#54 - Staffelfinale Stadt - Land - Raum (S5E8)
Shownotes
André und Daniel schließen gemeinsam die Staffeln zu den Stadt-Land-Verhältnissen ab und spielen sich gegenseitig drei Songs vor, von denen sie jeweils nicht wussten, welchen der andere mitbringt. Wir reisen durch die soziologischen Beschreibungen moderner Gesellschaften.
Links zuf Folge:
- Link zur Tagung „Forschungs meets Feld“ der DGS-Sektion „Land- Agrar- und Ernährungssoziologie
- Sebastian Kurtenbach: Soziologie der Nachbarschaft
- [Tuuli Marja Kleiner über Ausgrenzende Wirkungen von Engagement - Kleiner, T.-M. (2021). The isolating side effect of civic participation. Journal of Sociology, 57(4), 877–897 ](https://doi.org/10.1177/1440783320969906 => „Our findings reveal that civic participation rates on the macro level affect participants’ and non-participants’ friendship and support networks differently. While high macro-level participation is associated with more friendships and a higher expectation of receiving support for participants, it is also associated with fewer friendships and a lower expectation of receiving support for non-participants.“ S. 877
- das Mosaik-Festival in Halle-Neustadt
- Wikipedia-Artikel zum Berliner Stadtteil Fennpfuhl
- Walter Siebel "Die europäische Stadt"
- Einstieg in Courtney Barnetts Werk, am Besten von Beginn an mit diesen beiden „Alben“: 1) die Double EP: A Sea of Split Peas; 2) sometimes I Sit and Think, and Sometimes I Just Sit
- der Sketch aus der Jimmy Fallon Show
Songs in der Folge:
- Journey – Don’t stop Belivin‘
- Die Toten Hosen – Schlechte Nachbarn
- Nena - Satellitenstadt
- Ali Neumann – Cool Kids
- (Funny van Dannen – Störche gesehen)
- Bruce Springsteen – Streets of Minneapolis
- (Kraftklub, Tokio Hotel – Fahr mit mir (4x4)
- Courtney Barnett – Depreston
Daniels und Andrés Berlin-Hits:
- City – Wand an Wand (Daniel)
- Peter Fox – Schwarz zu Blau (Daniel)
- The Shocks – M10 (André)
- und ein Anti-Berlin-Song: Die Toten Hosen - Wannsee (André)
Moderation: André Knabe und Daniel Kubiak
Transkript anzeigen
00:00:05:
00:00:13: Herzlich willkommen bei Newsy Sociology, dem Podcast wo wir entweder mit Wissenschaftlerinnen über Musik sprechen oder ganz oft auch mit Musikerinnen über Gesellschaft.
00:00:24: Wir das sind einmal ich, André Knabe und mein Co-host der immer ganz tolle Kosennamen für mich hat... was sag' ich denn jetzt?
00:00:35: Das hat er auch schon mal gesagt, ich sage es einfach trotzdem einer meiner ältesten und längsten Freunde die ich habe.
00:00:40: Daniel Kubiak.
00:00:42: Darüber müssten wir vielleicht auch noch eine Folge machen oder über also vielleicht in der Emotionsfolge was eigentlich Freundschaft bedeutet?
00:00:49: Aber
00:00:49: wir kennen uns wirklich schon lange das stimmt.
00:00:51: Ich glaube aber in der Folge mit Manlonder haben wir jetzt auch schon ein bisschen ausgebreitet warum wir uns schon so lange kennen
00:00:58: Zehn Jahre nicht in Kontakt, es ist dann trotzdem ältester und längster
00:01:04: Freund.
00:01:06: Ja genau, längste Freundschaft Brutto!
00:01:08: Ich habe in der letzten Folge mit einer Colleague, das war ja noch mal so eine Sonderfolge, da warst du nicht dabei und ich hab gesagt Andre is gallewanting, er treibt sich rum und unter anderem warst Du bei der Sektionstagung der DGS in Teterow Und ich dachte, da will ich doch mal ganz kurz wissen wie war es.
00:01:24: Ich habe es leider nicht hingeschafft.
00:01:26: Gab's spannende Einblicke in den ländlichen Raum und das andere schon morgen dort?
00:01:30: Das waren so die Hauptteam.
00:01:32: Ja, das war unglaublich spannend!
00:01:33: Also wir haben das als Rosis von... Ich bin ein Rostock im Sozialwissenschaftlichen, freien Forschungsinstitut in einem Kollektivbetrieb.
00:01:41: Wir haben das mit der Sektion Landet Agrarsoziologie und eben Formate EV Inteterosem Verein Obst und Gemüse lager aus DDR-Zeiten wieder zum Leben erweckt, zu einem Kulturbetrieb umbaut.
00:01:56: Und genau da sind wir hin als so Wissenschaftlerinnen an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis.
00:02:03: dann diese akademische Land-und Agrarsoziologie aus der deutschen Gesellschaft und für Soziologie Und eben dann diese Praktikerinnen, die dort sind und einfach durch ihre Gelände schon einen gewissen Geist dem Ganzen so verleihen.
00:02:20: Das war total spannend!
00:02:22: Es ging darum wie Partizipative oder kollaborative Forschung gelingen kann, die ein bisschen diesen wissenschaftlichen Elfenbeinturm dieser Distanz verlässt und mit Menschen zusammen... Also nicht nur die B-Forscht und irgendwelche Daten sammelt, sondern wieder geht.
00:02:42: Sondern sie wirklich in den Prozess mit reinholt.
00:02:45: wie kann man gemeinsam auch ein Forschungsdesign mit Akteuren aus dem Feld gestalten?
00:02:51: Wie kann man Akteure mit in die Interpretationen reinholen, in die Reflexion darüber was bedeutet das jetzt, was wir da beobachtet haben Und was macht es mit unserer eigenen Rolle auch?
00:03:01: also ist total kontrovers.
00:03:02: Es ist jetzt nicht irgendwie so dass jetzt alle sagen wir müssen ja alles immer zusammen machen Gut begründete Meinungen, die sagen naja es ist schon gut dass da eine Distanz gibt und Forschung ist etwas das kommt aus der Wissenschaft.
00:03:14: Und wir müssen jetzt nicht mit jedem da tanzen.
00:03:18: aber es gibt ja doch so wenn man sich diese Ausschreibungen anguckt die Förderlandschaft dann gibt's ja immer wieder dieser Anforderung man soll auf die Akteure im Feld zugehen man soll Praxispartner haben und so.
00:03:30: und darüber haben wir dann zwei Tage lang diskutiert.
00:03:33: was macht es eigentlich mit uns auch?
00:03:35: Was macht es mit unserer Rolle?
00:03:37: Was für Erwartungen kommt dann an uns als Forschende, können wir die WAP bedienen.
00:03:41: Wir sind ja keine Pädagogen oder Sozialarbeiterinnen, die jetzt irgendwelche Programme umsetzen sondern eigentlich haben wir doch immer noch diese Forscherbrille auf, diese Neutrale und das irritiert uns.
00:03:56: und es war ganz viel so.
00:03:57: Selbstbeschäftigung auch mit.
00:04:00: wie verhält man sich da richtig?
00:04:02: Ach schön!
00:04:02: Zwei Tage Selbst-Beschäftigung.
00:04:06: Aber es ist ja auch deswegen spannend, weil eben Menschen die forschen doch sehr häufig sich in Großstädten befinden.
00:04:14: Und dann macht das ja schon vielleicht auch was wenn man mal in so ein Dorf geht oder in so einen kleineren Ort.
00:04:20: Ja
00:04:21: und die Wirkung dieses Ortes überhaupt nicht zu unterschätzen.
00:04:25: also allein dass man neutralen Seminarraum an irgendeiner Universität in der Großstadt sitzt, sondern da halt die Vögel zwitschern.
00:04:34: Man geht dann raus aus dem Gebäude und guckt wirklich auf den Acker so und sieht wie er bewirtschaftet wird.
00:04:41: Und es wird auf einmal alles sehr praktisch und man sieht Akteure aus dem Projekt, die sagen, wie sie an Gelder kommen mit welchen lokalen Konflikten sie sich rumschlagen, welche Allianzen sie... Bilden und so.
00:04:58: Man kann sich dazu gar nicht neutral verhalten, also man sitzt ja mitten drin.
00:05:05: Obwohl jetzt dieser Formate-EV, wo wir waren, keinen eigenen Beitrag oder so gehalten hat, hatte als betragende Rolle gespielt, war immer da!
00:05:15: Na super, das passt ja sehr gut.
00:05:17: Wir machen ja nämlich heute die Abschlussfolge zu unserer Staffel.
00:05:22: Wir haben immer so viele Sonderfolgen eingebaut aber eigentlich sind wir immer noch in der Staffel Stadtlandraum und zu diesem Stadt-Landverhältnis haben jetzt in den letzten sieben Folgen waren es ja insgesamt ziemlich häufig mit unseren Gästen gesprochen und heute wollen wir nochmal eine gemeinsame Zusammenfassung machen was wir so viel Gedanken hatten und was für Musik wir eigentlich mitgebracht hätten wenn wir zu dem Thema eingeladen worden wären.
00:05:44: Und diese Folge, dieser Abschlussfolge einer Staffel funktioniert ja immer so.
00:05:47: Dass wir uns gegenseitig Songs mitbringen von denen wir vorher noch nicht wissen dass der andere ihn mitbringt.
00:05:54: und zu diesem Stadt-Landverhältnis... Ich fange jetzt einfach mit meinem Song an, habe ich ein Song mitgebracht?
00:05:59: Ich stelle mir den mal hier rein.
00:07:23: Eine Vorliebe für Powerballaden klingt durch.
00:07:29: Tobias Mettenberger wär stolz auf dich.
00:07:33: Ich bin mir sicher, dass Tobi großer Fan von diesem Song ist.
00:07:37: Garantiert!
00:07:40: Kannst du den gar nicht?
00:07:42: Nee ich kann den überhaupt nicht, obwohl ich irgendwie den Eindruck habe, dass ich den irgendwie von Antenne Brandenburg oder so kennen müsste... Aber...
00:07:51: Also tatsächlich ist ja in der letzten Zeit noch bei Social Media so als Meme durchgelaufen, weil es eine unglaublich geile Version gibt wo Jimmy Fallon und Phil Pharrell ein Sketch zu diesem Song machen.
00:08:05: Und Jimmy Fallin singt halt Just a Small Town Girl und Will Pharrella Setzt man zu einer Brücke im Publikum und ruft die ganze Zeit,
00:08:12: ah!
00:08:13: Ein Small Time Girl?
00:08:14: Was macht
00:08:14: es?!
00:08:15: Und dann sagt der Living in a Lonely World.
00:08:16: Ah sie lebt alleine!
00:08:19: Wir müssen mal weiter singen und dieser Typ aus dem Publikuum fragt immer ja wie geht's weiter?
00:08:24: sind da noch andere Leute?
00:08:26: Ja
00:08:26: aber das ist eine total gute Brücke weil genau damit bin ich jetzt rausgegangen.
00:08:30: was is denn jetzt mit den beiden?
00:08:32: Sie, das Small Town Girl und er aus South Detroit.
00:08:36: Und jetzt
00:08:37: steigen
00:08:37: die da in diesem Midnight Train... ...und treffen sie sich?
00:08:39: Fahren die irgendwo hin?
00:08:41: Die treffen sich am Ende?
00:08:42: Also ich würde sagen, die
00:08:43: treffen sich im Raum.
00:08:45: Da ist bildiges Perfüm und es streicht nach Wein und dann tanzen sie zusammen und wollen irgendwie... Sie suchen nach Emotionen und sie suchen nach Begegnung und so.
00:08:58: Um mal zu sagen, warum ich diesen Song mitgebracht habe.
00:09:01: Also erstmal finde ich allein schon diese Gegenüberstellung von Small Town Girl und City Boy natürlich irgendwie total ikonisch für unser Thema.
00:09:10: Und auch South Detroit.
00:09:12: also Ich hab ja in Flint geforscht und waren Detroit So.
00:09:16: der Innenbegriff ist ein Song aus den Siebzigern Der Innenbegriffe der Mow-Town Ist ja auch für so einen Musikmarkt krass nicht uninteressant Kommt viele wichtige Künstler Innenherr aus Detroit und.
00:09:29: Und eben der Inbegriff von einer Industriestadt, von diesem Wachstum der USA die ganze Autoindustrie dort gewachsen ist und so.
00:09:39: Und dann hat diese Small Town Girl und ich finde es auch schon allein deswegen spannend weil man sich ja auch fragt warum ist das nicht der Small Town Boy?
00:09:46: Und das Citygirl also für eine geschlechtliche Richtung von Stadt und Land.
00:09:52: und Small Town girl ist hier auch ne Figur die man in der Soziologie sehr lange bedient hat, also das prekärste Individuum in der Soziologie war ja sehr lange das katholische Mädchen vom Lande.
00:10:06: Also das Mädchen von dem Lande, da steckt da drin im Song.
00:10:09: und dann gehen sie halt in diese Stadt und da sind lauter Fremde die sich die ganze Zeit begegnen und Sie begegneten sich an diesen indifferenten Orten, diesem Smokey Room Und ordentlichen Streetlights und auf der Straße.
00:10:24: Sie suchen alle irgendwie nach Begegnung, nach Nähe... ...und ich finde das da so wie alles drin ist.
00:10:32: Um die Story nochmal zu verstehen also sie treffen sich, steigen beide in den Zug und sind beider an einem dritten Ort.
00:10:38: Also sind wieder die Leute noch in der Small Town und dann treffen sie sich in einer großen Stadt im Dunkeln und da passiert all das.
00:10:45: Für mich treffen diese sich in New York In einer Bahn.
00:10:49: So ein bisschen wie Bob Dylan, der dann irgendwo vom Lande von mittleren Westen nach New York führte und da dann irgendwie...
00:10:56: Und da sind sie ja beide wieder.
00:10:59: wenn man jetzt diese Hierarchie weitermacht.
00:11:00: Wenn wir das aufbauen wollen, wie du jetzt gesagt hast dieses katholische Mädchen vom Landee wär es im deutschen Kontext irgendwie dass das irgendwie mal als katholische Arbeiter-Tochter vom Land ne?
00:11:13: Das waren diese drei
00:11:15: Variablen
00:11:17: die für soziale Benachteiligung prädestiniert waren.
00:11:20: Dann diese schon Großstadt Detroit, aber dann noch die Metropole New York.
00:11:24: quasi dort sind sie wieder auf Augenhöhe weil da sind sie beide fremd.
00:11:28: Wir sind sie beide fremden genau und treffen auch ganz viele andere die auch Und dann eben natürlich sozusagen der Clou Downstab Believen Die Stadt die dir alle Chancen bietet.
00:11:37: Also wenn du dann erstmal in der Stadt bist, dann kannst du eigentlich alles wehren.
00:11:41: Das ist ja das Ende vom Song.
00:11:43: also Don't Stop Believing Hold on that Feeling Streetlights people don't stop believing.
00:11:48: Du kannst hier eigentlich alles erreichen und musst nur einfach durchziehen.
00:11:53: Ja aber das ist auch kein Versprechen ne?
00:11:56: Some will win some lose.
00:11:58: some are born to sing the blues.
00:12:04: man kann auch scheitern.
00:12:07: Also die deutsche Entsprechung nicht musikalisch, aber so vom Inhalt nicht einher wäre Ketka mit an den Landungsbrücken raus.
00:12:15: Wo man ja an den Landes... also die Figur in dem Song an den landungsbrücken aussteigt und dann in Hamburg ankommt und dann mal gucken
00:12:22: was passiert?
00:12:24: Ja ist richtig!
00:12:26: Genau das war mein erster Song.
00:12:31: Wir können
00:12:31: ja mal zu deinem ersten Song gehen
00:12:35: schicke ich dir gerne.
00:12:37: Es wird weniger international und sehr deutsch, muss ich mich jetzt schon vorab entschuldigen.
00:12:47: Das
00:12:48: wird sehr deutscht!
00:12:51: Ja Deutsch und Muffich.
00:12:53: ja genau, Deutsch, Muffi, Bratwurst...
00:12:56: Hast du ja Téline Fischer mitgebracht?
00:12:58: Nein nein
00:13:15: nein, es ist da eigentlich noch nichts cool.
00:14:00: Sehr passend, würde ich sagen.
00:14:07: Ja, ne?
00:14:07: Das muss ich machen.
00:14:09: Ist irgendwie auch ein ganz klassischer Punkrock-Song.
00:14:14: altes Thema, nichts großartig Neues aber trotzdem aktueller denn je.
00:14:21: irgendwie also dieses Befremden vor der deutschen Spießigkeit und dann so Raumthemen dabei, Gated Community Abgrenzung.
00:14:33: Wir sind eigentlich sowas wie so ein Inn und einen Außen.
00:14:36: Wir sind hier alle ganz toll mit unseren Bratwürsten, aber die von draußen, die wollen wir dann lieber doch nicht haben.
00:14:43: Aber auch präkäre Arbeit?
00:14:48: Und auch verständlich der Arbeit mit der Putzfrau, die man reinlässt?
00:14:52: Richtig!
00:14:53: Der Wachdienst ist eigentlich auch prägär...
00:14:55: Genau, was ich ja sehr spannend finde ist... Ich habe gerade ein Artikel über Nachbarschaft geschrieben.
00:14:59: Übernachbarschaft in Teugnenwinkel.
00:15:02: Weil wir jetzt auch einreichen und Nachbarsschaft ist ja ein Konzept, das man ja auch erstmal definieren muss um genau zu verstehen, was beschrieben wird.
00:15:12: Sebastian Kotenbach hat ja grad so einen Vorschau aus Bielefeld glaube ich, hat grade so ein gutes Buch darüber geschrieben weil Nachbarshaft nur dann eine Nachbarschacht ist wenn man diese Unterstützungstrukturen hat Also wenn man sich gegenseitig unterstützt in Krisensituationen für einander da ist, also das ist ein wichtiger Aspekt von Nachbarschaft.
00:15:32: Also bloß es nebeneinander leben ist eigentlich so zu logisch nach seiner Definition nicht Nachbarshaft per se sondern dafür braucht es ein bisschen mehr und das beschreiben die toten Hosen hier natürlich sehr gut ja?
00:15:45: Also diese Homogenität, die vermeintliche Homogenheit würde ich auch ein bisschen sagen der Nachbarschraft beschreiben die ja sehr deutlich und sagen deswegen ist es eine Nachbarschaft.
00:15:54: Das ist gewisserweise auch ne Abgrenzung zu der Anonymität von Großstadt, in der ich erzähle mal wieder gerne die Geschichte dass sich sechs Jahre lang im Prenzlauberg in einer Altbauwohnung gewohnt habe und auf meiner Couchslagel steht meine Nachbarin mit der ich noch nie ein Wort gesprochen hatte also direkt den NachbarInnen.
00:16:11: auf der anderen Seite der Tür steht da und sagt die Wetter-Nachrichten von NTV und ich wusste sechs Jahre nicht das sie die Wette Sprecherin ist so, also das ist ja eigentlich keine Nachbarschaft auch wenn sie einfach wirklich Wand an Wand zum ihr gelebt.
00:16:26: Ja
00:16:27: und dann aber auch diese Falle in die man immer wieder tappt.
00:16:32: Diese Verklärung von sozialer Nähe und Verbindung Die eben auch was Ausgrenzendes haben kann habe ich neulich auch erst sehr spannenden Aufsatz gelesen Von Kollegen von Tobi vom Thun-Institut in Braunschweig von Thuli Maria, Maya Kleiner.
00:16:51: Die hat tatsächlich rausgefunden, dass hohe Engagementquoten in Regionen damit einhergehen, das es für hinzukommende schwerer ist sich einzufügen.
00:17:06: also wenn besonders viele Leute dort engagiert sind in Vereinen und es einen großen Establishment gibt an so einer Engagementkultur dann ist es für neue Gruppen mit eventuell etwas abweichenderen Interessen davon, die andere Dinge machen wollen als das was da ist schwerer reinzukommen und sie haben einen viel größeren Konformitätsdruck weil sie so Erwartungen ausgesetzt sind dass sie sich in bestimmter Weise dort engagieren.
00:17:33: Ich höre Sie sehr nach etablierten Außenseiten von Norbert Ilias und Trons Grotzen an und ich meine das ist ja die Frage.
00:17:40: also Ich meine, es ist klar wie die Toten Hosen das in dem Song meint.
00:17:44: Und ich glaube alle Leute, die jetzt die TotEN Hosen hören haben da grundsätzlich erst mal eine kritische Haltung zu dieser Art von Nachbarschaft aber gleichzeitig... Es ist ne funktionierende Nachbarshaft mit Unterstützungsstrukturen.
00:17:56: Ja und das finde ihr auch
00:17:58: so und ist das jetzt per se abzulehnen?
00:18:01: Und die Frage wäre sozusagen Wie kann man diese Nachbarschaft durchlässiger machen dass eben Integration leichter möglich wäre?
00:18:08: Hab immer so ein bisschen die Frage, ob diese... Also ich merke da auch bei mir in meiner eigenen Biografie so eine Entwicklung.
00:18:15: Ich fand solche Nachbarschaften vorher einfach nur spießig und jetzt kann dem auch was abgewinnen.
00:18:20: wenn Nachbarschaffen gut funktionieren dann sollen doch die Leute ihren Kuchen essen und ihren Kaffee und ihren Clown sich auf die Bühne stellen und Heino hören warum nicht?
00:18:31: Also warum sind die Toten, also warum sind wir?
00:18:35: Wir die toten Hosenhöher.
00:18:36: Die besseren Menschen?
00:18:37: weil wir wissen dass ein Heino-Double langweilig ist.
00:18:41: Warum erwerten
00:18:41: wir das?
00:18:44: Weil sie dann irgendwie gleichzeitig... Also kann man sich im Zweifel auf Sie verlassen.
00:18:50: Das finde ich immer so diese Establishment Kritik aus dem Punkrock und ich kann mich oft Spießbürger im Zweifel eben nicht verlassen, weil dann hüpfen die doch auf der Hipburg von der AfD und damit einhergehen ausgrenzende Positionen, die eigentlich dem widersprechen was sie dort miteinander solidarisch leben.
00:19:12: Und dieser Solidaritätsbegriff ist aber halt ein beschränkter auf die jeweilige Community.
00:19:21: Ich war letzte Woche auf einer Veranstaltung mit einem Steinführer und anderen Kollegen.
00:19:32: Und auch Leuten, die sich in Dörfern engagieren im Peter-Weißhaus in Rostock.
00:19:40: Das ist ein Szeneort!
00:19:42: Da saßen dann so drei Vereinsvorsitzende und wurden von diesem eher linken, sehr reflektierten Publikum gefragt wie macht ihr das damit zu rechten Leuten?
00:19:55: in euren Vereinen oder mit Leuten, die ausgrenzende Positionen vertreten.
00:20:01: Und dann haben sie gesagt, na ja ich kann den Leuten... Ich gehe nicht zugucken was die wählen und ich habe auch... Die auch nicht zu denen an Küchentisch was die machen.
00:20:11: aber wenn die sich im Verein einbringen wollen, dann zählen die Werte des Vereins und diese sind hier miteinander und so.
00:20:20: Und natürlich weiß ich, dass es da sehr viele auch rechte Einstellungen und so gibt.
00:20:26: Aber was für mich zählt ist das, was wir hier quasi zusammen machen.
00:20:30: Wenn ich das nicht machen würde... Ich weiß in meinem Ort wählen zweiundfünfzig Prozent irgendwie rechte Parteien von denen die denn überhaupt wählen gehen.
00:20:38: Also dann kann ich hier schnell einpacken und habe gar keinen mehr so.
00:20:43: Die Alternative ist nicht zu tun Ist dann irgendwie auch keine gute, also dem überlässt man dann dieses Feld und da wird dann versucht sich auf einen Minimalkonsens zu einigen oder oft den Konsens in dem man miteinander aktiv sein will.
00:21:00: Das funktioniert dann immer sehr gut.
00:21:02: die sagen auch in der Praxis nie wirklich Ausgrenzung oder Diskriminierung erlebt.
00:21:07: sie wissen aber natürlich was die Leute für Einstellungen haben.
00:21:10: Es findet nicht in der Vereinsarbeit statt und nicht auf dem Dorf fest.
00:21:16: Und ich meine, das gibt es natürlich genau andersrum.
00:21:19: auch weil du hast jetzt gerade von einem linken reflektierten Publikum gesprochen.
00:21:29: und die Frage ist ja auch ob so ein linkes reflektiertes Publikums wenn es mal in eine Nachbarschaft ziehen würde sich dann auch entscheiden würde, in den Schützenvereinen zu gehen und die freiwillige Feuerwehr zu gehen oder beim Sportverein seine Kinder anzumelden.
00:21:43: Weil natürlich auch ein linkes reflektiertes Publikum möglicherweise mit sehr vielen Vorannahmen über eine dörfliche oder gated community Nachbarschaft reingeht und vielleicht auch Überraschung erleben würde wenn man dann halt zur freiwilligen Feuerwehr geht und dann da vielleicht feststellen würde dass dass da eben doch ganz viel demokratisches Grundverständnis ist und nicht die ganze freiwillige Feuerwehr von irgendeinem Dorf.
00:22:06: Und der Band hat es von rechts extrem, was glaube ich für so ein linkes reflektives Publikum in Peter Weißhaus vielleicht auch so einen Stereotyp ist mit dem oder so einem Stickmeis.
00:22:18: Da weiße ich bei den toten Hosen immer nicht so genau wie gut die informiert sind über
00:22:24: das...
00:22:26: das ländliche Leben in Ostdeutschland beispielsweise.
00:22:28: Da haben sie ja Materia als Tester und machen viel mit feiner Sahne Fischwilli zusammen, werden da sicherlich auch vielen Kontakt sein und auch viel erfahren.
00:22:39: aber das ist hier sozusagen die andere Seite.
00:22:42: Ja, aber links sein schützt nicht vor spießig sein!
00:22:47: Genau.
00:22:49: Jetzt reden wir schon, wie Ulf poschert.
00:22:52: Das ist ganz schön schlimm eigentlich.
00:22:55: Eine Sache habe ich noch nicht unbedingt hervorheben wollte ... Ich bin ja hier nicht nur tote Hosenbeauftragter in unserem Podcast, sondern muss auch jedes Mal einmal mindestens Aladin Elma Valani sagen.
00:23:08: Da gibt es diese Zeilen der Sohn ist nicht rechts doch nach zwei drei Schnäpsen hebt er den rechten Arm.
00:23:12: die Tochter findet Bruder und Familie ätzend.
00:23:14: sie will nur weg seit Jahren.
00:23:16: das ist genau das was Aladin gerade Land auf land ab in alle Mikrofone spricht.
00:23:21: dieses Auseinander entwickeln von Jungen und Mädchen in ihren politischen Einstellungen.
00:23:26: Ja, okay.
00:23:27: Jetzt schick ich dir einen Link hier rein und ich bin mir sicher da kommen wir nicht überein aber du musst ja den Song jetzt trotzdem anhören!
00:23:47: Also für mich ist das ein... also ich kenne diesen Begriff der Satellitenstadt vor allen Dingen als die Beschreibung für die Hochhaussiedlung an Stadtrendern von Großstädten Und auch wenn hier vom Astronautenmensch gesungen wird und Lichtjahre von zu Hause weg, sage ich.
00:25:31: Nena meint aber denn doch diese Hochausdiedlung.
00:25:34: Nicht Städte im All und beschreibt eben diese Schlafstädte die kalt mit Stahlbeton gebaut wurden in denen es Die wichtigsten Räume gibt wie Kneipe, Supermarkino, Friseur aber mehr auch nicht.
00:25:53: Keine wirklich lebendigen öffentlichen Raum.
00:25:55: die Menschen verbringen ihr ganzes Leben dort... Wie sagt sie das hier?
00:26:02: Tag einen Tag aus auf einem Fleck.
00:26:06: Da ist eigentlich nichts los.
00:26:07: man lebt da wird er verwahrt als Mensch und also das ist ja schon irgendwie deprimierend genug.
00:26:16: und dann sagt sie auch noch, das ist die Stadt der Zukunftswelt.
00:26:20: Auf Stahlbundung er ewig hält.
00:26:21: Genau
00:26:22: also sie beschreibt, sie sagt auch noch so wird es immer sein dass alles außer Wärme hat wie ein Eisberg kalt und glatt.
00:26:29: und ich bin ja sozusagen die Verbindung auch zu meiner Forschung ist natürlich ganz klar, dass sich hier in diesen Neubau-Fürteln viele in diesem Neubaufürtel in ostdeutschen Großstädten forsche und das ist natürlich einerseits genau dieses Stigma gibt über diese Stadtteile.
00:26:44: Also da ist nichts los, da ist niemand und dann leben die Leute nur so her.
00:26:47: Alles ist prekär.
00:26:50: Nene besingt das Jahr in den Achtzigerjahren.
00:26:52: Sie kommt ja aus dem weiteren Ruhrgebiet, also in Harn geboren und hat dann lange in Berlin auch gelebt Aber sie sinkt natürlich aus einer westdeutschen Perspektive über diese Berliner Städte.
00:27:04: Also die gibt es auch in Westdeutschland.
00:27:06: Merke ich, das Viertel im Berlin wäre so ein Beispiel.
00:27:09: Neue Fahrnässe, wenn Regena hat ja über die neue Fahrgeschrieben in Bremen.
00:27:12: Ich glaube, dass ist auch so eine Hochhaussiedlung.
00:27:15: also die gibt's natürlich im Westen auch.
00:27:19: Das ist so'n Stigma und ich glaube dann gibts aber schon nochmal einen Leben in diesen Stadtteilen vor Ort, die ich gerade beforsche Und zumindest in Halle Neustadt.
00:27:28: Also gerade jetzt, wir nehmen hier am neunten Sechsten auf vom vierten bis siebten sechsten hat er das Mosaik-Festival stattgefunden wo ganz viele Leute von vor Ort auch die Nachbarschaft einbezogen haben und mehrere verschiedene Bühnen aufgemacht haben und einfach mit Kunstkultur in vielfältiger Form versucht haben Leben in dieser Salditenstadt Halle-Neustadt zu bringen.
00:27:50: Und da ich ja sehr, sehr großer... Ich oute mich.
00:27:54: Sehr, sehr groß fan von Nina bin und mir sogar einige Eskarpaten in der Corona-Zeit verzeihe.
00:28:03: Und sie viele starke Songs hat.
00:28:04: Das ist ein Song, das so ein bisschen untergeht finde ich aber für unser Stadtthema doch ganz schön viel beschreibt was diese Hochhaussiedlungsstadt ausmacht.
00:28:14: Also es ist eben nicht die Innenstadt sondern das ist eben Da am Rande irgendwo die ganzen Menschen verwarzen.
00:28:19: Ja, und es gibt dazu eine ganz andere Erzählung von den Menschen, die dort mal mit Stolz und großen Tatendrang und großem Aufbruchsgeist hingezogen sind.
00:28:30: Also wenn man sich mit älteren Menschen im Erstbezug in so einem Plattenbauviertel, hier im Hostdoc zum Beispiel ein Großklein oder lichten Hagen unterhält dann erzählen die einem, was für ein Privileg das für sie ist.
00:28:46: An diesen Ort ziehen zu dürfen und sich damit auch an einen Kopf vorwünschen erfüllt hat wenn man vorher irgendwie mit Treppenklo gelebt hat und Kohleofen und auf einmal eine Zentralheizung unten Fahrstuhl und warmes Wasser aus der Wand und sowas hatte.
00:29:04: das ist glaube ich nicht so unterschätzen oft ja vielleicht auch parodiert und so, aber dieser Sprung ankommen vor.
00:29:15: Und auch was die Versorgung angeht also die erzählen das durchaus als dass es da ein Leben im Stadtteil gab und viel Grün wird.
00:29:22: immer gesagt ist es so angelegt, dass man quasi auch so Parks- und Erholungsflächen in der Nähe hat.
00:29:28: Diese Infrastruktur wurde ja mit dazu gebaut worüber Nenner ja auch sinkt Das ist mit Kneipe und Supermarkt, Kinofriseur und einem Park.
00:29:36: Aber es ist halt gebaute Utopie!
00:29:38: Und
00:29:39: ich
00:29:39: frage mich ob's das Gegenteil überhaupt gibt?
00:29:43: Also nur weil wir jetzt ein Gründerzeitviertel haben oder so was wir ganz toll finden... Was schon vor uns da war glauben wird es sei irgendwie gewachsen aber das hat ja auch irgendjemand geplant
00:29:55: und die sind dann als Utopia gebaut worden.
00:30:00: Naja, das ist halt so ein bisschen die Frage.
00:30:01: Also wohnen von der Zeit überholt oder vielleicht gibt es auch... ...ein öffentliches Interesse,... ...dass diese Stadtteile nicht funktionieren?
00:30:09: Oder naja, es gibt vielleicht eine andere Vorstellung von Stadt und deswegen investiert man nicht mehr, baut diese Infrastrukturen zurück.
00:30:16: Und das Gegenteil von dieser Form vom Stadt wird ja immer als die europäische Stadt erzielt.
00:30:23: also dann denkt man vor allen Dingen.... weniger ein Gründerzeitviertel, die sind ja auch als Utopie gebaut oder als Arbeiterstädte gebaut worden.
00:30:31: Aber man denkt dann immer so an italienische Städte mit einem Marktplatz und das sind ja so die, die als gewachsene Städten gelten.
00:30:38: Wo denn alles irgendwie auch die Straßen irgendwie abgehen?
00:30:42: Und es ist eigentlich kein Plan und so gibt... aber da würde ich sagen, ist es natürlich auch eine gewisserweise auch eine Romanisierung von Stadt weil diese Europäischen Städte, also diese Städter die um den Marktplatz ja rum entstanden sind.
00:30:58: Sind ja auch letztendlich vor allen Dingen aus ökonomischen Interessen entstanden.
00:31:02: Also wir haben so diese verschiedenen Stadttypen, also die Gründerzeit für als Arbeiter Siedlungen, die Plattenbausiedlungen als Arbeitersiedlung dann am Stadtrand und irgendwie diese romantisierte Forschung von der europäischen Stadt in der man auf dem Markt flaniert und durch die Altstadtgassen
00:31:21: läuft.
00:31:21: Also ich verstehe total diese Kulturkritik, die da bei Nenar mit drin steckt.
00:31:27: Die damit schwingt auch diese Kritik an einem gewissen Größenwahn.
00:31:34: Der Mensch glaubt, dass hier irgendwas Großes hinsetzen zu können und so... Aber rein sociologisch würde ich immer sagen, würde ich einen Schritt zurückgehen, mich fremd machen und sagen was sind das für Praxen, die damit verbunden sind?
00:31:48: Wie leben Menschen diesen Ort?
00:31:50: Erleben Menschen diesen Ort im Alltag und von so einer kulturpessimistischen Deutung oder sowas ein bisschen Abstand nehmen, oder so eine kulturalisierenden These.
00:32:03: Dann muss man halt gucken.
00:32:05: Und dann sind die Probleme, die man heute hat in den Satellitenstätten folgen auch von Entscheidungen, von Investitionsentscheidungen wie du sagst.
00:32:14: Welchen Stadtteil entwickelt man?
00:32:16: Was hält man für erhaltenste Art?
00:32:18: Was reißt man ab
00:32:18: usw.?
00:32:19: Wollen
00:32:20: wir zu deinem nächsten Song kommen?
00:32:22: Genau,
00:32:22: also ich habe dir jetzt hier zwei Links in den Chat gestellt.
00:32:28: Und du hast die Wahl zwischen jung und frisch oder alternweise?
00:32:36: Der erste Link wäre jung und Frisch der andere ist Alternweise.
00:32:39: Thematisch sind sie beide...
00:32:41: Dann nehme ich Jung & Frisch nach, die wir jetzt nieder hatten.
00:32:44: Okay dann es ist der erste Link.
00:32:47: Ali Neumann
00:32:48: Ja wollen!
00:34:19: Jetzt koche ich Interpretationssiefe.
00:34:22: Erstmal musste mir sagen, Alli Neumann, ich kenne den Namen aber ich... Kommt sie aus Görlitz?
00:34:27: Nee!
00:34:28: Sie kommt aus nervös-deutschen Mittelstadt.
00:34:32: Ich hab vergessen welche.
00:34:34: Genau und ich habe den einen und das geht hier auch überhaupt nicht um Görliz.
00:34:40: Görlitz lief in
00:34:41: Sterben oder kommen wir ziehen dahin.
00:34:43: Ich will lieber leben, wo Nerds noch Nerdy sind.
00:34:47: Sondern es ist glaube ich ein Song über symbolische Abgrenzung und Coolness.
00:34:53: Und so eine Art Lebensstil der versucht so oft da Klippe sich zu bewegen zwischen... Also man also ist auf jeden Fall nicht cool irgendeinem Trend hinterherzulaufen.
00:35:14: Es ist aber auch nicht cool sich vollkommen abseits dazu, davon zu bewegen.
00:35:17: Also was ist der Trend?
00:35:19: Secondhand ohne Brand!
00:35:22: Wie soll man sich denn da noch orientieren?
00:35:31: Die Coolkits wollen von Ali und ihrem Popstar wissen ja jetzt wo gehst du hin, was machst du?
00:35:37: und so und dann zieht sie eher zurück und macht sich rar Und dieses Spiel aus Verstecken rausgehen, sich zeigen.
00:35:48: Immer leicht daneben liegen und damit aber die Coolness hinzukriegen in die Richtung deutlichten.
00:35:57: Und wobei der Raum
00:35:58: benutzt, als ein Stilmittel für eben die symbolische Abgrenzung.
00:36:04: Wobei natürlich diese erste Seile mit Görlitz liegt im Sternen.
00:36:07: und kommen wir ziehen hin dann dahin.
00:36:09: ich will lieber leben.
00:36:10: er schon so'n bisschen.
00:36:11: diese Geschichte erzählt von was ja auch zu dem Second Hand ganz gut passt.
00:36:16: man geht halt irgendwie da hin wo alle anderen nicht sind um halt genau damit eine Distinktion herzustellen, also in Abgrenzung.
00:36:25: Wir ziehen hier an diese stigmatisierte Stadt und ich erinnerte es total an Sorry-Dreitausend.
00:36:35: Ich weiß nicht, ob du natürlich noch den Song erinnern kannst, den Capatult mitgebracht hatten wo die Leute sich Sperrmüll in die Altbauwohnungen stellen, das ist ein Kunstnennen.
00:36:50: Dann ist das so eine gewisse Attitüde ja auch, die da drin steckt.
00:36:55: Ja absolut!
00:36:56: Das ist ne Attitüdde und ich glaube als Görlitzer würde mich das auch sehr provozieren weil also sie zieht ja nicht nach Görlitz.
00:37:09: Und selbst wenn Sie hinziehen würden was macht sie denn?
00:37:12: dann wird sie ja nicht mehr gesehen?
00:37:13: Also dann könnte sie es gar nicht mehr praktizieren.
00:37:17: Da müsste sie ja wirklich etwas machen.
00:37:20: Also
00:37:22: es ist gar nicht so einfach cool, Kids in Berlin zu sein.
00:37:26: Genau!
00:37:26: Es ist nicht so simply cool, kids in berlin zu sein.
00:37:29: aber wenn du woanders hingehst genau kannst du's also haste diese bühne nicht oder hast eine andere Bühne vor der ganz anderen Codes gelten.
00:37:39: und was in berlien als schick gilt ist den girl jetzt vielleicht völlig unbrauchbar.
00:37:48: Ja, ein cooler Song.
00:37:51: Ja ne?
00:37:52: Ich mag diesen Stil und passt auch gut zu Nina finde ich.
00:37:55: Lernen wir jetzt auch noch den alten weißen Song später kennen?
00:38:00: Nö!
00:38:00: Ich hätte dir Störche gesehen von Fanny van Dann untergejubelt und deine Ostdeutschland-Expertise nochmal bemüht.
00:38:11: Du sagst
00:38:17: es war teilweise
00:38:20: schön, du bist durch den Osten gefahren
00:38:30: und du hast Störche
00:38:32: gesehen.
00:38:40: Deswegen fand ich das ähnlich weil da kommt auch so ein Außenstehender fährt.
00:38:51: Ich bin jetzt mal, ich bin dieses Jahr nicht nach La Palma geflogen.
00:38:55: Ich bin mal in den Osten gefahren und habe Störche gesehen.
00:39:01: So ein Gespräch mit einem Kollegen hatte ich tatsächlich mal.
00:39:05: Das war ein Kollege der mir stolz erzielt hat, dass er ins Ökodorf Proto-Wien eine Fahrradtour gemacht hatte.
00:39:10: Und ja schon fast in Polen war!
00:39:14: Und total beeindruckt war von dieser Landschaft und dass da Menschen lieben.
00:39:18: Da lieben Menschen so, ja sehr schön!
00:39:20: Genau das ist ähnlich.
00:39:22: sozusagen von außen gesehen diesen Raum überhaupt nicht wahrnehmend und also hört euch den gerne mal an kann ich als Tipp weitergeben, dass Fanny Vandana da was wirklich auf einen Punkt gebracht hat eine westliche Mentalität auf den Osten zu gucken.
00:39:37: Ich meine das Schöne in Görlitz ist ja diese Podcast schonmal in Görle zwar Und seit gestern wissen wir, wir dürfen auch wieder nach Görlitz fahren und dürfen da wieder ein Podcast aufnehmen.
00:39:51: Also mit Görliz verbindet uns ja eine gewisse positive Verbindung und wir hatten hier auch schon... Genau also mindestens einen Gast aus Görlids.
00:39:59: Schöner
00:40:00: Gabler
00:40:04: zum Gast!
00:40:06: Ich war schon öfter an Görlits, will ich sagen.
00:40:10: Da kann man schon hin um nicht nur einer Stadt beim Sterben zuzusehen, sondern auch die Coolkits dort zu finden.
00:40:18: Definitiv!
00:40:19: Die gibt's da.
00:40:21: So, der nächste Song...
00:40:23: Jetzt kommt der In-Megriff von Alt und Weise.
00:40:28: Hier ist mein letzter Song den ich dir mitbringe.
00:40:32: Der In-Me-Griff?
00:40:33: Ich bin gespannt, das ist jetzt so Bob Dylan oder sowas?
00:40:36: Ja, gleiches Kaliber.
00:40:39: Through the winter's ice and cold Down Nicolette Avenue A city of flame fought fire in ice Neath an
00:40:52: occupiers
00:40:54: boot.
00:40:56: King Trumps private army from The DHS Guns belted
00:41:02: to their coats
00:41:04: Came to
00:41:05: Minneapolis To enforce
00:41:07: the law Or sow thier
00:41:10: story.
00:41:35: Das ist ein ganz guter Punkt.
00:41:49: Wir sind jetzt auf der anderen Seite.
00:42:22: Kunstwerk.
00:42:25: Ja, Bruce Blumster.
00:42:27: Wahnsinn!
00:42:28: Also was er da aus sich rausgeholt hat...
00:42:31: Also ich wollte erst Street so Philadelphia mitbringen, weil ich finde das auch ein ganz... also ich war ja jetzt dieses Jahr in Philadelphia und habe den Song nochmal anders verstanden.
00:42:47: Weil diese extreme Sigurationen und extreme Armut und dieser Inbegriff von amerikanischer Stadt die man in Philadelphia findet mich doch ziemlich geschockt hat und hab dann aber gedacht, nächste Streetoff in der mehrpolis bringt es noch ein bisschen krasser und aktueller auf den punkt.
00:43:05: Ich habe einen streets of landen gedacht von ralf mcthill.
00:43:09: Den hatten wir auch schon mal mitgebracht.
00:43:15: Auch ähnliches thema.
00:43:18: Und Philadelphia ist auch deswegen passend weil ich gerade gelernt habe dass am vierten juli findet ein Viertelfinale, der Fußball-Weltmeisterschaft in Philadelphia statt und am fielten Juli ist ja Unabhängigkeitstag Independence Day.
00:43:33: Und es wird eine extreme... Also es ist zu erwarten dass es eine extreme Propagandashow geben wird.
00:43:40: also das wird sehr krass aufgeladen sein und es nicht unwahrscheinlich, dass das Viertelfinalspiel was dann dort stattfinden wird, das Spiel der deutschen Nationalmannschaft sein kann.
00:43:50: Also rein vom Turnierplan.
00:43:51: Na ja, na ja optimistisch.
00:43:56: Ob ich jetzt größer unbedingt will, dass die Deutschen soweit kommen?
00:43:58: Aber also wir werden darüber noch diskutieren wie man damit umgeht.
00:44:03: politisch denke ich das wird in einer gesellschaftlichen Diskussion werden.
00:44:07: aber Ich finde auch Minneapolis als jetzt unabhängig davon, dass es eine sehr aktuelle ist.
00:44:12: ihr beschreibt ja diese Situation in Minneapolis Anfang des Jahres.
00:44:18: zwei Menschen sind ermordet worden.
00:44:20: Es gab diese Es gab diese Demonstration, es gab diese Polizeigewalt, Eisgewalt.
00:44:28: Man muss ja auch mal ein bisschen aufpeisen.
00:44:29: Eis ist ja nicht die Polizei.
00:44:31: All das ist beschrieben in dem Song... Aber ich finde, den Song steckt auch nochmal zwei Meter-Ebenen dahinter oder zwei Erinnerungen dahinter weil Rini Gut wurde nur zwei Kreuzungen... Ich habe mir das extra mal angeschaut, dass sie wirklich zwei Kreuzzungen, zwei Blocks entfernt Von dort ermordet, wo auch George Floyd ermordelt wurde von einem Polizisten.
00:44:55: Das ist räumlich sehr, sehr nah beinahe.
00:44:58: Das heißt diese Stadt Minneapolis.
00:45:00: und auch damals gab es ja auch danach Proteste und Minneapolis haben Geschäfte gebrannt Und die Leute waren wirklich weltweit Wut.
00:45:08: auch Also dieser diese Stadt in Minnesota ist in letzter Zeit gezeichnet von Gewalt Und genau jetzt kam es eben nochmal wieder.
00:45:22: Also das ist die Einemeter-Ebene, also auch eine Form von der Erinnerungskultur und auch Erinnerungen.
00:45:27: George Floyd war dieses Jahr was sechs Jahre her.
00:45:30: Das sieht man gar nicht so lange her am Ende Mai.
00:45:37: Der andere Metaebene ist aber auch dass er ja auch den Widerstand besingt.
00:45:43: Er beschreibt ja auch ne Stadtgesellschaft die sich zur Wehr setzt,
00:45:49: die
00:45:51: WhatsApp-Gruppen oder Signalgruppen gründet und sich gegensätzlich warnt.
00:45:55: Eis ist unterwegs, geht nicht raus, habt eure Dokumente parat.
00:46:00: Also neben der ganzen... also für mich war das auf jeden Fall etwas was am Anfang des Jahres wirklich auch herausfordernd war weil man ja hier in Deutschland sitzt und merkt okay man kann gar nichts tun, also zumindest nicht in Minneapolis kann man nicht helfen.
00:46:15: Aber es leistet eben doch auch zu sehen, es gibt dieses Potenzial für Menschenwürde.
00:46:22: Für die Menschen da eingetreten sind und diese Organisationen.
00:46:26: Und es gibt ja immer wieder diese Frage was hättet ihr getan in den Dreißigern?
00:46:33: Und zumindest die Menschen im Minneapolis.
00:46:34: und ich würde auch immer noch sagen, die Mehrheit im Minneapolis hat halt bewiesen dass sie sozusagen auf der richtigen Seite stehen wollten.
00:46:41: Sie haben Gewalt als Antwort bekommen Und das ist ja auch was, was glaube ich?
00:46:46: noch mal auf.
00:46:47: Vielleicht die dritte Meter.
00:46:48: eben in dem Song steckt, dass wir immer so ein Gefühl haben, das passiert denn den USA?
00:46:52: Das kann hier in Deutschland in der Form nicht passieren.
00:46:55: und dann denke ich halt an Lorenz A., der in Oldenburg von der Polizei erschossen wurde und bin eigentlich sehr schnell wieder da.
00:47:04: Nee, soweit weg ist es doch gar nicht!
00:47:06: Naja, wenn man sich anguckt, was die AfD sich für Sachsen-Anhalt vorstellt im Falle eines Wahlsiegs... Eigentlich genau das.
00:47:13: Sie wollen so eine paramilitärische Einheit gründen, die mit sehr viel Geld ausgestattet Jagd auf Migrantinnen
00:47:22: macht.
00:47:23: Genau.
00:47:24: Und da kommen wir wieder an.
00:47:25: Ist es denn ne Frage ob Tokyo Hotel ein Song über Streets of Magdeburg macht?
00:47:31: Na ja!
00:47:32: Also
00:47:33: das wäre... Mal gucken.
00:47:34: Ich meine ich weiß nicht, ich glaube sie haben keine besonders gute Erfahrung also will denen jetzt sich zu nah treten.
00:47:39: aber Ich glaube, die haben selber als Jugendliche mit einer Normalität abweichenden Verhalten sehr schlechte Erfahrungen in ihrem Heimat gemacht.
00:47:51: Und ich weiß nicht, wie fern sie sich da dann für Magdeburg wieder einsetzen oder ob Sie da sagen es ist eher gut dass sie daraus sind und
00:47:58: so eine... Da würde ich gegenargumentieren!
00:48:00: Ja?
00:48:00: Mit zwei Argumenten.
00:48:01: ein Argument ist das ja die beiden Brüder aus der Band also die Cowlidsbrüder werden ja weder das moderieren Und ich glaube nicht, dass sie... Ich bedenke schon, dass Sie mitentschieden haben.
00:48:13: Dass das an Halle sein soll diese Show.
00:48:15: Also Sie haben sich für Sachsen-Anhalt entschieden und ich glaube, dass es eine bewusste Entscheidung war.
00:48:20: Erster Widerspruch.
00:48:21: Zweiter Widerspruch!
00:48:22: Ich weiß nicht ob du den Song kennst von Kraftclub und Bill Cowlitz zusammen.
00:48:30: Fahr mal vier Mal Vier.
00:48:35: Etwas mit Heimatministerium
00:48:39: Kann für mich keine Heimat sein.
00:48:44: Ich kann nicht bleiben
00:48:47: Es ist zu spät.
00:48:48: Steigt mit ein.
00:48:50: Wenn es dir genauso geht Komm, fahr mit mir!
00:49:07: Ein sehr, sehr politischer Song in dem Bill Cowlitz eben mitsinkt und sie sich auch sehr politisch äußern.
00:49:14: Also ich sehe sozusagen Potenzial für, wir setzen uns für Sachsen an halt ein und auch für eine politische Äußerung.
00:49:22: Ich finde es bei mir kribbelt so ein bisschen... Also wenn ich jetzt sagen an Musik aus Sachsen-Anhalt denke, dann ist das auf jeden Fall die bekannteste Band.
00:49:31: Ein anderer Künstler der mir noch einfallen wurde wäre Yasin, der Hip Hoppa aus Wittenberg, der ja auch sehr politisch und sehr kritische politische Musik machte aber nicht in so einer gleichen Durchschlagskraft hat.
00:49:43: Aber Tokyo Hotel wären ja schon gehört.
00:49:47: Für mich ist es eine offene Frage ob sie nicht doch noch sich äußern.
00:49:51: Ich finde aber vielleicht offene Fragen Eine offene Wunde, gar nicht mal jetzt weg von dieser Tokyo-Hotelgeschichte.
00:50:01: Eigentlich ist der Bogen zurück zu dem Tote Hosenzong.
00:50:03: vom Anfang dieses Zweifeln an der Mehrheitsgesellschaft und das was ich am Anfang meinte kann ich mich im Zweifel auf die verlassen und es ist eben nicht egal was sie denken oder was sie wählen nicht weiß angepasst heterosexuell und den allen Normalitätsanforderungen entsprechen, kann ich in eine Situation geraten die mir Arge Probleme bereiten wird wo ich verfolgt werde.
00:50:35: Und die Frage ist dann was tun die anderen?
00:50:37: Und Minneapolis wäre jetzt natürlich.
00:50:38: tatsächlich hast du ein gutes Gegenbeispiel gebracht.
00:50:40: also es gibt auch sowas wie Solidarität und Unterstützung und Protest.
00:50:45: Aber was ist mit denen, die da auf der AfD Hüpfburg daneben stehen?
00:50:50: Mit ihrer Bratwurst und dem Bier.
00:50:52: Und wie ernst meinen sie das, wenn dann tatsächlich solche Akteure in die Macht
00:50:59: kommen?".
00:51:03: Das ist eine wichtige Frage!
00:51:05: Ich wollte nochmal den Schlenker zu Bruce Springsteen zurückmachen weil Bruce Springstein ist ja einer der immer für diese weiße Mittelschichts... Gesellschaft gesungen hat.
00:51:18: Also er ist ja eigentlich der Hero.
00:51:19: genau dieser Rust Belt.
00:51:22: Leute, die in diesen Stahlfabriken und Autowerkstätten und so gearbeitet haben...
00:51:29: Stimmt ähnlich wie ein Grönemeyer oder einen Westernhagen, die auch eine karapolitische Haltung haben, die kein Recht ist aber trotzdem für dieses Gruppe.
00:51:37: Wollen wir zu deinem letzten Song kommen damit wir unsere Folgenlänge nicht immer überstrappazieren?
00:51:44: Absolut, ich habe dir den Link geschickt.
00:51:47: Eine meiner absoluten Lieblingskünstlerinnen und...
00:51:51: Ah dann weiß ich ja schon wer es ist oder?
00:51:53: Aber ein, zwei, drei, ich guck mal.
00:51:56: Ach nee doch nicht okay.
00:51:57: Viel Spaß!
00:52:00: Dann übernetzt.
00:52:01: Genau
00:52:03: Wenn
00:52:09: du
00:52:20: eine
00:52:58: halbe Million hast, You could not get downed and start rebuilding.
00:53:02: Ich finde das zu ein starker Satz, also dieses die Marklerin oder der Makler stelle ich mir vor steht vor dir sagt hier ist das Haus und so und wenn ihr mal eine halbe Million habt dann reißt es einfach ab und baut nochmal Neues hin.
00:53:45: Sie fährt, in dem Video sieht man das aus schön wie sie aus Preston Australische Stadt rausfährt vor Ort und dann zu dieser Wohnungsbesichtigung stellt man sich vor wie sie da aus dem Auto guckt.
00:53:59: Und dann ist ja der Text auch beschrieben wie dann da am Rand irgendwie jemand arrested wird von der Police.
00:54:07: Und was ist das für ein erster Eindruck?
00:54:09: So fragt sie sich und dann kommt man da irgendwo an in so einem Vorort nirgendwo, steht vor so einem kalifornischen Bungalow... ...und fragt sich, ja, ist es jetzt... Ist das jetzt der Weg?
00:54:24: Wir sparen jede Woche so unzu viel Mark oder Dollar aber...
00:54:30: Ja also es endet mit Zopperbüren!
00:54:34: Ja, das ist ein Zapp.
00:54:40: Man muss diesen Song gar nicht viel erklären, der steht für sich irgendwie.
00:54:44: Ja, da habe ich auch gerade das Gefühl!
00:54:46: Das ist einfach ein toller Song.
00:54:48: und ich dachte ja du bringst es Christine Nichols mit wenn du sagst zu den Lieblingskünstlern.
00:54:53: aber ich muss gleichzeitig gestehen Kurt Neybernett sagt mir gar nichts
00:54:57: Nee, da hast du aber noch was zu entdecken.
00:55:01: Das sieht gerade nach einer neuen Entdeckung aus für mich und ich fahre ja heute längere Zeit Auto und heute eine Abend noch und ich glaube ich weiß schon was die Playlist sein wird.
00:55:12: also ich empfehle dir jetzt so ne Double EP.
00:55:16: Die ist noch vor dem ersten Album erschienen.
00:55:19: damit kann man wunderbar einsteigen und dann das Album gleich hinten ran hängen.
00:55:26: WEP weiß gar nicht, wie die heißt.
00:55:27: Aber das Album hat den großartigen Namen des Erste.
00:55:33: Und die beiden sind für den Einstieg super!
00:55:40: Das ist grandiose Musik für Leute, die mal irgendwo mit Nirvana sozialisiert wurden und dann aber in so eine Slacker-Richtung abgebogen sind und gesagt
00:55:48: haben.
00:55:49: Jetzt bin ich gerade doch irritiert dass wir jetzt doch Nirvana erwähnt, weil natürlich bei Courtney Naja, eine andere Kautnäher.
00:55:57: Aber da gibt es keine Verbindung?
00:55:59: Es gibt keine Verbindungen aber die musikalischen Anleihen bei Nirvana sind durchaus zu hören.
00:56:05: Das ist ganz andere Musik also das verbunden mit einem australischem Slecker-Style.
00:56:14: Das harmoniert sehr gut und hier hat er unglaublich großartig Brache umzugehen und die Wörter da so aus ihr raus porzeln zu lassen.
00:56:23: Jetzt
00:56:23: sehe ich gerade erstes Wortspiel, Depression.
00:56:26: Ich habe das ganze Depression gelesen, aber der Song heißt Depression.
00:56:32: Den Suburb von Preston genau.
00:56:38: Das sind unsere Songs und ich muss sagen, ich bin leicht schockiert von uns Ja.
00:56:47: Quar.
00:56:47: das Fakt ist, dass wir beide keinen einzigen Berlin-Zon mitgebracht haben.
00:56:52: Stimmt!
00:56:55: Weil ich ... also als wir als Berliner und natürlich irgendwie zwanzig gehabt hätte aus dem ich wieder auswählen müssen und mich nicht entscheiden konnte und jetzt am Ende ich mich für keinen Song über Berlin entschieden habe und du auch nicht.
00:57:08: und deswegen würde ich schon doch noch mal sagen wenn.
00:57:14: Also einfach weil ich finde Berlin, welch Stadt Landraum muss jetzt nochmal kurz rüber geschlagen
00:57:17: werden.
00:57:21: Ich kann ja mal sagen, ich habe über zwei Songs nachgedacht aus Berlin.
00:57:26: Der eine ist Wand an Wand von City der so eine Doppeldeutigkeit hat, weil einerseits tatsächlich dieses Großstadtleben beschreibt wo ich ne Wand zwischen mir habe und diese Person die auf der anderen Seite vielleicht auch ihr Bett zu stehen hat niemals sehen werde Obwohl sie nur zehn Zentimeter von mir entfernt, im Zweifel oder dreißig Zentimeter für mich entfernt.
00:57:48: Auf der anderen Seite schläft also diese räumliche Nähe die nicht zur Begegnung führt und leise geht es natürlich um das geteilte Berlin in dem Song.
00:57:59: Wir leben in Ost- und Westwand an Wand.
00:58:02: Und ich glaube als der andere Song den doch der beste Berlinsong überhaupt ist wäre Peter Fox mit Schwarz zu Blau
00:58:12: Ja, ich auch noch zwei.
00:58:13: Also der eine wären The Shocks mit MC'n.
00:58:20: Sollst du hören?
00:58:21: Wir tun es alles in die Show-Notes.
00:58:26: Wir stehen in der MC', da geht's einfach darum neben was für Leuten man da steht und
00:58:33: was man da
00:58:33: aushalten muss.
00:58:34: Das ist ja schon eine Identitätsdifusion.
00:58:36: ne weil für mich sind die MC'nen immer noch die zwanzig oder ich hatte mir vorgenommen, dass die MC vielleicht für alle, die nicht aus Berlin sind.
00:58:42: Das ist eine Straßenbahnlinie, die durch die relevanten Bezirke fährt in denen man Party machen kann also Friedrichshain-Kreuzberg, Kanzler Berg und so... Und die war bei langer Zeit unter der Linie Die Nummer zwanzig und dann gab es eine Umsortierung.
00:58:58: Und ich habe mir eigentlich vorgenommen, dass werde sie immer zwanzisch nennen.
00:59:01: Mittlerweile sage ich aber doch auch MC'n und jetzt begibst du anscheinend Musik
00:59:05: wo die Leute schalten.
00:59:06: Sie ist aber auch schon älter!
00:59:07: Die Schocks haben das kurz nach der Umbenennung glaube ich schon adaptiert.
00:59:14: Der Song befriedet mich damit weil es reimt sich halt besser.
00:59:17: mitzwanzig könnte man diesen Song nicht machen.
00:59:19: Also hätte der ein anderer Frank?
00:59:21: Berlin ist so ranzig, wir fahren jetzt mit der zwanzig.
00:59:23: Ja!
00:59:27: Also Schocks M-Xen und der andere Song ist ein Anti-Berlin-Song den ich lange verachtet habe.
00:59:32: Ich komme zurück zu den toten Hosen nämlich Wannsee.
00:59:35: Ich hielt das ganz lange für üblen Schlager.
00:59:37: Ich hab den Song zum ersten Mal im Baumarkt gehört da aus der Publikumsbeschallung, aus der Kundenbeschellung für ein Blödsinn.
00:59:47: und dann sagte mir ein guter Freund irgendwann hör mal genauer hin, das ist ein perfekter Berlin-Diss.
00:59:55: Das ist schön dass wir mit diesem Song enden können weil es ja auch eine Versöhnung wieder für die Ärzte und die troten Hosen ist weil ich weiß nicht ob du das weißt in dem Ort in dem ich lebe ist das Video dazu gedreht worden in dem Strandbad in dem mich jeden Tag Ich bin jetzt gerade im Sommer.
01:00:12: Und in dem Video sieht man ja, wie die Toten Hosen am Lagerfeuer singen.
01:00:15: und dann kommt Bela und sagt, ruhig jetzt!
01:00:19: Ne, nicht Bela?
01:00:19: Bela doch Bela!
01:00:21: Die Rott!
01:00:22: Kennst du das Video
01:00:23: nicht?!
01:00:23: Ich kenne es nicht!
01:00:24: Dann guck
01:00:25: dir bitte dieses Video an!
01:00:27: Ich glaube Bela kommt oder Rott Bela oder Rod, einer von die Ärzte kommt und also die Toten Hosen klimpern so am Lagerfeuer.
01:00:35: Und dann kommt ich glaube Bela kommt und sagt ruhig jetzt!
01:00:41: Wann sie ist auf dem großen Wuckensee gedreht worden?
01:00:44: Also das ist Heimat
01:00:46: für mich.
01:00:46: Das werde ich gleich angucken im Nachbarn.
01:00:50: Ja sehr gut.
01:00:51: Dann haben wir noch die Berlinsdanks untergebracht.
01:00:54: Wir hören uns natürlich wieder und hoffentlich auch schon um Juli... Wir sind noch nicht so richtig gut in der Planung, sag ich mal.
01:01:03: Aber wird schon und das... Mit einer neuen
01:01:06: Staffel zum Thema Emotionen?
01:01:08: Genau!
01:01:09: Also da könnt ihr euch drauf freuen.
01:01:10: Das war ja heute auch immer wieder drin.
01:01:13: Und wenn ihr uns fragen wollt, wenn ihr was kommentieren wollt, Wenn ihr uns liken wollt auf irgendwelchen Podcast-Plattformen oder uns bei Instagram folgen wollt macht das alles.
01:01:26: Wir freuen uns, wir freuen uns auf jeden Fall wenn wir Feedback von euch bekommen und wünschen euch bis dahin auf jeden fall.
01:01:34: also ich wünsche mir.
01:01:36: Ich glaube André ist da nicht ganz so into aber ich wünsch mit mir bis dahinein eine eine interessante WM.
01:01:43: Ich liebe dann doch Fußball zu sehr um es nicht zu schauen.
01:01:46: Ja ja ich muss noch tippen ich bin doch ein bisschen will mich interessieren.
01:01:55: Ja, ja.
01:01:56: Sehr gut zu machen!
01:01:58: Das ist immer noch
01:01:59: wichtig, dass
01:01:59: Daniel dabei ist.
01:02:01: Ich habe
01:02:02: keine Ahnung, ich verliere da immer.
01:02:04: Du verlierst immer bist du aber mit Abstand der mit der größten Ahnung also wirklich damit.
01:02:11: Du kennst alle Spiele und alle Konstellationen und was weiß ich und weißt wer wie gut dahin fährt?
01:02:17: ... schneidest aber jedes Mal unterirdisch ab.
01:02:23: Ich bin auch hinten, die wirklich gar keine Ahnung haben!
01:02:27: Deswegen werde ich auch niemals Fußballstürmer... weil man ja weiß, dass Fußballsturme nicht so lange nachdenken sollten.
01:02:31: Ja, richtig!
01:02:34: Ja schön!
01:02:36: Bis dann bis bald,
01:02:43: tschüss!
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