich richtig tief reingeht in diesen und ja beeindruckt ist irgendwie.

00:46:05: Das, das ist tatsächlich hole ich diese diesen Song dieses ready or not here I come you can hide also immer wieder raus weil dass weil das theoretisch halt so anschlussfähig ist an so rassismustheorien also dieses Du befindest dich in einer Einwanderungsgesellschaft.

00:46:31: Finde dich damit ab, du kannst das jetzt irgendwie mögen oder nicht?

00:46:35: Aber du kannst es nicht wegdiskutieren!

00:46:36: Das ist einfach ein Fakt.

00:46:38: wir sind da!

00:46:38: Wir sind seit Generationen da!

00:46:40: Du kannst sich nicht davon verstecken und ich werde jetzt herkommen und übernehmen Und auch dagegen kannst du gar nichts machen.

00:46:45: Das ist der Lauf der Dinge... Wir sind hier, wir sind dabei und daran wird sich auch nichts ändern.

00:46:57: Und das klingt halt aus dieser Hip-Hop-Attitüde wie so eine freche Ansage, so ein frecher und hiphopes Klingel.

00:47:08: Wie ist es auch ein bisschen komische alte Leute bei der Wortwahl?

00:47:13: Aber also wie so ne Kampfansage... Es ist aber rein theoretisch aus wissenschaftlicher Sicht einfach die Beschreibung der Situation.

00:47:25: Also einer Einwendungsgesellschaft!

00:47:27: Genau, genau.

00:47:28: Und da gibt es ja auch schon viele so zoolerischen Theorien die dann halt vom Melting-Pot sprechen, schon in den zwanziger Jahren der USA, die Chicago School, die sich aus einer stazzozologischen Perspektive damit beschäftigt hat... Amerikanische Städte, die so eine Schmelztiege von verschiedenen Kulturen und so sind.

00:47:46: Wenn die USA an sich ist ein Einwanderungsland also diese Debatte, die wir in Deutschland irgendwie geführt haben und dann irgendwie die Süßbrotkommissionen in den Nullerjahren überhaupt erst angefangen hat dem Deutschen mal zu erklären ihr seid ein Einwerbungsland das stand ja in den USA nie zur Debatte.

00:48:02: Also das USA sind explizit ein Änderungskont gelesen, Quadefinition.

00:48:08: wenn man noch ein bisschen tiefer in die kolonialen Strukturen geht, dann ist es eigentlich ein Land was auf Titler-Kolonialismus heraus entstanden ist.

00:48:17: Also das ist ja nicht eine Einwanderung sondern eigentlich eine Kolonialisierung des Kontinents gewesen.

00:48:26: also es waren immer Leute, die gekommen sind aber es war natürlich auch schon Leute da.

00:48:28: so auch das muss ja nochmal verhandelt werden.

00:48:30: interessanterweise haben wir da jetzt glaube ich noch nie so richtig Songs zu gehabt die sich mit den First Nations und den Indigen Vielleicht wäre das nochmal irgendwie eine Sonderfolge wert, sich damit noch mal auseinanderzusetzen.

00:48:42: Was eigentlich mit denen ist die da waren, ne?

00:48:45: Das gehört ja auch noch einmal zur Geschichte dazu.

00:48:48: Weil es gab ja auch Migrationsbewegungen und das habe ich dann... Das war zum Beispiel etwas was ich in den USA gelernt habe wo ich gemerkt hab, dass das für einen krassen Schmerz auch dann auslöst.

00:48:56: Ich war dann in Chattanooga, das ist in Tennessee.

00:49:00: Chattanuga kennt man weil's in Chatternooga Tchuchu gibt so ein Folksong irgendwie über so ein Zug, der halt immer Choo-Choo macht und in Chattanooga ist eine Stadt wo tatsächlich die First Nations vertrieben wurden.

00:49:14: Also da sind einfach die Weißen gekommen und haben gesagt ihr geht jetzt hier.

00:49:17: Und dann gibt es diesen Trail of Tiers glaube ich heißt das also den Weg den dann die OEIN Wohner der USA gehen mussten um dann in die Reservate weiter am Westen zu gehen weil sie halt von hinten... weißen von den Kolonisten, für den Einwanderern verdrängt wurden.

00:49:35: Also genau aber so.

00:49:36: trotzdem jetzt ist Chicago, New York, Boston, Philadelphia sind halt Einwarnungsstädte geprägt von ganz vielen von einer sehr heterologischen Stadtgesellschaft und es ist auch so zu logisch immer erfasst worden.

00:49:49: also da gibt's eben ganz Robert Park wurde mir als allererster einfallen Soziologische Grundland Literatur, die explizit darauf beruht wie man eigentlich so eine Gesellschaft organisieren kann.

00:50:03: Wenn es eben sozusagen kein Entzünder ist, dass es keine Arkt-Song-Regime gibt also kein altes Regime was überwunden werden musste sondern wenn tatsächlich eine neue Gesellschaft aufgebaut wird und das gewisserweise dort stattgefunden hat.

00:50:17: Die

00:50:18: sich immer weiter permanent

00:50:20: in jede Gesellschaft.

00:50:25: Treibt uns vielleicht auch so ein bisschen zu unserem Platz zwei.

00:50:29: Muss man schon so Trommelwirbel machen, zweiter Platz schon?

00:50:32: Ja!

00:50:33: Der Song der auf Platz zwei gewählt wurde Tracy Chapman Talking About Revolution mitgebracht von Hannah Hark

00:50:43: in

00:50:44: der Staffel zur sozialer Ungleichheit.

00:50:46: Der Titel der Folge war Frauen-Männer-Revolutionen.

00:50:49: Weißt du, das habe ich mir die Tüte ausgedacht, nicht nur auch dazu zu sein.

00:50:52: Das war Folge drei zehn.

00:50:54: Können wir kurz reinhören?

00:51:06: We're talking about a revolution, it sounds.

00:51:13: Poor people gonna rise up and get their share poor people gonna raise up And take what's that?

00:51:31: Don't you know your better run?

00:51:32: Talking bout'a revolution Talking bout a revolution Standing in the world behind.

00:51:56: I got to do stuff so those armies of salvation Wasting time in the end of the world but not sitting around waiting for approval.

00:52:57: Genau, Tracy Chapman.

00:52:59: Ich glaube das habt ihr es damals schon erfolge gesagt.

00:53:01: Mein allererstes Bild ist Tracy Chapmen mit ihrer Gitarre im Wendley Stadion.

00:53:07: Die Technik funktioniert nicht.

00:53:08: deswegen kann David Bowie noch nicht auftreten und man sagt ihr singt doch noch ein Song stellt sich einfach nur mit der Gitarra auf die Bühne, siebzig tausend Leute It's like a whisper.

00:53:21: Und sie flüstert das auch in dieser Stade hinein, also die Stade ist komplett still.

00:53:27: Also ikonisch glaube ich an, es sind achtundachtzig später tritt dann noch Queen auf und haben ihr großes Coming Back.

00:53:33: aber Tracy Chapman dass das ist das erste Bild was mir reinkommt.

00:53:38: und ein unglaublich starker Song

00:53:41: ja also auch einer der durch alle Milieus und Schichten irgendwie dringt, der unglaubliche Kraft hat.

00:53:51: Und dem Mann aber glaube ich seine... Also die politische Botschaft lässt sich nicht so leicht wegignorieren wie bei den Fritschis oder so.

00:54:03: wenn man jetzt nicht gerade Englisch spricht oder so dann kann man das noch eher als ein Pop-Song so weghören.

00:54:09: dass es Tracy Chapman da um irgendwas geht, das ist glaube ich offensichtlich.

00:54:13: Ja, wobei auch jedes so war.

00:54:17: Dieses genauer auf den Text mal hören und dieses man steht an für die Welfare... Und alle stehen da!

00:54:24: Warum macht ihr eigentlich gerade keine Revolution?

00:54:26: Also warum geht ihr nicht einfach los und fängt mal an über Revolution zu sprechen?

00:54:33: Bewusst geworden ist, als Hannah das für soziale Ungleichheit mitgebracht hat.

00:54:37: Also diese Talking about Revolution.

00:54:39: Das fand ich sowieso bei unserem Podcast sehr spannend.

00:54:41: Es ist sehr oft in sehr vielen Songs die wir besprochen haben um diese Widerständigkeit geht und dieses revolutionistische geht.

00:54:48: Und dieses Wir müssen eigentlich Gesellschaft überwinden neu gestalten.

00:54:52: Dass wirklich viele Songs hatten, die in diese Richtung gegangen sind und es hier besonders stark drin steckt Aber sie ja eigentlich auch sehr genau beschreibt, warum es nötig ist und da eine sehr genaue Beschreibung auch im Song

00:55:04: findet.

00:55:04: Eigentlich ist es sinnwildlich für das was wir vorher besprochen haben.

00:55:08: Ich meine es fängt an mit Don't you know they are talking about a revolution?

00:55:12: Sounds like a whisper!

00:55:13: Don't You Know Talking About A

00:55:14: Revolution?!

00:55:15: Also so... Kriegst du das nicht mit?

00:55:18: Die reden da gerade über ne Revolution Und Du sitzt hier so Und merkst du es nicht, die flüstern da was.

00:55:27: Aber die meinen eigentlich viel mehr als bei dir

00:55:30: ankommt.".

00:55:32: Ja und dann natürlich auch diese Stimme... ...und diese ganze Aura, die Tracy Chapman irgendwie hat.

00:55:42: also sie hatte jetzt auch zuletzt öfter mal noch aufgetreten... ...jetzt schon dreißig Jahre später etwas graue, vierzig Jahre später fast... ...grauer Haare.

00:55:52: und trotzdem ist aber noch dieses Stimme und die Aura ist noch da Und also bei Tracy Chapman ist es bei mir auch so, dass ich diesen Song schon sehr lange kenne und schon als Kind viel gehört habe.

00:56:04: Aber das ich dann auch später erst richtig verstanden hab, dass es noch mehr Songs gibt und dass die eigentlich alle großartig sind ... mit dem Aspekt von sozialer Ungleichheit, Empowerment, Widerstand und so arbeiten.

00:56:18: Aber eben auch in diesem Fall ist es eigentlich auch ganz passend dass Hannah den mitgebracht hat.

00:56:21: Eben auch sich viel mit Feminismus und Sexismus und Patriarchat auseinandersetzt.

00:56:27: Gerade da zu fragen ob du dich eigentlich erinnerst welche beiden Songs Hannah noch mitgebracht haben?

00:56:32: Ja ja genau.

00:56:33: also ich wollte gerne erst mal eine Podcastempfehlung machen weil Hannah nämlich nachdem sie bei uns war hat sie einen eigenen Podcast angefangen

00:56:44: Aber nicht wegen uns.

00:56:45: Das klingt jetzt, das wäre glaube ich zu viel der Ehre.

00:56:47: Sie ist schon sehr inspiriert gewesen von unserem Podcast.

00:56:50: die heißt nachgefragt mit Sternstein wir packen ein bisschen die Show-Notes.

00:56:54: Hannah arbeitet ja beim Gender und Frauenforschungszentrum der hessischen Hochschulen d.h.

00:57:04: sie organisiert Gender & Frauenforschung ... an allen hessischen Hochschulen, also sie managed es da so.

00:57:10: Und sie hat diesen... Sie hat das sozusagen als starbes Thema und die anderen beiden Songs, die sie mitgebracht hatten waren nämlich tatsächlich haben sich eben deswegen der Titel Frauen Männer Revolutionen.

00:57:22: Es war nämlich einmal Nuss-Elektrik

00:57:26: Mit natürlich weil ich ein Mädchen bin

00:57:29: Genau!

00:57:31: Und Herbert können wir ja eben mit Männer und wir haben ihm auch viel über soziale Ungleichheit Geschlechterrollen und geschlechter Beziehungen gesprochen.

00:57:39: Und es steckt ja schon auch bei Tracy Chapman jetzt vielleicht in diesem Song nicht ganz so stark drin, aber in vielen anderen Songs oder den anderen beiden Songs die er mitgebracht hat war das dann sehr explizit.

00:57:47: Das war toll!

00:57:49: Das war großartig.

00:57:50: also zwei eigentlich banale Songs, die man eher als seichtere Pop-Songs irgendwie wegstecken könnte über die wir dann wirklich in die Tiefe gegangen sind Und Lucy Electric auch eigentlich als so eine ganz frühe Ikone, also in meiner Generation ist Lucy Electric fast zeitgleich oder vielleicht sogar noch vor Tic Tac To.

00:58:13: Also wir kommen aus Berlin-Brandenburg und da hat ja Lucy von Ork, also Lucy ins Sky hieß sie das glaube ich.

00:58:18: Nachts hat so ein Blue Moon moderiert und hat auch immer so Mädchen und Frauenthemen irgendwie mit angesprochen.

00:58:24: Stimmt, stimmt.

00:58:25: War da irgendwie...

00:58:27: Die viel bessere Bravo sozusagen!

00:58:29: Genau, genau.

00:58:31: Das war irgendwie toll!

00:58:33: Ich glaube darauf sind wir auch eingegangen.

00:58:36: und bei Männer von Herbert Grönemeyer fällt mir ein dass gerade ... Gimel, genau.

00:58:46: Das hast du mir glaube ich sogar geschickt.

00:58:48: Sich sehr positiv auf Herbert Grünenmaier bezogen hat und gesagt das ist irgendwie der einzige alte weiße Mann, der nie so richtig daneben gegriffen hat.

00:58:58: Und in diesem Männerlied steckt ja auch ganz viel drin was bis heute leider nicht passiert also sich mit Männlichkeit auseinandersetzen, mänlichem Selbstverständnis, männlichen Emotionen und so.

00:59:11: da wird ganz viel angesprochen Und ich glaube, wir hätten im Leben nicht gedacht.

00:59:15: Hättest du uns damals gefragt, ob wir mal eine Folge mit Herbert Grönemeyer machen?

00:59:19: Ich hätte laut gelacht was ich aber auch vor zwei drei Monaten noch hätte.

00:59:23: und auch Abe als er mir gesagt hat, eventuell klappt das mit Herbert Grünemeyer.

00:59:30: Ja genau, ehrlich gesagt habe ich noch während der Podcastaufnahme mit Herbert Gröne-Meyer gelacht.

00:59:37: Ich sitze hier mit Herbert.

00:59:41: Oder

00:59:41: jeder mit uns.

00:59:47: Genau, also ich muss auch wirklich sagen... Also ich glaube man kann diesen Männer-Song auch kritisch sehen.

00:59:53: Da sind doch hier und da schon Texte dahin drin wo man so denkt, Männer bauen Raketen, Männer kaufen Frauen sagt er ja auch.

01:00:02: aber irgendwie weiß ich nicht bei mir hat der schon so gewirkt dass es ist schon eine kritische Männlichkeit die da auch angesprochen wird, ich glaube das können andere anders sehen.

01:00:15: Aber ich kann dir nur sagen wie es auf mich gewirkt hat.

01:00:17: Auf mich hat der Song schon eher so gewürgt dass ich mir darüber Gedanken gemacht habe wie ist das eigentlich ein Mann zu werden als ich den Song ja schon als Junge gehört.

01:00:27: Wir müssen irgendwie weiter im Programm kommen.

01:00:29: wir sind ein bisschen abweichen.

01:00:42: Das ist doch der richtige Trainer.

01:00:44: Wir müssen viel mehr mit diesen Trennern hier arbeiten, die uns das Programm anbietet.

01:00:48: Klats eins!

01:00:49: Wir kommen zur feierlichen Verkündung des Music-Systheology Hits aller der ersten fünfzig Folgen des beliebtesten Songs unserer Gäste.

01:01:00: Es ist Christiane Rösinger mit Eigentumswohnungen geworden.

01:01:06: Du du du du Ja, ein großartiger Song und ich glaube, ich habe ihn mitgebracht.

01:02:56: Muss ich gestehen?

01:02:58: Richtig!

01:02:59: Folge fünfzehn der Staffelfinale zur Sozialer Ungleichheit.

01:03:03: Der Titel der Folge ist Ne Pro Wissen und Eigentümsglück Und du hast so Christiane Rösinger mitgebracht?

01:03:11: Ja, es war fast ein bisschen unangenehm.

01:03:13: Es ist kein Song von irgendeinem Gast, sondern jetzt einer, den wir selber mit eingeschmuggelt haben in die Liste.

01:03:19: Aber er war halt mit in der Wertung und ich finde ihn auch nach wie vor großartig.

01:03:25: Ich mag sowieso Christiane-Rösinger so sehr!

01:03:28: Mit allem was sie macht beginnt mit den Lessis-Singern bis zum Theater das sie heute macht wo sie ja ganz viel Stadt Ja, Klassismus und solche Sachen.

01:03:41: Thematisiert und sehr diskurslastig mit der Stadtgesellschaft arbeitet da in Berlin.

01:03:48: Und dieser Song ist einfach ... Der bringt es auf den Punkt!

01:03:51: Es macht einfach einen Unterschied ob Moody und Papi mir eine Wohnung kaufen können oder nicht?

01:04:01: Wir wollten, wir sagen ja auch manchmal was Kritisches.

01:04:03: Aber wenn sie uns die Wohnung nun schon schenken wollen, dann was sollen wir denn tun?

01:04:06: Dann nehmen wir sie halt.

01:04:08: und es ist ja auch schon ein schöner Vorgriff als es war Folge fünfzehn.

01:04:11: Und mittlerweile sind wir in der Staffel, in dem wir uns mit Stadtland und Raum beschäftigen und das ist ja immer ein schönen Vorgriff auf städtische Begebenheiten.

01:04:20: also diese Ökonomie von Stadt haben wir noch gar nicht so sehr besprochen bisher aber die steckt da ja auch extrem stark drin.

01:04:27: Also wer kann sich eigentlich statt leisten das Leben in der Stadt und wer nicht.

01:04:33: Ja, und wer wohnt wo?

01:04:35: Das wird leider auch immer stärker auf den vielen Städten zu einem Schicksal.

01:04:43: In welchem Stadtteil wächst du auf?

01:04:45: Wo bist du geboren?

01:04:46: Welche Chancen bekommst Du?

01:04:49: gerade?

01:04:49: sehr Kligation in diesen ostdeutschen Großstädten spielt eine sehr große Rolle weil die einfach so angelegt sind dass es diese Neubau-Gürtel außen rumgibt, wo viel Leerstand es lange gab.

01:05:04: Viele auch.

01:05:04: in vielen Städten wurde es erfolgreich zurückgebaut und zu einem neuen Quartier irgendwie umgebaut.

01:05:09: Aber es gibt eben auch viele, wo dort halt der einzig verbliebene bezahlbare Wohnraum ist und Menschen mit geringem Einkommen in großer Zahl zusammenleben.

01:05:23: Und das is schlecht für alle!

01:05:27: Für die, die dort leben auf jeden Fall.

01:05:28: Weil das halt Chancen minimiert aber auch für die gesamte Stadt weil halt soziale Probleme entstehen wenn die soziale Mobilität nicht... Also wenn sie unterbrochen wird, weil die einen eben dort zur Schule gehen und die anderen dort und die einen ganz andere Bedingungen vorfinden als die anderen.

01:05:52: Aber darum geht es eigentlich gar nicht in dem Song.

01:05:54: In dem Song geht's eigentlich, um sich schämen für die eigenen Privilegien unter Linken.

01:06:09: Und beziehungsweise auch um so ein sehr ... sehr forsches Jemandem auf die Privileggien doch hinweisen und sagen ja du kannst dich hier toll solidarisieren sehr, sehr große Worte machen.

01:06:26: Aber am Ende bist du auch nicht betroffen wenn es um ganz viele Themen geht wie Armut, Wohnungsnot, Verdrängung oder so.

01:06:35: Das betrifft andere.

01:06:36: und dann sagt mir doch mal konkret was ist denn dein Anteil daran diese Situation irgendwie zu verbessern?

01:06:43: Und das lässt sich aus der Eigentumswohnung heraus leicht schimpfen.

01:06:49: Da habe ich nur zwei Assoziationen.

01:06:50: die eine ist Parasite Der film der koreanische film den oska gewonnen hat vor so drei vier jahren, wo eine familie die eben in sehr prekären bedingungen lebt.

01:07:04: In Seoul Korea Südkorea und dann irgendwie durch umstände fängt erst erfahrter an bei einem sehr reichen man als chauffeur zu arbeiten Und fängt dann so langsam an seine ganze Familie da unterzubringen als Haushaltshilfe und als Gärtner.

01:07:20: Und als Englisch-Aushilfelehrerin usw.

01:07:23: Und irgendwann arbeitet er die ganze arme Familie bei der reichen Familie, und es gibt... ...und dann werden diese zwei Welten aufgezeigt, auch diese krassen Privilegien, die dort mit drin stecken.

01:07:35: Dann gibt es diesen Satz den ich wirklich... ... der mir hängen geblieben ist, einmal sagt... Ich glaube die Tochter sagt das.

01:07:43: Der Armenfamilie sagt... Nee!

01:07:46: Die Mutter sagt, sie sind immer so schön freundlich diese Reichen heute.

01:07:50: und dann sagt die Toch da, ja es ist auch einfach wenn du reich bist kannst du halt auch immer lächeln.

01:07:55: Und ich finde da steckt zu ganz viel drin von diesen Privilegien.

01:07:58: und wenn du gerade über die Kriegeration gesprochen hast in Halle, in der Stadt in der ich jetzt gerade viel forsche, ist diese Kriegerierung auch sehr stark.

01:08:07: Die Migration ist auch, ich glaube es ist ein Rostock nicht anders.

01:08:10: Diese Migration wird sehr stark mit Migrationen verbunden weil die Menschen in der Halle, die eine Migrationsgeschichte haben sind zu einem ganz großen Teil eben in der Zeit des Sommers einer Migration gekommen und Talle hatte das große Glück dass sie sehr viel Wohnraum hatten den sie dann zur Verfügung stellen konnten nämlich in diesen sozialistischen Klarnstadt-Siedlungen.

01:08:34: Und dann findet da jetzt genau die Sicherkration statt und du hast dann eben so eine Situation, dass du in Paulusviertel.

01:08:41: Die Leute hast sie besonders offen für Migrationen und für eine Einwanderungsgesellschaft sind und sich auch wählen mit einem Migrationsanteil von fünf Prozent.

01:08:54: Und aber dann in der Neustadt, von denen die Wählen dürfen, vierzig Prozent die AfD wählen... Und gleichzeitig aber sozusagen die Hälfte der Leute, die dort leben überhaupt gar nicht wählen dürfen.

01:09:06: Weil sie Kinder sind oder eben keinen deutschen Pass haben und da ist ja auch natürlich eine Offenheit gibt in der Neustadt für Migration, aber das dann so diese Aushandlungen sind und gerade in Halle gar nicht so viel Kontakt zwischen diesen beiden Städten eigentlich ist also zwischen Halle und Halle-Neustadt.

01:09:25: Das ist wahrscheinlich eh nicht mit Lichtenhagen und der Kruppelina Torvorstadt

01:09:31: Das ist wahr, das stimmt.

01:09:34: Das ist ein sehr gutes Beispiel was du da gerade anführst weil nämlich ich habe zwar keine Eigentubeswohnung aber trotzdem sind mir also wenn... Ich hatte ja vorhin gesagt dass ich irgendwie so anti-rassistisch engagiert war in der ganze Zeit lang und teilen auch immer noch dass sie solidarisch bin und auf Demos gehe und dann wird einem aber natürlich das eigene Privileg Glas klar bewusst, also wenn du Hausaufgabenhilfe für Geflüchtete machst.

01:10:01: Wenn du Fahrradkurse für Frauen organisierst die ich es sich selber gebe weil ich keine Frau bin aber im Hintergrund zu Sachen organisiert habe und so... Und wenn du mit Leuten zum Amt gehst oder wenn du irgendwie in den Kirchenasyl begleitest dann gehst du ja immer wieder in dein trautes Heim am Abend

01:10:23: zurück

01:10:25: Und denkst, oh Gott wie unendlich reich bin ich eigentlich und wie unglaublich gut geht es mir.

01:10:36: Wie sicher bin ich?

01:10:39: Das stört die Verbindung am Ende.

01:10:44: Ich habe zu ganz vielen Menschen ... durch diese antirassistische Arbeit kennengelernt habe, ein sehr herzliches fast schon fühlte sich an wie so ein freundschaftliches Verhältnis aufgebaut.

01:10:56: Aber am Ende steht eine unendliche Kluft, eine unüberwehrndwildbare Kluff zwischen uns die eben sich in dieser materiellen und rechtlichen und sozialen Ungleichheit irgendwie bahn bricht und die nur ganz schwer für eine gewisse Zeit sich so wegdiskutieren lässt.

01:11:21: Also wenn man auf einem Camp ist, wo man zeltet gemeinsam kocht irgendwie ne zeitlang irgendwie einen Alltag miteinander teilt und dann auch so durch Tätigkeiten irgendwie so eine Gleichheit herstellt, dann ist das in einer Situation so konstruiert.

01:11:37: aber gesellschaftlich bleibst du immer der Privilegierte die sich paternalistisch für jemanden einsetzt.

01:11:43: Du kriegst es nicht gerade gerückt.

01:11:46: Das bleibt immer schief und irgendwo auch fühlt sich dann falsche Verlogen an, obwohl's trotzdem richtig ist das zu tun.

01:11:55: Genau.

01:11:56: Es gibt ja sozusagen in der Situation, in der man sich befindet, da sozusagen drei Möglichkeiten scheint mir.

01:12:01: Möglichkeit eins ist zu jammern.

01:12:03: um ihr geht so gut ich kann dagegen gar nichts tun.

01:12:06: Möglichkeit zwei wäre darüber überhaupt nie nachzudenken sondern als gegeben hinzunehmen und nichts zu tun?

01:12:15: Möglichkeit drei ist, ich reflektiere das und ich versuche daraus Handlungen zu ziehen.

01:12:19: Also was sich schon manchmal das Gefühl habe dass wir manchmal in so ein mein Gott ich bin so privilegiert also wir beide befinden also wir sitzen hier können uns es warme schlicht an und wir machen jetzt einen Podcast konnten aus dem Mikros kaufen.

01:12:35: also nicht so.

01:12:38: aber... Ich will jetzt gar nichts.

01:12:40: ich glaube man muss immer aufpassen ... dabei nicht den Blut zu bleiben, sondern... Nicht das Privileg nur zu erkennen.

01:12:50: Das ist der erste Schritt.

01:12:51: Also das erste Schritt ist man erkennt es gar nicht.

01:12:53: Der zweite Schritt ist mein Erkennens und verbleibt irgendwie in der Situation.

01:12:57: Und der dritte Schritt ist okay.

01:12:58: was kann ich jetzt immer mit meinen Privilegen tun?

01:13:01: Wenn es nur die monatliche Spende an Sea-Watches oder einen lokalen Verein Wir als Wissenschaftler, die wir unsere Öffentlichkeit nutzen können oder Strukturen anbieten können und der Song von Christiane Rösinger beschreibt eher Leute, die eigentlich in dieser Stufe blitzen bleiben.

01:13:25: Eigentlich ist es ja nicht so schön aber wir nehmen die Wohnung halt trotzdem und bleiben halt dabei stehen.

01:13:32: Ja also die Wohnung neben ist keine solidarische Praxis ne?

01:13:35: Also irgendwie... zu gucken, ich habe hier Ressourcen.

01:13:38: Kann ich das irgendwie teilen?

01:13:41: Aber dafür bräuchte man jetzt auch eine gewisse Form der Verbundenheit zwischen unterschiedlichen Milieus und Klassen und Schichten irgendwie.

01:13:53: Und diese Praxis ist uns halt nicht in die Wiege gelegt in einer Gesellschaft wo alles auf Familie basiert.

01:14:02: Mein Opa hat zum Beispiel immer gesagt Geld bleibt in der Familie Das ist eigentlich nach draußen oder irgendwas.

01:14:08: Und ein Haus teilt man auch nicht, oder irgendetwas.

01:14:11: und das sind so glaube ich Werte die sehr dazu beitragen dass dieses Teilen nicht funktioniert zwischen denen die haben und den die weniger haben.

01:14:27: Eine Geschichte zum Abschluss.

01:14:30: Nach der Herbert-Grönemeyer-Folge hatte ich doch ein Interview mit den norddeutschen Neuesten Nachrichten, wie mit dem Nordkulier

01:14:39: zusammen

01:14:40: so eine Zeitungsgemeinschaft bilden hier in MV und ...

01:14:45: Podcaster im Glück!

01:14:46: Podcaster im Glück, genau.

01:14:48: Einer der lustigsten Artikel die ich je über mich gelesen habe.

01:14:53: Podcaster in Glück.

01:14:54: Herbert Grönemeyer kommt zu Rostocker-Podcast so ungefähr.

01:15:00: Und dann waren er da bei uns in unserem kleinen Büro Und ich hab ihm das alles erzählt, ja wir sind hier sozialwissenschaftlicher Kollektivbetrieb und wir machen so nebenbei so ein Podcast.

01:15:09: Auch wie das gar nicht ihr berufst?

01:15:11: Nee, nee, das ist irgendwie so ein Hobby was wir nebenbei machen.

01:15:15: Unser Podcast ist nicht unser Hobby!

01:15:16: Unser teures Hobby.

01:15:19: Ja wen hatten sie schon zu Gast und dann habe ich es ein bisschen aufgezählt.

01:15:22: Da klingelt so wenig bei ihm.

01:15:23: Dann habe ich die Herbert Grönemeyer Geschichte erzählt... der Podcast da im Glück wurde und am Ende fragte er mich ganz sicher, das ist jetzt eine gute Frage.

01:15:33: Da kann er noch was draus machen.

01:15:35: Na und?

01:15:36: Wen laden Sie als nächstes ein?

01:15:38: Jetzt muss ja weitergehen!

01:15:40: Und wir fiel gar nix ein, ich hab gesagt... Na ja, vielleicht Christiane Rösinger.

01:15:45: Die macht sich gerade ganz gut in unseren Charts!

01:15:48: Wir hatten das schon angefangen zu sammeln und die kann ich mir sehr gut als Gast vorstellen.

01:15:56: Es war so überhaupt nicht was er hören wollte.

01:15:58: Er wollte jetzt irgendwie einen anderen Robster bei Donner oder?

01:16:04: Dann dachte ich oh... Vielleicht bleiben wir doch eher ein Nischenprodukt.

01:16:12: Wir haben uns dann Andreas Willig eingeladen.

01:16:14: Ja, genau!

01:16:15: Und das war ja die letzte Folge und die hatte auch was mit dem knarrenden Stuhl in der... Mit dem knarrenden Holzstuhl von Andreas, den man die ganze Zeit gehört.

01:16:29: Das geht weiter ne?

01:16:29: Also fünfzig Folgen machen wir bestimmt noch langsam bedächtigt

01:16:37: vielleicht

01:16:38: Vielleicht nicht in der gleichen Intensität und vielleicht auch sogar ein höherer Intensitiet, wir werden sehen.

01:16:45: Ein paar Folgen kommen auf jeden Fall noch und ich habe gedacht jetzt haben wir ihm unsere Gäste gefragt wenn ihr noch irgendwie eure Lieblingsfolge habt die uns gerne mitteilen wollt.

01:16:59: also wir freuen uns immer über Sprachnachrichten die können wir.

01:17:02: jetzt eine Rubrik anfangen.

01:17:04: Wer sich Song des Monats schickt uns einfach ein Song, den ihr gefunden habt.

01:17:09: Also jetzt ihr Hörerinnen.

01:17:13: Schickt uns einen Song, die ihr gefunden haben.

01:17:15: Den ihr gerne mit uns diskutieren wollt, den er uns vorstellen wollt.

01:17:17: So eine drei Minuten Sprachnachricht können wir immer mit einbauen und können darüber reden.

01:17:22: oder sagt uns welche Themen ihr interessant finden würdet in den nächsten fünfzig Folgen.

01:17:28: Wir wissen ja schon, dass wir als nächstes Staffelthema Emotionen machen wollen.

01:17:33: Weil ich jetzt gerade auf der Tagung zu den Empathy-Walls von Adi Hochschild die glaube ich auch sehr spannend wären zu diskutieren.

01:17:42: aber wenn ihr noch eine andere Idee für ein Staffelthema habt sagt uns Bescheid.

01:17:46: also geht mit unseren Kontakt.

01:17:48: ihr findet unsere E-Mail-Adressen Ihr könnt uns Kommentare in die ganzen Streamingdienste hineinschreiben und könnt uns auch auf Instagram

01:17:57: Eine Diäme und dann kriegt ihr unsere Nummer für die Versendung der Sprachnachricht.

01:18:04: Vielleicht wird ja Podcast noch ein bisschen interaktiver, ein bisschen haben wir das schon hinbekommen.

01:18:08: mit unserer Top Ten des Jahres, zwei tausendfünfundzwanzig wo unser HörerInnen Songs vorgeschlagen haben und jetzt eben die sechsteunzehnundvierzig in den ersten fünfzig Folgen.

01:18:22: bleibt uns noch was zu sagen.

01:18:25: Ich freue mich auf die nächsten fünfzig.

01:18:28: Bis dann.

01:18:28: Macht Spaß mit dir, Daniel!

01:18:33: Hört ihr auf allen gängigen Podcastformaten.

01:19:01: Wenn Ihr keine Folge verpassen wollt, dann abonniert diesen Podcast!

01:19:06: Für Kritik und Lob könnt Ihr uns jederzeit schreiben.

01:19:10: Bis zur nächsten Folge.

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