#52 - Sulin Sardoschau - Identität und Anpassung als Erfolgs- oder Nachteilsmodell? Teil II (S5E7.2)

Shownotes

Wir haben die Wirtschaftswissenschaftlerin Sulin Sardoschau zu Gast, die sowohl Juniorprofessorin für Migrationsökonomie an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät als auch am Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin ist. Wir führen ein Gespräch über die besten Städte zum Leben, die Chancen und Grenzen von Zahlen, um Gesellschaft zu erklären und über Identitätsforschung. Ein langes Gespräch, deswegen hier der zweite Teil, der erste wurde am 8.5.2026 veröffentlicht.

Links zur Folge:

Moderation: André Knabe und Daniel Kubiak

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00:00:00: Es schützt ja niemand den Ingenieur aus Südasien vor rassistischer Gewalt.

00:00:06: Und dann suchen die sich Deutschland einfach gar nicht erst aus.

00:00:09: und dann wird es natürlich auch dazu, dass innerhalb dieser populistischen Länder das, dass es dort zu einer Sortierung von Menschen kommt, die tatsächlich rausgehen aus diesem Region.

00:00:22: Das sind häufig auch junge Menschen, das sind häufig auf Frauen Und dann kommt es auch zu so einer räumlichen Trennung von Menschen mit unterschiedlichen Ansichten, was dann weiterhin zur Polarisierung beiträgt.

00:00:33: Aber das wisst ihr ja viel besser als ich.

00:00:34: Ihr seid ja

00:00:36: auch

00:00:36: in Teilen Raumforscher.

00:00:56: Herzlich willkommen zum zweiten Teil unserer Folge.

00:01:02: Zweiter Teil heißt, es gibt einen ersten Teil.

00:01:04: Wir schlagen euch vor und hört einfach den ersten Teil an denn wir haben in der Mitte unterbrochen weil wir die sehr lange Folge in zwei Teile unterteilen wollten und ihr werdet das zweiten Teil besser verstehen wenn ihr euch den ersten angehört habt.

00:01:15: Wir steigen direkt ein fangen gleich mit dem dritten Song von Zulin an und deswegen hört erstmal den ersten teil.

00:01:21: und jetzt viel Spaß mit Teil zwei.

00:01:26: Lass uns zu dem nächsten Song gehen, weil wir haben ja darüber gesprochen Identität ist ein soziales Konstrukt und du hast auch die anderen Songs auch dann noch so ein bisschen ausgesucht.

00:01:33: Und wir gehen jetzt zu Gender glaube ich.

00:01:37: Cleaning to Rock Human Drama.

00:01:40: Wir hören mal rein?

00:02:06: Ja also ich fand das ganz interessant.

00:02:48: Also ich forsche nicht zu Gender aber ich glaub es spielt genau rein in diese Identitäts.

00:02:55: Frage und wie viel davon eigentlich Selbstwahrnehmung ist, Fremdwahrnähmungen ist.

00:03:00: Und wie fluide das sein kann.

00:03:04: Identität nie nachdem in welchem Kontext man ist Beispielsweise für Man hat ja unterschiedliche Anreize sich zu identifizieren mit einer gewissen Gruppe Wie wir eben auch schon besprochen hatten.

00:03:23: Vielleicht hat man eine Vielleicht gibt es sowas wie eine tatsächliche intrinsische Identität, die man hat.

00:03:30: Ich weiß gar nicht ob das wirklich so ist oder ob diese intrinsische identität eigentlich immer informiert ist von der Außenwahrnehmung und was dir gespiegelt wird.

00:03:41: Aber stellen wir uns mal vor, wir hätten diese intrinsischen Identität.

00:03:45: Wir werden ja auch bereit Was anderes nach außen zu spiegeln um akzeptiert zu werden oder um ökonomisch-sozialpolitisch Anschluss zu finden.

00:03:58: Und dann kann es natürlich sein, dass man eine Maske trägt, die sich so ein bisschen in das eigene Gesicht einfräst und vielleicht assimiliert man sich ein bisschen hin zu einer Identität, die man eigentlich nur aus Selbstschutz gespiegelt hat.

00:04:20: Ich habe auch ein paar Papiere, die sich so was anschauen.

00:04:25: Beispielsweise schauen wir uns die Zuordnung von Geflüchteten in Deutschland an und je nachdem ob sie in Regionen kommen, die xenophober sind passen Sie sich schneller an die Präferenzen der Bevölkerung an also sind schneller bereit ihre eigenen Werte, Normen, Präferenzen abzulegen und sich zu assimilieren an diese...

00:05:01: Da wo die Region Xenophobas ist.

00:05:03: Da wo der Region Xenophoba ist weil sie einen größeren Druck haben.

00:05:09: Gleichzeitig haben Sie weniger ökonomischen Anschluss also sie verdienen weniger und sind länger in Arbeitslosigkeit aus genau dem selben Ausschlussmechanismus, der sie dazu geführt hat sich irgendwie zumindest in ihrer Darstellung zu assimilieren.

00:05:32: Es gibt einen Assimilationstruck, der materialisiert sich aber der übersetzt sich nicht im tatsächlichen ökonomischen Erfolg weil dieselben Mechanismen die diesen Druck eigentlich ausüben da zu führen dass der sich gar nicht lohnt.

00:05:49: Das heißt, du kannst in Kontexten tatsächlich eine Pluralität haben von Präferenzen und ökonomischer Partizipation gleichzeitig.

00:06:02: Weil häufig wird ja so ein bisschen gesagt dass das gemeinsam einhergehen muss also diese kulturelle soziale Angepasstheit zu ökonymischem Erfolg führt.

00:06:18: Das ist zumindest in dem Papier.

00:06:20: Und in der Phase, in Deutschland zwischen zwei Tünzehn und Zwei Tausend Achtzehn nicht der Fall.

00:06:29: Zumindest kurzfristig gibt es diese Anpassungsmechanismen die sich die in der kulturellen Anpassung hochgehen aber an der ökonomischen Realität sich eigentlich nicht widerspiegeln sondern Nachteile

00:06:41: bieten.

00:06:41: ich mache jetzt mal Ganz gewagtes Beispiel.

00:06:44: Ihr könnt mich beide dafür gleich ohrfeigen.

00:06:47: Nee, das gibt es nicht, weil wir...

00:06:50: Insofern bin ich jetzt sicher.

00:06:51: Ja genau!

00:06:53: Ich weiß nicht ob man das ab des Zulässig ist aber überhaupt schönes mit mir selber ankommen und so eine eigene Klote erzählen um das zu übersetzen.

00:07:01: Ich bin in einem Kleingartenverein und bin dort als junge liberaler Mensch unter anderen Menschen, die eine Hegemonie dort haben, die ein ganz anderes Wertesystem haben.

00:07:14: Die mir sehr klar machen wie mein Garten auszusehen hat, wie hoch meine Hecke zu sein hat und wie oft ich den Rasen schneide und um den Garten alles gestalten soll.

00:07:25: Und die üben einen enormen Druck auf mich aus der dazu führt dass sich tatsächlich Compliance Also ich schneide diese Hecke, ich versuche so die Anforderung soweit es geht irgendwie zu erfüllen um dann meine Ruhe zu haben.

00:07:42: Das heißt also daraus habe ich vor allem meine Ruhr...also die nerven mich nicht weiter, die sehen so meinen Bemühnen und ich versuch irgendwie halbwegs mitzumachen.

00:07:56: Ich hab aber keine Macht oder sowas.

00:07:59: Wenn ich jetzt in diesem Kleingartenverein mehrere Leute hätte, die so sind wie ich dann könnte ich mich mit denen solidarisieren.

00:08:06: Dann könnte ich vielleicht in diesen Verein irgendwie sagen naja bestimmte Vorstellungen also wir sind ja keine schlechten Gärtner Wir sehen manche Sachen nur anders.

00:08:15: Wir würden gerne andere Praxen auch irgendwie hier so einführen.

00:08:18: wäre das möglich?

00:08:19: Also dann könnten wir uns gemeinsam Auch in dem Vereinen engagieren dessen Mitglied ich ja bin Wo ich mich aber erst engagiere wenn es eine kritische Masse gibt wo ich denke so okay da da habe ich irgendwie so ein bisschen Unterstützung oder so ein paar Leute, die mich verstehen.

00:08:34: Und das mache ich auf keinen Fall, solange ich diese Hegemonie spüre und dann bleibe ich aber auch klein.

00:08:41: Also dann bleib' ich...

00:08:43: Na ja!

00:08:44: Die Mechanismen, die du gerade beschrieben hast, führen auch dazu, dass eben andere junge liberale Menschen sich gar nicht erst entscheiden diesen kleinen Garten.

00:08:51: Entweder sie sich nicht entscheiden den kleinen Gartens zu nehmen Vorstand.

00:08:57: Habe ich erst zugelassen werden?

00:08:58: Ja,

00:08:59: also im schlimmsten Fall rate ich den davon sogar ab in meine Gartenanlage zu kommen und sagen geht lieber woanders hin.

00:09:05: hier ist ganz schön schlimm.

00:09:08: Also... Ich habe gerade eine ganze Literatur zusammengefasst eigentlich.

00:09:12: Du hast

00:09:13: mir ein Kleingartenes sowieso der Beste sozusagen

00:09:18: für Vorschlüsse.

00:09:19: Nee das ist genau so!

00:09:20: Ihr habt unterschiedliche Dinge angesprochen die auch einigen Papieren tatsächlich auch empirisch nachgewiesen werden.

00:09:29: Das eine ist zum Beispiel in unserem Papier so direkt.

00:09:33: André, dein Punkt zu wie wirken sich eigentlich Netzwerke aus auf solche konfirmistischen Kräfte?

00:09:43: Und es ist schon so dass die Auswirkungen von Xenophobie auf die kulturelle Assimilation von Geflüchteten abgedämpft wird dadurch, dass man eine Community hat.

00:09:58: Jetzt ist es aber häufig so das diese Community selber wenig Zugänge hat zu ökonomischen Chancen.

00:10:06: Das heißt sie helfen einem ein bisschen nicht komplett isoliert zu sein, aber haben auch nicht den Anschluss und tatsächlich

00:10:17: Jobs

00:10:17: zu vermitteln mit einem Einkommenswachstum oder mit einer Karriereentwicklung, die tatsächlich dergleicht wie in Kontexten wo auch Leute, die nicht geflüchtet sind einen helfenden Job zu finden.

00:10:34: Weil Jobsuche sehr häufig auch über Netzwerke funktioniert.

00:10:38: An dieser Stelle hinkt jetzt mein Vergleich.

00:10:40: das war ich da so vorsichtig und ob ich das überhaupt sagen darf also bin ja alles andere als... in meiner Community Ressourcenarm oder so.

00:10:49: Also ich hab ja, das ist ja jetzt nur wenn man diesen Container des Vereins nimmt übertragbar.

00:10:55: Genau also es ist ein bisschen als wäre es so, als hättet ihr eine große Gartenanlage und wenn du neu dazukommst bekommst du erst mal einen Quadratmeter von den tausend und die Community entscheidet dann gemeinsam ob du den zweiten und den dritten bekommest usw.

00:11:13: Und natürlich hilft es, wenn du ganz viele andere hast, die auch einen kleinen Quadratmeter haben.

00:11:19: Aber dann müssen schon sehr, sehr viele sein damit du da ankommst dagegen.

00:11:24: Das heißt ... Du wirst weniger schnell wachsen können und selbst wenn sehr viele andere da sind, hilft es häufig nicht zu wachsen im Gegenteil.

00:11:41: Und das ist vielleicht so ein bisschen die Analogie zum Netzwerken?

00:11:46: Und dann gibt es natürlich auch genau das.

00:11:48: Also gerade in den letzten Jahren kommen immer mehr Papiere raus zu den Auswirkungen von Rechtspopulismus auf die Zuwanderung von Menschen und da zeigt sich auch ganz stark, dass Rechtspopulation dazu führt erstmal international, dass weniger hoch qualifizierte Migrantinnen ins Land kommen weil wie gesagt sie können sich's aussuchen gehen dann ungern in Kontexte, wo sie rassistisch angegangen werden.

00:12:21: Weil in Berlin keiner weiß ob du für Google Code ist oder Obdu'n Volt-Wahl fährst.

00:12:30: Also die Rassifizierung findet ja auf einer Ebene statt, die gar nicht Raum lässt für irgendeine Unterscheidung – nicht dass wir die wollten aber Es schützt ja niemand den Engineer aus Südasien vor rassistischer Gewalt.

00:12:53: und dann suchen die sich Deutschland einfach gar nicht erst aus.

00:12:57: Und dann wird es natürlich auch dazu, dass innerhalb dieser populistischen Länder das ist dort zu einer Sortierung von Menschen kommt... Tatsächlich rausgehen aus diesen Regionen.

00:13:12: Es sind häufig auch junge Menschen, es sind häufig auf Frauen und dann kommt's auch zu so einer räumlichen Trennung von Menschen mit unterschiedlichen Ansichten was dann weiterhin zur Polarisierung beiträgt.

00:13:24: aber das wisst ihr ja viel besser als ich hier seit Ja Auch in Teilen Raumforscherinnen also

00:13:31: Genau.

00:13:31: Aber Also das hätte ich jetzt auch bei dieser deiner Studie nochmal noch mal gefragt ne?

00:13:35: Also weil das eine ist dass du gerade schon gesagt hast.

00:13:39: Also das, was Andri über seine Klänge hat erzählt, passiert natürlich auch in einem größeren räumlichen Kontext.

00:13:46: In deiner Studie sieht man halt dass die xenophoben Einstellungen im ostdeutschen Regionen sehr viel stärker ausgeprägt sind und das sorgt dafür, dass innerhalb Deutschlands auch noch mal eine Erzählung herrscht, ich gehe nicht nach Dresden oder Halle oder Leipzig sondern wenn dann gehe ich nach Wiesbaden oder Leberkusen Was ja dann auch nochmal sozusagen verstärkt, wo überhaupt... ...ökonomischer Progress stattfinden kann.

00:14:15: Aber es gibt noch was anderes, weil nämlich die Abwanderung spielt dabei eine Rolle.

00:14:21: Also wenn die Leute gut assimiliert... Ich mache jetzt zur Anführungszeichen.

00:14:26: Wenn sie sich gut angepasst haben und die Sprache gut können und dadurch in höhere Jobs geraten sollten,... Wir haben hier die ganze Ärzte-Diskussion zum Beispiel Dann sind die natürlich auch in der Situation, in der sie sehr viel freier entscheiden können aus ökonomisch Freie aber auch aus anderen Gründen.

00:14:42: Freier entscheiden kann den Raum zu verlassen also.

00:14:47: Die Erklärung dafür dass es weniger hoch qualifizierte Facharbeiterinnen dort gibt wo die Leute sich stärker assimilieren kann natürlich auch darin liegen das die dieses getan haben auch freier sind.

00:14:57: in der Entscheidung also meiner Forschung im Marktburg habe ich das explizit gehabt.

00:15:02: die Leute die ... aus verschiedenen Gründen in der Lage waren, frei zu entscheiden wo sie wohnen.

00:15:07: Haben gesagt an dem Moment, an den mein Kind in die Schule kommt... ...weil dann habe ich einen Schulrechtsanspruch... ...die ich nach Braunschweig.

00:15:14: Da kann ich besser in meinem Job arbeiten... Also da kann ich genauso gut in meinem job arbeiten.

00:15:17: aber ich hab nicht mehr den Rassismus,... ...den ich hier am Alltag in der Plattenbausiedlung im Magdeburg-Nord habe.

00:15:23: Und diese gleiche Entscheidung kann natürlich jetzt nicht jemand treffen, der... Flughafen Halle Leipzig bei Amazon auf dem Triehkreuz arbeitet und gerade mal so über die Runden kommt.

00:15:37: Nicht einfach sagen kann ich ziehe jetzt um.

00:15:39: Ja, das ist genau auch ein Punkt in dem Papier weil was man sich ja... Wenn man sich wirklich anschauen will, was sind die Auswirkungen der Xenophobie auf die Integrationserfolge von Geflüchteten und die Teilhabe von Gepflichteten?

00:15:57: Will man ja nicht die Leute ausschließen, die weggezogen sind.

00:16:00: Man will ja gerade nicht die ganz erfolgreichen dann rauszählen weil das ist ja so ein bisschen Teil davon.

00:16:07: Das

00:16:08: heißt in unserem Papier haben wir eine Analyse wo wir uns quasi anschauen ob Menschen, die in Xenophobokontext zugeordnet werden eher auswandern.

00:16:26: Der Kontext bei uns ist jedoch dass wir nur drei vier Jahre haben.

00:16:31: das heißt wir können uns es nur auf der kurzen Frist anschauen und da sehen wir tatsächlich, dass es gar nicht so viele Möglichkeiten gibt für Leute Auszuwandern, weil natürlich auch aus dem Jahrzehntin diese Residenzpflicht eingeführt wurde.

00:16:45: Ist Menschen relativ schwierig gemacht hat rauszugehen?

00:16:49: Man durfte nämlich nur aus der Zuordnungsregion heraus, wenn man schon einen anderen Job woanders hatte.

00:16:56: und es ist wirklich für sehr wenige Leute möglich über die Distanz hinweg, ohne Netzwerke bereits ein Jobangebot irgendwo anders zu bekommen.

00:17:06: Ist

00:17:06: es nur im Asylrecht so oder im Ausländerrecht grundsätzlich?

00:17:11: Ich glaube

00:17:11: im Asylerrechte wirklich ja.

00:17:14: das ist gebunden an Sozialleistungen.

00:17:18: Das wurde auch nochmal reformiert, ich weiß gar nicht wo wir jetzt stehen aber zumindest in unserem Beobachtungszeitraum fielen da sehr viele drunter.

00:17:28: das heißt die Mobilität war relativ eingeschränkt.

00:17:32: Aber wir wissen eben genau aus diesen anderen Papieren Daniel dass es diese Sortierungsmechanismen tatsächlich gibt.

00:17:40: also sobald man es sich ausruhen kann geht man in Kontexte, die einem wohlgesonnener sind.

00:17:49: Und das ist ja auch...

00:17:51: Die Menschen fahren sehr lange mitunter in diesem Staat des Asylbewerbers oder der Asyl-Bewerberin manchmal über Jahrzehnte und genau also insofern ist es wirklich ein krasser Eingriff dann mit der Residenz, dass man nicht weiterziehen darf.

00:18:08: bei seiner Behörde zur Verfügung halten soll.

00:18:11: Ja, aber ich finde auch den Punkt schon wichtig dass es gibt für Ostdeutschland immer wieder in dieses Großgehen oder bleiben und es gibt dann auch... also ich muss an einen sehr wohlwollend gemeinten Ratschläge denken der sehr häufig gemacht wird.

00:18:24: ist das man eben Menschen die Rassismus erleben sagt verlasst doch Ostdeutzschland oder geht da gar nicht erst hin, aber das ein bisschen vergessen wird.

00:18:34: Also eine ist sozusagen diese Auflage.

00:18:36: Aber andere ist ja schon auch jemand der halt seit nun über zehn Jahren oder teilweise noch länger war.

00:18:42: eben viele seit über zehn jahren dort leben mit ihren Familien dort leben sich Netzwerke aufgebaut haben und auch in den ökonomischen Situationen sind, die sie sind können auch gar nicht so einfach sich für's Gehen entscheiden.

00:18:54: also dieses dann geht doch... Warum bleibt ihr noch in Ostdeutschland?

00:18:59: Ist ja auch nicht eine Entscheidung, die man ganz freie einfach so treffen können.

00:19:02: Also dieses Geno da bleiben ist das ein ganz altes Ostdeutzschland-Ding.

00:19:07: also viele Ostdeutche verlassen seit Ende des Jahrhunderts und neunzig immer wieder die Region sagst du dann halt schrumpft jetzt schon wieder obwohl so viel Zuwanderung den letzten Jahren stattgefunden hat.

00:19:17: aber es ist auch das ist nochmal wenn auch da gerade beim Gehen zeigt sich eine extrem große soziale Ungleichheit ist gar nicht so einfach zu gehen Das macht man nicht einfach so.

00:19:29: So, wollen wir noch ein Song hören?

00:19:32: Ja, gerne.

00:19:34: Ich glaube einen haben wir noch oder?

00:19:36: Zwei haben wir auch.

00:19:37: Zwei

00:19:37: sogar!

00:19:37: June Tyson kommt jetzt... Ähm, June Tyson mit, das muss man glaub ich äh... Mit

00:19:43: Sandra ne?

00:19:44: Sandra and his... Enthis Akestra.

00:19:50: Nicht Orchis, sondern Akestra.

00:19:52: Somebody else's world.

00:20:37: Es ist ein bisschen somebody else's world, in der man sich als migrantische Person zu Beginn zurechtfinden muss.

00:21:38: Ich glaube gar nicht so unbedingt, dass es eine allein migrantische Erfahrung ist.

00:21:44: Jede Person gerade im sozialen Aufstieg hat manchmal das Gefühl ... Das ist ja gar nicht so ein bisschen meine Welt.

00:21:55: Vielleicht auch dieses imposterhafte Gehör ich hier eigentlich hin und das wird einem Jahr, wo man so Zugehörigkeit erfährt dass das von mir sich ja relativ früh im Leben was man so als in Anführungszeichen normal wahrnimmt.

00:22:12: Und dann landet man an anderen Kontexten.

00:22:17: und Selbst wenn man sich diese Kontexte ausgesucht hat und da auch gerne hin möchte, kann das trotzdem erst mal befremdlich sein.

00:22:34: Wie man sich dann einfindet und zurechtfindet und wie man andere Menschen in Zukunft als fremd wahrnimmt ist eine ganz interessante Frage.

00:22:47: Ich habe es ein bisschen an einem Papier gedacht Das schreiben wir jetzt gerade zu Ende, wo wir uns quasi anschauen wie Migrantinnen auf neue Migranten die ins Land kommen reagieren.

00:23:11: Weil da die Frage so ein bisschen ist man kommt in den Land und its somebody else's world and it is becoming my worlds.

00:23:24: Und das Papier ist ein bisschen entstanden vor dem Hintergrund, dass man in ganz vielen Kontexten – in den USA, in Deutschland und in Frankreich – sieht, dass Migrantinnen immer mehr Parteien und Bewegungen unterstützen, die restriktivere Migrationspolitik eigentlich auf den Weg bringen wollen.

00:23:54: Xenophobie-Narrative schüren.

00:23:57: Und das war so ein bisschen ... So eine Puzzle, so eine Fragestellung.

00:24:03: Warum ist es denn so?

00:24:04: Und ist es überhaupt so?

00:24:05: Ist es systematisch so?

00:24:09: Das Lied hat mich daran erinnert.

00:24:11: Wer entscheidet eigentlich, wem die Welt gehört und wer dazugehört und wie schnell man irgendwie ... auch versucht, als Aspiration und als Abgrenzung zu Neuankömmlingen sich so einer dominanten Gesellschaft versucht einen anzufügen.

00:24:35: Und genau das hat mich ein bisschen daran erinnert.

00:24:41: Ja da stecken ja jetzt eigentlich zwei Sachen drin nämlich dass eine ist wie wir überhaupt ankommen zeitlich definieren.

00:24:51: also gerade wenn mir jetzt USA als Beispiel nehmen, dann ist ja... also wenn wir sozusagen dreihundert Jahre, vierhundert Jahre als Zeitraum nehmen, denn es ist ja ein sehr großer Teil der Menschen dort in dieses Land.

00:25:07: Also wo es arbeitet, sind das zweiundfünfzig Jahre alt?

00:25:09: Also letzten zweieinhalbzig Jahren sind sehr viele Menschen an dieses Land migriert und entscheiden jetzt, also Donald Trump ist ja das beste Beispiel im Nachfahrer eines Deutschen Ja, also direkt der Nachfahrer eines Migranten.

00:25:22: Also würde sie nachher unter den Migrationshintergrund fallen?

00:25:27: Nee.

00:25:28: Zweite Generation.

00:25:29: Der Vater ist schon geboren und wer Großvater ist in Deutschland geboren.

00:25:33: aber auch nochmal auf so einer städtischen Ebene.

00:25:36: ja auch noch mal immer die Frage, wer war zuerst da?

00:25:43: Wir hatten ja ganz am Anfang Berlin.

00:25:46: Ich muss immer daran denken, dass in Berlin Friedesheim in der Kreuziger Straße gab es so eine Kriegslücke.

00:25:54: Da stand kein Haus und nebenan da war auch so ein Piratenradio damals.

00:25:59: das war so ein besetztes Haus und dann haben die Besetzerinnen immer diese Lücke nebenan für ihren Garten benutzt.

00:26:06: Und irgendwann kam der Ende der Neunzigen Anfang der neue Jahre, kam so ne Baugruppe Eintumswohnungen hingebaut, so gemeinschaftlich.

00:26:15: Und dann haben diese Punks gesagt ihr gehört hier nicht hin das ist unser Bezirk.

00:26:21: und dann war ich so der irgendwie schon in den achtzehn Jahren ein Friedesheim gelebt hat war so ein bisschen hä?

00:26:24: Also warte mal also Ich war schon vor euch pangst da.

00:26:30: Momentmal

00:26:32: sind aber meine Eltern auch aus Brandenburg nach Berlin eingewandert.

00:26:39: Wer ist da eigentlich?

00:26:40: der Migrant oder der hinzugekommende in dieser Definition?

00:26:45: Also gerade in den USA war es einfach nicht so sehr spannend, weil ja alle irgendwie eine Einwaltungsgeschichte haben in ihrer Familie.

00:26:50: Ja das stimmt und ich meine es geht sogar viel näher.

00:26:52: Es gibt ja die Hispanics for Trump und wie auch sehr viele Menschen im Vergleich zu ... auch noch mal stärker für Trump gestimmt haben.

00:27:13: Und das beobachtet man ja auch irgendwie in Teilen, ähm... In Europa, dass es diese Entwicklung gibt und ich glaube so auch das Verhältnis von Parteien die im Zentrum oder eher links sind.

00:27:34: Je diverser die Gesellschaft wird, desto eher gewinnen diese Parteien politisch.

00:27:40: Das bewahrheitet sich ja überhaupt nicht.

00:27:43: Also ... Die Demokraten in den USA haben lange gesagt it's just a matter of time until we back the presidency always.

00:27:52: Weil deren Vorstellung war mit dem demografischen Wandel wir sind in zehn Jahren Majority Minority.

00:28:00: Das heißt, der Großteil der Amerikaner hat eigentlich our people of color und deswegen werden die Demokraten immer gewinnen.

00:28:12: Und das zeigt sich ja überhaupt nicht, bewahrheitet sich gar nicht.

00:28:16: Und dasselbe gilt auch für die SPD beispielsweise in Deutschland.

00:28:22: oder die Linke ist es jetzt nicht unbedingt die Parteien sind wo alle erste, zweite, dritte Generation Migrantin tatsächlich für die Stimmen.

00:28:32: Also es ist nicht ein Selbstläufer.

00:28:38: und was wir in unserem Papier sehen, da schauen wir uns fünfzehn europäische Länder an und haben Informations ungefähr hundertvierzig Regionen innerhalb dieser europäischen... ...fünfzehn-europäischen Ländern und ungefähr so zweihundertdreißigtausend.

00:29:00: Und da schauen wir uns quasi Migrantinnen an.

00:29:02: Erste Generation, zweite Generation definiert als Menschen die entweder selbst nicht im Land geboren sind oder wo ein Elternteil nicht im land geboren ist.

00:29:12: Die können also trotzdem die Staatsbürgerschaft haben und Da sehen wir dass tatsächlich Migranten wenn sie im land ankommen sehr pro migrantische Einstellungen haben.

00:29:25: Ja, also die sind sehr viel promigrantischer als die lokale Bevölkerung oder die, die ich schon vorher da war.

00:29:35: Und diese promigrantischen Einstellungen reduzieren sich aber um ganze siebzig Prozent innerhalb von zwanzig Jahren.

00:29:44: Also wenn jemand gerade angekommen ist dann ist dieser Person eine sehr Promiganzion und dann geht es einfach sehr stark runter.

00:29:53: Und jetzt fragt man sich, ist es einfach nur so ein Alter-Effekt?

00:29:56: Also die, die länger da sind, sind wahrscheinlich auch schon älter und dann wird man irgendwie konservativer usw.

00:30:01: und sofort.

00:30:03: Vielleicht gibt's ja auch... vielleicht sind ja Migrantinnen in Orten wo auch die Natives, also die im Land geboren sind, konservativa sind.

00:30:18: und dann schauen wir uns im Prinzip an okay lass uns mal Leute, die im Land geboren sind mit Migrantinnen vergleichen.

00:30:28: Im selben Jahr in der selben Region, im selben Alter, imselben Beruf selbst geschlecht und so weiter und sofort.

00:30:38: Und dann sehen wir auch dass die, die neu angekommen sind einen relativ großen Abstand haben.

00:30:46: zu den im Landgeborenen geht dieser Abstand wirklich runter.

00:30:53: Also diese Gap reduziert sich um fünfzig Prozent über die fünfzehn Jahre Aufenthalt, ersten fünfzehntzwanzig Jahre Aufenthalte.

00:31:03: und dann schauen wir okay was führt denn dazu dass diese Menschen mehr Antimigration werden oder restriktive Migrationspolitik möchten?

00:31:19: Und was wir da sehen ist das kann ja aus unterschiedlichen Gründen passieren.

00:31:25: Das eine ist irgendwie so eine Art Diffusionsmechanismus, also man isst in einem Land und über die Zeit hinweg nimmt man einfach die Präferenzen der Bevölkerung, die da es an, ne?

00:31:41: Also das ist einfach eine Konvergenz in den Präfernzen.

00:31:45: Eine andere Erklärung ist dass Präference nicht einfach vom Himmel fallen sondern Menschen die an einem Ort leben, haben gewisse Präferenzen weil sie denselben Institutionen und ökonomischen und politischen Schocks ausgesetzt sind.

00:32:01: Wenn man nämlich dieselbe Art von Umfeld erlebt institutionell sozialpolitisch dann entwickelt man gewisse präferanzen und Die Perspektive nehmen.

00:32:16: wir so ein bisschen anderen sagen okay dann lass uns mal Menschen vergleichen Mit und ohne Migrationshintergrund, die im selben Ort leben.

00:32:25: Und schauen uns an wie sie auf neue Ankömmlinge reagieren?

00:32:32: Was wir da sehen ist... dass tatsächlich Regionen, die mehr Migration erfahren eher migrationsskeptisch werden in allen Gruppen aber migrantin ganz besonders negativ reagieren und negativer reagieren als nicht-Migrantinnen.

00:32:57: Das heißt, die Konvergenz in diesen Präferenzen ist zum Teil auch dadurch reflektiert dass Migrantinnen noch negativere agieren als Einheimische auf diesem...

00:33:09: Das hat doch bestimmt mit einer gewissen Konkurrenzsituation zu tun.

00:33:14: Also als privilegierte Native Person, die seit Generation irgendwie etabliert hat – was weiß ich vielleicht auch schon in Netzwerken ist.

00:33:25: Was geerbt hat oder so betrifft mich die Zuwanderung ja viel weniger als wenn ich als migrantifizierte Person um bestimmte Arbeitsmarkt, also Arbeitsplätze oder irgendwas konkurrieren.

00:33:40: Dann kommt eine andere dazu die jetzt auch mit auf diesem Markt sind und ich bin doch aber schon hier ein paar Jahre länger und meine Position wird auch einmal... Also das würde ich für das erklären.

00:33:50: Das

00:33:51: passt mir sehr gut dazu dass Özgür mal im Podcast meinte, dass in seinem türk zu kreisstämmigen Umfeld die Ostdeutschen auch nicht so gern gesehen waren weil sie nämlich auch kamen um Arbeitsplätzen zu konkurieren Migrantische Menschen besetzt haben.

00:34:10: Ja genau, also es gibt ja unterschiedliche sozial-psychologische aber auch ökonomische Mechanismen die das erklären könnten.

00:34:21: und du argumentierst wie ein Arbeitsökonom, das ist auch... Du

00:34:27: sprichst wie eine Soziologin?

00:34:32: Identität ist relativ!

00:34:37: Und die dominante Erklärung ist tatsächlich zu sagen, es gibt eine höhere Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt.

00:34:46: Ressourcen sind knapp und man möchte einfach nicht konkurrieren mit diesen Menschen.

00:34:51: In unserem Papier sehen wir auch das Leute im Niedriglohnsektor, Migrantinnen im Niederichlohn-Sektor besonders negativ reagieren auf den Zuwachs an Neuankömmlingen.

00:35:10: Was aber auch interessant ist, dass die hochqualifizierten Migrantinnen gar nicht so sehr auf der Größe dieser neuen Gruppe reagieren sondern eher auf die Komposition und vor allen Dingen wie qualifiziert diese Neuankömmlinge sind.

00:35:37: Das heißt, die Hochqualifizierten finden es gar nicht gut wenn Niedrig-Qualifizierte ins Land kommen.

00:35:44: Und Niedrich-Qalifizierte, die schon im Land sind, finden es garnicht gut, wenn mehr Leute ins Land kommt und das lässt sich in Teilen mit ökonomischer Konkurrenz aber nicht vollständig mit ökonomischer Konkurenz erklären.

00:36:01: und ein zweiten Befund den wir auch zeigen ist Weil wir detaillierte Informationen zu der Art von Sorgen haben in Anführungszeichen, die diese Menschen empfinden.

00:36:15: Wenn es zu erhöhter Migration kommt dann spielen auch kulturelle Aspekte eine Rolle selbst für existierende Migrantinnen und Die Einstellungen werden insgesamt rechter.

00:36:29: also Das ist nicht nur okay.

00:36:33: Wir wollen migration Nicht, aber wir wollen alle anderen linken Politikern und Politikern wie Diversität und Pluralismus fördern.

00:36:43: Sondern die Leute werden insgesamt rechter also sie identifizieren sich auch eher mit rechten Parteien.

00:36:50: Das ist so ein ganzes Bündel an Einstellung was sich nach rechts verschiebt Was irgendwie bedeutet, dass vielleicht ein anderer Prozess als so eine reine Arbeitsmarktperspektive eine Rolle spielt.

00:37:04: Vielleicht aus so einer Richtung dazugehören wollen,

00:37:08: angekommen

00:37:09: sein?

00:37:10: Ja genau also es gibt unterschiedliche Erklärungen.

00:37:13: aber das was wahrscheinlich auch in anderen Papieren an denen ich arbeite eine Rolle spielte ist Statuskonkurrenz und soziale Statuskonkurenz eben genau aus der Perspektive, die wir mit dem Ingenieur und dem Vaultrider verglichen haben.

00:37:41: Man antizipiert ein bisschen den Backlash der einheimischen Bevölkerung und weiß dass sie gar nicht so genau unterscheiden können zwischen mir und dieser neuen Person, die da kommt Und man möchte quasi seinen sozialen Status in der Hierarchie so ein bisschen bewahren und das kann man nur durch Ausschluss.

00:38:06: Und enthalten auch einem Signal der Assimilation, indem er nämlich viel rechter ist als die Deutschen selber und dazu irgendwie zu einer Art... Guten Ausländer wird.

00:38:21: Also das ist so eine ganz interessante Dynamik, die sich da so reinschleicht.

00:38:28: Weil Erwin Kaufmann wieder jetzt zu logisch heißt es dann Stickmermanagement, dass man versucht sich außerhalb des Stickmers zu positionieren oder zu sagen ich bin gar nicht so oder... Das zu verstecken.

00:38:39: und wenn's nicht zu versteckend geht muss ich aber irgendwie anders, muss ich performativ irgendwas machen?

00:38:43: Oder die anderen abwerten und sagen ja diese sind wirklich schlecht, aber ich bin gut!

00:38:48: Sehr gut, das zitiere ich in dem Papier.

00:38:51: Wir sind es gerade am Ausschreiben.

00:38:53: Das werde ich auf jeden Fall mit reinnehmen.

00:38:55: Ja, Irving Hoffmann, wir alle spielen Theater und da gibt's bei dieser Stickmerbegriff aufgemacht und ganz viele verschiedene Strategien damit umzugehen.

00:39:06: Toll, danke!

00:39:09: Und es findet natürlich dann auch... ... tatsächlich in öffentlichen Talkshow statt, ne?

00:39:13: Also ich muss daran denken... ... dass unser Gast Aladin Emma Falani,... ... den wir glaube ich fast an ihn erfolge umfern wollen.

00:39:19: Das ist der ja mal bei Friedrich mit mir.

00:39:22: Friedrich Merz bei Markus Land saß und dann Friedrich... ... Merz diese Pasha-Bemerkung gemacht hatte.

00:39:27: Und Aladin saß eben daneben als Bildungsforscher.

00:39:30: Und dann aber Friedrich Meister meinte, sie sind ja nicht gemeint.

00:39:33: Sie sind ja einer von den Guten.

00:39:35: Also ihm das auch ins Gesicht gesagt hat im Fernsehen ganz öffentlich.

00:39:41: Ja, also muss man ja auch erst mal reagieren an die Momente.

00:39:44: Das hat jetzt nicht einen guten Spruch gehabt aber das ist schon krass.

00:39:50: Also dass man dann damals noch nicht Kanzler, aber es ist natürlich auch verinnerlicht bei der Autochtonbevölkerung, dass man immer glaubt wenn ich sozusagen selber entscheide zum ersten Lied Wir wollen die The Bad Folks out.

00:40:08: Und ich entscheide aber, wer das ist, wer the bad folks is und ich entscheidere auch, wer von denen, also von den Brownen und so sagen sie denn?

00:40:15: Von den brown people, der es eben noch nicht ist.

00:40:17: Also wir bleiben da.

00:40:19: Das ist aber meine Entscheidung.

00:40:20: Ich muss doch von dem Rabbit Hole berichten, dass ich gefallen bin als ich nach dem Song recherchiert habe wo er herkommt mit der Texteile davon, ich glaube der wurde nochmal erweitert kommt von Sun Ra Pionier des Free-Jes, der lebte von aus dem Jahr fourteen bis zum Jahr neunzehnt dreinneunzig.

00:40:39: Und bei Wikipedia habe ich dann sofort wieder von ihm abgebogen woanders hin weil da steht unter anderem er ist nicht nur ein Schlüsselfigur das das Freedjes sondern auch das Afrofuturismus.

00:40:48: und was ist das denn?

00:40:50: Und dann nächster Wikipedia Artikel, Afrophotorismus interessiert Themen und Anliegen der afrikanischen Diaspora durch eine technokulturelle von Science Fiction geprägte Sicht.

00:41:01: also man erschafft Welten die Geschichte, die passiert ist oder die gerade passiert anders erzählen.

00:41:10: Und das passt ja total zu allem was du bisher auch also wo wir gesprochen haben

00:41:15: und genau

00:41:16: das wollte ich nur noch loswerden.

00:41:17: Also dieser Sun Ra auch musikalisch sehr interessant.

00:41:22: wenn man da einfach bei dem Streaming Anbieter seiner Wahl dann auf Schaffel geht...

00:41:29: Das

00:41:30: ist

00:41:30: grandiose Musik!

00:41:32: Weil das finde ich nämlich ganz interessant, weil... Ich habe den Song nämlich gehört.

00:41:36: Ich hab ja auch gedacht dass er Work im Titel steht aber gehört mir in den Text angeguckt und ich hab tatsächlich auch viel an Kolonialismus gedacht also gar nicht nur an die Menschen die gehen und woanders ankommen sondern auch an die Kolonialehren die kommen In dieser anderen Welten und sich auf eine bestimmte Art und Weise verhalten und sagen wie es jetzt hier richtig ist und so.

00:41:56: Also ich hab das da auch irgendwie reingehört.

00:42:00: Aber dass er vielleicht das Gute an Musik, dass immer Interpretationsfähig ist.

00:42:06: Er wurde jetzt gerade von Rabbit Hole sprich es Andri, ich weiß gar nicht ob ich das letzte Mal gesagt habe, aber ich würde es einfach hier mal ganz kurz angreifen.

00:42:14: In der letzten Folge haben wir ja den Chetanuga-Song angesprochen.

00:42:18: Ich weiß nicht, ob du dich erinnern kannst, den Chhetanuga Choo Choo und dann meinte mein Bruder oder so, aber den hab' ich noch nie gehört, den Song.

00:42:28: Free Jazz oder Swing, das ist Swing.

00:42:31: Rabbit Hole gefallen und der Sonderzug nach Panko isst Brut auf der Melodie des Chattanooga Choo-Choo.

00:42:40: Das ist auch so ein Rabbit Hole in sich letztes Mal gefallen, das wollte ich jetzt mal hier kurz auflösen.

00:42:46: Da

00:42:49: darf ich euch Sachen auch zurück fragen?

00:42:51: Ja natürlich!

00:42:52: Ich habe ja schon auch Interesse so ein bisschen... ... den Stuhl umzudrehen.

00:42:56: Hast du alle fünfzig Folgen gehört und willst jetzt so eine Folge errichtet?

00:43:00: Genau!

00:43:02: Nee, das hat mir AI zusammengefasst... ...und genau eure Stimmen imitiert.

00:43:06: und dann... Ne ich, einfach so ne Frage zu ob sich euer Musikverständnis oder Musikgeschmack seit Beginn des Podcasts verändert hat Weil ihr bekommt ja ganz viele unterschiedliche Gäste, die mit einer ganz anderen Historie reinkommen.

00:43:28: Die sich überlegen was sie euch irgendwie zusenden.

00:43:34: Ihr kommt ja so ein bisschen beide aus dieser Punkwelt.

00:43:40: Hat das was mit euch gemacht musikalisch?

00:43:44: Also es hat mich auf jeden Fall, würde ich sagen geöffnet.

00:43:48: Und gelehrt auch wirklich zu sagen Es gibt keine schlechte Musik.

00:43:52: Also es gibt Musik die bedeutet unterschiedlichen Sachen und wenn ich es irgendwie keinen Zugang finde dann verstehe ich's vielleicht nicht aber wenn mir jemand das... also fast es gibt kaum ein Song wo ich sage der ist für mich total unzugänglich geblieben nachdem ich mit einer Person sowie mit dir jetzt längere Zeit darüber gesprochen habe selbst wenn ich am Anfang dachte was denn das denn jetzt?

00:44:13: Also ja, es hat mich irgendwie offener weitergemacht.

00:44:18: Ähm also ich wollte eigentlich einsteigen.

00:44:24: die Folge dass ich sagte das haben wir jetzt auch schon mehrfach gesagt dass alle allein diese Podcast zu machen alleine schon für uns ganz viel bringt weil wirklich jedes mal wieder als ich habe wieder drei vier neue Neue Leute.

00:44:37: Verrusster ich noch nie, vorher gehört.

00:44:40: John Tyson und Planning to Rock fand ich total großartige Musik.

00:44:46: die anderen beiden kannte schon als Künstlerin.

00:44:49: also auf jeden Fall kommt dieses neue.

00:44:52: was ich ganz oft auch noch dazu habe ist also gerade bei so alten Pop-Songs, die relativ bekannt sind.

00:45:00: Also wir haben ja mit Serin angefangen und Serin hatte Losing My Religion von AOM mitgebracht.

00:45:05: Und eigentlich um auf ihre Forschung zu beziehen wo sie ja so zur Religion auch auf dem Arbeitsmarkt forscht.

00:45:10: aber ich hab dann in den Text reingehört und verstanden dass Losing my Religion überhaupt nicht mit Religionen zu tun hat.

00:45:19: oder dieser Future Song Ready or Not sich dann nochmal tiefer einzugehen und zu verstehen wie explizit Fluchterfahrungen Dias Borra dort beschrieben wird oder zombie von cranberries zu verstehen das da über gewalt und krieg und der irische konflikt gesungen wurde.

00:45:37: also dass man wenn man sich diese mühe macht in dieses songs rein gehen nochmal

00:45:44: anfängt

00:45:45: zum mal zu verstehen die man nur als Pop-Song abgespeichert hat.

00:45:49: Also das ist noch mal so ein Punkt, also wir hätten ja jetzt bei Ferruz, ich habe nach außen einen Rebel Hole gekommen und über diesen Beirut-Songs zu sprechen, Lee Beiruth der dann irgendwie auch noch zu einem politischen Zeichen gewohnt ist.

00:46:02: Das ist jetzt was, was ich auf jeden Fall demnächst noch tun werde mich da in dieses Werk und diese Biografie von ihr weiter hineinzugeben.

00:46:11: Es ist schon das, was auf jeden fall passiert.

00:46:14: Es ist schon auch interessant, was die Leute, die man so als Kolleginnen kennt zu an Musik mitbringen.

00:46:20: Weil zum Beispiel jetzt bei dir... Ich hätte nicht gedacht, dass du sagst Hip-Hop is die Musik, die du ganz viel hörst.

00:46:25: Ah

00:46:25: ja?

00:46:26: Was hast du denn gesagt?

00:46:27: Als quantitative Sozialforscherin und Hip Hop passt er erst mal nicht für mich zusammen.

00:46:31: Also ich sind ja auch so Stereotypen, die einen so hat.

00:46:34: Ich hätte jetzt bei Dir tatsächlich mehr so auch... Ich hatte gedacht übrigens etwas Klassisches mit auch.

00:46:40: Wie irgendeinen klassischen Stück!

00:46:43: Ja, weil so eine sehr ernstzunehmende Wissenschaftlerin die so sehr ernsthafte Forschung macht bringt dann auch ernsthafter Musik mit.

00:46:51: Also ich will jetzt nicht sagen dass die Musik dir ist klar aber so man hat ja auch so oder wir hatten hier teilweise sind ja auch wirklich so sehr subkulturelle Sachen mitgebracht gebracht worden.

00:47:05: Da bist du tiefer drin, das ist ja auch spannend.

00:47:07: oder Alexander Leisner der ja ein sehr kritischer Ostdeutschlandforscher ist, der auch aus einer Familie kommt die Bürgerrecht als BürgerrechteInnen unterwegs waren in der DDR und er bringt dann halt den Song mit... Die Partei hat immer recht So.

00:47:31: Da war ich dann, als er den erst mal nur so beschrieben hatte, war ich erstmal interessant also dass jetzt der ist das er den Song mitbringt aber er hat ihn ja dann eingebettet in einer Gesamtüberliegung.

00:47:42: Ja es war jetzt eine längere viel zu lange Antwort auf die Frage Aber das geht immer ganz viel.

00:47:47: Ich bin wirklich spannend

00:47:49: ein Geschenk irgendwie so eintauchen zu können

00:47:53: So würde ich es auch bezeichnen.

00:47:54: Das ist wirklich ein Geschenk und diesen Anlass zu haben, Menschen anzusprechen die man sonst nicht so tiefgehend in dieser Tiefe begegnen würde und dann diese Chance zu haben mit denen einen zwei Stunden zu sprechen.

00:48:10: Und das über den Zugang der Musik ist noch mal anders als wenn man jetzt auf einer Tagung sagt und woran arbeitest du gerade?

00:48:19: was könnte man mal zusammen machen oder so.

00:48:21: Das ist nicht ein reingeschäftliches Gespräch, sondern... Ja

00:48:26: und es ist ja auch interessant.

00:48:27: also es gibt Kolleginnen die gesagt haben das geht für sich nicht sie können nicht anhand von Musik über ihre Forschung sprechen.

00:48:36: Die sind bisher keine Gäste gewesen bei uns.

00:48:38: Und dann gibt es KollegInnen, die sagen ich kann gar nicht meine Forschung ohne Musik denken.

00:48:42: Also Rosa hat das auch explizit im Podcast gesagt sie können ihre Forschung zu sozialen Bewegungen gar nicht ohne Musik danken.

00:48:52: Das ist auch noch mal interessant.

00:48:53: also der Musikzugang auch sehr unterschiedlich ist und wir haben jetzt keine Geste für die Musik gar keine Rolle in ihrem Leben spielt.

00:49:01: manche sagen Es fährt mir schwieriger, mir was zu überlegen.

00:49:05: Manches fällt es leichter.

00:49:06: Manche bringen zwanzig Songs mit und sagen ich kann mich nicht entscheiden.

00:49:09: also das ist ja auch sehr unterschiedlich.

00:49:13: Ich habe in der nächsten Folge noch unsere gemeinsame Folge wo wir die Staffel Stadtland Raum zusammenfassen.

00:49:18: Ich hab da schon so zehn Songs auf meiner Liste und weiß gar nicht wie ich mich beschränken soll.

00:49:25: Aber wollen wir noch zum letzten Song von dir gehen?

00:49:28: Für den ich erst mal sehr, sehr dankbar bin.

00:49:30: Weil ich tatsächlich durch Radio Eins FKA Twix entdeckt habe die ja bei beim Soundcheck letztens Mal mit ihrem neuen Album vertreten war und seitdem das rauf

00:49:41: um

00:49:42: runter

00:49:43: ist.

00:49:43: Das ist eine neue Entdeckung jetzt hier.

00:49:44: Ach

00:49:44: so!

00:49:45: Und es ist einfach ganz großartig.

00:49:46: Du hast jetzt ne eher untypischen Song von ihr mitgebracht.

00:49:49: Nämlich die Ballade.

00:49:50: Eine Ballade würde ich ja sagen.

00:49:53: Mit Cellophane... Sag doch mal, warum das dein Abschluss-Zon?

00:51:44: Ja also ich ... Genau.

00:51:46: SK Twix ist jetzt nicht unbedingt für Balladen bekannt aber...

00:51:51: Ist eher so Techno, elektronische Hip Hop Art.

00:51:56: Ja, und auch eine wirklich Künstlerin.

00:52:01: Also die das so wirklich lebt und auch in ihrer Ästhetik irgendwie... dass es zum Ausdruck kommt.

00:52:10: Und der Song, der kommt irgendwie auf dem Album ein bisschen so daher und überrascht einen so ein bisschen so wie ruhig der ist und wie verwundbar sie da klingt, ganz ohne Bass und Synthesizer.

00:52:36: Und ich glaube es ist auch schon wieder eine Spannung zwischen Erwartungen, Fremdwahrnehmung Auseinander flücken und beobachtet werden.

00:52:58: Also sie sagt ja auch, they want to see us, they wanna see us apart and fail.

00:53:09: Ich habe mal ein Interview von ihr gehört wo es ... Sie war irgendwie in einer Beziehung mit irgendeinem weißen ... irgendwie Teenage-Movie Star oder sowas und dann wollten irgendwie alle das, dass die nicht mehr zusammen sind.

00:53:31: Weil der Liebling...

00:53:37: Der muss ja frei sein!

00:53:38: Der muss frei sein und vor allen Dingen vielleicht nicht mit einer Woman of Color, die so ein bisschen auch irgendwie nonkonform ist in ganz vielen Aspekten, dass das nicht so gern gesehen wurde und deswegen diese Beziehung aus ein bisschen zerflügt wurde.

00:54:00: Robert Pattinson.

00:54:02: Ah ja genau!

00:54:03: Ich

00:54:04: wollte noch

00:54:04: mal gucken, welcher hat es auch?

00:54:06: Mensch ne?

00:54:09: Twilight.

00:54:17: Das hatte ich jetzt nicht unbedingt im Kopf, aber es ist auf jeden Fall dieses Beobachtetwerden und dass man stereotypisiert wird und versucht irgendwie dagegen anzugehen.

00:54:34: Und das man darunter auch so ein bisschen leidet.

00:54:38: Es hat mich dann auch irgendwie so ein Reihenpapier ... Als ihr mich gefragt habt, willst du mitmachen habe ich einfach irgendwie so alle möglichen Songs gehört und jedes Mal wenn... Wenn mich ein Song an irgendeinem Papier oder einen Projekt von mir erinnert hat dann hab' ich das einfach angeklickt und hinzugefügt auf so eine lange Liste.

00:54:59: Interessante Technik!

00:55:01: Was bei diesem Film was bei diesem Song irgendwie rauskann war?

00:55:05: so ein Papier dass sich zu Das heißt Identity under scrutiny.

00:55:16: Und das schaut sich irgendwie an, wie wenn das Thema Flucht und Geflüchtete in den Medien aufploppt?

00:55:26: Was das eigentlich mit dem Verhalten von Geflüchteten macht... Ist es das mit einem

00:55:31: Checkout-Kassen?

00:55:33: Genau!

00:55:36: Da gucken wir uns quasi an.

00:55:38: Wir haben irgendwie so ... Random Audits.

00:55:43: Also Zufallskontrollen bei diesen Self-Checkouts, ja?

00:55:48: Das heißt wenn ihr mittlerweile irgendwie so zu Edeka oder zu Aldi geht dann sind da ganz viele Kassen wo ihr selber eure Produkte scannen könnt und das dann bezahlen könnt.

00:56:02: Und manche Supermärkte kontrollieren das ein bisschen systematischer andere nicht so.

00:56:09: es gibt auf jeden Fall einen Supermarkt in Italien der Zufallstichprobe erhebt, jede achte Person kontrolliert.

00:56:16: Und deswegen haben wir so um die acht hundertfünfzigtausend Zufalls Stichproben.

00:56:21: Das heißt, wir können sehen was die Leute eingekauft haben und wie viel sie gestohlen haben bzw.

00:56:30: underreportet haben.

00:56:31: Wir haben auch Informationen weil die alle Kundenkarten haben, wir haben auch Information zu deren Geburtsland alter Beruf usw.. Und dann schauen wir uns erst mal an, okay.

00:56:45: Wie viel klauen die Leute eigentlich?

00:56:48: Das ist ein schöner Übertrag zu einer Folge, die wir auch schon hatten nämlich Pokentrobleme.

00:56:53: Die haben nämlich den Song über Self Check Out und sehen das eigentlich als eine Aufforderung zu klauen.

00:56:57: Also eigentlich der ganze Konzept dieses Songs.

00:56:59: Ja es gibt ja Leute, die nennen das Inflationsausgleichskasse.

00:57:03: Ja genau!

00:57:06: Das war einfach mal das eine oder andere Produkt nicht scant.

00:57:11: Und ich kann euch sagen, also in tatsächlich elf Prozent der Fälle scannen die Leute ein Produkt nicht.

00:57:19: Aha!

00:57:20: Der Durchschnittswert sind um die zwei drei Euro ja?

00:57:24: Also es ist nicht viel.

00:57:26: aber eine von zehn Personen scannt auf jeden Fall einen Item

00:57:30: nicht.

00:57:30: Das kann jeder mal überlegen.

00:57:34: Aber interessanterweise scannt eine von zwanzig Personen einen Item zuviel Die aus, was wir doppelt eingeben.

00:57:45: Und für die, die es interessiert... Es gibt keine Unterschiede nach Herkunftsland.

00:57:49: Tatsächlich sind die Menschen, die aus Fluchtregionen kommen, die am ehrlichsten an diesen Self-Checkorts sind.

00:58:01: tatsächlich.

00:58:04: Wir schauen uns quasi an ... Was passiert denn eigentlich in Italien, wenn mal so eine Woche ist wo Fluchtmigration ganz oben in den Zeitungen ist und in den Abendnachrichten?

00:58:21: Und deswegen haben wir haben quasi das alle Zeitungsartikel die in den vier Hauptzeitung Tages- und Wochenzeitungen in Italienne veröffentlicht werden.

00:58:35: Und wir machen eine Textanalyse, wo wir rausfiltern.

00:58:38: Um was geht's denn eigentlich in diesen Artikeln?

00:58:41: Wir zählen so ein bisschen die Artikel, wo es um Flucht geht und häufig gehen sie hoch.

00:58:47: wenn zu der Zeit war auch Salvini an der Macht, wenn Salvini mal etwas Kontroverses gesagt hat.

00:58:54: Wenn an der Südküste Boote angekommen sind usw.

00:58:59: Das heißt man hat so ne Fluktuation Nachrichten, also man hat Wochen wo Fluchtmigration ganz oben auf der Agenda steht.

00:59:11: Und wir sehen das in diesen Wochen.

00:59:14: Menschen die in diesem Herkunftsländern geboren sind weil wir haben nur das Geburtsland dass sie weniger Underreporting machen an den Kassen.

00:59:29: Also die benehmen sich Regelkonformer in diesen Wochen.

00:59:37: Und der Effekt ist viermal so stark, wenn die News Geflüchtete mit Kriminalität und Illegalität in Verbindung bringen.

00:59:49: Das heißt diese Menschen sind sowieso schon ehrlicher an den Self-Checkout-Kassen und wenn sie stigmatisiert werden und sich beobachtet fühlen dann wird richtig überkompensiert weil man dieser Stereotype entgegenwirken möchte.

01:00:09: Und das hat mich auch so ein bisschen, weil Cellophane ist auch sowas... Man ist unter Beobachtung, man ist transparent fast.

01:00:20: Man bekommt eine Identität aufgestülpt und unweigerlich beugt man sich dem so ein bißchen Entweder indem man sagt, jetzt ist ja eh alles egal.

01:00:32: Wenn alle denken ich bin kriminell dann werde ich auch kriminell oder dass man sich ständig beobachtet fühlt und dann besonders ehrlich ist und versucht dem entgegenzuwirken.

01:00:42: das heißt irgendwie reagiert man immer auf eine Art und Weise auf diese Außenwahrnehmung Und vor allen Dingen wenn man das Gefühl hat Beobachte zu werden

01:00:53: They want to see us fail.

01:00:54: Das ist die Textheile.

01:00:56: Ich finde das ganz... Da muss ich mir nochmal raus suchen, den Artikel, den kannte ich noch nicht weil hier in dem Wohnort, in dem ich lebe nachdem ein Gefrühstetenheim aufgemacht hatte was relativ unweit vom Aldi is sofort in der Nachbarschaftsgruppe anonym davon berichtet wurde dass es zu vermehrten Diebstählen kommen würde und deshalb tatsächlich ich einfach erstmal dachte, das würde gar keinen Sinn machen.

01:01:25: Wenn ich als geflüchteter Mensch hier ankomme und das erste was ich tue ist im lokalen Supermarkt zu klauen und deine Vorschule würde es ja auch bestätigen also dass gerade da wo es auch leicht möglich wäre offensichtlich dann eben denn aber nicht passiert.

01:01:40: Es sind eher doch die Punk Band ist dieses vor sich her trägt selbst check out Das ist nochmal ein ganz eigenes Thema.

01:01:49: Aber wie dann eben so eine Nachbarschafts-WhatsApp-Probe auch Realitäten produziert, die gar nicht so einfach sind wieder einzufangen wahrscheinlich?

01:01:59: Ich habe bei dem Song aber tatsächlich... Also ich hab das denn schon nach mehrnmalen Hören schon gemerkt, okay es geht offensichtlich eher um ne Beziehung.

01:02:06: Ja, ne?

01:02:07: Aber am Anfang dachte ich, es könnte auch voll der Song über eine Polarisierung der Gesellschaft sein.

01:02:13: Also, they want to see us fail.

01:02:16: They wanna see us fall apart.

01:02:18: Kann ja eigentlich auch so eine Gesellschaftserzählung sein.

01:02:22: von da gibt es diese Leute die wollen dass wir scheitern, die wollen das repronarisiert sind und die wollen, dass sie auseinander gehen weil davon können Sie... ...politisches Kapital ziehen und dann ja auch... Also ich finde, das wird total... Ich finde dass es immer noch total unterschätzt wird in den USA.

01:02:40: Wie sehr das nicht nur um politisches Kapital geht sondern um klinomisches Kapitalkapital geht für die Magerbewegung?

01:02:45: Und doch ein sehr kleiner Kreis ja auch der da sehr reich wird.

01:02:51: Und dafür brauchen sie aber eigentlich eine Gesellschaft, die polarisiert ist.

01:02:56: Das habe ich irgendwie am Anfang bei dem Song auch gedacht.

01:02:58: Dann hab' ich gedacht, ah anscheinend geht's doch eher um Beziehungen So, aber ich glaube es ist einfach eine der wenigen Songs wo FKA Twix kein Auto... also wo sie auch ihre Stimme sehr ohne elektrische Unterstützung oder so nutzen.

01:03:15: Wo sie wirklich sinkt.

01:03:17: Habt ihr das Video dazu gesehen?

01:03:20: Ich nehme

01:03:20: mich auch nicht.

01:03:21: Aber ich habe gelesen, dass sie sich diesen Song sehr... Also der ist auch sehr besonders wohl für Sie sei und die sich den angeeignet hat dadurch das sie extra für dieses Video oder für die Performance zu dem Song Pole Dance gelernt hat Und damit irgendwie eine Ausdrucksform gefunden hat, die damit noch mal... Also ich muss mir irgendwann das Video angucken.

01:03:40: Ich habe jetzt gehofft, dass ihr das kennt vielleicht aber.

01:03:44: Also grundsätzlich weiß ich, also kenne ich andere Videos und weiß halt, als es das was du den gesagt hattest bei FKE Tricks ist auch wirklich der Körperteil der Kunst da.

01:03:54: sie benutzt auch diese sehr ausgebildete Tänzerinnen und kann sehr viel Dinge tun es ja so und nutzt auch ihren Körper als künstlicher Projektionsfläche.

01:04:06: Deswegen kann ich mir das gut vorstellen, dass da jedes Video sich wahrscheinlich lohnt.

01:04:09: aber wir sind ja nur ein Audio Podcast in deinem Fan-Video-Podcast.

01:04:13: Aber wir stellen uns einfach mal die Show Notes vor.

01:04:15: dich vorschlagen oder?

01:04:16: Jawoll!

01:04:18: Das war toll.

01:04:19: also eine sehr schöne Folge finde ich.

01:04:21: Wir haben uns sehr sehr gut unterhalten viele tolle Themen, tolle Musik.

01:04:24: Vielen

01:04:25: Dank, Julien, dass du hier warst.

01:04:27: Ja, vielen Dank!

01:04:28: Es hat sehr viel Spaß gemacht.

01:04:30: Danke.

01:04:30: Ich nutze die Chance noch und sage, dass ihr natürlich hier die Folge kommentieren könnt uns Kommentare schreiben könnt.

01:04:37: wir packen alles in die Show Notes und ihr könnt sowohl uns als auch Solin natürlich kontaktieren wenn ihr noch Fragen habt und wir werden alle genannten Paper nochmal sauber auflisten.

01:04:53: Ihr hörtet Musicisology,

01:04:56: Produktion,

01:04:58: Idee und Moderation André Knabe und Daniel Kubiak.

01:05:05: Die Musik wurde entworfen von Andre Knabe im Collier-Ravot.

01:05:11: Das Design wurde entworfen von Eichel Asmann.

01:05:16: Diesen Podcast hört ihr auf allen gängigen Podcastformaten.

01:05:21: Wenn ihr keine Folge verpassen wollt, dann abonniert diesen Podcast.

01:05:26: Für Kritik und Lob könnt ihr uns jederzeit schreiben.

01:05:30: Bis zur nächsten

01:05:31: Folge!

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